4. Eigene Untersuchungsergebnisse

4.1.  Wachstum

4.1.1.  Lebendmasseentwicklung

↓145

Nachfolgend werden die durchschnittlichen Lebendmasseentwicklungen der Tiere der Stall- und Weidegruppe, einschließlich deren Untergruppen „schwer“ und „leicht“, vom 450.Lebenstag bis zum 100.Laktationstag der 1.Laktation in grafischer und tabellarischer Form dargestellt und beschrieben.

4.1.1.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓146

In folgender Abbildung wird die Lebendmasseentwicklung der Tiere der Stallgruppe und der Weidegruppe vom 450. Lebenstag bis zum 100. Laktationstag gezeigt.

Abbildung 5: Lebendmasseentwicklung der Tiere der Stallgruppe und der Weidegruppe vom 450. Lebenstag bis zum 100. Laktationstag

Am 450.Lebenstag wurden eine mittlere Lebendmasse in der Weidegruppe von 420 kg und in der Stallgruppe von 402 kg ermittelt. Zwischen den beiden Untersuchungsgruppen ergab sich am 450. Lebenstag eine signifikante Differenz in der mittleren Lebendmasse von 18 kg.

↓147

Die Tiere der Weidegruppe erzielten eine durchschnittliche Lebendmasse zur erfolgreichen Bedeckung von 395 kg, diese lag um 46 kg niedriger gegenüber dem durchschnittlichen Erstbesamungsgewicht der Rinder der Stallgruppe mit 441 kg. Diese hohe Lebendmasse-differenz zwischen der Weide- und Stallgruppe ist offensichtlich mit Umstellungsstress der Weidetiere von Stall- auf Weidehaltung zu erklären.

Die Lebendmasseentwicklung vom 450.Lebenstag bis zur 1.Besamung bzw. erfolgreichen Bedeckung gestaltete sich zwischen den beiden Versuchsgruppen sehr unterschiedlich. Währenddessen die Tiere der Stallgruppe eine positive Lebendmasseentwicklung von durchschnittlich 39 kg erzielten, verzeichneten die Jungrinder aus der Weidegruppe einen Lebendmasseverlust von 25 kg.

Bis zum 540.Lebenstag hielt dieser Trend zwischen beiden Untersuchungsgruppen an. Die Jungrinder der Weidegruppe nahmen vom erfolgreichen Bedeckungstermin weiterhin ab und erreichten eine durchschnittliche Lebendmasse von 391 kg. Die Rinder der Stallgruppe steigerten im Zeitraum Erstbesamung bis 540.Lebenstag die durchschnittliche Lebendmasse von 441 kg auf 469 kg.

↓148

Im Lebensabschnitt 540. bis 630.Lebenstag verzeichneten die Jungrinder beider Untersuch-ungsgruppen positive Lebendmasseentwicklungen, wobei die Tiere der Stallgruppe die durch-schnittlich höhere Lebendmassezunahme von 73 kg im Vergleich der Weidegruppe mit 49 kg realisierten. In diesem betrachteten Aufzuchtabschnitt endete der Zeitraum verschiedener Haltungseinflüsse für die Jungrinder. Die Tiere der Stallgruppe nahmen vom 450. bis zum 590.Lebenstag durchschnittlich 110 kg zu, währenddessen die Rinder der Weidegruppe während der Weideperiode vom 450. bis 628.Lebenstag durchschnittlich 18 kg Lebend-massezunahme erreichten. Die Lebendmasseentwicklung zwischen den Tieren der Stall- und Weidegruppe zeigte im beschriebenen Untersuchungszeitraum vom 450.- 630.Lebenstag signifikante Unterschiede.

Der Aufzuchtabschnitt vom 630. bis 730.Lebenstag war hauptsächlich durch das kompen-satorische Wachstum der Tiere der Weidegruppe innerhalb der sich nach der Weidehaltung anschließenden Stallperiode gekennzeichnet. Im Gruppenmittel nahmen die Weidetiere um 108 kg zu. Zum Vergleich erreichten die Tiere der Stallgruppe unter gleichen Fütterungs- und Haltungsbedingungen nur eine durchschnittliche Lebendmassezunahme von 71 kg.

Durch den Effekt des kompensatorischen Wachstums verringerte sich in diesem Haltungs-abschnitt die Differenz der durchschnittlichen Lebendmassen von 102 kg auf 65 kg zwischen Stall- und Weidegruppe.

↓149

Die mittlere Lebendmassen p.p. wurde in der Stallgruppe mit 557 kg und in der Weidegruppe mit 508 kg ermittelt.

Signifikante Unterschiede bei den mittleren Lebendmassen zwischen der Stall- und Weide-gruppe waren am 730.Lebenstag und am Tag der 1.Abkalbung (p.p.) feststellbar.

Am 100.Laktationstag der 1.Laktation unterschieden sich die durchschnittlichen Lebend-massen der Tiere der Stallgruppe mit 515 kg und der Weidegruppe mit 510 kg nur geringfügig.

↓150

Die folgende Tabelle stellt die tägliche Lebendmasseentwicklung der Jungrinder der Stall- und Weidegruppe in der Aufzuchtphase bis zum 100.Laktationstag dar.

Tabelle 25: Tägliche Lebendmasseentwicklung der Stall- und Weidegruppe in der Aufzuchtphase bis zum 100.Laktationstag

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Besamungsfähiges Jungrind

450. Lebenstag

Tägliche Lebendmassezunahmen in Vorversuchsphase

g

Stallgruppe

74

810

77,6

9,6

Weidegruppe

74

849*

92,2

10,9

Termin 1.KB / erfolgreiche Bedeckung

Tägliche Lebendmasseentwicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe

59

901***

351,3

39,0

Weidegruppe

61

-617

609,3

98,7

540.Lebenstag

Tägliche Lebendmasseentwicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe

74

745***

222,4

29,8

Weidegruppe

74

-324

332,7

102,7

Zeitraum verschiedener Haltungseinflüsse

Tägliche Lebendmasseentwicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe

74

779***

176,9

22,7

Weidegruppe

73

80

221,8

277,9

630. Lebenstag

Tägliche Lebendmasseentwicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe

74

813***

174,8

21,5

Weidegruppe

74

552

183,0

33,1

730. Lebenstag

Tägliche Lebendmasseentwicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe

59

770

263

34,2

Weidegruppe

65

1091***

179,1

16,4

100. Laktationstag

Tägliche Lebendmasseentwicklung im ersten Laktationsdrittel

g

Stallgruppe

48

-448

441,5

98,6

Weidegruppe

48

54***

473,2

880,4

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

Innerhalb der Vorversuchsphase erzielten die Tiere der Stallgruppe eine durchschnittliche tägliche Zunahme von 810 g und die Tiere der Weidegruppe von 849 g.

↓151

Die ersten 90 Untersuchungstage unter verschiedenen Haltungseinflüssen vom 450. bis 540. Lebenstag war gekennzeichnet von Unterschieden bei den täglichen Zunahmen zwischen den Stall- und Weidetieren. Die Stalltiere nahmen im Durchschnitt pro Tag 745 g zu, währenddessen die Weidetiere eine tägliche Lebendmassereduzierung von 324 g zu verzeichnen hatten. Besonders extrem gestaltete sich die tägliche Lebendmasseentwicklung hierbei im Zeitraum zu Beginn des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse vom 450.Lebenstag bis zur 1.Besamung bzw. erfolgreichen Bedeckung (504. und 511.Lebenstag). Die Jungrinder der Weidegruppe verzeichneten eine tägliche Lebendmassereduzierung von 617 g, dagegen wurde bei den Stalltieren eine tägliche Zunahme von 901 g registriert.

Im Mittel 813 g bzw. 552 g tägliche Zunahmen waren in der Stall- bzw. Weidegruppe in der Aufzuchtphase 540.-630. Lebenstag feststellbar.

Über den Zeitraum der verschiedenen Haltungseinflüsse wiesen die Jungrinder der Stallgruppe und Weidegruppe eine Differenz in den durchschnittlichen Lebendmasse-zunahmen mit 779 g bzw. 80 g aus.

↓152

Unter einheitlichen Haltungs- und Fütterungsbedingungen im Stall setzte vom 630. bis 730.Lebenstag das kompensatorische Wachstum bei den tragenden Jungrindern der Weidegruppe mit durchschnittlich 1.091 g täglicher Zunahmen ein. Die Tiere der Stallgruppe erreichten in diesem Haltungsabschnitt eine tägliche Lebendmassezunahme von 770 g.

Im 1.Laktationsdrittel der 1.Laktation hatten die Jungkühe der Weidegruppe eine positive tägliche Zunahme von durchschnittlich 54 g zu verzeichnen. Dagegen nahmen die Tiere der Stallgruppe in diesem Untersuchungszeitraum im Mittel 448 g pro Laktationstag ab.

In allen vorgestellten Haltungszeiträumen konnte ein signifikanter Unterschied zwischen Stall- und Weidegruppe nachgewiesen werden.

4.1.1.2. Auswertung innerhalb der beiden Versuchsgruppen

Stallgruppe

↓153

Die über den gesamten Untersuchungszeitraum ermittelte Lebendmasseentwicklung der Versuchstiere innerhalb der Stallgruppe stellt die Abbildung 6 dar.

Abbildung 6: Lebendmasseentwicklung der Tiere der Stallgruppe vom 450. Lebenstag bis zum 100. Laktationstag

Am 450.Lebenstag wurde für die Jungrinder der Stallgruppe „schwer“ im Gruppen-durchschnitt eine Lebendmasse von 421 kg erfasst, währenddessen die Jungrinder der Stallgruppe „leicht“ 383 kg erreichten. Zwischen den Tieren der beiden betrachteten Untergruppen der Stallgruppe ergab sich am 450.Lebenstag eine signifikante Differenz in der durchschnittlichen Lebendmasse von 38 kg.

↓154

Eine Signifikanz im mittleren Erstbesamungsgewicht zwischen den Tieren der Stallgruppe „schwer“ mit 464 kg und der Stallgruppe „leicht“ mit 416 kg Lebendmasse war feststellbar.

Die Lebendmassezunahme vom 450.Lebenstag bis zur 1.Besamung brachte zwischen den beiden Untergruppen mit durchschnittlich 45 kg bei den schweren Tieren und 44 kg bei den leichten Tieren kaum Unterschiede.

Dieser Trend der positiven Lebendmasseentwicklung hielt bis zum 730. Lebenstag zwischen den beiden Untergruppen an. Innerhalb des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse wurden geringe Unterschiede in den mittleren Lebendmassezunahmen zwischen den Untergruppen festgestellt, so dass die signifikanten Unterschiede in den mittleren Lebend-massen der Gruppen in dieser Aufzuchtphase erhalten blieben.

↓155

Im Zeitraum 450. bis 540.Lebenstag nahmen die leichten Tiere 72 kg im Vergleich zu den schweren Tieren mit nur 61 kg zu. Mit jeweils 73 kg verzeichneten die Jungrinder beider Untergruppen im Lebensabschnitt 540. bis 630.Lebenstag die gleiche mittlere Lebendmasse-zunahme in den Gruppen.

Im folgendem Aufzuchtsabschnitt bis zum 730.Lebenstag erzielten die Tiere der Stallgruppe „leicht“ mit 79 kg mittlere Lebendmassezunahme eine etwas höhere Wachstumsleistung im Vergleich zu den Jungrindern der Stallgruppe „schwer“ mit 75 kg.

Ein signifikanter Unterschied konnte auch bei den ermittelten Abkalbegewichten p.p. der Jungkühe aus der Stallgruppe „schwer“ mit durchschnittlich 570 kg und im Mittel mit 542 kg der Tiere aus der Stallgruppe „leicht“ ermittelt werden.

↓156

Am 100.Laktationstag unterschieden sich die durchschnittlichen Lebendmassen der Tiere der Stallgruppe „schwer“ mit 528 kg und der Stallgruppe „leicht“ mit 502 kg .

Die schweren Tiere nahmen im erstem Laktationsdrittel 49 kg ab, währenddessen die leichten Tiere in diesem Zeitraum eine Lebendmassereduzierung von 41 kg erzielten.

Die folgende Tabelle zeigt die tägliche Lebendmasseentwicklung der Jungrinder der Stallgruppe „schwer“ und Stallgruppe „leicht“ in der Aufzuchtphase bis zum 100.Laktations-tag.

↓157

Tabelle 26: Tägliche Lebendmasseentwicklung der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ in der Aufzuchtphase bis zum 100.Laktationstag

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Besamungsfähiges Jungrind

450. Lebenstag

Tägliche Lebendmassezu-nahmen in Vorversuchsphase

g

Stallgruppe „schwer“

37

852***

64,3

7,5

Stallgruppe „leicht“

37

767

66,0

8,6

Termin 1.KB

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungsabschnitt

g

Stallgruppe „schwer“

31

843

297,0

35,2

Stallgruppe „leicht“

27

901

227,2

25,2

540.Lebenstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe „schwer“

37

679

234,6

34,6

Stallgruppe „leicht“

37

800*

175,0

21,9

Zeitraum verschiedener Haltungseinflüsse

Tägliche Lebendmasseent-wicklung in Haltungsperiode

g

Stallgruppe „schwer“

37

740

191,4

25,8

Stallgruppe „leicht“

37

812

142,6

17,6

630. Lebenstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe „schwer“

37

816

202,8

24,9

Stallgruppe „leicht“

37

810

144,3

17,8

730. Lebenstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungszeitraum

g

Stallgruppe „schwer“

33

752

288,8

38,4

Stallgruppe „leicht“

26

795

230,0

28,9

100. Laktationstag

Tägliche Lebendmasseentwick-lung im ersten Laktationsdrittel

g

Stallgruppe „schwer“

24

-490

373,3

76,1

Stallgruppe „leicht“

25

-405

505,2

124,6

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

Die Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ erreichten innerhalb der Vorversuchsphase eine signifikante Differenz in den durchschnittlichen täglichen Zunahme mit 852 g und 767 g.

