|
| [Seite 20↓] |
Von den 201 Patienten waren 55 (27,4 %) weiblichen und 146 (72,6 %) männlichen Geschlechts.
Das Alter der Patienten lag im Mittel bei 46,2 ± 11,4 Jahren.
Verschiedene nephrologische Grunderkrankungen haben bei den beobachteten Patienten zur terminalen Niereninsuffizienz geführt. Am häufigsten war es eine Chronische Glomerulonephritis (GN) (89 Patienten, 44,3 %), darunter bei 4 Patienten eine IgA-Nephropathie. In 42 Fällen (20,9 %) lag eine Pyelonephritis, in 15 Fällen (7,5 %) die Polycystische Nierendegeneration und in 11 Fällen (5,5 %) eine Cystinose vor. Das Alport-Syndrom, die Analgetische Nephropathie, die Hydronephrose, die Nierenhypoplasie, die Immunkomplexnephritis, die Schoenlein-Henoch-Nephritis und die Wegnersche Granulomatose waren bei jeweils 3 Patienten (1,5 %) als Grunderkrankung angegeben. Bei 18 Patienten fanden sich andere Erkrankungen wie Amyloidose, Fokal-Sklerosierende GN, Hereditäre Nephritis, Interstitielle Nephritis, Systemischer Lupus erythematodes, Membranöse GN, Nephrophtisis, Rapid-Progressive GN und Refluxnephropathie. In 5 Fällen konnte die nephrologische Grunderkrankung anhand der Unterlagen nicht ermittelt werden.
Lediglich 3 Patienten wurden vor der Nierentransplantation nicht dialysiert. Bei den übrigen 198 betrug der Medianwert der Dialysedauer vor der Transplantation 1,5 ± 1,7 Jahre (Min. 0,5 Jahre, Max. 11,8 Jahre). Zum Zeitpunkt der Untersuchung des Lipidstatus lag bei den Patienten die Nierentransplantation im Median 7,7 ± 4,9 Jahre zurück (Min. 0,5 Jahre, Max. 27,4 Jahre).
Der mittlere BMI der Patienten betrug 25,3 ± 4,1.
Der Medianwert des Kreatinins lag in unserem Patientenkollektiv bei 122 ± 86,9 µmol /l (Min. 42 µmol/l, Max. 711 µmol/l). Insgesamt 75 Patienten (37 %) wiesen Werte unterhalb des Grenzbereiches von 110 µmol/l (91) auf und damit hatten mit 126 Patienten (63 %) fast Zweidrittel des Kollektivs erhöhte Kreatininspiegel zum Untersuchungszeitpunkt.
|
| [Seite 21↓] |
Der Medianwert des Harnstoffs lag bei 8,8 ±
5,5 mmol/l (Min. 2,0 mmol/l, Max.
28,9 mmol/l). Werte über dem empfohlenen Grenzbereich von 8,3 mmol/l (91) wurden bei 111 Patienten (55 %) gemessen. Die übrigen 90 Patienten (45 %) wiesen Werte im Normalbereich auf.
Der Mittelwert des Gesamtcholesterins lag bei dem untersuchten Kollektiv bei
253,6 ±
52,9 mg/dl. Gemäß den Richtlinien der EAS gelten Gesamtcholesterinkonzentrationen im Blut zwischen 200 und 250 mg/dl als „milde Erhöhung“, Konzentrationen über 250 mg/dl als schwere Erhöhung (73
). Damit ergeben sich für 172 der 200 untersuchten Patienten (86 %) erhöhte Cholesterinwerte: 80 Patienten (40 %) wiesen Werte zwischen 200 und 250 mg/dl und 92 Patienten (46 %) zeigten Werte von über 250 mg/dl. Bei insgesamt nur 28 Patienten (14 % des Gesamtkollektivs) lagen die Werte unter
200 mg/dl und damit im wünschenswerten Bereich.
Die Triglyzeride als zusätzlicher Leitparameter bei Fettstoffwechselstörungen sollen nach Empfehlung der EAS bei Nüchternabnahme unterhalb einer Konzentration von 200 mg/dl liegen. Werte zwischen 200 und 500 mg/dl werden als erhöht, solche von über 500 mg/dl als schwer erhöht angesehen (5
, 73
). Bei 100 der untersuchten Patienten (50 %) zeigten sich Triglyzeridwerte im wünschenswerten Referenzbereich. Die andere Hälfte des Kollektivs hatte erhöhte Triglyzeridwerte, davon wiesen 92 Patienten (46 %) Werte zwischen 200 und 500 mg/dl und 8 Patienten (4 %) Werte von über 500 mg/dl auf. Der
ermittelte Medianwert der Triglyzeridkonzentration betrug bei unseren Patienten 200 ±
156,6 mg/dl
(Min. 56 mg/dl, Max. 1494 mg/dl).
|
| [Seite 22↓] |
Die Mittelwerte der HDL- und LDL-Konzentrationen im Serum der untersuchten Patienten lagen bei 52,6 ± 17,2 mg/dl bzw. 169 ± 44,9 mg/dl. Für VLDL fand sich ein Medianwert von 27 ± 28,2 mg/dl (Min. 3 mg/dl, Max. 271 mg/dl).
Nach den NCEP-Empfehlungen sollte das HDL im Serum mindestens 35 mg/dl betragen. Ein Wert von 60 mg/dl und mehr wird als Schutzfaktor eingestuft (1 , 73 ). Bei 177 unserer Patienten (88,5 %) lagen die HDL-Werte im empfohlenen Bereich, von ihnen hatten insgesamt 53 Patienten (26,5 % des Gesamtkollektivs) Konzentrationen über 60 mg/dl. 23 Patienten (11,5 %) wiesen Werte unter 35 mg/dl auf.
Laut NCEP ist eine LDL-Konzentration von unter 130 mg/dl im Blut wünschenswert. Konzentrationen zwischen 130 und 160 mg/dl werden als grenzwertig angesehen, Konzentrationen von über 160 mg/dl gelten als stark erhöht (2
). Die Mehrzahl der untersuchten Patienten hatte Werte über 160 mg/dl (111 Patienten, 55,5 %). Insgesamt 56 Patienten
(28 %) zeigten grenzwertige Konzentrationen. Lediglich bei 33 Patienten (16,5 %) fanden sich Werte unterhalb von 130 mg/dl.
