Siegmann, Stefanie : Primäre bildgebende Diagnostik von polytraumatisierten Patienten mittels Spiralcomputertomographie

37

Kapitel 3. Ergebnisse

3.1 Polytraumatisierte Patienten

In der retrospektiven Auswertung wurden 114 (34,13%) der Patienten als Polytraumata eingestuft (siehe Kapitel 2.1.4).

3.1.1 Schädel-Hirn-Trauma und Mittelgesichtsverletzung

63,16% der Patienten (n=72) erlitten ein Schädel-Hirn-Trauma.

43% der Verunfallten (n=49) wiesen in der cCT-Untersuchung einen pathologischen, posttraumatischen intrakraniellen Befund auf. In 16 dieser Fälle lag zusätzlich eine Fraktur vor und in 18 Fällen wurde eine Indikation zur operativen Entlastung einer intrakraniellen Blutung oder eines Hirnödems gesehen.

Bei 57,02% der Patienten (n=65) zeigte die cCT-Untersuchung keinen pathologischen intrakraniellen Befund. Bei 19 dieser Patienten lag klinisch ein SHT I° vor, die in 3 Fällen eine Fraktur (2x Felsenbeinfraktur, 1x Kalottenfraktur) aufwiesen. In 4 Fällen war der neurologische Zustand der Patienten bei primär unauffälligem cCT nicht zu erklären, so dass in der subakuten Phase eine MRT-Untersuchung durchgeführt wurde. Hier wurden bei zwei Patienten Balkenläsionen und bei je einem Patienten multiple kleine Kontusionsherde sowie multiple Rindenprellungsherde nachgewiesen. Von den 65 Patienten mit unauffälligem primären cCT waren 49 Patienten entweder am Unfallort oder im primär versorgenden Krankenhaus intubiert worden.

Eine Frontobasisfraktur und eine Felsenbeinfraktur wurden erst aufgrund einer engschichtigen Nachuntersuchung im HR-Modus diagnostiziert.

Bei 42,11% der Patienten (n=48) wurde innerhalb des Standard-Untersuchungsschemas eine CT des Mittelgesichts durchgeführt. Bei 8 Patienten konnte keine Verletzung nachgewiesen werden. In 30 Fällen lag eine komplexe laterale oder zentrolaterale Mittelgesichtsfraktur vor. In 10 Fällen fand sich eine Einzelfraktur wie z.B. eine Unterkieferfraktur. Eine sofortige operative Versorgung war in 15% der Fälle (n=7) erforderlich. In den übrigen Fällen erfolgte eine operative


38

Versorgung aufgrund der Gesamtsituation der Patienten erst zu einem späteren Zeitpunkt.

CT-Diagnosen im Bereich des Schädels und therapeutische Konsequenzen

Diagnose

richtig- positiv

richtig- negativ

falsch-
positiv

falsch- negativ

OP

 

 

 

 

 

 

Intrakranielle Traumafolgen

49

61

0

4

18

Kalottenfrakturen

19

93

0

2

 

Mittelgesichtsfrakturen

40

8

0

0

7

 

 

 

 

 

 

Summe

108

162

0

6

25

Diagnosen bezogen auf die Anzahl der Patienten, d.h., bei einzelnen Patienten sind auch mehrere Diagnosen möglich

Tabelle 1

Für die initiale cCT-Untersuchung ergibt sich somit ein Gesamtspezifität von 100% und eine Gesamtsensitivität von 95%.

3.1.2 Thorax

Bei 21% der Patienten (n=24) war die Untersuchung des Thorax ohne pathologischen Befund.

Die häufigste intrathorakale Verletzung lag in Form von Lungenkontusionen vor (50%, n=57), davon in 24 Fällen beidseitig. Als mittel bis schwer ausgeprägt wurden die Veränderungen bei 25 dieser Patienten (44%) eingeschätzt, hiervon 13-mal beidseitig. Bei 16 Patienten hatte die in der CT gesehene Ausprägung der Lungenkontusion einen direkten Einfluss auf die Wahl der Operationstechnik bezüglich der Stabilisierung von Extremitätenverletzungen. In diesen Fällen wurde auf eine primäre intramedulläre Nagelung verzichtet.


39

Abb. 6: Lungenkontusion und ventraler Pneumothorax rechts

Bei 42% der Patienten (n=48) lag ein Pneumothorax vor, in 11 Fällen beidseitig. In 15% aller Fälle bzw. bei 35% der Patienten mit nachgewiesenem Pneumothorax (n=17) lag ein ausschließlich ventral gelegener Pneumothorax vor, in 2 Fällen beidseits. Davon erforderten 9 die sofortige Anlage einer Thoraxdrainage.