Die ersten 90 Untersuchungstage vom 450. bis 540. Lebenstag waren gekennzeichnet von einem signifikanten Unterschied bei den täglichen Zunahmen zwischen den schweren mit 679 g und den leichten Stalltieren mit 800 g.

↓158

Über den Zeitraum verschiedener Haltungseinflüsse erzielten die Jungrinder der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ eine durchschnittliche Lebendmassezunahmen von 740 g und 812 g pro Tag.

Vom 630. bis 730.Lebenstag traten kaum Unterschiede mit 816 g tägliche Zunahmen bei den tragenden Jungrindern der Stallgruppe „schwer“ und 810 g bei den Tieren der Stallgruppe „leicht“ auf.

Im 1.Laktationsdrittel der 1.Laktation hatten die Jungkühe der Stallgruppe „schwer“ mit 490 g und der Stallgruppe „leicht“ mit 405 g tägliche Lebendmasseverlust zu verzeichnen.

Weidegruppe

↓159

In nachfolgender Abbildung wird die Lebendmasseentwicklung der Tiere innerhalb der Weidegruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum gezeigt.

Abbildung 7: Lebendmasseentwicklung der Tiere der Weidegruppe vom 450. Lebenstag bis zum 100. Laktationstag

Am 450. Lebenstag wurde für die schweren Jungrinder im Gruppendurchschnitt eine Lebendmasse von 445 kg ermittelt, währenddessen die Jungrinder der Weidegruppe „leicht“ eine Lebendmasse von 394 kg erreichten.

↓160

Die Lebendmasse zur erfolgreichen Bedeckung der Jungrinder variierte zwischen den beiden Untergruppen um 36 kg Lebendmasse. Die schweren Tiere wurden durchschnittlich mit 411 kg Lebendmasse erfolgreich gedeckt, dagegen die leichten Tiere mit 375 kg.

Der Lebendmasseverlust der Tiere vom 450.Lebenstag bis zur erfolgreichen Bedeckung zeigte zwischen den beiden Untergruppen Unterschiede. Währenddessen die schweren Tiere einen Lebendmasseverlust von durchschnittlich 34 kg erreichten, verzeichneten die leichten Versuchstiere einen Lebendmasseverlust von 19 kg.

Vom Termin der erfolgreichen Bedeckung bis zum 540.Lebenstag nahmen die Tiere der Weidegruppe „schwer“ von 411 kg auf 402 kg ab. Dagegen realisierten die leichten Jung-rinder ab dem erfolgreichen Bedeckungstermin bis zum 540.Lebenstag eine durchschnittliche positive Lebendmasseentwicklung von 375 kg auf 380 kg.

↓161

Im Lebensabschnitt 540. bis 630.Lebenstag verzeichneten die Jungrinder der beiden Unter-gruppen eine positive Lebendmasseentwicklung, wobei die leichten Tiere die durchschnittlich höhere Lebendmassezunahme von 52 kg im Vergleich zu den schweren Färsen mit 48 kg realisierten.

Während der Weideperiode nahmen die schweren Tiere von 445 auf 453 kg durchschnittlich

8 kg zu, dagegen erzielten die leichten Tiere von 394 kg auf 423 kg im Mittel einen Lebendmassezuwachs von 29 kg.

↓162

Das kompensatorische Wachstum der Tiere der Teilgruppen der Weidegruppe kennzeichnete den Aufzuchtabschnitt vom 630. bis 730.Lebenstag. Die schweren Tiere realisierten in diesem Lebensabschnitt im Mittel 110 kg und die leichten Tiere 108 kg Lebendmassezunahme.

Die ermittelte Lebendmasse p.p. der Jungkühe variierte zwischen durchschnittlich 522 kg (Weidegruppe „schwer“) und 501 kg (Weidegruppe „leicht“).

Bis auf die mittlere Lebendmasse der beiden Untergruppen der Weidegruppe zum 100.Laktationstag konnte bei allen anderen in der grafischen Darstellung vorgestellten Lebendmassen vom 450.Lebenstag bis zur ersten Abkalbung zwischen den beiden Untergruppen eine Signifikanz nachgewiesen werden.

↓163

Am 100.Laktationstag unterschieden sich die durchschnittlichen Lebendmassen der Tiere der Weidegruppe schwer (519 kg) und der Weidegruppe leicht (501 kg) um 18 kg.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die tägliche Lebendmasseentwicklung der Jungrinder der Weidegruppe „schwer“ und Weidegruppe „leicht“ in der Aufzuchtphase bis zum 100.Laktationstag.

Tabelle 27: Tägliche Lebendmasseentwicklung der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ in der Aufzuchtphase bis zum 100.Laktationstag

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Besamungsfähiges Jungrind

450. Lebenstag

Tägliche Lebendmassezu-nahmen in Vorversuchsphase

g

Weidegruppe „schwer“

37

905***

65,6

7,2

Weidegruppe „leicht“

37

792

79,8

10,1

Erfolgreicher Bedeckungstermin

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungsabschnitt

g

Weidegruppe „schwer“

34

-603

443,8

73,6

Weidegruppe „leicht“

27

-636

778,5

122,5

540.Lebenstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungszeitraum

g

Weidegruppe „schwer“

37

-482***

310,3

64,3

Weidegruppe „leicht“

37

-166

276,9

167,0

Zeitraum verschiedener Haltungseinflüsse

Tägliche Lebendmasseent-wicklung in Haltungsperiode

g

Weidegruppe „schwer“

36

27

183,2

675,2

Weidegruppe „leicht“

37

131*

245,4

187,3

630. Lebenstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungszeitraum

g

Weidegruppe „schwer“

36

513

190,6

35,9

Weidegruppe „leicht“

37

573

175,3

30,6

730. Lebenstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im Haltungszeitraum

g

Weidegruppe „schwer“

35

1.097

167,9

15,3

Weidegruppe „leicht“

30

1.084

194,0

17,9

100. Laktationstag

Tägliche Lebendmasseent-wicklung im ersten Laktationsdrittel

g

Weidegruppe „schwer“

25

-25

504,7

2034,9

Weidegruppe „leicht“

23

139

431,2

309,9

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

↓164

Die Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ erzielten innerhalb der Vorversuchsphase eine signifikante Differenz in den durchschnittlichen täglichen Zunahme mit 905 g und 792 g.

Die ersten 90 Untersuchungstage vom 450. bis 540. Lebenstag waren gekennzeichnet von einem signifikanten Unterschied bei den täglichen Lebendmasseverlusten zwischen den schweren mit 482 g und den leichten Weidetieren mit 166 g. Besonders stark nahmen die Tiere vom 450.Lebenstag bis zur erfolgreichen Bedeckung mit 603 g pro Tag (Weidegruppe „schwer“) und 636 g pro Tag (Weidegruppe „leicht“) ab.

Über den Zeitraum verschiedener Haltungseinflüsse wiesen die Jungrinder der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ eine durchschnittliche Lebendmassezunahmen von 27 g und 131 g je Tier und Tag auf.

↓165

Vom 630. bis 730.Lebenstag, der Phase des kompensatorischen Wachstums für die Tiere, zeigten sich kaum Unterschiede mit 1.097 g tägliche Zunahmen bei den tragenden Jungrindern der Weidegruppe „schwer“ und 1.084 g bei den Tieren der Weidgruppe „leicht“ auf.

Im 1.Laktationsdrittel der 1.Laktation nahmen die Jungkühe der Weidegruppe „schwer“ täglich 25 g ab. Die Tiere der Weidegruppe „leicht“ nahmen dagegen täglich 139 g zu.

4.1.2. Körpermaße und BCS – Bonitur

4.1.2.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

Die nächste Tabelle zeigt die gesamtgruppenbezogenen Ergebnisse der durchgeführten Körpermessungen zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse (Stallgruppe: 590.Lebenstag, Weidegruppe: 628.Lebenstag) und am Tag der 1.Abkalbung p.p. (Stall-gruppe: 759.Lebenstag, Weidegruppe: 772.Lebenstag), sowie der BCS – Bonituren ebenfalls zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse und im 1.Laktationsdrittel der 1. Laktation (Stallgruppe: 826.Lebenstag, Weidegruppe: 859.Lebenstag) in der Stall- und Weidegruppe.

↓166

Tabelle 28: Körpermaße und BCS-Bonituren der Stall- und Weidegruppe

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse

Widerristhöhe

cm

Stallgruppe

74

136*

3,0

2,2

Weidegruppe

74

134

3,8

2,8

BCS-Bonitur

Note

Stallgruppe

74

3,4***

0,5

15,4

Weidegruppe

74

2,4

0,6

24,8

1.Abkalbung p.p.

Widerristhöhe

cm

Stallgruppe

52

138

2,5

1,8

Weidegruppe

65

137

3,0

2,2

Rumpflänge

cm

Stallgruppe

52

159*

3,1

1,9

Weidegruppe

65

157

3,8

2,4

1. Laktation

BCS-Bonitur

Note

Stallgruppe

49

3,5***

0,5

15,3

Weidegruppe

50

2,7

0,6

22,0

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

Zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse unterschieden sich die durchschnittlichen Widerristhöhen der Tiere der Stall- und Weidegruppe mit 136 cm und 134 cm signifikant. Zur 1.Abkalbung (p.p.) hatten sich die Widerristhöhen zwischen den Tieren der Stallgruppe mit 138 cm und der Weidegruppe mit 137 cm weiter angeglichen.

Die Rumpflängen der Tiere wiesen zur 1.Abkalbung mit 159 cm in der Stallgruppe und 157 cm in der Weidegruppe eine signifikante Differenz auf.

↓167

Zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse und im 1.Drittel der 1.Laktation waren ebenfalls signifikante Unterschiede zwischen den mittleren BCS-Noten der Tiere der Stallgruppe mit 3,4 bzw. 3,5 und der Weidegruppe mit 2,4 bzw. 2,7 feststellbar.

4.1.2.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

Stallgruppe

Die folgende Tabelle stellt die Ergebnisse der durchgeführten Körpermessungen zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse (Stallgruppe „schwer“: 600.Lebenstag, Stallgruppe „leicht“: 583.Lebenstag) und am Tag der 1.Abkalbung p.p. (Stallgruppe „schwer“: 765.Lebenstag, Stallgruppe „leicht“: 753.Lebenstag), sowie der BCS – Bonituren ebenfalls zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse und im 1. Laktations-drittel der 1.Laktation (Stallgruppe „schwer“: 830.Lebenstag, Stallgruppe „leicht“: 822. Lebenstag) innerhalb der Stallgruppe dar.

Tabelle 29: Körpermaße und BCS-Bonituren innerhalb der Stallgruppe

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse

Widerristhöhe

cm

Stallgruppe „schwer“

37

137*

2,7

2,0

Stallgruppe „leicht“

37

135

3,1

2,3

BCS-Bonitur

Note

Stallgruppe „schwer“

37

3,8***

0,4

11,7

Stallgruppe „leicht“

37

3,1

0,4

12,5

1.Abkalbung p.p.

Widerristhöhe

cm

Stallgruppe „schwer“

27

139**

2,3

1,7

Stallgruppe „leicht“

25

137

2,3

1,7

Rumpflänge

cm

Stallgruppe „schwer“

27

160***

2,9

1,8

Stallgruppe „leicht“

25

157

2,6

1,6

1. Laktation

BCS-Bonitur

Note

Stallgruppe „schwer“

24

3,7

0,5

13,1

Stallgruppe „leicht“

25

3,4

0,6

17,1

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

↓168

Die durchschnittlichen Widerristhöhen zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse wurden bei den Tieren der Stallgruppe „schwer“ mit 137 cm und der Stallgruppe „leicht“ mit 135 cm ermittelt. Zur 1.Abkalbung p.p. wiesen die Tiere der Stallgruppe „schwer“ eine mittlere Widerristhöhe von 139 cm, sowie eine Rumpflänge von 160 cm auf. Die Tiere der Stallgruppe „leicht“ erreichten zum gleichen Zeitpunkt eine Wider-risthöhe von 137 cm und eine Rumpflänge von 157 cm.

Wie bei den untersuchten Körpermaßen waren auch signifikante Unterschiede zwischen den mittleren BCS-Noten zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse bei den Tieren der Stallgruppe „schwer“ mit 3,8 und der Stallgruppe „leicht“ mit 3,1 feststellbar.

Im 1.Drittel der 1.Laktation hatten sich die BCS-Noten mit 3,7 bei den schweren Tieren und 3,4 bei den leichteren Tieren der Stallgruppe angeglichen.