Die atherogene Risikoratio ist nach EAS und NCEP ein weiterer wichtiger Risikovorhersageparameter für eine atherogene Gefäßschädigung. Hier wird ein Quotient kleiner 5 als wünschenswert angesehen (9 , 73 ). Bei unseren Patienten fand sich ein Mittelwert von 5,3 ± 2,3. Über die Hälfte der Patienten (106 Patienten, 53 %) hatte eine Risikoratio von < 5. Die anderen 94 Patienten (47 %) wiesen einen Quotienten auf, der über dem empfohlenen Grenzwert lag.
Der Medianwert dieses Parameters des Lipidstoffwechsels lag bei unserem Patientenkollektiv bei 45,8 ± 50,9 mg/dl (Min. 2 mg/dl, Max. 227 mg/dl).
Die Empfehlungen zu wünschenswerten Plasmakonzentrationen von Lp(a) sind in der Literatur nicht einheitlich, mehrfach wird aber ein Wert ab 30 mg/dl als erhöht eingestuft (54 , 71 ). Danach hatten 37 Patienten (40,2 %) der insgesamt 92 untersuchten Patienten [Seite 23↓] Werte unterhalb des empfohlenen Grenzbereiches. 55 Patienten (59,8 %) zeigten erhöhte Lp(a)-Konzentrationen.
Für die Apoproteine fanden sich folgende Mittelwerte:
Apo B: 139,6 ± 47,6 mg/dl; Apo AI: 158,6 ± 29,8 mg/dl; Apo AII: 36,7 ± 8,4 mg/dl.
In der Literatur werden Apo B-Konzentrationen ab 125 mg/dl als erhöht eingestuft (54 ). Danach hatten 85 unserer Patienten (42,5 %) Werte unterhalb des angegebenen Grenzwertes, 115 Patienten und damit über die Hälfte (57,5 %) wiesen jedoch Werte oberhalb des genannten Bereiches auf.
Apo E-Genotyp
Es gibt insgesamt 3 verschiedene Allele für Apo E beim Menschen (E2, E3, E4). Damit sind 3 heterozygote (2/3, 4/3, 4/2) und 3 homozygote (2/2, 3/3, 4/4) Kombinationen möglich, von denen die Kombination 3/3 am häufigsten, die Kombination 2/2 am seltensten gefunden worden ist (55 , 72 , 73 , 85 ).
Die Verteilung der einzelnen Genotypen in unserem Patientenkollektiv im Vergleich mit der Verteilung in der deutschen Bevölkerung (73 ) ist in der folgenden Tabelle (Tab. 1) dargestellt.
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|
Tab. 1 : Apo E-Genotypen in unserem Patientenkollektiv und der deutschen Bevölkerung
|
Genotyp |
Patientenanzahl |
Prozent (%) |
Häufigkeiten in Deutschland (73 ) in % |
|
2/2 |
1 |
0,5 |
0,9 |
|
2/3 |
28 |
13,9 |
10,7 |
|
3/3 |
130 |
64,7 |
63,8 |
|
4/3 |
35 |
17,4 |
21,3 |
|
4/4 |
3 |
1,5 |
1,3 |
|
4/2 |
4 |
2,0 |
2,1 |
Es zeigt sich, dass die Häufigkeiten der einzelnen Apo E-Genotypen bei unseren Patienten annähernd denen in der Gesamtbevölkerung Deutschlands entsprechen.
Von den 21 Patienten dieser Gruppe, davon 18 Männer (85,7 %) und 3 Frauen (14,3 %), bekamen 2 (9,5 %) eine CyA-Monotherapie und 19 (90,5 %) eine Kombination aus CyA und AZA. Die Patienten erhielten eine mittlere CyA-Dosis von 264,8 ±
72,8 mg und
eine mittlere AZA-Dosis von 51,7 ±
30,9 mg pro Tag. Das Alter der Gruppe lag bei
45,3 ±
11,6 Jahren.
Zu dieser Gruppe gehörten insgesamt 122 Patienten, das Durchschnittsalter lag bei
46,4 ±
11,7 Jahren. Von den 85 Männern (69,7 %) und 37 Frauen (30,3 %) erhielten
103 Patienten (84,4 %) eine Triple-Therapie mit CyA, Steroiden und AZA. 19 Patienten
[Seite 25↓]
(15,6 %) bekamen eine Zweifachtherapie mit CyA und Steroiden. Die mittlere Immunsuppressivadosis lag für CyA bei 258,8 ±
85,2 mg, für AZA bei 61,6 ±
25,3 mg und für die Steroide bei 4,8 ±
2,9 mg pro Tag.
Zu dieser Gruppe zählten 58 Patienten, davon 43 Männer (74,1 %) und 15 Frauen (25,9 %). Ihr mittleres Alter lag bei 46,3 ±
10,8 Jahren. Von ihnen bekamen 54 Patienten (93,1 %) eine Zweifachtherapie mit Steroiden und AZA, 4 Patienten (6,9 %) wurden mit AZA, Steroiden und FK 506 therapiert. Die mittleren Tagesdosen lagen für AZA bei
83,8 ±
32,6 mg, für die Steroide bei 8,2 ±
3,1 mg und für FK 506 bei 4,3 ±
2,4 mg.
Die Patienten der CyA-Gruppe wurden im Median vor der Transplantation 1,5 ± 0,7 Jahre dialysiert (Min. 0,5 Jahre, Max. 3,3 Jahre). Auch die Patienten der CyA/STE-Gruppe waren 1,5 ± 2 Jahre (Min. 0,2 Jahre, Max. 11,8 Jahre) vor der Transplantation dialysepflichtig. Die Dialysedauer der Patienten der STE-Gruppe war mit 1,2 ± 1,3 Jahren im Median etwas kürzer (Min. 0,1 Jahre, Max. 6,6 Jahre) und unterschied sich damit signifikant von der CyA/STE-Gruppe (p < 0,05).