Ein Hämatopneumothorax lag bei 11% der Patienten (n=13) vor, bei 5 Patienten beidseitig. In 7 Fällen war die sofortige Anlage einer Thoraxdrainage erforderlich. Ein Hämatothorax fand sich in 4 Fällen, bei einem Patienten beidseitig. Die sofortige Anlage einer Thoraxdrainage war in 2 Fällen notwendig, bei einem Patienten erfolgte zusätzlich eine Operation zur Blutstillung innerhalb der ersten 24 Stunden. Bei 5 Patienten fand sich ein jeweils nicht therapiebedürftiger Pleuraerguß, 2-mal beidseitig.

Eine Atelektase war bei 24% der Verunfallten (n=27) nachweisbar, 4-mal beidseitig.

In 10 Fällen führte die Aufdeckung einer intraparenchymalen Fehllage einer Thoraxdrainage zu einer sofortigen Lagekorrektur.

Des Weiteren wurden eine Lazeration und ein Bronchuseinriss, der bronchoskopisch bestätigt wurde, gefunden.

Dreimal wurde eine Zwerchfellruptur diagnostiziert, die sich jeweils bei der nachfolgenden Operation bestätigte.

In 3 Fällen wurde der Verdacht auf eine traumatische Aortendissektion gestellt, die jedoch nur in 2 Fällen eine operative Konsequenz erforderte. Die


40

Verlaufsuntersuchung des dritten Patienten zeigte eine Thrombosierung des kleinen und kurzstreckigen Lumens. Falsch negative Befunde wurden hier nachträglich nicht erhoben.

Abb. 7: traumatische Aortendissektion

Des Weiteren wurden in einem Fall ein posttraumatischer Perikarderguß und in einem weiteren Fall ein Pneumomediastinum diagnostiziert.

Eine Rippenserienfraktur fand sich bei 32,46% der Patienten (n=37), in 10 Fällen beidseitig. Frakturen einzelner Rippen fanden sich in 16 Fällen. Bei 6 Patienten wurde eine Sternumfraktur diagnostiziert. Bei 23 Patienten konnte eine Verletzung des Schultergürtels mit erfasst werden, 16-mal war hierbei die Scapula (3-mal mit Beteiligung des Glenoids) und 12-mal die Clavicula betroffen. In einem Fall zeigte sich eine Ruptur der Arteria axillaris mit einer aktiven Blutung.

In keinem Fall wurde im weiteren Verlauf eine das Lungenparenchym, das Mediastinum oder das Zwerchfell betreffende zusätzliche Diagnose erhoben. Bei 7,02% der Patienten (n=8) ergab sich aus den nachfolgenden konventionellen Aufnahmen ein abweichender Befund bezüglich der diagnostizierten Rippenfrakturen. Die Scapulafrakturen, insbesondere die mit Beteiligung des Glenoids, wurden vollständig erfasst.


41

CT-Diagnosen im thorakalen Bereich und therapeutische Konsequenzen

Diagnosen

Richtig- positiv

Davon beidseits

richtig-
negativ

falsch-
positiv

falsch-
negativ

OP/

Drainage

 

 

 

 

 

 

 

Lungenkontusionen

57

24

57

0

0

 

Ventaler Pneumothorax

17

2

97

0

0

9

Hämato-pneumothorax

13

5

101

0

0

7

Pneumothorax

18

4

96

0

0

10

Hämatothorax

4

1

110

0

0

3

Pleuraerguss

5

2

109

0

0

 

Atelektase

27

4

87

0

0

 

Thoraxdrainagen-fehllage

10

1

nicht erfasst

0

0

9

Zwechfellruptur

3

 

111

0

0

3

Lazeration

1

 

113

0

0

1

Bronchuseinriss

1

 

113

0

0

1

Aortendissektion

3

 

111

0

0

2

Sternumfraktur

6

 

108

0

0

 

Claviculafraktur

12

 

102

0

0

 

Scapulafraktur

16

 

98

0

0

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe

193

53

1413

 

 

45

Diagnosen bezogen auf die Anzahl der Patienten, d.h., bei einzelnen Patienten sind auch mehrere Diagnosen möglich

Tabelle 2

Es besteht somit eine vollständige Erfassung aller tatsächlichen Diagnosen ohne falsch positive oder falsch negative Ergebnisse.

3.1.3 Abdomen

Bei 53,5% der Patienten (n=61) war die Computertomographie des Abdomens ohne pathologischen intra- oder retroperitonealen Befund. Insgesamt fanden sich in der Computertomographie des Abdomens 70 Verletzungen bei 53 Patienten. Bei 13 Patienten lag eine intraabdominelle Mehrfachverletzung vor.