Weidegruppe

↓169

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Ergebnisse der durchgeführten Körpermessungen zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse (Weidegruppe „schwer“: 635.Lebenstag, Weidegruppe „leicht“: 614.Lebenstag) und am Tag der 1.Abkalbung p.p. (Weidegruppe „schwer“: 786.Lebenstag, Weidegruppe „leicht“: 758.Lebenstag), sowie der BCS – Bonituren ebenfalls zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse und im 1.Laktationsdrittel der 1.Laktation (Weidegruppe „schwer“: 868.Lebenstag, Weidegruppe „leicht“: 850.Lebenstag) innerhalb der Weidegruppe.

Tabelle 30: Körpermaße und BCS-Bonituren innerhalb der Weidegruppe

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse

Widerristhöhe

cm

Weidegruppe „schwer“

37

136***

3,4

2,5

Weidegruppe „leicht“

37

133

3,3

2,5

BCS-Bonitur

Note

Weidegruppe „schwer“

37

2,5*

0,6

22,0

Weidegruppe „leicht“

37

2,2

0,6

26,1

1.Abkalbung p.p.

Widerristhöhe

cm

Weidegruppe „schwer“

33

139***

2,7

1,9

Weidegruppe „leicht“

32

136

2,6

1,9

Rumpflänge

cm

Weidegruppe „schwer“

33

159***

3,7

2,3

Weidegruppe „leicht“

32

156

3,1

2,0

1. Laktation

BCS-Bonitur

Note

Weidegruppe „schwer“

25

2,8

0,6

21,7

Weidegruppe „leicht“

25

2,6

0,6

22,3

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

Zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse wurden die durchschnittlichen Widerristhöhen der Tiere der Weidegruppe „schwer“ mit 136 cm und der Weidegruppe „leicht“ mit 133 cm gemessen. Zur 1.Abkalbung p.p. besaßen die Tiere der Weidegruppe „schwer“ eine mittlere Widerristhöhe von 139 cm, sowie eine Rumpflänge von 159 cm. Die Tiere der Weidegruppe „leicht“ hatten zum gleichen Zeitpunkt eine Widerristhöhe von 136 cm und eine Rumpflänge von 156 cm realisiert.

↓170

Wie bei den untersuchten Körpermaßen konnten auch signifikante Unterschiede zwischen den mittleren BCS-Noten zum Ende des Zeitraumes verschiedener Haltungseinflüsse bei den Tieren der Weidegruppe „schwer“ mit 2,5 und der Weidegruppe „leicht“ mit 2,2 festgestellt werden.

Im 1.Drittel der 1.Laktation hatten sich die BCS-Noten mit 2,8 bei den schweren Tieren und 2,6 bei den leichteren Tieren der Weidegruppe auf höherem Niveau angeglichen.

4.2. Fruchtbarkeit

4.2.1.  Aufzuchtphase

4.2.1.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

Nachfolgende Tabelle zeigt die Parameter Erstbesamungs- und Färsenkonzeptionsalter sowie Besamungsindex in der Stallgruppe und Weidegruppe während der Aufzuchtphase.

↓171

Tabelle 31: Ergebnisse des gesamtgruppenbezogenen Fruchtbarkeitsparameter in der Aufzuchtphase

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Erstbesamungsalter

Tage

Stallgruppe

65

477

33,6

7,0

Weidegruppe

-

-

-

-

Färsenkonzeptionsalter

Tage

Stallgruppe

65

507

65,2

12,8

Weidegruppe

69

500

45,9

9,2

Besamungsindex

Anzahl Besamungen

Stallgruppe

65

1,6

1,0

64,2

Weidegruppe

-

-

-

-

Das durchschnittliche Färsenkonzeptionsalter der Jungrinder der Stall- und Weidegruppe unterscheidet sich mit 507 und 500 Lebenstagen nur gering.

Der Besamungsindex für die Tiere der Stallgruppe wurde mit 1,6 Besamungen bis zur 1.Trächtigkeit ermittelt.

4.2.1.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

↓172

In folgenden Tabellen werden die Parameter Erstbesamungs- und Färsenkonzeptionsalter sowie Besamungsindex innerhalb der Stall- und Weidegruppe während der Aufzuchtphase vorgestellt.

Stallgruppe

Tabelle 32: Ergebnisse der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Stallgruppe in der Aufzuchtphase

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Erstbesamungsalter

Tage

Stallgruppe „schwer“

32

482

32,7

6,8

Stallgruppe „leicht“

33

471

34,0

7,2

Färsenkonzeptionsalter

Tage

Stallgruppe „schwer“

32

509

59,4

11,7

Stallgruppe „leicht“

33

506

71,3

14,1

Besamungsindex

Anzahl Besamungen

Stallgruppe „schwer“

32

1,5

0,8

50,7

Stallgruppe „leicht“

33

1,7

1,3

72,8

Die Jungrinder der Stallgruppe „schwer“ erreichten mit durchschnittlich 482 Lebenstagen das höhere Erstbesamungsalter und lagen damit um 9 Tage über dem Erstbesamungsalter der Stallgruppe „leicht“ von 471 Tagen.

↓173

Eine ähnliche Tendenz zeigte das Färsenkonzeptionsalter mit 509 Lebenstagen bei der Stallgruppe „schwer“ und 506 Tagen bei der Untergruppe der leichten Tiere.

Die leichten Tiere benötigten 1,7 Besamungen im Vergleich zu 1,5 Besamungen der schweren Tiere bis zur 1.Trächtigkeit.

Weidegruppe

Tabelle 33: Ergebnisse des Färsenkonzeptionsalters innerhalb der Weidegruppe in der Aufzuchtphase

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Färsenkonzeptionsalter

Tage

Weidegruppe „schwer“

36

514**

44,4

8,6

Weidegruppe „leicht“

33

484

42,8

8,8

Signifikanz (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

↓174

Die schweren Rinder innerhalb der Weidegruppe besaßen das höhere durchschnittliche Färsenkonzeptionsalter mit 514 Lebenstagen. Die Untergruppe der leichten Tiere wurde mit durchschnittlich 484 Lebenstagen erfolgreich bedeckt. Zwischen der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ wurde beim Färsenkonzeptionsalter ein signifikanter Unterschied ermittelt.

4.2.2. Peripartaler Zeitraum der 1.Laktation

4.2.2.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

In der folgenden Tabelle werden die Parameter Erstkalbealter, Kalbeverlauf, Abkalbe- und Totgeburtenrate in der Stall- und Weidegruppe während des peripartalen Zeitraumes der 1.Laktation dargestellt.

Tabelle 34: Ergebnisse der gesamtgruppenbezogenen Fruchtbarkeitsparameter im peripartalen Zeitraum der 1.Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Erstkalbealter

Monate

Stallgruppe

65

26,2

2,2

8,3

Weidegruppe

69

25,9

1,6

6,2

Kalbeverlauf

Note

Stallgruppe

65

1,3

0,5

38,1

Weidegruppe

69

1,4

0,5

37,3

Abkalberate

%

Stallgruppe

74

87,8

Weidegruppe

74

93,2

Totgeburtenrate

%

Stallgruppe

65

10,8

Weidegruppe

69

14,5

↓175

Das durchschnittliche Erstkalbealter zwischen den Tieren der Stallgruppe im Mittel mit 26,2 Monaten und den Färsen der Weidegruppe mit durchschnittlich 25,9 Monaten unterschied sich nur geringfügig.

Der durchschnittliche Kalbeverlauf der Färsen der Stallgruppe mit 1,3 und der erstkalbenden Rinder der Weidegruppe mit 1,4 zeigte kaum Unterschiede.

Die Tiere der Weidegruppe realisierten eine Abkalberate von 93,2 %, währenddessen 87,8 % der Färsen der Stallgruppe abkalbten.

↓176

Die höhere Totgeburtenrate wiesen die Kalbinnen der Weidegruppe mit 14,5 % im Vergleich zu den Jungkühen der Stallgruppe mit 10,8 % auf.

4.2.2.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

Die nächsten Tabellen zeigen die Parameter Erstkalbealter, Kalbeverlauf, Abkalbe- und Tot-geburtenrate innerhalb der zwei Untersuchungsgruppen während des peripartalen Zeitraumes der 1.Laktation.

Stallgruppe

Tabelle 35: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Stallgruppe im peripartalen Zeitraum der1.Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Erstkalbealter

Monate

Stallgruppe „schwer“

32

26,3

1,9

7,4

Stallgruppe „leicht“

33

26,2

2,4

9,2

Kalbeverlauf

Note

Stallgruppe „schwer“

32

1,4

0,6

39,7

Stallgruppe „leicht“

33

1,3

0,4

35,4

Abkalberate

%

Stallgruppe „schwer“

37

86,5

Stallgruppe „leicht“

37

89,2

Totgeburtenrate

%

Stallgruppe „schwer“

32

12,5

Stallgruppe „leicht“

33

9,1

↓177

Das durchschnittliche Erstkalbealter der Tiere zwischen der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ variierte zwischen 26,3 bzw. 26,2 Monaten nur gering.

Der Kalbeverlauf der Färsen zeigte mit 1,4 in der Stallgruppe „schwer“ und 1,3 in der Stallgruppe „leicht“ kaum Unterschiede.

Die höchste Abkalberate erreichten die Tiere der Stallgruppe „leicht“ mit 89,2 % im Ver-gleich zu den Kalbinnen der Stallgruppe „schwer“ mit 86,5 %.

↓178

Die Jungkühe der Stallgruppe „schwer“ wiesen mit 12,5 % die höhere Totgeburtenrate der beiden Untergruppen auf. Bei den Tieren der Stallgruppe „leicht“ wurde nur eine Tot-geburtenrate von 9,1 % ermittelt.

Weidegruppe

Tabelle 36: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Weidegruppe im peripartalen Zeitraum der 1.Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Erstkalbealter

Monate

Weidegruppe „schwer“

36

26,4

1,6

5,9

Weidegruppe „leicht“

33

25,3

1,4

5,6

Kalbeverlauf

Note

Weidegruppe „schwer“

36

1,5

0,5

34,0

Weidegruppe „leicht“

33

1,3

0,5

40,6

Abkalberate

%

Weidegruppe „schwer“

37

97,3

Weidegruppe „leicht“

37

89,2

Totgeburtenrate

%

Weidegruppe „schwer“

36

8,3

Weidegruppe „leicht“

33

21,2

Das durchschnittliche Erstkalbealter der Tiere zwischen der Weidegruppe „schwer“ und der Weidegruppe „leicht“ zeigte mit 26,4 bzw. 25,3 Monaten einen größeren Unterschied von 1,1 Monaten.

↓179

Der Kalbeverlauf der Färsen der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ variierte mit 1,5 bzw. 1,3 geringfügig.

Die Abkalberaten unterschieden sich zwischen den schweren Tieren mit 97,3 % und den leichten Tieren mit 89,2 % erheblich.

Der gleiche Trend war bei der Analyse der Totgeburtenrate erkennbar. Die Jungkühe der Weidegruppe „schwer“ wiesen mit 8,3 % eine niedrige Totgeburtenrate im Vergleich zu den leichten Tiere der Weidegruppe mit 21,2 % auf.

4.2.3. Erste Laktation

4.2.3.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓180

Die folgende Tabelle stellt die Parameter Rastzeit, Besamungsindex und Zwischentragezeit in den 2 Untersuchungsgruppen innerhalb der 1.Laktation vor.

Tabelle 37: Gesamtgruppenbezogene Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter in der 1. Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Rastzeit

Tage

Stallgruppe

43

60

30,6

51,3

Weidegruppe

50

71*

22,0

31,0

Zwischentrage-zeit

Tage

Stallgruppe

40

107

85,1

79,4

Weidegruppe

38

143*

93,1

65,3

Besamungsindex

Anzahl Besamungen

Stallgruppe

40

2,2

1,9

82,7

Weidegruppe

38

2,3

1,1

49,8

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

Die mittleren Rastzeiten der Jungkühe der Stallgruppe mit 60 Tagen und der Kühe der Weidegruppe mit 71 Tagen können akzeptiert werden.

↓181

Die mittleren Zwischentragezeiten der Jungkühe wiesen in der Weide- mit 143 Tagen und der Stallgruppe mit 107 Tagen eine Differenz von 36 Tagen auf.

Ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Untersuchungsgruppen konnte bei den mittleren Rast- und Zwischentragezeiten nachgewiesen werden.

Zwischen den Tieren der Stallgruppe und der Weidegruppe variierte der hohe Besamungs-index zwischen 2,2 und 2,3 Besamungen bis zur 2.Trächtigkeit gering.

4.2.3.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

↓182

Die nächsten Tabellen stellen die Parameter Rastzeit, Besamungsindex und Zwischentragezeit innerhalb der 2 Untersuchungsgruppen in der 1.Laktation vor.

Stallgruppe

Tabelle 38: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Stallgruppe in der 1. Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Rastzeit

Tage

Stallgruppe „schwer“

17

55

20,0

36,2

Stallgruppe „leicht“

26

62

36,0

57,8

Zwischentragezeit

Tage

Stallgruppe „schwer“

15

86

69,8

81,1

Stallgruppe „leicht“

25

120

92,1

76,9

Besamungsindex

Anzahl Besamungen

Stallgruppe „schwer“

15

2,2

2,5

114,1

Stallgruppe „leicht“

25

2,3

1,4

61,4

Innerhalb der 1.Laktation lagen die durchschnittlichen Rastzeiten der Stallgruppe „schwer“ mit 55 Tagen und der Stallgruppe „leicht“ mit 62 Tagen im akzeptablen Bereich.