Bei den Patienten der STE-Gruppe lag der Zeitpunkt der Nierentransplantation mit
13,3 ±
4,8 Jahren (Min. 1,5 Jahre, Max. 27,4 Jahre) am längsten zurück. Mit einem
p < 0,001 unterschied sich dieser Wert signifikant von dem Transplantatalter der CyA/STE-Gruppe (6,4 ±
3,4 Jahre; Min. 0,5 Jahre, Max. 22,9 Jahre) und auch von dem Transplantatalter der Patienten der CyA-Gruppe (7,0 ±
2,7 Jahre; Min. 4,3 Jahre, Max.
16,0 Jahre).
|
| [Seite 26↓] |
Die folgende Tabelle (Tab. 2) stellt die untersuchten Fettparameter in den Immunsuppressivagruppen dar.
|
CyA-Gruppe |
CyA/STE-Gruppe |
STE-Gruppe |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Cholesterol in mg/dl |
216,7 ± 47,8 |
268,8 ± 54,1 |
235,3 ± 38,6 |
0,001 |
ns |
0,001 |
|
HDL in mg/dl |
43 ± 14,4 |
53,6 ± 17,5 |
54 ± 16,7 |
0,01 |
0,01 |
ns |
|
LDL in mg/dl |
145,6 ± 34,4 |
178,3 ± 47,6 |
158 ± 36,7 |
0,01 |
ns |
0,01 |
|
Atherogene Risikoratio |
5,4 ± 1,7 |
5,6 ± 2,5 |
4,9 ± 2 |
ns |
ns |
ns |
|
Triglyzeride in mg/dl |
180 ± 121 (Min. 98; Max. 569) |
230 ± 178 (Min. 57; Max. 1494) |
159 ± 95 (Min. 56; Max. 537) |
ns |
ns |
0,001 |
|
VLDL in mg/dl |
23 ± 25 (Min. 4; Max. 122) |
31 ± 33 (Min. 3; Max. 271) |
22 ± 12 (Min. 4; Max. 49) |
ns |
ns |
0,01 |
|
Apo B in mg/dl |
124,7 ± 38,7 |
150,3 ± 51,5 |
122,7 ± 34,5 |
0,05 |
ns |
0,001 |
|
Apo AI in mg/dl |
143,5 ± 25,8 |
164,8 ± 24,4 |
151 ± 37,4 |
0,001 |
ns |
0,01 |
|
Apo AII in mg/dl |
36,4 ± 6,5 |
37,7 ± 8,9 |
34,9 ± 7,6 |
ns |
ns |
ns |
|
Lp(a) in mg/dl |
39 ± 29 (Min. 14; Max. 93) |
55 ± 53 (Min. 4; Max. 211) |
21 ± 52 (Min. 4; Max. 227) |
ns |
ns |
ns |
|
| [Seite 27↓] |
Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass sich die Lipidparameter zwischen der CyA-Gruppe und STE-Gruppe mit Ausnahme des HDL nicht signifikant unterscheiden. Für Apo AII und Lp(a) konnten zwischen allen Gruppen ebenfalls keine signifikanten Unterschiede gefunden werden. Die Fettstoffwechselwerte von den Patienten, die sowohl Steroide als auch CyA bekamen, lagen höher als die Werte (außer HDL) bei Patienten der beiden anderen Gruppen. In vielen Fällen waren diese Unterschiede signifikant (siehe obige Tabelle).
Einen Überblick über die einzelnen Parameter in den Immunsuppressivagruppen gibt die unten folgende Tabelle (Tab. 3).
|
CyA-Gruppe |
CyA/STE-Gruppe |
STE-Gruppe |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Harnstoff in mmol/l |
7,3 ± 2,6 (Min. 4,7; Max. 15,6) |
10,4 ± 5,5 (Min. 4,4; Max. 28,9) |
7,3 ± 5,7 (Min. 2; Max. 28) |
0,01 |
ns |
0,05 |
|
Kreatinin in µmol/l |
98 ± 34,3 (Min. 42; Max. 198) |
133,5 ± 62,3 (Min. 53; Max. 400) |
120 ± 129,5 (Min. 69; Max. 711) |
0,001 |
ns |
0,001 |
Man sieht, dass in der Gruppe CyA/STE beide Nierenparameter signifikant höher liegen als in den beiden anderen Gruppen.
Die BMI-Werte der einzelnen Immunsuppressivagruppen lagen sehr dicht beieinander und zeigten keine signifikanten Unterschiede. In der CyA-Gruppe betrug der BMI 26,2 ± 3,5, in der CyA/STE-Gruppe 25,3 ± 4,1 und in der STE-Gruppe 25,0 ± 4,1.
|
| [Seite 28↓] |
Der Apo E-Gruppe 1 wurden insgesamt 29 Patienten zugeordnet, davon wiesen
28 Patienten (96,6 %) den Genotyp 2/3 und
ein Patient (3,4 %) den Genotyp 2/2 auf.
Alle 130 Patienten der Apo E-Gruppe 2 hatten den Genotyp 3/3.
Die Apo E-Gruppe 3 wurde aus Patienten mit dem Genotyp 3/4 (35 Patienten, 92,1 %) und dem Genotyp 4/4 (3 Patienten, 7,9 %) gebildet.
Patienten mit dem Genotyp 2/4 (4 Patienten) wurden keiner der Gruppen zugeordnet und blieben bei der Statistik unberücksichtigt.