Bei 17% der Verunfallten (n=19) wurde eine Läsion der Leber diagnostiziert. Bei 12 Patienten handelte es sich um ein Hämatom der Leber ohne operative


42

therapeutische Konsequenz. In einem Fall erfolgte die Operation bei sekundärer Blutung. Bei 7 Patienten wurde ein Einriss des Leberparenchyms diagnostiziert, der in 5 Fällen der operativen Blutstillung bedurfte. In einem Fall stellte sich dabei intraoperativ zusätzlich ein zuvor nicht gesehener Einriss des Mesocolon transversum dar. In einem Fall kam es bei einer primär unauffälliger Abdomen-CT zu einer operationspflichtigen sekundären Leberruptur. Auch retrospektiv in Kenntnis der Läsionslokalisation stellte sich die Leber computertomographisch unauffällig dar.

21% der Patienten (n=24) wiesen computertomographisch eine Läsion der Milz auf. Bei 13 Patienten handelte es sich um ein Hämatom der Milz ohne primäre operative therapeutische Konsequenz. In 2 dieser Fälle kam es zu einer zweizeitigen, OP-pflichtigen Milzruptur. Die Milz eines dieser Patienten wies in der CT-Untersuchung bei deutlich reduziertem Herz-Zeit-Volumen eine inhomogene KM-Phase auf, so dass computertomographisch zu einer Parenchymläsion nicht Stellung genommen werden konnte. Bei 11 Patienten wurde ein Einriss des Milzparenchyms diagnostiziert, in einem Fall mit Nachweis einer aktiven Blutung. Bei 10 dieser Patienten erfolgte die sofortige Operation. In einem Fall wurde intraoperativ bei dem Vorliegen einer Milzruptur zusätzlich ein Einriss des Mesocolon transversum festgestellt.

Abb. 8: Lerbereinriss und Milzeinris mit aktiver Blutung


43

Bei 7% der Verunfallten (n=8) wurde eine Nierenläsion diagnostiziert, es handelte sich um 1 Hämatom und 7 Nierenkontusionen. Eine Nebenniereneinblutung fand sich in 3 Fällen, dabei zweimal mit Nachweis eines aktiven Kontrastmittelaustritts. In diesen beiden Fällen wurde die Indikation zur operativen Blutstillung gestellt.

Abb. 9: aktive Nebennierenblutung

Bei 4 Patienten ließen sich Gefäßläsionen mit Nachweis eines aktiven Kontrastmittelaustritts nachweisen. In einem Fall handelte es sich um einen Einriss der V.renalis, zweimal um den Einriss eines Mesenterialgefäßes und einmal lag ein Einriss einer unteren Polarterie der Niere vor, welche interventionsradiologisch mittels Embolisation verschlossen werden konnte. In 3 Fällen erfolgte die operative Blutstillung. In einem Fall bestätigte sich der Verdacht auf eine Gefäßläsion nicht, intraoperativ lag lediglich noch ein mesenteriales Hämatom vor. Bei einem Patienten wurde in einer CT-Kontrolluntersuchung weniger als 24 Stunden nach primärem CT eine aktive Blutung im Bereich der A.mes.sup. nachgewiesen. Auch retrospektiv kam die A.mes.sup. in der primären CT unauffällig zur Darstellung.


44

Abb. 10: mesenteriale Blutung

In 5 Fällen wurde bei dem Nachweis freier Luft der Verdacht auf eine Hohlorganperforation gestellt, welcher in allen Fällen intraoperativ bestätigt wurde. Bei den Läsionen handelte es sich um eine Magenperforation, eine Duodenal- und eine Dünndarmläsion sowie um zwei Rektumläsionen. In einem Fall war bei massiver Einblutung im kleinen Becken eine intraoperativ gefundene Verletzung des Rektums computertomographisch zuvor nicht gesehen worden. In einem weiteren Fall wurde intraoperativ zusätzlich eine Kolonruptur diagnostiziert, für die in der computertomographischen Untersuchung kein Anhalt vorlag. Der Patient war aufgrund progredienter freier Flüssigkeit bei zweizeitiger Milzruptur operationspflichtig geworden.

Bei einem Patienten mit Bauchdeckenperforation konnte der Fremdkörper (Gummibremspedal) erst postoperativ nach Angabe der genauen Lokalisation durch den Operateur und spezieller Fenstereinstellung in der primären CT-Untersuchung nachgewiesen werden.

In 2 Fällen fand sich ein ausgedehntes retroperitoneales Hämatom ohne operative Konsequenz.

Freie Flüssigkeit mit Nachweis einer Organläsion fand sich bei 28 Patienten. Bei 7 Patienten erfolgte der Nachweis freier Flüssigkeit ohne gleichzeitigen Nachweis einer Organ- oder Gefäßläsion. In keinem dieser Fälle ergab sich im Verlauf eine OP-


45

Indikation.