↓183

Die durchschnittlichen Zwischentragezeiten betrugen in der Stallgruppe „schwer“ 86 Tage und in der Stallgruppe „leicht“ 120 Tage.

Zwischen den Tieren der Stallgruppen „schwer“ und „leicht“ unterschieden sich der hohe Besamungsindex von 2,2 bzw. 2,3 Besamungen bis zur 2.Trächtigkeit gering.

Weidegruppe

Tabelle 39: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Weidegruppe in der 1. Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Rastzeit

Tage

Weidegruppe „schwer“

25

75

20,5

27,5

Weidegruppe „leicht“

25

67

23,2

34,5

Zwischentrage-zeit

Tage

Weidegruppe „schwer“

17

132

80,4

61,1

Weidegruppe „leicht“

21

151

103,4

68,3

Besamungsindex

Anzahl Besamungen

Weidegruppe „schwer“

17

2,2

1,2

56,9

Weidegruppe „leicht“

21

2,4

1,1

45,0

↓184

In der Weidegruppe „schwer“ mit 75 Tagen und der Weidegruppe „leicht“ mit 67 Tagen wurden akzeptable mittlere Rastzeiten innerhalb der 1.Laktation erzielt.

Die ermittelten durchschnittlichen Zwischentragezeiten auf zu hohem Niveau betrugen in der Weidegruppe „schwer“ 132 Tage und in der Weidegruppe „leicht“ 151 Tage.

Zwischen den Tieren der Weidegruppe „schwer“ und der Weidegruppe „leicht“ differierte der zu hohe Besamungsindex von 2,2 bzw. 2,4 Besamungen bis zur 2.Trächtigkeit gering.

4.2.4. Peripartaler Zeitraum der 2.Laktation

4.2.4.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓185

In der folgenden Tabelle werden die Parameter Zwischenkalbezeit, Kalbeverlauf, Abkalbe- und Totgeburtenrate in der Stall- und Weidegruppe während des peripartalen Zeitraumes der 2.Laktation dargestellt.

Tabelle 40: Ergebnisse der gesamtgruppenbezogenen Fruchtbarkeitsparameter im peripartalen Zeitraum der 2.Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Zwischen-kalbezeit

Tage

Stallgruppe

38

370

67,5

18,3

Weidegruppe

37

408*

78,7

19,3

Kalbeverlauf

Note

Stallgruppe

38

1,6

0,7

42,2

Weidegruppe

37

1,6

0,5

31,4

Abkalberate

%

Stallgruppe

56

67,9

Weidegruppe

60

61,7

Totgeburtenrate

%

Stallgruppe

38

10,5

Weidegruppe

37

10,8

Signifikanz (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

Zwischen der durchschnittlichen Zwischenkalbezeit der Milchkühe der Weidegruppe mit 408 Tagen und der Kühe der Stallgruppe mit 370 Tagen war ein signifikanter Unterschied ermittelt worden.

↓186

Den gleichen mittleren Kalbeverlauf von 1,6 wiesen die Milchkühe der Weide- und Stall-gruppe auf.

Die Abkalberaten der Kühe lagen in der Stall- bei 67,9 % und der Weidegruppe bei 61,7 %.

Im peripartalen Zeitraum der 2.Laktation erreichten die Tiere der Stallgruppe eine Totge-burtenrate von 10,5 % und die Kühe der Weidegruppe von 10,8 %.

4.2.4.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

↓187

Die nächsten Tabellen zeigen die Parameter Zwischenkalbezeit, Kalbeverlauf, Abkalbe- und Totgeburtenrate innerhalb der 2 Untersuchungsgruppen während des peripartalen Zeitraumes der 2.Laktation.

Stallgruppe

Tabelle 41: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Stallgruppe im peripartalen Zeitraum der 2.Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Zwischen-kalbezeit

Tage

Stallgruppe „schwer“

14

348

29,2

8,4

Stallgruppe „leicht“

24

382

80,0

20,9

Kalbeverlauf

Note

Stallgruppe „schwer“

14

1,5

0,6

43,3

Stallgruppe „leicht“

24

1,7

0,7

41,9

Abkalberate

%

Stallgruppe „schwer“

27

51,9

Stallgruppe „leicht“

29

82,8

Totgeburtenrate

%

Stallgruppe „schwer“

14

21,4

Stallgruppe „leicht“

24

4,2

Die mittlere Zwischenkalbezeit der Tiere zwischen der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ variierte zwischen 348 bzw. 382 Tagen im akzeptablen Bereich.

↓188

Das Kalbeverhalten der Milchkühe zeigte mit 1,5 in der Stallgruppe „schwer“ und 1,7 in der Stallgruppe „leicht“ kaum Unterschiede.

Die höchste Abkalberate der beiden Untergruppen erreichten die Tiere der Stallgruppe „leicht“ mit 82,8 % im Vergleich zu den Kalbinnen der Stallgruppe „schwer“ mit 51,9 %.

Die Kühe der Stallgruppe „schwer“ wiesen mit 21,4 % die höhere Totgeburtenrate im Vergleich zu den Tieren der Stallgruppe „leicht“ mit 4,2 % auf.

Weidegruppe

↓189

Tabelle 42: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Weidegruppe im peripartalen Zeitraum der 2.Laktation

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Zwischen-kalbezeit

Tage

Weidegruppe „schwer“

17

407

84,6

20,8

Weidegruppe „leicht“

20

409

75,6

18,5

Kalbeverlauf

Note

Weidegruppe „schwer“

17

1,6

0,5

29,7

Weidegruppe „leicht“

20

1,6

0,5

32,9

Abkalberate

%

Weidegruppe „schwer“

31

54,8

Weidegruppe „leicht“

29

69,0

Totgeburtenrate

%

Weidegruppe „schwer“

17

17,6

Weidegruppe „leicht“

20

5,0

Die durchschnittliche Zwischenkalbezeit der Milchkühe zwischen der Weidegruppe „schwer“ und der Weidegruppe „leicht“ zeigte mit 407 bzw. 409 Tagen geringe Unterschiede auf leicht überhöhtem Niveau.

Das Kalbeverhalten der Kühe der Weidegruppen „schwer“ und „leicht“ war mit jeweils 1,6 gleich.

↓190

Die Abkalberaten unterschieden sich zwischen den schweren Tieren mit 54,8 % und den leichten Tieren mit 69,0 % erheblich.

Die Kühe der Weidegruppe „schwer“ wiesen mit 17,6 % im Vergleich zu den leichten Tieren mit 5,0 % eine sehr hohe Totgeburtenrate auf.

Während der Versuchsdauer kalbte eine Milchkuh aus der Weidegruppe „schwer“ ein drittes Mal ab. Bei allen drei Abkalbungen dieses Tieres wurden Totgeburten registriert.

4.2.5. Zweite Laktation bis zum Versuchsende

4.2.5.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓191

Die folgende Tabelle stellt die Parameter Rastzeit, Besamungsindex und Zwischentragezeit in der Stall- und Weidegruppe innerhalb der 2.Laktation bis zum Versuchsende vor.

Tabelle 43: Gesamtgruppenbezogene Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der 2.Laktation bis zum Versuchsende

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Rastzeit

Tage

Stallgruppe

33

60

18,3

30,5

Weidegruppe

34

61

18,9

30,8

Zwischentrage-zeit

Tage

Stallgruppe

22

92

36,4

39,5

Weidegruppe

25

88

52,9

59,8

Besamungs-index

Anzahl Besamungen

Stallgruppe

22

2,2

1,2

55,2

Weidegruppe

25

1,7

1,0

56,3

Die durchschnittlichen Rastzeiten der Milchkühe in der 2.Laktation lagen in der Stallgruppe bei 60 Tagen und in der Weidegruppe bei 61 Tagen.

↓192

Die Differenz der mittleren akzeptablen Zwischentragezeiten der Tiere der Stallgruppe mit 92 Tagen und der Weidegruppe mit 88 Tagen waren gering.

Zwischen den Tieren der Stall- und Weidegruppe variierte der Besamungsindex zwischen 2,2 und 1,7 Besamungen bis zur 3. durch TU nachgewiesenen Trächtigkeit etwas stärker.

4.2.5.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

Die folgenden Tabellen zeigen die Parameter Rastzeit, Besamungsindex und Zwischen-tragezeit in der Stall- und Weidegruppe innerhalb der 2.Laktation bis zum Versuchsende.

Stallgruppe

↓193

Tabelle 44: Darstellung der Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Stallgruppe während der 2.Laktation bis zum Versuchsende

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Rastzeit

Tage

Stallgruppe „schwer“

11

61

11,6

19,0

Stallgruppe „leicht“

22

59

21,1

35,5

Zwischentrage-zeit

Tage

Stallgruppe „schwer“

6

103

32,9

31,9

Stallgruppe „leicht“

16

88

37,7

42,9

Besamungs-index

Anzahl Besamungen

Stallgruppe „schwer“

6

3,0

0,9

29,7

Stallgruppe „leicht“

16

1,9

1,2

63,9

Innerhalb der 2.Laktation bis zum Versuchsende lagen die durchschnittlichen Rastzeiten der Stallgruppe „schwer“ mit 61 Tagen und der Stallgruppe „leicht“ mit 62 Tagen im niedrigen Bereich.

Die mittlere Zwischentragezeiten betrugen in der Stallgruppe „schwer“ 103 Tage und in der Stallgruppe „leicht“ 88 Tage.

↓194

Zwischen den Tieren der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ unterschieden sich der Besam-ungsindex von 3,0 bzw. 1,9 Besamungen bis zur 3., durch TU nachgewiesenen Trächtigkeit sehr stark.

Weidegruppe

Tabelle 45: Fruchtbarkeitsparameter innerhalb der Weidegruppe während der 2.Laktation bis zum Versuchsende

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Rastzeit

Tage

Weidegruppe „schwer“

15

62

15,2

24,5

Weidegruppe „leicht“

19

61

21,8

35,8

Zwischentrage-zeit

Tage

Weidegruppe „schwer“

11

96

49,4

51,4

Weidegruppe „leicht“

14

82

56,6

68,7

Besamungs-index

Anzahl Besamungen

Weidegruppe „schwer“

11

1,8

1,1

59,3

Weidegruppe „leicht“

14

1,6

0,8

54,1

In den Weidegruppen „schwer“ und „leicht“ befanden sich die mittleren Rastzeiten innerhalb der 2.Laktation bis zum Versuchsende mit 62 bzw. 61 Tagen im niedrigen Bereich.

↓195

Die durchschnittlichen Zwischentragezeiten betrugen in den Weidegruppen „schwer“ und „leicht“ 96 bzw. 82 Tage.

Zwischen den Tieren der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ variierte der Besamungsindex von 1,8 bzw. 1,6 Besamungen bis zur 3., durch TU nachgewiesenen Trächtigkeit auf sehr guten Niveau nur gering.

4.3. Gesundheit

Die ermittelten dokumentierten tierärztlichen Behandlungen werden nachfolgend tabellarisch gesamtgruppenbezogen und innerhalb der Stall- und Weidegruppe in den 3 Untersuchungs-abschnitten Aufzuchtphase, 1. und 2.Laktation über den gesamten Untersuchungszeitraum dargestellt.

↓196

In den folgenden Tabellen werden zum einen die Anzahl behandelter Tiere je Gruppe , die Anzahl Behandlungen in der Gruppe und die Anzahl Behandlungen je Tier und zum anderen die prozentuale Verteilung der genannten Daten gezeigt.

Die Ausgangsbasis (100 %) für die prozentuale Verteilung bei der Anzahl behandelter Tiere ist immer der jeweilige Anfangsbestand im betrachteten Untersuchungszeitraum.

Auch die Anzahl Behandlungen innerhalb der Gruppe im betrachteten Untersuchungs-zeitraum bilden die Bezugsbasis (100 %) für die prozentuale Aufteilung auf die einzelnen Erkrankungen.

4.3.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓197

In der Tabelle 46 werden für die 3 Untersuchungszeiträume und 2 Untersuchungsgruppen die Anzahl behandelter Tiere und deren prozentuale Verteilung, die Anzahl und prozentuale Verteilung der auswertbaren tierärztlichen Behandlungen, einschließlich Behandlungs-ursachen und die Anzahl Behandlungen bezogen auf die behandelten Untersuchungstiere ausgewiesen.

Tabelle 46: Anzahl tierärztlicher Behandlungen der Tiere der Stall- und Weidegruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum

Stallgruppe

Weidegruppe

n

%

n

%

Aufzuchtphase

Anfangsbestand besamungsfähiges Jungrind

74

100,0

74

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

29

39,2

14

18,9

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

43

38

4

0

1

100,0

88,4

9,3

0,0

2,3

18

13

3

2

0

100,0

72,2

16,7

11,1

0,0

Anzahl Behandlungen je Tier

1,5

1,3

1. Laktation

Anfangsbestand

67

100,0

69

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

37

55,2

48

69,6

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Eutererkrankung

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

78

29

27

2

14

6

100,0

37,2

34,6

2,6

17,9

7,7

125

42

42

23

8

10

100,0

33,6

33,6

18,4

6,4

8,0

Anzahl Behandlungen je Tier

2,1

2,6

2. Laktation

Anfangsbestand

41

100,0

38

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

20

48,8

26

68,4

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Euterbehandlungen

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

75

42

19

0

9

5

100,0

56,0

25,3

0,0

12,0

6,7

73

40

13

8

3

9

100,0

54,8

17,8

11,0

4,1

12,3

Anzahl Behandlungen je Tier

3,8

2,8

Innerhalb der Aufzuchtphase wurden bei 39,2 % aller Jungrinder der Stallgruppe 43 tierärzt-liche Behandlungen und bei 18,9 % der Tiere aus der Weidegruppe 18 tierärztliche Behandl-ungen durchgeführt.