Von allen Lipid- und Lipoproteinparametern ließen sich signifikante Unterschiede zwischen den Apo E-Gruppen nur für das Apo AII finden. Vergleicht man die Lipidwerte der 3 Gruppen, so fällt auf, dass die Cholesterol- und LDL-Werte der Gruppe 1 am niedrigsten sind und die der Gruppe 3 am höchsten. Genauso waren die HDL- und Apo AI-Werte bei den Patienten der Gruppe 1 am höchsten und bei Patienten der Gruppe 3 am niedrigsten. Die Werte der Gruppe 2 liegen bei allen 4 genannten Parametern zwischen denen der Gruppen 1 und 3. Es zeigt sich also eine Tendenz zu einer eher hyperlipämischen Stoffwechsellage bei Patienten mit den Genotypen 3/3 und vor allem 3/4 bzw. 4/4. Die einzelnen Mittelwerte sind in der folgenden Tabelle (Tab. 4) für alle 3 Apo E-Gruppen dargestellt.
|
|
Tab. 4 : Lipid- und Lipoproteinparameter in den Apo E-Gruppen; p1 = zwischen Gruppe 1 und 2; p2 = zwischen Gruppe 1 und 3; p3 = zwischen Gruppe 2 und 3; ns = nicht signifikant
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Gruppe 1 (2/2 und 2/3) |
Gruppe 2 (3/3) |
Gruppe 3 (3/4 und 4/4) |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Cholesterol in mg/dl |
249 ± 60,6 |
252,6 ± 53,3 |
257,7 ± 46,8 |
ns |
ns |
ns |
|
HDL in mg/dl |
55,6 ± 17,8 |
52,8 ± 16,9 |
49,5 ± 18,4 |
ns |
ns |
ns |
|
LDL in mg/dl |
153,9 ± 43,8 |
168,6 ± 45,7 |
178,2 ± 40,2 |
ns |
ns |
ns |
|
Atherogene Risikoratio |
5,2 ± 3,3 |
5,2 ± 2 |
5,8 ± 2,4 |
ns |
ns |
ns |
|
Triglyzeride in mg/dl |
228 ± 169 (Min. 57; Max. 991) |
202 ± 162 (Min. 202; Max. 1494) |
196 ± 135 (Min. 71; Max. 835) |
ns |
ns |
ns |
|
VLDL in mg/dl |
31 ± 47 (Min. 8; Max. 271) |
28 ± 23 (Min. 3; Max. 142) |
25 ± 25 (Min. 3; Max. 154) |
ns |
ns |
ns |
|
Apo B in mg/dl |
130 ± 51,4 |
139,6 ± 49,8 |
145 ± 38,3 |
ns |
ns |
ns |
|
Apo AI in mg/dl |
168,1 ± 28,8 |
157,2 ± 30,9 |
154,3 ± 25,7 |
ns |
ns |
ns |
|
Apo AII in mg/dl |
40,1 ± 8,2 |
36,4 ± 8,1 |
34,9 ± 8,9 |
0,05 |
0,05 |
ns |
|
Lp(a) in mg/dl |
55 ± 49 (Min. 10; Max. 184) |
48 ± 50 (Min. 2; Max. 211) |
31 ± 57 (Min. 10; Max. 227) |
ns |
ns |
ns |
Die Medianwerte für Harnstoff und Kreatinin der einzelnen Apo E-Gruppen unterschieden sich nicht signifikant.
Harnstoffwerte: Gruppe 1: 8 ±
5,4 mmol/l (Min. 4,7 mmol/l, Max. 27 mmol/l); Gruppe 2:
9 ±
5,7 mmol/l (Min. 2 mmol/l, Max. 28,9 mmol/l); Gruppe 3: 8,7 ±
4,2 mmol/l (Min.
4,7 mmol/l, Max. 22,7 mmol/l).
|
| [Seite 30↓] |
Kreatininwerte: Gruppe 1: 114 ± 74,6 µmol/l (Min. 53 µmol/l, Max. 426 µmol/l); Gruppe 2: 122,5 ± 96 µmol/l (Min. 42 µmol/l, Max. 711 µmol/l); Gruppe 3: 136,5 ± 63,6 µmol/l (Min. 79 µmol/l, Max. 335 µmol/l).
Die folgende Tabelle (Tab. 5) zeigt die Rejektionshäufigkeit im Vergleich zwischen den Apo E-Gruppen.
Tab. 5 : Rejektionshäufigkeit in den Apo E-Gruppen; nicht signifikant = ns
|
Gruppe 1 (keine Rejektion) |
Gruppe 2 (eine Rejektion) |
Gruppe 3 (zwei und mehr Rejektionen) |
Gesamt |
p |
|
|
Apo E-Gruppe 1 (2/2 und 2/3) |
14 13,6 % 48,3 % |
10 15,9 % 34,5 % |
5 16,1 % 17,2 % |
29 14,7 % 100 % |
ns |
|
Apo E-Gruppe 2 (3/3) |
65 63,1 % 50 % |
46 73 % 35,4 % |
19 61,3 % 14,6 % |
130 66 % 100 % |
ns |
|
Apo E-Gruppe 3 (3/4 und 4/4) |
24 23,3 % 63,2 % |
7 11,1 % 18,4 % |
7 22,6 % 18,4 % |
38 19,3 % 100 % |
ns |
|
Gesamt |
103 100 % 52,3 % |
63 100 % 31 % |
31 100 % 15,7 % |
197 100 % 100 % |
ns |
Die Rejektionshäufigkeit in den 3 Apo E-Gruppen unterscheidet sich nicht signifikant. In jeder Apo E-Gruppe ist die Anzahl der Patienten, die keine Rejektion erlitten, am höchsten.
|
| [Seite 31↓] |
Mit einem mittleren BMI von 23,9 ± 2,8 lagen die Patienten der Gruppe 1 niedriger als die der Gruppe 2 (25,3 ± 4,1) und der Gruppe 3 (26,3 ± 4,4). Die Unterschiede wiesen jedoch keine Signifikanz auf.
Von den 64 Patienten, bei denen normale bzw. nur mild erhöhte Gesamtcholesterolwerte gemessen wurden und keine lipidsenkende Therapie erfolgte, waren 45 Patienten (70,3 %) männlichen und 19 Patienten (29,7 %) weiblichen Geschlechts. Diese Patienten ohne Störungen des Fettstoffwechsels wiesen einen mittleren Gesamtcholesterolwert von
215,6 ±
27,3 mg/dl auf. Das mittlere Alter betrug bei ihnen 45,4 ±
12,7 Jahre.