CT-Diagnosen im abdominellen Bereich und therapeutische Konsequenzen

Diagnosen

Richtig- positiv

Richtig-
negativ

falsch- positiv

falsch- negativ

OP

 

 

 

 

 

 

Leberläsion

19

94

0

1

5

Milzläsion

24

89

0

1

11

Nierenläsion

8

106

0

0

 

Nebennierenläsion

3

111

0

0

2

Harnblasenverletzung

1

113

0

0

1

Gefäßläsion

4

109

1

0

3

Hohlorganperforation

5

107

0

2

7

Freie Flüssigkeit mit Organläsion

28

86

0

0

 

Freie Flüssigkeit ohne Organläsion

7

107

0

0

 

Mesocoloneinriß

0

112

0

2

 

 

 

 

 

 

 

Summe

99

1034

1

6

29

Diagnosen bezogen auf die Anzahl der Patienten, d.h., bei einzelnen Patienten sind auch mehrere Diagnosen möglich
Tabelle 3


Daraus ergeben sich insgesamt für die Computertomographie hinsichtlich der Erfassung intraabdomineller Verletzungen eine Sensitivität von 94,3% und eine Spezifität von 99,9%.

3.1.4 Becken

Bei 54% der Verunfallten (n=62) kam das Beckenskelett unauffällig zur Darstellung.
46% der Patienten (n=52) zogen sich eine Verletzung des Beckens zu.

Eine vordere Beckenringverletzung fand sich bei 35% der Patienten (n=40), eine Verletzung des hinteren Beckenrings lag in 32% der Fällen (n=36) vor. Insgesamt fand sich bei 20% der Verunfallten eine Acetabulumfraktur (n=23), davon in 5 Fällen beidseitig. Bei 8 Patienten handelte es sich um eine isolierte Verletzung des


46

Acetabulums.

Abb. 11: Fraktur vorderer und hinterer Pfeiler

In 5 Fällen fand sich eine Sprengung der Symphyse und der Sakroiliakalgelenke ohne Nachweis einer knöchernen Begleitverletzung. In 3 Fällen wurde eine Fraktur des proximalen Femurs miterfasst. Eine Verletzung des Beckens mit Beteiligung des vorderen und hinteren Beckenrings lag bei 28% der Verunfallten (n=32) vor. Eine sofortige OP-Indikation bestand insgesamt in 4 Fällen.

CT-Diagnosen im Bereich des Beckens und therapeutische Konsequenzen

Diagnose

richtig- positiv

richtig-
negativ

falsch-
positiv

falsch-
negativ

OP

 

 

 

 

 

 

Acetabulumfraktur

23

205

0

0

 

Vordere Beckenringverletzung

40

74

0

0

4

Hintere Beckenringverletzung

37

77

0

0

4

 

 

 

 

 

 

Summe

100

356

0

0

 

Diagnosen bezogen auf die Anzahl der Patienten, d.h., bei einzelnen Patienten sind auch mehrere Diagnosen möglich
Tabelle 4

Im Verlauf zeigten sich keine Diagnoseänderungen der im Bereich des Beckens erhobenen Befunde, so dass von einer vollständigen Erfassung aller tatsächlichen Diagnosen ohne falsch positive oder falsch negative Ergebnisse auszugehen ist.


47

3.1.5 Wirbelsäule

3.1.5.1 Halswirbelsäule

Bei 88% Patienten (n=100) kam die Halswirbelsäule unauffällig zur Darstellung. In einem Fall wurde hier eine Schildknorpelfraktur nachgewiesen.

Insgesamt fanden sich bei 14 Patienten 19 Verletzungen der Halswirbelsäule.

Die Verletzungen der Halswirbelsäule waren zum überwiegenden Anteil im Bereich des craniocervikalen oder des cervicothorakalen Überganges lokalisiert. Eine Fraktur des Atlasbogens lag in 2 Fällen vor, wobei es sich in einem Fall lediglich um eine kleine knöcherne Aussprengung handelte. Bei 4 Patienten fand sich eine Densfraktur oder Frakturen des Corpus axis.

Abb. 12: Densfraktur

4 Patienten erlitten eine Fraktur des 6. oder 7. Halswirbelkörpers. In einem Fall wurde bei gleichzeitigem Vorliegen einer beidseitigen Bogenfraktur von HWK 6 und einer Fraktur von HWK 7 die Indikation zur sofortigen operativen Stabilisierung gestellt. In einem weiteren Fall lag eine Luxation im Segment HWK 4/5 vor, die


48

ebenfalls sofort operativ stabilisiert wurde. Bei 3 weiteren Patienten fanden sich Quer- und Dornfortsatzfrakturen von HWK 6 und 7.

3.1.5.2 Brustwirbelsäule

Bei 86% der Patienten (n=98) kam die Brustwirbelsäule unauffällig zur Darstellung.