↓198

Als Hauptursache der Behandlungen in der Aufzuchtphase waren in der Stallgruppe mit 88,4 % und der Weidegruppe mit 72,2 % die Klauen-bzw. Gliedmaßenerkrankungen feststellbar.

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je Behandlungstier schwankte zwischen 1,3 in der Weidegruppe bis 1,5 Behandlungen in der Stallgruppe.

In der 1.Laktation erhielten 69,6 % aller Milchkühe der Weidegruppe und 55,2 % der Stall-gruppe insgesamt 125 bzw. 78 tierärztliche Behandlungen.

↓199

Als Hauptursachen der Behandlungen der Milchkühe in der 1.Laktation sind die Euterer-krankungen mit 33,6% (Weidegruppe) und mit 37,2 % (Stallgruppe) sowie die Klauen-bzw. Gliedmaßenerkrankungen mit ebenfalls 33,6 % (Weidegruppe) und mit 34,6% (Stallgruppe) zu nennen.

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je Behandlungstier in der 1.Laktation schwankte zwischen 2,1 in der Stallgruppe und 2,6 Behandlungen in der Weidegruppe.

In der 2.Laktation wurden 73 veterinärmedizinische Behandlungen an 68,4 % der Milchkühe der Weidegruppe und 75 Behandlungen an 48,8 % der Tiere der Stallgruppe durchgeführt.

↓200

Als Hauptursache der Behandlungen in der 2.Laktation wurden die Eutererkrankungen mit über 50 % in den beiden Untersuchungsgruppen ermittelt.

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je Behandlungstier in der 2.Laktation variierte zwischen 3,8 in der Stallgruppe und 2,8 Behandlungen in der Weidegruppe.

4.3.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

In den nächsten Tabellen werden in Abhängigkeit der 3 Untersuchungszeiträume innerhalb Stall- und Weidegruppe die Anzahl behandelter Tiere und deren prozentuale Verteilung, die Anzahl und prozentualer Verteilung der auswertbaren tierärztlichen Behandlungen, einschließlich Behandlungsursachen und die Anzahl Behandlungen bezogen auf die behandelten Untersuchungstiere dargestellt.

Stallgruppe

↓201

Tabelle 47:Anzahl tierärztlicher Behandlungen der Tiere innerhalb der Stallgruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum

Stallgruppe „schwer“

Stallgruppe „leicht“

n

%

n

%

Aufzuchtphase

Anfangsbestand besamungsfähiges Jungrind

37

100,0

37

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

17

45,9

12

32,4

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Allgemeinerkrankungen

26

23

3

0

100,0

88,5

11,5

0,0

17

15

1

1

100,0

88,2

5,9

5,9

Anzahl Behandlungen je Tier

1,5

1,4

1. Laktation

Anfangsbestand

34

100,0

33

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

21

61,8

16

48,5

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Eutererkrankungen

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

48

22

14

2

9

1

100,0

45,8

29,2

4,2

18,8

2,0

30

7

13

0

5

5

100,0

23,3

43,3

0,0

16,7

16,7

Anzahl Behandlungen je Tier

2,2

1,9

2. Laktation

Anfangsbestand

17

100,0

24

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

10

58,8

10

41,7

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Eutererkrankungen

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

32

18

6

8

0

100,0

56,2

18,8

25,0

0,0

43

24

13

1

5

100,0

55,8

30,2

2,4

11,6

Anzahl Behandlungen je Tier

3,2

4,3

Innerhalb der Aufzuchtphase wurden bei 45,9 % der Jungrinder der Stallgruppe „schwer“ 26 tierärztliche Behandlungen und bei 32,4 % der Tiere der Stallgruppe „leicht“ 17 tierärztliche Behandlungen realisiert.

Als Hauptursache der Behandlungen in der Aufzuchtphase waren in der Stallgruppe „schwer“ mit 88,5 % und der Stallgruppe „leicht“ mit 88,2 % die Klauen-bzw. Gliedmaßener-krankungen zu nennen.

↓202

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je behandeltes Jungrind unterschieden sich zwischen 1,5 in der Stallgruppe „schwer“ und 1,4 Behandlungen in der Stallgruppe „leicht“ nur gering.

In der 1.Laktation wurden an 61,8 % aller Milchkühe der Stallgruppe „schwer“ und an 48,5 % der Tiere der Stallgruppe „leicht“ insgesamt 48 bzw. 30 tierärztliche Behandlungen durch-geführt.

Als Hauptursachen der Behandlungen der Milchkühe in der 1.Laktation waren die Eutererkrankungen mit 45,8% in der Stallgruppe „schwer“ und mit 23,3 % in der Stallgruppe „leicht“ sowie die Klauen-bzw. Gliedmaßenerkrankungen mit 29,2 % in der Stallgruppe „schwer“ und mit 43,3 % in der Stallgruppe „leicht“ feststellbar.

↓203

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je Behandlungstier in der 1.Laktation betrugen 2,2 in der Stallgruppe „schwer“ und 1,9 Behandlungen in der Stallgruppe „leicht“.

In der 2.Laktation wurden 32 veterinärmedizinische Behandlungen an 58,8 % der Milchkühe der Stallgruppe „schwer“ und 43 Behandlungen an 41,7 % der Tiere der Stallgruppe „leicht“ durchgeführt.

Als Hauptursache der Behandlungen in der 2.Laktation wurden die Eutererkrankungen mit über 55 % in den beiden Untersuchungsgruppen ermittelt.

↓204

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je behandelte Milchkuh in der 2.Laktation variierte zwischen 3,2 in der Stallgruppe „schwer“ und 4,3 Behandlungen in der Stallgruppe „leicht“.

Weidegruppe

Tabelle 48: Anzahl tierärztlicher Behandlungen der Tiere innerhalb der Weidegruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum

Weidegruppe „schwer“

Weidegruppe „leicht“

n

%

n

%

Aufzuchtphase

Anfangsbestand besamungsfähiges Jungrind

37

100,0

37

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

7

18,9

7

18,9

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

11

9

0

2

100,0

81,8

0,0

18,2

7

4

3

0

100,0

57,1

42,9

0,0

Anzahl Behandlungen je Tier

1,6

1,0

1. Laktation

Anfangsbestand

36

100,0

33

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

25

69,4

23

69,7

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Eutererkrankungen

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

64

16

23

14

5

6

100,0

25,0

35,9

21,9

7,8

9,4

61

26

19

9

3

4

100,0

42,6

31,1

14,8

4,9

6,6

Anzahl Behandlungen je Tier

2,6

2,7

2. Laktation

Anfangsbestand

17

100,0

21

100,0

davon Anzahl behandelter Tiere

11

64,7

15

71,4

Anzahl Behandlungen in Gruppe

davon Eutererkrankungen

davon Klauen-/Gliedmaßenerkrankungen

davon Fruchtbarkeitsstörungen

davon Stoffwechselerkrankungen

davon Allgemeinerkrankungen

20

3

7

2

1

7

100,0

15,0

35,0

10,0

5,0

35,0

53

37

6

6

2

2

100,0

69,8

11,3

11,3

3,8

3,8

Anzahl Behandlungen je Tier

1,8

3,5

In der Aufzuchtphase wurden jeweils bei 18,9 % aller Jungrinder der Weidegruppen „schwer“ und „leicht“ 11 bzw. 7 tierärztliche Behandlungen durchgeführt.

↓205

Als Hauptursache der Behandlungen in der Aufzuchtphase waren in der Weidegruppe „schwer“ mit 81,8 % und der Weidegruppe „leicht“ mit 57,1 % die Klauen-bzw. Gliedmaßenerkrankungen feststellbar.

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je behandeltes Jungrind schwankte zwischen 1,6 in der Weidegruppe „schwer“ und 1,0 Behandlungen in der Weidegruppe „leicht“.

In der 1.Laktation erhielten 69,4 % aller Milchkühe der Weidegruppe „schwer“ 64 Behandlungen und 69,7 % der Tiere der Weidegruppe „leicht“ 61 tierärztliche Behandlungen.

↓206

Als Hauptursachen der Behandlungen der Milchkühe in der 1.Laktation sind die Eutererkrankungen mit 25,0 % in der Weidegruppe „schwer“ und mit 42,6 % in der Weidegruppe „leicht“, sowie die Klauen-bzw. Gliedmaßenerkrankungen mit 35,9 % in der Weidegruppe „schwer“ und mit 31,1 % in der Weidegruppe „leicht“ zu nennen.

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je behandelte Jungkuh in der 1.Laktation schwankte zwischen 2,6 (Weidegruppe „schwer“) und 2,7 Behandlungen (Weidegruppe „leicht“).

In der 2.Laktation wurden 20 veterinärmedizinische Behandlungen an 64,7 % der Milchkühe der Weidegruppe „schwer“ und 53 Behandlungen an 71,4 % der Tiere der Weidegruppe „leicht“ ermittelt.

↓207

Als Hauptursache der Behandlungen in der 2.Laktation waren in der Weidegruppe „leicht“ die Eutererkrankungen mit 69,8 % und mit jeweils 35,0 % die Klauen-bzw. Gliedmaßen- und Allgemeinerkrankungen in der Weidegruppe „schwer“ zu nennen.

Die durchschnittliche Anzahl an Behandlungen je Behandlungstier in der 2.Laktation betrug 1,8 in der Weidegruppe „schwer“ und 3,5 Behandlungen in der Weidegruppe „leicht“.

4.4. Milchleistung

Die Vorstellung und Erläuterung der Ergebnisse zur Milchleistung werden in 1. und 2.Laktat-ion bis zum Versuchsende unterteilt. Zu Beginn werden in grafischer Form die Ergebnisse des zehnmonatigen Laktationsverlaufes der 1.Laktation in Bezug auf die Milchleistung, den Milchfett- und Milcheiweißgehalt in der Stall- und Weidegruppe, einschließlich derer Untergruppen, gezeigt und erläutert.

↓208

Die 100- und 305 Tageleistungen in der 1.Laktation schließen sich in tabellarischer Form an.

Anschließend folgt die Ergebnisvorstellung zur Milchleistung der 2.Laktation nach gleicher Gliederung und Darstellung. Mit einer Ausnahme, der hochgerechneten 305-Tageleistung, welche in der 2.Laktation in Ansatz gebracht wurde.

4.4.1.  Erste Laktation

4.4.1.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

- Milchleistung

↓209

Die Abbildung 8 zeigt die Laktationskurve der 1.Laktation der Tiere der Stall- und Weide-gruppe.

Abbildung 8: Laktationskurve der 1.Laktation der Stall- und Weidegruppe

Die vorliegenden Laktationskurven der Stall- und Weidegruppe zeigten einen für Jungkühe typischen flachen Verlauf.

↓210

Die Milchkühe der beiden Versuchsgruppen begannen mit einer Einsatzleistung von jeweils 20 kg Milch die 1.Laktation. Im 2.Laktationsmonat realisierten die Stallgruppe mit 23 kg Milch und die Weidegruppe mit 22 kg Milch die Laktationsspitze der 1.Laktation. Bis zum 6.Laktationsmonat lag die Stallgruppe mit einem Leistungsniveau von 19-22 kg Milch um 1-2 kg im Vergleich zur Weidegruppe höher. Beide Tiergruppen erreichten im 7.Laktationsmonat mit jeweils 18 kg die gleiche tägliche Milchleistung. Am Ende der 1.Laktation fielen die täglichen Milchmengen der Stallgruppe auf 16 kg und der Weidegruppe auf 13 kg Milch.

Zwischen den durchschnittlichen täglichen Milchleistungen im 9.und 10.Laktationsmonat der beiden Untersuchungsgruppen konnten signifikante Unterschiede nachgewiesen werden.

- Milchfettgehalt (%)

↓211

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung des durchschnittlichen Fettgehaltes der Milch der Tiere der Stallgruppe und Weidegruppe über die 10 Laktationsmonate der 1.Laktat-ion.

Abbildung 9: Milchfettgehalt in % während der 1.Laktation der Stall- und Weidegruppe

Die sehr hohen Fettgehalte im 1.Laktationsmonat mit durchschnittlich 5,08 % in der Stallgruppe bzw. 4,97 % in der Weidegruppe könnten mit dem Auftreten einer spontanen Ketose begründet werden. Der Milchfettgehalt der Stallgruppe erreichte im 3.Laktationsmonat ein Minimum von durchschnittlich 4,24 %, um danach stetig bis zum 10.Laktationsmonat auf maximal 5,16 % an zu steigen. Die Weidetiere realisierten mit 4,11 % im 5.Laktationsmonat den niedrigsten Wert. Im 10.Laktationsmonat wurde der höchste Milchfettgehalt mit 4,97 % ermittelt. Ein signifikanter Unterschied der Milchfettgehalte konnte nur im 5. Laktationsmonat zwischen der Stallgruppe mit 4,39 % und der Weidegruppe mit 4,11 % festgestellt werden.