Bei 137 Patienten mit einem mittleren Alter von 46,6 ±
10,8 Jahren mit Fettstoffwechselstörung wurde entweder ein stark erhöhter Gesamtcholesterolwert gemessen bzw. lag dieser unter lipidsenkender Therapie im Normbereich. Mit 271,5 ±
52,7 mg/dl war ihr Gesamtcholesterol signifikant höher als bei den Patienten ohne Fettstoffwechselstörung
(p < 0,001). Unter ihnen waren 101 Männer (73,7 %) und 36 Frauen (26,3 %).
Insgesamt 87 Patienten (43,3 %) wurden mit einem Lipidsenker therapiert. Unter ihnen hatten 10 Patienten (11,4 %) Werte unter 200 mg/dl, 33 Patienten (38 %) wiesen trotz Therapie eine milde Cholesterolerhöhung auf mit Werten zwischen 200 und 250 mg/dl. Die meisten Patienten (44 Patienten, 50,6 %) zeigten trotz Therapie Werte über 250 mg/dl.
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| [Seite 32↓] |
In der folgenden Tabelle (Tab. 6) sind die bei den hyperlipämischen Patienten verwendeten Lipidsenker dargestellt. Insgesamt 10 Patienten erhielten zum Untersuchungszeitpunkt zwei Wirkstoffgruppen.
Tab. 6 : Therapie mit Lipidsenkern
|
Wirkstoff |
Patientenanzahl |
mittlere Tagesdosis in mg |
|
Pravastatin |
70 |
22 ± 9 |
|
Lovastatin |
2 |
15 ± 7 |
|
Simvastatin |
8 |
11 ± 6 |
|
Clofibrat |
8 |
713 ± 300 |
|
Fenofibrat |
1 |
250 |
|
Bezafibrat |
2 |
250 ± 112 |
|
ß-Sitosterin |
1 |
30 |
|
Gemfibrozil |
1 |
450 |
|
Nikotinsäure |
1 |
300 |
|
Fischöl |
3 |
5000 ± 3464 |
In den verschiedenen Immunsuppressivagruppen waren die Patienten mit und ohne Fettstoffwechselstörung unterschiedlich verteilt. Die genaue Verteilung zeigt die folgende Tabelle (Tab. 7).
|
|
Tab. 7 : Auftreten einer Fettstoffwechselstörung in den Immunsuppressivagruppen; nicht signifikant = ns
|
Mit Fettstoff-wechselstörung |
Ohne Fettstoff-wechselstörung |
Gesamt |
p |
|
|
CyA-Gruppe |
10 7,3 % 52,4 % |
11 17,2 % 47,6 % |
21 10,4 % 100 % |
0,033 |
|
CyA/STE-Gruppe |
91 66,4 % 74,6 % |
31 48,4 % 25,4 % |
122 60,7 % 100 % |
0,015 |
|
STE-Gruppe |
36 26,3 % 62,1 % |
22 34,4 % 37,9 % |
58 28,9 % 100 % |
ns |
|
Gesamt |
137 100 % 68,2 % |
64 100 % 31,8 % |
201 100 % 100 % |
0,025 |
In der CyA-Gruppe waren Patienten mit einer Fettstoffwechselstörung signifikant seltener als im gesamten Kollektiv (52,4 % versus 68,2 %). Hingegen war das Vorhandensein einer Fettstoffwechselstörung in der CyA/STE-Gruppe, wo etwa Zweidrittel der Patienten erkrankt waren, signifikant häufiger als im Gesamtkollektiv. Die STE-Gruppe wies eine dem Gesamtkollektiv entsprechende Verteilung auf.
Die mediane Dialysedauer betrug in beiden Gruppen jeweils 1,5 ±
1,7 Jahre (0,2 bis
9 Jahre) bei Patienten ohne Fettstoffwechselstörung; 0,1 bis 11,8 Jahre bei Patienten mit Fettstoffwechselstörung).
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| [Seite 34↓] |
Der Zeitpunkt der Nierentransplantation lag bei den Patienten mit normalem Lipidstoffwechsel im Median 8,9 ±
5,5 Jahre zurück (Min. 0,5 Jahre, Max. 27,4 Jahre). Im anderen Kollektiv lag die Transplantation nur unwesentlich kürzer zurück: 7,6 ±
4,5 Jahre (Min.
1,0 Jahre, Max. 25,0 Jahre).
Es bestehen keine signifikanten Unterschiede.
Die folgende Tabelle (Tab. 8) gibt einen Überblick über das Auftreten der Fettstoffwechselstörung in den verschiedenen Apo E-Gruppen.
Tab. 8 : Apo E-Genotypen bei Patienten mit und ohne Fettstoffwechselstörung; ns = nicht signifikant
|
Ohne Fettstoff-wechselstörung |
Mit Fettstoff-wechselstörung |
Gesamt |
p |
|
|
Apo E-Grp. 1 (2/2 und 2/3) |
13 20,3 % 44,8 % |
16 12 % 55,2 % |
29 14,7 % 100 % |
ns |
|
Apo E-Grp. 2 (3/3) |
42 65,6 % 32,3 % |
88 66,2 % 67,7 % |
130 66 % 100 % |
ns |
|
Apo E-Grp. 3 (3/4 und 4/4) |
9 14,1 % 23,7 % |
29 21,8 % 76,3 % |
38 19,3 % 100 % |
ns |
|
Gesamt |
64 100 % 32,5 % |
133 100 % 67,5 % |
197 100 % 100 % |
ns |
|
| [Seite 35↓] |
In allen 3 Apo E-Gruppen überwiegen entsprechend den Verhältnissen im Gesamtkollektiv die Patienten mit einer Lipidstoffwechselstörung, daher ergeben sich hier keine signifikanten Unterschiede.
Patienten, bei denen eine Fettstoffwechselstörung aufgrund des erhöhten Cholesterinwertes und/oder der notwendigen lipidsenkenden Therapie diagnostiziert wurde, wiesen höhere Lipid- und Lipoproteinparameter auf als Patienten ohne eine Störung des Lipidstoffwechsels. Signifikant waren die genannten Unterschiede allerdings nur für Cholesterol, LDL, die atherogene Risikoratio und Apo B.