Im Bereich der Brustwirbelsäule wurden bei 16 Patienten 48 Verletzungen gefunden. Es handelte sich hierbei um 10 Wirbelkörperfrakturen, von denen zwei als instabil eingestuft wurden. Bei einem Patienten lag eine gleichzeitige Luxation vor. Eine sofortige operative Stabilisierung erfolgte in keinem Fall. Zusätzlich wurden 38 Dorn- oder Querfortsatzfrakturen diagnostiziert.

Bei 100% der Patienten (n=16) mit einer Fraktur im Bereich der Brustwirbelsäule lagen gleichzeitig intrathorakale Verletzungen vor.

Abbildung 13: Luxationsfraktur

3.1.5.3 Lendenwirbelsäule

Bei 75% der Patienten (n=86) kam die Lendenwirbelsäule unauffällig zur Darstellung.
Bei 28 Patienten fanden sich insgesamt 58 Verletzungen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Hierbei handelte es sich um 18 Wirbelkörperfrakturen, in 4 Fällen lag lediglich eine Vorderkantenfraktur vor. Eine sofortige operative Stabilisierung war in 5 Fällen indiziert. In einem Fall kam es zu einer Subluxation in Höhe LWK 1/2. Zusätzlich wurden 39 Dorn- oder Querfortsatzfrakturen diagnostiziert.


49

Bei 57% der Patienten (n=16) mit einer Fraktur im Bereich der Lendenwirbelsäule lag eine gleichzeitige intra- oder retroperitoneale Verletzung vor.

Bei 7 Patienten mit Frakturen im Bereich der Wirbelsäule waren mehrere Etagen betroffen.

CT-Diagnosen im Bereich der Wirbelsäule und therapeutische Konsequenzen

Diagnose

Richtig- positiv

richtig-
negativ

falsch-
positiv

falsch-
negativ

OP

 

 

 

 

 

 

HWS Wirbelkörper- oder -bogenfrakturen

11

787

0

0

1

HWS Luxation

1

113

0

0

1

BWS Wirbelkörper- oder -bogenfrakturen

10

1358

0

0

 

BWS Luxation

1

113

0

0

 

LWS Wirbelkörper- oder -bogenfrakturen

18

552

0

0

5

LWS Subluxation

1

113

0

0

 

 

 

 

 

 

 

Summe

42

3036

0

0

7

Diagnosen bezogen auf die Anzahl der Patienten, d.h., bei einzelnen Patienten sind auch mehrere Diagnosen möglich

Tabelle 5


Im Verlauf zeigten sich keine Diagnoseänderungen der im Bereich der Wirbelsäule erhobenen Befunde, so dass von einer vollständigen Erfassung aller tatsächlichen Diagnosen ohne falsch positive oder falsch negative Ergebnisse auszugehen ist.


50

3.2 Nicht polytraumatisierte Patienten

In der retrospektiven Auswertung wurden 220 (65,87%) der Patienten als nicht polytraumatisiert eingestuft (siehe Kapitel 2.1.4).

3.2.1 Schädel-Hirn-Trauma und Mittelgesichtsverletzung

Bei 69,54% der Verunfallten (n=153) war die cCT-Untersuchung

unauffällig. 29,09% der Patienten (n=64) erlitten ein Schädelhirntrauma mit pathologischem, posttraumatischem intrakraniellen Befund. Bei 19 Patienten lag eine zusätzliche Fraktur vor und in 2 Fällen fand sich eine Felsenbeinfraktur ohne intrakranielle Begleitverletzung. Insgesamt wurde bei 22 Patienten die sofortige Indikation zu einer operativen Therapie einer intrakraniellen Blutung und / oder einer Fraktur gestellt.

Bei 38 Patienten erfolgte die zusätzliche Untersuchung des Mittelgesichtes. In 31 Fällen wurde eine komplexe laterale und / oder zentrale Mittelgesichtsfraktur diagnostiziert. Eine Einzelfraktur, wie z.B. eine isolierte Unterkieferfraktur fand sich in 17 Fällen.

3.2.2 Thorax

Bei 70% der Patienten (n=153) war die Untersuchung des Thorax ohne pathologischen Befund.

Die häufigste intrathorakale Verletzung lag in Form von Lungenkontusionen vor (17%, n=37). Bei 8% der Patienten (n=18) lag ein Pneumothorax oder ein Hämatopneumothorax vor. Hier war in 9 Fällen die Anlage einer Thoraxdrainage erforderlich. Bei 2 Patienten wurde ein Hämatothorax diagnostiziert, in einem Fall erfolgte hier die Anlage einer Thoraxdrainage. Eine Atelektase war bei 14 Patienten nachweisbar. Zusätzlich wurde eine Thoraxdrainagenfehllage nachgewiesen, die sofort korrigiert wurde.