↓212

- Milcheiweißgehalt (%)

Die folgende Grafik stellt die Entwicklung des durchschnittlichen Eiweißgehaltes der Milch der Tiere der Stallgruppe und Weidegruppe über die 10 Laktationsmonate der 1.Laktation dar.

Abbildung 10: Milcheiweißgehalt in % während der 1.Laktation der Stall- und Weidegruppe

↓213

Der Abfall des Milcheiweißgehaltes zu Beginn der 1.Laktation gestaltete sich im Vergleich zum oben beschriebenen Milchfettgehalt wesentlich verzögerter. In der Mitte und im letzten Drittel der Laktation war ein spürbarer Anstieg des Milcheiweißgehaltes erkennbar.

Im 5.und 6.Laktationsmonat konnten zwischen den durchschnittlichen Milcheiweißgehalten der Stallgruppe mit 3,42 % bzw. 3,55 % und der Weidegruppe mit 3,31 % bzw. 3,37 % signifikante Unterschiede ermittelt werden.

↓214

- Milchparameter der gesamten 1. Laktation

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der mittleren 100- und 305- Tageleistung der 1.Lak-tation der Jungkühe der Stall- und Weidegruppe.

Tabelle 49: Mittlere 100- und 305- Tageleistung der 1.Laktation in der Stall- und Weidegruppe

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

100-Tage-Leistung

Milchleistung

kg

Stallgruppe

44

2188*

377,2

17,2

Weidegruppe

46

2024

331,1

16,4

305-Tage-Leistung

Milchleistung

kg

Stallgruppe

44

5648

1303,8

23,1

Weidegruppe

46

5436

1119,6

20,6

Milchfettgehalt

%

Stallgruppe

44

4,49

0,4

8,9

Weidegruppe

46

4,40

0,5

11,4

Milchfettmenge

kg

Stallgruppe

44

252

55,3

21,9

Weidegruppe

46

236

44,0

18,6

Milcheiweißgehalt

%

Stallgruppe

44

3,34

0,2

6,0

Weidegruppe

46

3,35

0,2

6,0

Milcheiweißmenge

kg

Stallgruppe

44

188

42,8

22,8

Weidegruppe

46

181

35,7

19,7

Milchfett-und –eiweißmenge

kg

Stallgruppe

44

440

97,2

22,1

Weidegruppe

46

417

78,4

18,8

Signifikanzen (95 % Konfidenzintervall): * p < 0,05; ** p < 0,01; *** p < 0,001

↓215

Die durchschnittlichen Milchleistungen nach 100 Laktationstagen der 1.Laktation differierten zwischen den Jungkühen der Stallgruppe mit 2.188 kg Milch und der Weidegruppe mit 2.024 kg Milch auf niedrigem Niveau signifikant.

Nach 305 Laktationstagen der 1.Laktation konnte auf niedrigem Niveau keine Signifikanz zwischen den mittleren Milchleistungen der Tiere der Stallgruppe mit 5.648 kg und der Weidegruppe mit 5.436 kg festgestellt werden.

Geringe Differenzen zeigten die mittleren Fett- und Eiweißgehalte während der 1.Laktation mit 4,49 % bzw. 3,34 % bei den Kühen der Stallgruppe und 4,40 % bzw. 3,35 % bei den Rindern der Weidegruppe. Die Milchfett- und –eiweißmengen unterschieden sich zwischen den Versuchsgruppen nicht signifikant.

4.4.1.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

Stallgruppe

↓216

- Milchleistung

Die Abbildung 11 zeigt die Milchleistung im zehnmonatigen Laktationsverlauf innerhalb der 1.Laktation der Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“.

Abbildung 11: Milchleistung während 1. Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“

↓217

Die vorliegenden Laktationskurven der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ erreichten einen für Jungkühe typischen flachen Verlauf.

Die Milchkühe der Stallgruppen „schwer“ und „leicht“ begannen die 1.Laktation mit 21 bzw. 20 kg Milch je Tagesgemelk. Im 2.Laktationsmonat erreichten die Tiere der Stallgruppe „schwer“ mit 24 kg Milch und der Stallgruppe „leicht“ mit 23 kg Milch die Laktationsspitze der 1.Laktation. Bis zum 6.Laktationsmonat schwankte das Leistungsniveau zwischen

19-23 kg zwischen den beiden Untergruppen der Stallgruppe mit einer Differenz von 1 kg je Tagesgemelk. Beide Tiergruppen erreichten im 7.Laktationsmonat mit jeweils 18 kg die gleiche tägliche Milchleistung. Zum Ende der 1.Laktation wiesen die leichten Jungkühe der Stallgruppe die höhere Persistenz mit täglich 17 kg Milch während des 8. und 9.Laktationsmonats und 16 kg Milch Tagesgemelk im 10.Laktationsmonat gegenüber den schweren Tiere auf.

↓218

- Milchfettgehalt (%)

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung des durchschnittlichen Fettgehaltes der Milch der Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ über die 10 Laktationsmonate der 1.Laktation.

Abbildung 12: Milchfettgehalt in % während der 1.Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“

↓219

Die Tiere der Stallgruppe „leicht“ wiesen mit 5,47 % einen sehr hohen Fettgehalt im 1.Laktationsmonat auf. Der prozentuale Milchfettgehalt durchlief im 2. bis 5. Laktations-monat ein Minimum um gegen Ende der Laktation wieder stärker anzusteigen. Ein signifik-anter Unterschied der Milchfettgehalte konnte im 1.,6. und 9.Laktationsmonat zwischen der Stallgruppe „schwer“ mit 4,68 %, 4,16 % bzw. 4,42% und der Stallgruppe „leicht“ mit

5,47 %, 4,79 % bzw. 5,01 % festgestellt werden.

- Milcheiweißgehalt (%)

↓220

Die Abbildung 13 stellt die Entwicklung des durchschnittlichen Eiweißgehaltes der Milch der Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ über die 10 Laktationsmonate der 1.Laktation dar.

Abbildung 13: Milcheiweißgehalt in % während der 1.Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“

Der Abfall des Milcheiweißgehaltes zu Beginn der 1.Laktation gestaltete sich im Vergleich zum oben beschriebenen Milchfettgehalt wesentlich verzögerter. In der Mitte und im letzten Drittel der Laktation war ein spürbarer Anstieg des Milcheiweißgehaltes erkennbar.

↓221

Im 1.,4. und 6.Laktationsmonat konnten zwischen den durchschnittlichen Milcheiweißge-halten der Stallgruppe „schwer“ mit 3,11 %, 3,16 % bzw. 3,44 % und der Stallgruppe „leicht“ mit 3,34 %, 3,35 % bzw. 3,62 % signifikante Unterschiede ermittelt werden.

Milchparameter der gesamten 1.Laktation

↓222

Die folgende Tabelle zeigt die mittlere 100- und 305- Tageleistung der 1.Laktation der Jungkühe der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“.

Tabelle 50: Mittlere 100- und 305- Tageleistung der 1.Laktation in der Stallgruppe „schwer“und „leicht“

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

100-Tage-Leistung

Milchleistung

kg

Stallgruppe „schwer“

19

2174

404,2

18,6

Stallgruppe „leicht“

25

2198

363,5

16,5

305-Tage-Leistung

Milchleistung

kg

Stallgruppe „schwer“

19

5497

1465,9

26,7

Stallgruppe „leicht“

25

5763

1184,1

20,5

Milchfettgehalt

%

Stallgruppe „schwer“

19

4,34

0,4

9,2

Stallgruppe „leicht“

25

4,60

0,4

8,7

Milchfettmenge

kg

Stallgruppe „schwer“

19

236

57,6

24,4

Stallgruppe „leicht“

25

263

51,7

19,7

Milcheiweißgehalt

%

Stallgruppe „schwer“

19

3,27

0,2

6,1

Stallgruppe „leicht“

25

3,39

0,2

5,9

Milcheiweißmenge

kg

Stallgruppe „schwer“

19

179

47,5

26,5

Stallgruppe „leicht“

25

195

38,4

19,7

Milchfett- und –eiweißmenge

kg

Stallgruppe „schwer“

19

415

104,0

25,1

Stallgruppe „leicht“

25

458

89,3

19,5

Die durchschnittlichen Milchleistungen nach 100 Laktationstagen der 1.Laktation variierten zwischen den Jungkühen der Stallgruppe „schwer“ mit 2.174 kg Milch und der Stallgruppe „leicht“ mit 2.198 kg Milch nur gering.

↓223

Nach 305 Laktationstagen der 1.Laktation konnte keine Signifikanz zwischen den mittleren Milchleistungen der Tiere der Stallgruppe „schwer“ mit 5.497 kg und der Stallgruppe „leicht“ mit 5.763 kg ermittelt werden.

Die mittleren Milchfett- und -eiweißgehalte während der 1.Laktation waren mit 4,34 % bzw. 3,27 % bei den Kühen der Stallgruppe „schwer“ und 4,60 % bzw. 3,39 % bei den Rindern der Stallgruppe „leicht“ zu nennen. Die Milchfett- und -eiweißmengen unterschieden sich zwischen den Versuchsgruppen nicht signifikant.

Weidegruppe

↓224

- Milchleistung

Die folgende Grafik stellt die Milchleistung im zehnmonatigen Laktationsverlauf innerhalb der 1.Laktation der Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ vor.

Abbildung 14: Laktationsverlauf in der 1.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

↓225

Die vorliegenden Laktationskurven der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ zeigten einen für Jungkühe typischen flachen Verlauf.

Die Milchkühe der Weidegruppen „schwer“ und „leicht“ setzten mit 20 bzw. 19 kg Milch je Tagesgemelk in die 1.Laktation ein. Im 2.Laktationsmonat erreichten die Tiere der Weidegruppe „schwer“ mit 24 kg Milch die Laktationsspitze der 1.Laktation, währenddessen die Rinder der Weidegruppe „schwer“ die Laktationsspitze mit 21 kg Milch im 2. und

3. Laktationsmonat hielten. Ab dem 4. bis zum 9.Laktationsmonat besaßen die schweren Tiere eine um 1 bis 3 kg höhere tägliche Milchleistung im Vergleich zu den leichten Tieren.

↓226

Im 6.Laktationsmonat konnte ein signifikanter Unterschied zwischen den durchschnittlichen täglichen Milchmengen der Stalltiere mit 20 kg und Weidetiere mit 17 kg festgestellt werden.

Beide Tiergruppen ereichten am 10.Laktationsmonat mit jeweils 13 kg die gleiche tägliche Milchleistung.

- Milchfettgehalt (%)

↓227

Die Abbildung 15 zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Fettgehaltes der Milch der Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ über 10 Laktationsmonate der 1.Laktation.

Abbildung 15: Milchfettgehalt in % während der 1.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

Die Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ wiesen mit 4,86 % bzw. 5,10 % sehr hohe Fettgehalte im 1.Laktationsmonat auf. Eine Ursache könnte u.a. eine Ketose zu Beginn der Laktation sein. Der Milchfettgehalt durchlief im 2. bis 5. Laktationsmonat ein Minimum um gegen Ende der Laktation wieder stärker anzusteigen.

↓228

- Milcheiweißgehalt (%)

Die folgende Grafik stellt die Entwicklung des durchschnittlichen Eiweißgehaltes der Milch der Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ über die 10 Laktationsmonate der 1.Laktat-ion dar.

↓229

Abbildung 16: Milcheiweißgehalt in % während der 1.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

Der Abfall des Milcheiweißgehaltes zu Beginn der 1.Laktation gestaltete sich im Vergleich zum Milchfettgehalt wesentlich verzögerter. Im letzten Drittel der Laktation war ein spürbarer Anstieg des Milcheiweißgehaltes erkennbar.

- Milchparameter der gesamten 1. Laktation

↓230

Die Tabelle 51 zeigt die mittlere 100- und 305- Tageleistung der 1.Laktation der Jungkühe der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“.

Tabelle 51: Mittlere 100- und 305- Tageleistung der 1.Laktation in der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

100-Tage-Leistung der 1.Laktation

Milchleistung

kg

Weidegruppe „schwer“

22

2087

302,4

14,5

Weidegruppe „leicht“

24

1966

351,7

17,9

305-Tage-Leistung der 1.Laktation

Milchleistung

kg

Weidegruppe „schwer“

22

5521

1279,8

23,2

Weidegruppe „leicht“

24

5358

971,5

18,1

Milchfettgehalt

%

Weidegruppe „schwer“

22

4,30

0,5

11,6

Weidegruppe „leicht“

24

4,48

0,5

8,9

Milchfettmenge

kg

Weidegruppe „schwer“

22

235

52,0

22,1

Weidegruppe „leicht“

24

238

36,3

15,3

Milcheiweißgehalt

%

Weidegruppe „schwer“

22

3,30

0,3

9,1

Weidegruppe „leicht“

24

3,40

0,2

5,9

Milcheiweißmenge

kg

Weidegruppe „schwer“

22

180

42,2

23,4

Weidegruppe „leicht“

24

181

29,4

16,2

Milchfett- und –eiweißmenge

kg

Weidegruppe „schwer“

22

415

92,8

22,4

Weidegruppe „leicht“

24

419

64,5

15,4

↓231

Die durchschnittlichen Milchleistungen nach 100 Laktationstagen der 1.Laktation differierte zwischen den Jungkühen der Weidegruppe „schwer“ mit 2.087 kg Milch und der Weidegruppe „leicht“ mit 1.966 kg Milch nur gering.