Die folgende Tabelle (Tab. 9) gibt einen Überblick über die Verteilung der Parameter.
|
Mit Fettstoffwechselstörung |
Ohne Fettstoffwechselstörung |
p |
|
|
Cholesterol in mg/dl |
271,5 ± 52,7 |
215,6 ± 27,3 |
0,001 |
|
HDL in mg/dl |
52,4 ± 18 |
52,8 ± 15,6 |
ns |
|
LDL in mg/dl |
182,7 ± 45,1 |
139,9 ± 27,4 |
0,001 |
|
Atherogene Risikoratio |
5,8 ± 2,5 |
4,5 ± 1,6 |
0,001 |
|
Triglyzeride in mg/dl |
228 ± 175 (Min. 60; Max. 1494) |
169 ± 89 (Min. 56; Max. 491) |
ns |
|
VLDL in mg/dl |
32 ± 32 (Min. 3; Max. 271) |
20 ± 15 (Min. 3; Max. 84) |
ns |
|
Apo B in mg/dl |
152,5 ± 50,2 |
112,2 ± 25,4 |
0,001 |
|
Apo AI in mg/dl |
160,8 ± 32,3 |
153,9 ± 23,4 |
ns |
|
Apo AII in mg/dl |
37,4 ± 8,9 |
35,4 ± 6,9 |
ns |
|
Lp(a) in mg/dl |
44 ± 55 (Min. 2; Max. 227) |
52 ± 41 (Min. 4; Max. 158) |
ns |
|
| [Seite 36↓] |
Die Kreatininwerte der Patienten mit Lipidstoffwechselstörungen (140 ±
95,8 µmol/l,
Min. 69 µmol/l, Max. 711 µmol/l) lagen mit einem p < 0,001 signifikant höher als die der normolipämischen Patienten (103 ±
52,2 µmol/l, Min. 42 µmol/l, Max. 363 µmol/l).
Ebenso waren auch die Harnstoffwerte der Patienten mit Fettstoffwechselstörung
(10,5 ±
5,8 mmol/l, Min. 4,3 mmol/l, Max. 28 mmol/l) signifikant höher als die der Patienten ohne Fettstoffwechselstörung (7,7 ±
4,1 mmol/l, Min. 2 mmol/l, Max.
28,9 mmol/l) auf einem Niveau von p < 0,001.
Patienten mit Fettstoffwechselstörung hatten einen mittleren BMI von 25,7 ± 4,2, normolipämische Patienten zeigten einen mittleren BMI von 24,6 ± 3,7. Die nur geringen Unterschiede beider Gruppen waren nicht signifikant.
Keine signifikanten Unterschiede konnten in der Häufigkeit der Fettstoffwechselstörung bei unterschiedlicher Rejektionsanzahl gefunden werden. In allen 3 Rejektionsgruppen war die Anzahl der Patienten mit einer Erkrankung des Fettstoffwechsels mindestens doppelt so hoch wie die der Patienten ohne Fettstoffwechselstörung und entsprach somit der Verteilung im Gesamtkollektiv. Einen Überblick gibt die folgende Tabelle (Tab. 10).
|
|
Tab. 10 : Rejektionshäufigkeit bei Patienten mit und ohne Fettstoffwechselstörung; nicht signifikant = ns
|
Ohne Fettstoff-wechselstörung |
Mit Fettstoff-wechselstörung |
Gesamt |
p |
|
|
Gruppe 1 (keine Rejektion) |
35 54,7 % 33,3 % |
70 51,1 % 66,7 % |
105 52,2 % 100 % |
ns |
|
Gruppe 2 (eine Rejektion) |
21 32,3 % 32,3 % |
44 67,7 % 67,7 % |
65 100 % 100 % |
ns |
|
Gruppe 3 (zwei und mehr Rejektionen) |
8 12,8 % 25,8 % |
23 16,8 % 74,2 % |
31 15,4 % 100 % |
ns |
|
Gesamt |
64 100 % 31,8 % |
137 100 % 68,2 % |
201 100 % 100 % |
ns |
Zwischen Dialysedauer und Triglyzeriden konnte eine signifikante, positive Korrelation gefunden werden (Spearman 0,142; p < 0,05). Die übrigen Parameter des Fettstoffwechsels korrelieren nicht signifikant mit der Dialysedauer.
Das Transplantatalter korreliert negativ signifikant mit den in der folgenden Tabelle
(Tab. 11) dargestellten Lipidwerten, was bedeutet, dass diese Parameter umso niedriger [Seite 38↓]
liegen, je länger die Nierentransplantation zurückliegt bzw. je älter das Transplantat ist. Nicht aufgeführte Werte zeigten keine signifikanten Korrelationen.
Tab. 11 : Korrelation der Zeit nach Nierentransplantation mit Lipidstoffwechselwerten
|
Cholesterol |
Triglyzeride |
VLDL |
Apo B |
Lp(a) |
|
|
Spearman |
-0,195 |
-0,193 |
-0,211 |
-0,188 |
-0,250 |
|
P |
0,006 |
0,006 |
0,003 |
0,008 |
0,016 |
Da die Fettparameter durch eine Therapie mit Lipidsenkern beeinflusst werden, wurden die Patienten ohne lipidsenkende Therapie noch einmal gesondert auf Korrelationen getestet.
Hier zeigt sich ebenfalls eine signifikante, positive Korrelation der Dialysedauer mit den Triglyzeriden (Spearman 0,218; p < 0,02).
Dahingegen konnten signifikante Korrelationen zwischen Transplantatalter und Fettstoffwechselwerten nur noch für die Triglyzeride (Spearman -0,191; p < 0,05) und das Lp(a) (Spearman -0,294; p < 0,05) nachgewiesen werden.
Die folgenden Tabellen (Tab. 12 und 13) stellen die Fettwerte dar, die signifikant mit den Nierenfunktionsparametern korrelieren (positiv). Nicht aufgeführte Werte weisen weder eine positive noch eine negative Korrelation auf.