51

Rippenserienfrakturen fanden sich bei 17 Patienten, in 22 Fällen wurden Frakturen einzelner Rippen diagnostiziert. 4 Verunfallte erlitten eine Sternumfraktur und 3 eine Skapulafraktur. In einem Fall wies diese auch eine Gelenkflächenbeteiligung auf.

3.2.3 Abdomen

Bei 92% der Patienten (n=203) war die CT des Abdomens ohne pathologischen Befund. Insgesamt fanden sich 27 Verletzungen bei 17 Patienten.

Es wurden 6 Leberkontusionen, ein Lebereinriss und 6 Milzkontusionen jeweils ohne therapeutische Konsequenz sowie 3 operationspflichtige Milzeinrisse diagnostiziert. In einem Fall kam es zu einer operationspflichtigen zweizeitigen Milzruptur bei primär CT-morphologisch unauffälliger Darstellung der Milz. Bei 9 der Verunfallten wurde eine Nierenkontusion nachgewiesen, die keine therapeutischen Konsequenzen erforderte. In jeweils einem Fall wurden eine OP-pflichtige Darmverletzung sowie eine Gefäßverletzung diagnostiziert. Bei 1 Patienten lag begleitend zu einer Organläsion freie intraabdominelle Flüssigkeit vor, bei 8 Patienten fand sich nur freie Flüssigkeit ohne Nachweis einer Organläsion.

3.2.4 Becken

Bei 87% der Verunfallten (n=192) fand sich kein pathologischer Befund im Bereich des Beckens. Insgesamt fanden sich bei 28 Patienten 48 Verletzungen.

Eine vordere Beckenringverletzung fand sich bei 12% der Patienten (n=26), eine Verletzung des hinteren Beckenrings lag in 6% der Fälle (n=14) vor. Insgesamt fanden sich bei 5% der Verunfallten eine Acetabulumfraktur (n=11). Bei 6 Patienten handelte es sich um eine isolierte Verletzung des Acetabulums. Eine Verletzung des Beckens mit Beteiligung des vorderen und hinteren Beckenrings lag bei 6% der Verunfallten (n=13) vor, die in 5 Fällen einer sofortigen operativen Stabilisierung bedurfte.


52


3.2.5 Wirbelsäule

3.2.5.1 Halswirbelsäule

Bei 94% der Verunfallten (n=206) war die CT der HWS unauffällig.

Im Bereich der HWS fanden sich bei 14 Patienten 18 Verletzungen. Hierbei handelte es sich um 7 Wirbelkörperfrakturen, 3 Bogenfrakturen, 3 Luxationen bzw. Subluxationen und 5 Verletzungen der Dorn- oder Querfortsätze. Eine Indikation zur sofortigen operativen Stabilisierung wurde in 2 Fällen gesehen.

3.2.5.2 Brustwirbelsäule

Bei 92% der Patienten (n=203) war die BWS in der Computertomographie unauffällig.

Im Bereich der BWS fanden sich bei 17 Patienten 21 Verletzungen. Hierbei handelte es sich um 13 Wirbelkörperfrakturen, 1 Bogenfraktur und 7 Verletzungen der Dorn- oder Querfortsätze. Eine Indikation zur sofortigen operativen Stabilisierung wurde in 5 Fällen gesehen.

Bei 2 Patienten mit einer Querfortsatzfraktur und 3 Patienten mit einer Wirbelkörperfraktur lag eine gleichzeitige intrathorakale Verletzung vor.

3.2.5.3 Lendenwirbelsäule

Bei 91% der Verunfallten (n=200) war die LWS in der Computertomographie unauffällig.

Im Bereich der LWS fanden sich bei 20 Patienten 23 Verletzungen. Hierbei handelte es sich um 13 Wirbelkörperfrakturen, 1 Bogenfraktur und 10 Verletzungen der Dorn- oder Querfortsätze. Eine Indikation zur sofortigen operativen Stabilisierung wurde in 4 Fällen gesehen.


53

In einem Fall bestätigte sich der in der Sekundärrekonstruktion geäußerte Verdacht auf eine Wibelkörperluxation nicht.

Bei 2 Patienten mit Querfortsatzfrakturen lag eine gleichzeitige intraabdominelle Verletzung vor.

Insgesamt fanden sich bei 26 Patienten Wirbelkörperluxationen sowie Wirbelkörper- oder Wirbelbogenfrakturen, in 5 Fällen waren mehrere Wirbelsäulenetagen betroffen.