Die erstlaktierenden Tiere der Weidegruppe „schwer“ erreichten eine 305- Tageleistung von 5.521 kg Milch und die Rinder der Weidegruppe „leicht“ von 5.358 kg Milch.

Die mittleren Milchfett- und -eiweißgehalte in der 1.Laktation lagen bei 4,30 % bzw. 3,30 % bei den Kühen der Weidegruppe „schwer“ und bei 4,48 % bzw. 3,40 % bei den Rindern der Weidegruppe „leicht“. Die Milchfett- und –eiweißmengen unterschieden sich zwischen den Versuchsgruppen nur gering.

4.4.2. Zweite Laktation

4.4.2.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓232

- Milchleistung

Die Abbildung 17 zeigt die Milchleistung im neunmonatigen, auswertbaren Laktat-ionsverlauf innerhalb der 2.Laktation der Tiere der Stall- und Weidegruppe.

Abbildung 17: Laktationsverlauf innerhalb der 2.Laktation der Stall- und Weidegruppe

↓233

Die vorliegenden Laktationskurven für die 2.Laktation der Stall- und Weidegruppe zeigten einen für Milchkühe typischen steilen Verlauf.

Die Milchkühe der Stall- und Weidegruppe begannen die 2.Laktation mit 31 kg bzw. 30 kg Milch je Tagesgemelk. Im 2.Laktationsmonat realisierten die Tiere der Stallgruppe mit 32 kg Milch und der Weidegruppe mit 34 kg Milch die Laktationsspitze der 2.Laktation.

Bis auf den 8.Laktationsmonat lag das Leistungsniveau von 19-31 kg der Weidetiere mit

↓234

1-3 kg je Tagesgemelk über den Tieren der Stallgruppe.

Bis zum 9.Laktationsmonat der 2.Laktation fielen die täglichen Milchleistungen der Milchkühe der Stallgruppe auf 11 kg und der Weidegruppe auf 12 kg Milch.

Zwischen den durchschnittlichen täglichen Milchleistungen im 4.Laktationsmonat der beiden Untersuchungsgruppen konnte ein signifikanter Unterschied nachgewiesen werden.

↓235

- Milchfettgehalt (%)

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung des durchschnittlichen Fettgehaltes in der gemolkenen Milch der Tiere der Stall- und Weidegruppe über die 9 auswertbaren Laktationsmonate der 2.Laktation.

Abbildung 18: Milchfettgehalt in % während der 2.Laktation der Stall- und Weidegruppe

↓236

Die Tiere der Weide- und Stallgruppe wiesen mit 4,76 % bzw. 4,48 % etwas höhere Fett-gehalte im 1.Laktationsmonat der 2.Laktation auf. Der Milchfettgehalt durchlief im 2. bis 4. Laktationsmonat der 2.Laktation ein Minimum um gegen Ende der Laktation wieder stärker anzusteigen.

- Milcheiweißgehalt (%)

Die Abbildung 19 stellt die Entwicklung des durchschnittlichen Milcheiweißgehaltes in der gemolkenen Milch der Tiere der Stallgruppe und Weidegruppe über die 9 Laktationsmonate der 2.Laktation vor.

↓237

Abbildung 19: Milcheiweißgehalt in % während der 2.Laktation der Stall- und Weidegruppe

Der Abfall des Milcheiweißgehaltes zu Beginn der 2.Laktation gestaltete sich im Vergleich zum Milchfettgehalt wesentlich verzögerter. In der Mitte und im letzten Drittel der 2.Laktation war ein spürbarer Anstieg des Milcheiweißgehaltes erkennbar.

Im 3.und 4.Laktationsmonat konnten zwischen den durchschnittlichen Milcheiweißgehalten der Stallgruppe mit 3,33 % bzw. 3,44 % und der Weidegruppe mit 3,11 % bzw. 3,24 % signifikante Unterschiede ermittelt werden.

↓238

- Milchparameter der gesamten 2.Laktation

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der mittleren hochgerechneten 305- Tageleistung der 2.Laktation der Milchkühe der Stall- und Weidegruppe.

Tabelle 52: Mittlere hochgerechnete 305- Tageleistung der 2. Laktation in der Stall- und Weidegruppe

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Hochgerechnete 305-Tage-Leistung der 2. Laktation

Milchleistung

kg

Stallgruppe

35

7400

1411,2

19,1

Weidegruppe

36

7625

1606,6

21,1

Milchfettgehalt

%

Stallgruppe

35

4,36

0,5

11,3

Weidegruppe

36

4,30

0,4

10,2

Milchfettmenge

kg

Stallgruppe

35

318

46,6

14,7

Weidegruppe

36

326

72,2

22,1

Milcheiweißgehalt

%

Stallgruppe

35

3,45

0,3

9,9

Weidegruppe

36

3,30

0,2

6,1

Milcheiweißmenge

kg

Stallgruppe

35

254

46,4

18,3

Weidegruppe

36

251

49,9

19,9

Milchfett- und –eiweißmenge

kg

Stallgruppe

35

572

85,9

15,0

Weidegruppe

36

577

119,9

20,8

↓239

Die hochgerechneten 305-Tageleistungen der 2.Laktation unterschieden sich zwischen den Milchkühen der Stallgruppe mit 7.400 kg Milch und der Weidegruppe mit 7.625 kg Milch nicht signifikant.

Die Milchfett- und –eiweißgehalte wiesen zwischen den beiden Versuchsgruppen auch keine signifikanten Unterschiede auf. Die Summen aus den mittleren Fett- und Eiweißmengen während der 2.Laktation mit 572 kg (Stallgruppe) und 577 kg (Weidegruppe) differierten gering.

4.4.2.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

Stallgruppe

- Milchleistung

↓240

Die Abbildung 20 zeigt die Milchleistung im auswertbaren achtmonatigen Laktationsverlauf innerhalb der 2.Laktation der Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“.

Abbildung 20: Milchleistung während der 2.Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“

Die vorliegenden Laktationskurven der 2.Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ zeigten einen für Milchkühe ab 2.Laktation typischen Verlauf.

↓241

Die Tiere der Stallgruppen „schwer“ und „leicht“ gaben im 1.Laktationsmonat der 2.Laktation 32 bzw. 31 kg Milch am Tag. Im 2.Laktationsmonat erreichten die Tiere der Stallgruppe „schwer“ mit 34 kg Milch und der Stallgruppe „leicht“ mit 31 kg Milch die Laktationsspitze der 2.Laktation. Bis zum 8.Laktationsmonat mit gleicher täglicher Milchleistung von 18 kg besaßen die schweren Tiere die höhere Laktationsleistung gegenüber den leichten Tieren der Stallgruppe. Die Milchleistungen differierten zwischen den Untergruppen und Laktationsmonaten von 1 bis 3 kg je Tagesgemelk.

- Milchfettgehalt (%)

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung des durchschnittlichen Milch-fettgehaltes in der gemolkenen Milch der Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ über 8 Laktationsmonate der 2.Laktation.

↓242

Abbildung 21: Milchfettgehalt in % während der 2.Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“

Die Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ in der 2.Laktation wiesen mit 4,45 % bzw. 4,50 % normale Fettgehalte für den 1.Laktationsmonat auf. Der Milchfettgehalt der schweren Stalltiere durchlief im 2. bis 6.Laktationsmonat ein Minimum um gegen Ende der Laktation wieder stärker anzusteigen. Die leichten Stalltiere verzeichneten dagegen nur geringfügige Schwankungen im Verlauf des Milchfettgehaltes über die 2.Laktation.

Ein signifikanter Unterschied der Milchfettgehalte konnte im 3. und 4.Laktationsmonat zwischen der Stallgruppe „schwer“ mit 3,60 % bzw. 3,90 % und der Stallgruppe „leicht“ mit 4,47 % bzw. 4,51 % festgestellt werden.

↓243

- Milcheiweißgehalt (%)

Die Abbildung 22 stellt die Entwicklung des durchschnittlichen Milcheiweißgehaltes der Milch der Tiere der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“ über 8 Laktationsmonate der

2. Laktation vor.

↓244

Abbildung 22: Milcheiweißgehalt in % während der 2.Laktation der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“

Der Abfall des Milcheiweißgehaltes zu Beginn der 2.Laktation gestaltete sich im Vergleich zum Milchfettgehalt wesentlich verzögerter. In der Mitte und im letzten Drittel der 2.Laktation war ein spürbarer Anstieg des Milcheiweißgehaltes erkennbar.

Im 2., 3. und 4.Laktationsmonat konnten zwischen den durchschnittlichen Milch-eiweißgehalten der Stallgruppe „schwer“ mit 2,92 %, 3,10 % bzw. 3,25 % und der Stallgruppe „leicht“ mit 3,25 %, 3,45 % bzw. 3,53 % signifikante Unterschiede ermittelt werden.

↓245

- Milchparameter der gesamten 2.Laktation

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der mittleren hochgerechneten 305- Tageleistung der 2.Laktation Milchkühe der Stallgruppe „schwer“ und „leicht“.

Tabelle 53: Mittlere hochgerechnete 305- Tageleistung der 2.Laktation in den Stallgruppen „schwer“ und „leicht“

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Hochgerechnete 305-Tage-Leistung der 2. Laktation

Milchleistung

kg

Stallgruppe „schwer“

11

8028

992,5

12,4

Stallgruppe „leicht“

24

7212

1520,9

21,1

Milchfettgehalt

%

Stallgruppe „schwer“

11

4,02

0,4

10,8

Stallgruppe „leicht“

24

4,46

0,5

11,0

Milchfettmenge

kg

Stallgruppe „schwer“

11

320

34,9

10,9

Stallgruppe „leicht“

24

317

51,8

16,3

Milcheiweißgehalt

%

Stallgruppe „schwer“

11

3,38

0,5

15,3

Stallgruppe „leicht“

24

3,47

0,3

7,7

Milcheiweißmenge

kg

Stallgruppe „schwer“

11

270

45,6

16,9

Stallgruppe „leicht“

24

248

44,8

18,1

Milchfett- und –eiweißmenge

kg

Stallgruppe „schwer“

11

590

58,0

9,8

Stallgruppe „leicht“

24

565

94,8

16,8

↓246

Die mittleren, hochgerechneten 305-Tageleistungen der 2.Laktation unterschieden sich zwischen den Milchkühen der Stallgruppe „schwer“ mit 8.028 kg Milch und der Stallgruppe „leicht“ mit 7.212 kg Milch nicht signifikant.

Minimale Unterschiede zeigten die mittleren Milchfettmengen während der 2.Laktation mit 320 kg (Stallgruppe „schwer“) und 317 kg (Stallgruppe „leicht“).

Die durchschnittlichen Milcheiweißmengen während der 2.Laktation wiesen mit 270 kg bei den Kühen der Stallgruppe „schwer“ und 248 kg bei den Rindern der Stallgruppe „leicht“ keine signifikante Differenz auf.

Weidegruppe

↓247

- Milchleistung

Die Abbildung 23 zeigt die Milchleistung im achtmonatigen Laktationsverlauf innerhalb der 2.Laktation der Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“.

Abbildung 23: Laktationsverlauf in der 2.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

↓248

Die vorliegenden Laktationskurven der 2.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ zeigten einen für Milchkühe ab der 2.Laktation typischen, etwas steileren Verlauf.

Die Milchkühe der Weidegruppen „schwer“ und „leicht“ begannen jeweils die 2. Laktation mit einer Milcheinsatzleistung von 31 bzw. 30 kg pro Tag. Im 2.Laktationsmonat erreichten die Tiere der Weidegruppe „schwer“ mit 34 kg Milch pro Tag und die Rinder der Weidegruppe „leicht“ mit täglichen 33 kg Milch die Laktationsspitze der 2.Laktation.

Ab dem 3. bis zum 7.Laktationsmonat besaßen die schweren Tiere eine um 2 bis 4 kg höhere tägliche Milchleistung im Vergleich zu den leichten Tieren.

↓249

Die Tiere der Weidegruppe „schwer“ mit 17 kg täglicher Milchleistung und der Weidegruppe „leicht“ mit 18 kg je Tagesgemelk glichen sich im 8.Laktationsmonat an.

- Milchfettgehalt (%)

Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung des durchschnittlichen Milchfett-gehaltes der Milch der Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ über 8 Laktat-ionsmonate der 2. Laktation.

↓250

Abbildung 24: Milchfettgehalt in % während der 2.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

Die Tiere der Weidegruppe „schwer“ erreichten mit 5,01 % einen hohen Fettgehalt im 1.Laktationsmonat der 2.Laktation. Eine Ursache könnte u.a. eine Ketose zu Beginn der Laktation sein. Der Milchfettgehalt durchlief im 2. bis 4. Laktationsmonat ein Minimum um gegen Ende der Laktation wieder stärker anzusteigen.

- Milcheiweißgehalt (%)

↓251

Die Abbildung 25 stellt die Entwicklung des durchschnittlichen Milcheiweißgehaltes der Milch der Tiere der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“ über 8 Laktationsmonate der 2.Laktation vor.