Tab. 12 : Korrelation der Kreatininwerte mit Lipidparametern
|
Cholesterol |
LDL |
atherogene Risikoratio |
Triglyzeride |
VLDL |
Apo B |
|
|
Spearman |
0,289 |
0,302 |
0,289 |
0,264 |
0,228 |
0,327 |
|
p |
0,000 |
0,000 |
0,000 |
0,000 |
0,001 |
0,000 |
|
|
Tab. 13 : Korrelation der Harnstoffwerte mit Lipidparametern
|
Cholesterol |
LDL |
atherogene Risikoratio |
Triglyzeride |
VLDL |
Apo B |
|
|
Spearman |
0,305 |
0,277 |
0,262 |
0,297 |
0,252 |
0,340 |
|
p |
0,000 |
0,000 |
0,000 |
0,000 |
0,000 |
0,000 |
Testet man nur Patienten, die keine lipidsenkende Therapie erhielten, ergeben sich signifikante Korrelationen derselben Fettparameter mit den Nierenparametern (siehe Tabellen 14 und 15).
Tab. 14 : Korrelation der Kreatininwerte mit Lipidparametern (ohne lipidsenkende Therapie)
|
Cholesterol |
LDL |
atherogene Risikoratio |
Triglyzeride |
VLDL |
Apo B |
|
|
Spearman |
0,301 |
0,306 |
0,325 |
0,253 |
0,284 |
0,330 |
|
p |
0,001 |
0,001 |
0,000 |
0,007 |
0,002 |
0,000 |
Tab. 15 : Korrelation der Harnstoffwerte mit Lipidparametern (ohne lipidsenkende Therapie)
|
Cholesterol |
LDL |
atherogene Risikoratio |
Triglyzeride |
VLDL |
Apo B |
|
|
Spearman |
0,245 |
0,242 |
0,279 |
0,284 |
0,229 |
0,319 |
|
p |
0,009 |
0,01 |
0,003 |
0,002 |
0,015 |
0,001 |
|
| [Seite 40↓] |
Die 105 Patienten der Gruppe 1 waren im Mittel 48,3 ±
11,4 Jahre alt und hatten bisher keine Abstoßungsreaktion erlitten. Unter ihnen befanden sich 29 Frauen (27,6 %) und
76 Männer (72,4 %).
Insgesamt 65 Patienten der Gruppe 2, davon 19 Frauen (29,2 %) und 46 Männer (70,8 %), hatten bis zum Untersuchungszeitpunkt eine Transplantatabstoßungsepisode gehabt. Ihr mittleres Alter betrug 45,6 ± 10,8 Jahre.
In die dritte Gruppe wurden all jene Patienten eingeordnet, bei denen 2 und mehr Rejektionen nachgewiesen wurden. Von den 7 Frauen (22,6 %) und 24 Männern (77,4 %), deren mittleres Alter bei 40,6 ± 11 Jahren lag, hatten 25 Patienten (80,6 %) zwei Abstoßungsreaktionen, 3 Patienten (9,7 %) hatten 3 Abstoßungen, 2 Patienten (6,5 %) hatten 4 Abstoßungen und ein Patient (3,2 %) erlitt sogar 5 Abstoßungen.
Die Patienten der Gruppe 3 waren signifikant jünger als die Patienten der Gruppen 1
(p < 0,001) und 2 (p < 0,05).
Sowohl die Dialysedauer als auch der zeitliche Abstand zur Nierentransplantation zeigten im Gruppenvergleich keine signifikanten Unterschiede. Die Werte sind in der unten folgenden Tabelle (Tab. 16) dargestellt.
|
|
Tab. 16 : Dialysedauer und Zeit nach Nierentransplantation (NTX) in den Rejektionsgruppen
|
Gruppe 1 (keine Rejektion |
Gruppe 2 (1 Rejektion) |
Gruppe 3 (2 und mehr Rejektionen) |
|
|
Dialysedauer in Jahren |
1,7 ± 1,6 (Min. 0,1; Max. 7,7) |
1,5 ± 2 (Min. 0,4; Max. 11,8) |
1,3 ± 1,3 (Min. 0,5; Max. 6,6) |
|
Zeit nach NTX in Jahren |
7,6 ± 5,3 (Min. 1,0; Max. 27,4) |
8,5 ± 4,9 (Min. 0,5; Max. 22,9) |
8,4 ± 2,9 (Min. 2,6; Max. 13,5) |
Dialysedauer und Zeit nach Nierentransplantation bei Patienten mit Fettstoffwechselstörung
Vergleicht man o. g. Parameter nur bei Patienten mit Fettstoffwechselstörung in den
3 Rejektionsgruppen, so lassen sich ebenfalls keine signifikanten Unterschiede im Gruppenvergleich finden (siehe folgende Tab. 17).
|
Gruppe 1(keine Rejektion |
Gruppe 2 (1 Rejektion) |
Gruppe 3 (2 und mehr Rejektionen) |
|
|
Dialysedauer in Jahren |
2,2 ± 1,7 (Min. 0,1; Max. 7,7) |
2,1 ± 2,0 (Min. 0,4; Max. 11,8) |
1,5 ± 0,8 (Min. 0,5; Max. 3,7) |
|
Zeit nach NTX in Jahren |
8,4 ± 4,8 (Min. 1,0; Max. 25,0) |
8,6 ± 4,9 (Min. 1,3; Max. 22,9) |
8,9 ± 2,8 (Min. 2,6; Max. 13,4) |
Die folgende Tabelle (Tab. 18) gibt eine Übersicht über die Höhe der Lipid- und Lipoproteinparameter in den Rejektionsgruppen.