54

3.3 Vergleich der beiden Gruppen

3.3.1 Schädel-Hirn-Trauma und Mittelgesichtsverletzungen

In der Gruppe der polytraumatisierten Patienten lag der Anteil der primär unauffälligen cCT bei 54% (n=62). Dem gegenüber stehen 70% (n=153) in der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten. Ein Schädel-Hirn-Trauma mit einem pathologischen, posttraumatischen intrakraniellen Befund lag insgesamt bei 33% der Verunfallten (n=113) vor. Hierbei lag der Anteil in der Gruppe der polytraumatisierten Patienten bei 43% (n=49) und in der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten bei 29% (n=64). In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten entfielen hier alleine 86% (n=55) der Schädel-Hirn-Traumata auf die Patienten mit einem isolierten schweren Schädel-Hirn-Trauma. Dies macht einen Gesamtanteil von 25% der Patienten in dieser Gruppe aus.

In der Gruppe der polytraumatisierten Patienten erfolgte bei 42% der Verunfallten (n=48) eine zusätzliche Untersuchung des Mittelgesichtes, in 62% der Fälle (n=30 lag hierbei eine laterale und / oder zentrale Mittelgesichtsfraktur vor. Dies entspricht 26% aller polytraumatisierter Patienten. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag der Prozentsatz der zusätzlichen Untersuchungen des Mittelgesichtes bei 17%. Hierbei lag in 82% der Fälle (n=31) eine laterale und / oder zentrale Mittelgesichtsfraktur vor. Dies entspricht 14% aller nicht polytraumatisierter Patienten.


55

Abb. 14: Ergebnisse cCT und CT-MG im Vergleich

3.3.2 Thorax

In der Gruppe der polytraumatisierten Patienten lag der Anteil der unauffälligen CT-Untersuchungen bei 21% der Verunfallten (n=24), in der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag dieser Wert bei 70% (n=153). Dieser Unterschied in der Häufigkeit der Thoraxbeteiligung am Gesamtverletzungsmuster spiegelt sich auch im Bereich der Einzelverletzungen wieder. Eine Lungenkontusion lag bei 50% der polytraumatisierten Patienten (n=57) vor und bei 17% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=37). Ein Pneumothorax oder ein Hämatopneumothorax wurde bei 42% der polytraumatisierten Patienten (n=48) und bei 8% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=18) diagnostiziert. Eine Zwerchfellruptur, eine Aortendissektion oder einen Bronchuseinriss fanden sich ausschließlich in der Gruppe der polytraumatisierten Patienten. Eine knöcherne Begleitverletzung des Thoraxskeletts (ohne Wirbelsäule) oder des Schultergürtels fand sich bei 57% der polytraumatisierten (n=65) und bei 17% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=37).

Eine operative Versorgung einer intrathorakalen Verletzung erfolgte bei 6 Patienten der polytraumatisierten Patienten. Bei den nicht polytraumatisierten Patienten fand sich keine OP-pflichtige Verletzung. Die Anlage einer Thoraxdrainage unmittelbar im


56

Anschluss an die CT-Diagnostik erfolgte bei 33% der polytraumatisierten Patienten (n=37) und bei 5% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=11).

Abb. 15: Ergebnisse der CT des Thorax im Vergleich

3.3.3 Abdomen

In der Gruppe der polytraumatisierten Patienten lag der Anteil der unauffälligen CT-Untersuchungen des Abdomens bei 54% der Fälle (n=61), in der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag dieser Wert bei 92% (n=203). Dieser Unterschied in der Häufigkeit der Beteiligung des Abdomens am Gesamtverletzungsmuster spiegelt sich auch im Bereich der Einzelverletzungen wieder. Zahlenmäßig am Häufigsten lag in der Gruppe der polytraumatisierten Patienten mit 21% eine Verletzung der Milz vor (n=24), in der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten war die Milz in 4% der Fälle (n=9) betroffen. In der Gruppe der polytraumatisierten Patienten waren 50% der Milzläsionen (n=12) operationspflichtig, 2 aufgrund einer zweizeitigen Ruptur. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag der Anteil der operationspflichtigen Milzverletzungen bei 44% (n=4), in einem Fall lag eine


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zweizeitige Ruptur vor. Eine Leberläsion lag bei 17% der polytraumatisierten Patienten (n=19) und bei 3% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=7) vor. 32% der Leberläsionen (n=6) bei polytraumatisierten Patienten waren operationspflichtig, keiner der nicht polytraumatisierten Patienten musste aufgrund einer Leberläsion operiert werden. 7% der polytraumatisierten Patienten (n=8) und 4% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=9) erlitten eine Nierenläsion. Eine Nebennierenläsion fand sich lediglich in der Gruppe der polytraumatisierten Patienten. Eine Darmläsion wurde in 4% der polytraumatisierten Patienten (n=5) und 0,5% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=1) diagnostiziert. Bei 3,5% der polytraumatisierten Patienten (n=4) und bei 0,5% der nicht polytraumatisierten Patienten fand sich eine Gefäßläsion.