Abbildung 25: Milcheiweißgehalt in % während der 2.Laktation der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“

Der Abfall des Milcheiweißgehaltes zu Beginn der 2.Laktation gestaltete sich im Vergleich zum Milchfettgehalt wesentlich verzögerter. In der Mitte und im letzten Drittel der 2.Laktat-ion war ein spürbarer Anstieg des Milcheiweißgehaltes erkennbar.

↓252

- Milchparameter der gesamten 2.Laktation

Die folgende Tabelle zeigt die Parameter der mittleren hochgerechneten 305- Tageleistung der 2.Laktation Milchkühe der Weidegruppe „schwer“ und „leicht“.

Tabelle 54: Mittlere hochgerechnete 305- Tageleistung der 2. Laktation in den Weidegruppen „schwer“ und „leicht“

Parameter

Einheit

Gruppe

n

Mittelwert

s

s %

Hochgerechnete 305-Tage-Leistung der 2. Laktation

Milchleistung

kg

Weidegruppe „schwer“

17

7771

1947,0

25,1

Weidegruppe „leicht“

19

7494

1269,2

16,9

Milchfettgehalt

%

Weidegruppe „schwer“

17

4,28

0,5

12,5

Weidegruppe „leicht“

19

4,31

0,3

8,0

Milchfettmenge

kg

Weidegruppe „schwer“

17

332

91,5

27,6

Weidegruppe „leicht“

19

321

51,4

16,0

Milcheiweißgehalt

%

Weidegruppe „schwer“

17

3,27

0,2

7,0

Weidegruppe „leicht“

19

3,33

0,2

5,3

Milcheiweißmenge

kg

Weidegruppe „schwer“

17

254

60,3

23,7

Weidegruppe „leicht“

19

249

40,0

16,1

Milchfett- und –eiweißmenge

kg

Weidegruppe „schwer“

17

586

148,9

25,4

Weidegruppe „leicht“

19

570

90,1

15,8

↓253

Die mittleren, hochgerechneten 305-Tageleistungen der 2.Laktation unterschieden sich zwischen den Milchkühen der Weidegruppe „schwer“ mit 7.771 kg Milch und der Weidegruppe „leicht“ mit 7.494 kg Milch nicht signifikant.

Minimale Unterschiede zeigten die mittleren Milcheiweißmengen während der 2. Laktation mit 254 kg bei den Kühen der Weidgruppe „schwer“ und 249 kg bei den Rindern der Weidegruppe „leicht“.

Die durchschnittlichen Milchfettmengen während der 2.Laktation wiesen mit 332 kg bei den Kühen der Weidegruppe „schwer“ und 321 kg bei den Rindern der Weidegruppe „leicht“ keine signifikante Differenz auf.

4.5. Nutzungsdauer

4.5.1.  Gesamtgruppenbezogene Auswertung

↓254

In der Untersuchung der zwei Untersuchungsgruppen wurden verkaufsfreie Abgänge, ohne Berücksichtigung betrieblicher Verkäufe an Zucht- und Nutzvieh (Jungkühe) betrachtet.

Ausgewertet wurden über den gesamten Untersuchungszeitraum die Anzahl Abgänge und die Abgangsursachen.

In den nachfolgenden Tabellen beziehen sich die Angaben in % bei der Anzahl Abgänge auf den gesamten Untersuchungszeitraum und die prozentuale Aufteilung der Abgänge nach Abgangsursachen auf die betrachtete Untersuchungsphase (Aufzuchtphase, 1. und 2. Laktation).

↓255

Die folgende Tabelle stellt die Anzahl Abgänge und Abgangsursachen der Stall- und Weidegruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum dar.

Tabelle 55: Anzahl Abgänge und Abgangsursachen der Stall- und Weidegruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum

Stallgruppe

Weidegruppe

n

%

n

%

Aufzuchtphase

Anfangsbestand, besamungsfähige Jungrinder

74

74

Anzahl Abgänge

7

25,9

5

17,2

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Fruchtbarkeit

Allgemeinerkrankung

1

4

2

14,3

57,1

28,6

0

3

2

0,0

60,0

40,0

Endbestand

67

69

1. Laktation

Anfangsbestand

67

69

Anzahl Abgänge

15

55,6

22

75,9

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Eutererkrankung

Fruchtbarkeit

Leistungsselektion

Melkbarkeitsproblem

Allgemeinerkrankung

Stoffwechsel

3

2

1

2

0

3

4

20,0

13,3

6,7

13,3

0,0

20,0

26,7

6

5

5

2

1

2

1

27,2

22,7

22,7

9,1

4,6

9,1

4,6

Verkauf von Zucht- und Nutzvieh

11

9

Endbestand

41

38

2. Laktation

Anfangsbestand

41

38

Anzahl Abgänge

5

18,5

2

6,9

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Eutererkrankung

Allgemeinerkrankung

Stoffwechsel

1

0

3

1

20,2

0,0

60,0

20,0

1

1

0

0

50,0

50,0

0,0

0,0

Endbestand Untersuchungsende

36

36

Summe Abgänge

27

100,0

29

100,0

Abgangsrate (%)

36,5

39,2

↓256

Die Weidegruppe wies über den kompletten Untersuchungszeitraum mit 39,2 % im Vergleich zur Stallgruppe mit 36,5 % die höhere Abgangsrate auf.

In der Aufzuchtphase wurden 7 Abgänge in der Stallgruppe und 5 Abgänge in der Weidegruppe registriert. Als Hauptabgangsursache sind die Fruchtbarkeitsstörungen (Unfruchtbarkeit) mit 57,1 % bzw. 60,0 %, in der Stall- bzw. Weidegruppe zu nennen. Die Allgemeinerkrankungen folgen mit 28,6 % und 40,0 % bei den Stall- und Weidetieren.

Innerhalb der 1.Laktation wurden mit 55,6 % bzw. 75,9 % aller Abgänge in der Stall- bzw. Weidegruppe die höchsten Abgangsraten mit unterschiedlichsten Abgangsursachen ermittelt.

↓257

Die Abgänge in der Weidegruppe waren auf die Abgangsursachen Klauen- bzw. Gliedmaßenerkrankungen mit 27,2 % und mit jeweils 22,7 % auf Eutererkrankungen und Fruchtbarkeitsstörungen zurückzuführen. In der Stallgruppe dominierten als Hauptabgangs-ursachen mit 26,7 % die Stoffwechselerkrankungen und mit jeweils 20,0 % die Allgemein-erkrankungen, sowie Klauen- bzw. Gliedmaßenerkrankungen.

Innerhalb der 2.Laktation bis zum Versuchsende wurden in den 2 Untersuchungsgruppen vergleichsweise geringe Abgangsraten festgestellt, welche sich zwischen der Stallgruppe mit 18,5 % und der Weidegruppe mit 6,9 % aber beträchtlich unterschieden.

Die Hauptabgangsursache innerhalb der Stallgruppe waren mit 60 % die Allgemeinerkrank-ungen. Die 2 Abgänge der Weidegruppe verteilten sich gleichmäßig auf die Abgangsursachen Klauen- bzw. Gliedmaßen- und Eutererkrankungen.

4.5.2. Auswertung innerhalb der Gruppen

↓258

Die folgenden Tabellen stellen die Anzahl Abgänge und Abgangsursachen innerhalb der 2 Gesamtgruppen über den gesamten Untersuchungszeitraum vor.

Stallgruppe

Tabelle 56: Anzahl Abgänge und Abgangsursachen innerhalb der Stallgruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum

Stallgruppe „schwer“

Stallgruppe „leicht“

n

%

n

%

Aufzuchtphase

Anfangsbestand besamungsfähige Jungrinder

37

37

Anzahl Abgänge

3

17,7

4

40,0

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Fruchtbarkeit

Allgemeinerkrankung

0

3

0

0,0

100,0

0,0

1

1

2

25,0

25,0

50,0

Endbestand

34

33

1. Laktation

Anfangsbestand

34

33

Anzahl Abgänge

10

58,8

5

50,0

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Eutererkrankung

Fruchtbarkeit

Leistungsselektion

Allgemeinerkrankung

Stoffwechsel

2

2

1

1

0

4

20,0

20,0

10,0

10,0

0,0

40,0

1

0

0

1

3

0

20,0

0,0

0,0

20,0

60,0

0,0

Verkauf von Zucht- und Nutzvieh

7

4

Endbestand

17

24

2. Laktation

Anfangsbestand

17

24

Anzahl Abgänge

4

23,5

1

10,0

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Allgemeinerkrankung

Stoffwechsel

0

3

1

0,0

75,0

25,0

1

0

0

100,0

0,0

0,0

Endbestand Untersuchungsende

13

23

Summe Abgänge

17

100,0

10

100,0

Abgangsrate (%)

45,9

27,0

Die Stallgruppe „schwer“ wies über den kompletten Untersuchungszeitraum mit 45,9 % die höhere Abgangsrate im Vergleich zur Stallgruppe „leicht“ mit 27,0 % auf.

↓259

In der Aufzuchtphase wurden 3 Abgänge in der Stallgruppe „schwer“ und 4 Abgänge in der Stallgruppe „leicht“ registriert. Die schweren Abgangstiere besaßen mit den Fruchtbarkeitsstörungen eine Abgangsursache. Die Abgangsursachen bei den leichten Tieren verteilten sich zu 50,0 % auf die Allgemeinerkrankungen und zu je 25,0 % auf Fruchtbarkeitsstörungen und Klauen- bzw. Gliedmaßenerkrankungen.

Die Anzahl der Abgänge während der 1.Laktation unterschieden sich zwischen der Stallgruppe „schwer“ mit 10 Abgängen und der Stallgruppe „leicht“ mit 5 Abgängen erheblich. Über 50,0 % aller auswertbaren Abgänge in beiden Untergruppen lagen innerhalb der 1.Laktation. Die schweren Abgangstiere hatten in den Stoffwechselerkrankungen die Haupt-abgangsursache mit 40 %. Mit 60 % wurden die Allgemeinerkrankungen in der Stallgruppe „leicht“ als Hauptabgangsursache ermittelt.

In der 2.Laktation unterschieden sich die Anzahl Abgänge mit 4 Stück innerhalb der Stallgruppe „schwer“ und mit 1 Stück innerhalb der Stallgruppe „leicht“. Die Hauptabgangs-ursache der schweren Tiere lag mit 75,0 % bei den Allgemeinerkrankungen. Der Abgang innerhalb der Stallgruppe „leicht“ war einer Klauen- bzw. Gliedmaßenerkrankung anzurechnen.

Weidegruppe

↓260

Tabelle 57: Anzahl Abgänge und Abgangsursachen innerhalb der Weidegruppe über den gesamten Untersuchungszeitraum

Weidegruppe „schwer“

Weidegruppe „leicht“

n

%

n

%

Aufzuchtphase

Anfangsbestand besamungsfähiges Jungrind

37

37

Anzahl Abgänge

1

6,2

4

30,8

Abgangsursache

Fruchtbarkeit

Allgemeinerkrankung

0

1

0,0

100,0

3

1

75,0

25,0

Endbestand

36

33

1. Laktation

Anfangsbestand

36

33

Anzahl Abgänge

14

87,6

8

61,5

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Eutererkrankung

Fruchtbarkeit

Leistungsselektion

Melkbarkeitsproblem

Allgemeinerkrankung

Stoffwechsel

5

2

3

1

0

2

1

35,7

14,3

21,5

7,1

0,0

14,3

7,1

1

3

2

1

1

0

0

12,5

37,5

25,0

12,5

12,5

0,0

0,0

Verkauf von Zucht- und Nutzvieh

5

4

Endbestand

17

21

2. Laktation

Anfangsbestand

17

21

Anzahl Abgänge

1

6,2

1

7,7

Abgangsursache

Klauen / Gliedmaßen

Eutererkrankung

0

1

0,0

100,0

1

0

100,0

0,0

Endbestand Untersuchungsende

16

20

Summe Abgänge

16

100,0

13

100,0

Abgangsrate (%)

43,2

35,1

Die Abgangsraten über den kompletten Versuchszeitraum unterschieden sich zwischen der Weidegruppe „schwer“ mit 43,2 % und der Weidegruppe „leicht“ mit 35,1 %.

In der Aufzuchtphase wurden 1 Abgang in der Weidegruppe „schwer“ und 4 Abgänge in der Weidegruppe „leicht“ registriert. Eine Fruchtbarkeitsstörung war die Abgangsursache für das Abgangstier aus der Weidegruppe „schwer“. Die Abgangsursachen bei den leichten Tieren verteilten sich zu 25 % auf die Allgemeinerkrankungen und zu 75 % auf Fruchtbarkeits-störungen.

↓261

In der 1.Laktation wurden über 60 % aller auswertbaren Abgänge in beiden Untergruppen registriert. Mit 35,7 % wurden die Klauen- bzw. Gliedmaßenerkrankungen als Hauptabgangsursache bei den Abgangstieren der Weidegruppe „schwer“ ermittelt. Als Hauptabgangsursache bei den leichten Tieren der Weidegruppe waren mit ebenfalls 37,5 % die Eutererkrankung zu nennen.

Mit jeweils nur einem Abgangstier pro Untersuchungsgruppe innerhalb der 2.Laktation war der Anteil am gesamten Abgangsgeschehen innerhalb der Untergruppen sehr gering. In der Weidegruppe „schwer“ wurde eine Eutererkrankung und in der Weidegruppe „leicht“ eine Klauen- bzw. Gliedmaßenerkrankung als Abgangsursache ermittelt.


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17.11.2006