Bei 6% der polytraumatisierten Patienten (n=7) und bei 4% der nicht polytraumatisierten Patienten fand sich lediglich freie Flüssigkeit ohne den CT-morphologischen Nachweis einer intraabdominellen Verletzung.

Eine Verletzung der Pankreas trat in keiner der beiden Gruppen auf, weder in der primären Diagnostik noch im weiteren Verlauf.

Abb. 16: Ergebnisse der CT des Abdomens im Vergleich


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3.3.4 Becken

In der Gruppe der polytraumatisierten Patienten lag der Anteil der unauffälligen CT-Untersuchungen des knöchernen Beckens bei 54% der Fälle (n=62), in der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag dieser Wert bei 87% (n=192). Eine Beteiligung des vorderen Beckenrings lag bei 35% der polytraumatisierten Patienten (n=40) und bei 12% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=26) vor. 32% der polytraumatisierten Patienten (n=36) wiesen eine Verletzung des hinteren Beckenrings auf. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag der Anteil bei 6% (n=14). Das Acetabulum war in 20% der Fälle (n=23) der polytraumatisierten Patienten und bei 5% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=11) betroffen. Eine Beckenringverletzung mit Beteiligung des vorderen und hinteren Beckenringes wurde bei 28% der polytraumatisierten Patienten (n=32) diagnostiziert. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten lag dieser Wert bei 6% (n=13). Eine Indikation zur Operation unmittelbar im Anschluss an die CT-Diagnostik wurde bei 4 polytraumatisierten und 5 nicht polytraumatisierten Patienten gesehen.

Abb. 17: Ergebnisse der CT des Beckens im Vergleich


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3.3.5 Wirbelsäule

3.3.5.1 Halswirbelsäule

Bei 88% der polytraumatisierten Patienten (n=100) kam die Halswirbelsäule unauffällig zur Darstellung. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten betrug dieser Wert 94% (n=206). Eine Fraktur des Wirbelkörpers oder des Wirbelbogens sowie eine Luxation oder Subluxation erlitten 11% der polytraumatisierten Patienten (n=12) und 6% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=13). Eine Fraktur von Dorn- oder Querfortsätzen wurde bei 3% der polytraumatisierten (n=3) und 2% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=5) diagnostiziert.

3.3.5.2 Brustwirbelsäule

Bei 86% der polytraumatisierten Patienten (n=98) kam die Brustwirbelsäule unauffällig zur Darstellung. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten betrug dieser Wert 92% (n=203). Eine Fraktur des Wirbelkörpers oder des Wirbelbogens sowie eine Luxation oder Subluxation erlitten 10% der polytraumatisierten Patienten (n=11) und 6% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=14). Eine Fraktur von Dorn- oder Querfortsätzen wurde bei 33% der polytraumatisierten (n=38) und 3% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=7) diagnostiziert.

Bei allen polytraumatisierten Patienten mit einer Verletzung der Brustwirbelsäule wurde gleichzeitig eine intrathorakale Verletzung gefunden, jedoch nur bei zwei der nicht polytraumatisierten Patienten.

3.3.5.3 Lendenwirbelsäule

Bei 75% der polytraumatisierten Patienten (n=86) kam die Lendenwirbelsäule unauffällig zur Darstellung. In der Gruppe der nicht polytraumatisierten Patienten betrug dieser Wert 91% (n=200). Eine Fraktur des Wirbelkörpers oder des


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Wirbelbogens sowie eine Luxation oder Subluxation erlitten 17% der polytraumatisierten Patienten (n=19) und 6% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=14). Eine Fraktur von Dorn- oder Querfortsätzen wurde bei 34% der polytraumatisierten (n=39) und 5% der nicht polytraumatisierten Patienten (n=10) diagnostiziert.

Bei 57% der polytraumatisierten Patienten (n=16) mit einer Verletzung der Lendenwirbelsäule wurde gleichzeitig eine abdominelle Verletzung gefunden, jedoch nur bei einem (n=1) der nicht polytraumatisierten Patienten.

Abb. 18: Ergebnisse der CT der Wirbelsäule im Vergleich

3.4 Zeiterfassung

Die mittlere Zeitdauer der CT-Diagnostik betrug 35 Minuten (+/- 9) vom Zeitpunkt des Eintreffens des Patienten im CT-Untersuchungsraum bis zum Verlassen. Die kürzesten Zeitangaben lagen bei 20 Minuten und die längste bei 50 Minuten. Mit Verlassen des CT-Untersuchungsraumes lag ein vorläufiger mündlicher Befund zur jeweiligen CT-Untersuchung vor. Ein wesentlicher Zeitunterschied zwischen der Gruppe der polytraumatisierten und der nicht polytraumatisierten Patienten fand sich nicht.


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Wed Jan 29 14:43:53 2003