|
|
Tab. 18 : Lipid- und Lipoproteinparameter in den Rejektionsgruppen; p1 = zwischen Gruppe 1 und 2; p2 = zwischen Gruppe 1 und 3; p3 = zwischen Gruppe 2 und 3; ns = nicht signifikant
|
Gruppe 1 (keine Rejektion) |
Gruppe 2 (1 Rejektion) |
Gruppe 3 (2 und mehr Rejektionen) |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Cholesterol in mg/dl |
246,9 ± 51,5 |
253,5 ± 51,8 |
276,5 ± 55,3 |
ns |
ns |
ns |
|
HDL in mg/dl |
52,5 ± 17,4 |
53,6 ± 17 |
50,6 ± 17,4 |
ns |
ns |
ns |
|
LDL in mg/dl |
164,8 ± 43,2 |
164,5 ± 41,8 |
192,4 ± 50,8 |
ns |
0,01 |
0,01 |
|
Atherogene Risikoratio |
5,2 ± 2,1 |
5,4 ± 2,8 |
5,9 ± 1,8 |
ns |
ns |
ns |
|
Triglyzeride in mg/dl |
194 ± 126 (Min. 60; Max. 835) |
199 ± 215 (Min. 56; Max. 1494) |
239 ± 97 (Min. 57; Max. 407) |
ns |
ns |
ns |
|
VLDL in mg/dl |
24 ± 23 (Min. 3; Max. 154) |
29 ± 38 (Min. 3; Max. 271) |
27 ± 18 (Min. 11; Max. 75) |
ns |
ns |
ns |
|
Apo B in mg/dl |
135,2 ± 45,8 |
140,6 ± 52,9 |
152,7 ± 40,5 |
ns |
ns |
ns |
|
Apo AI in mg/dl |
156,7 ± 33,5 |
162,1 ± 24,8 |
157,9 ± 26,1 |
ns |
ns |
ns |
|
Apo AII in mg/dl |
36,3 ± 8,9 |
36,6 ± 7,3 |
38,4 ± 8,7 |
ns |
ns |
ns |
|
Lp(a) in mg/dl |
43 ± 42 (Min. 1; Max. 227) |
70 ± 61 (Min. 1; Max. 211) |
24 ± 58 (Min. 1; Max. 162) |
0,05 |
ns |
ns |
Signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen ergaben sich nur für 2 Parameter des Lipidstoffwechsels, für LDL und Lp(a).
|
| [Seite 43↓] |
Die Harnstoff- und Kreatininwerte waren bei den Patienten mit 2 und mehr Abstoßungen (Gruppe 3) signifikant höher als die der Patienten der beiden anderen Gruppen, siehe folgende Tabelle (Tab. 19).
|
Gruppe 1 (keine Rejektion) |
Gruppe 2 (1 Rejektion) |
Gruppe 3 (2 und mehr Rejektionen) |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Harnstoff in mmol/l |
7,9 ± 4,1 (Min. 3,8; Max. 24,8) |
8,5 ± 4,9 (Min. 2; Max. 25,5) |
14,5 ± 7,2 (Min. 5,5; Max. 28,9) |
ns |
0,001 |
0,001 |
|
Kreatinin in µmol/l |
114 ± 71 (Min. 42; Max. 711) |
115 ± 77,2 (Min. 70; Max. 417) |
195 ± 111,9 (Min. 86; Max. 634) |
ns |
0,001 |
0,001 |
Nierenfunktion bei Patienten mit Fettstoffwechselstörung
Vergleicht man die Harnstoff- und Kreatininwerte der einzelnen Rejektionsgruppen nur bei Patienten mit Fettstoffwechselstörung, so ergeben sich ebenfalls signifikante Unterschiede zwischen der ersten und dritten bzw. zweiten und dritten Rejektionsgruppe (siehe folgende Tab. 20).
|
Gruppe 1 (keine Rejektion) |
Gruppe 2 (1 Rejektion) |
Gruppe 3 (2 und mehr Rejektionen) |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Harnstoff in mmol/l |
10,2 ± 4,5 (Min. 4,3; Max. 24,8) |
11,0 ± 5,4 (Min. 4,4; Max. 25,5) |
16,6 ± 7,1 (Min. 5,5; Max. 28,0) |
ns |
0,001 |
0,01 |
|
Kreatinin in µmol/l |
139,8 ± 81,4 (Min. 69; Max. 711) |
167,2 ± 86,2 (Min. 70; Max. 417) |
234,3 ± 119,8 (Min. 115; Max. 634) |
ns |
0,001 |
0,01 |
|
| [Seite 44↓] |
Keine der 3 Rejektionsgruppen zeigt eine signifikante Abweichung der Verteilung der Art der Immunsuppression der Patienten im Vergleich mit dem Gesamtkollektiv auf (siehe folgende Tab. 21).
Tab. 21 : Immunsuppression in den Rejektionsgruppen
|
CyA-Gruppe |
CyA/STE-Gruppe |
STE-Gruppe |
Gesamt |
p |
|
|
Gruppe 1 (keine Rejektion) |
16 76,2 % 15,2 % |
60 49,2 % 57,1 % |
29 50 % 27,6 % |
105 52,2 % 100 % |
ns |
|
Gruppe 2 (1 Rejektion) |
5 23,8 % 7,7 % |
40 32,8 % 61,5 % |
20 34,5 % 30,8 % |
65 32,3 % 100 % |
ns |
|
Gruppe 3 (2 und mehr Rejektionen) |
0 0 0 |
22 18 % 71 % |
9 15,5 % 29 % |
31 15,4 % 100 % |
ns |
|
Gesamt |
21 100 % 10,4 % |
122 100 % 60,7 % |
58 100 % 28,9 % |
201 100 % 100 % |
ns |
Hier lagen die mittleren Werte der 3 Gruppen sehr nah beieinander, die nur geringen Unterschiede waren nicht signifikant. Gruppe 1: 25,3 ± 4,1; Gruppe 2: 25 ± 3; Gruppe 3: 25,8 ± 5,6.
|
| [Seite 45↓] |
Zur Gruppe 1 mit einem BMI von < 25 (75 ) gehörten insgesamt 100 Patienten (49,8 %). Von ihnen waren 71 männlichen und 29 weiblichen Geschlechts, das mittlere Alter lag bei 45,1 ± 11,7 Jahre. Ihr mittlerer BMI-Wert betrug 22,3 ± 2.
79 Patienten (39,3 %) wurden der Gruppe 2 mit einem BMI zwischen 25 und 30 (75
)
zugeordnet, 64 Männer und 15 Frauen. Sie waren 47,4 ±
10,7 Jahre alt, ihr BMI betrug 26,9 ±
1,2.
Mit 22 Patienten (10,9 %), davon 11 Männer und 11 Frauen, war die Gruppe 3 mit einem BMI von > 30 (75 ) die kleinste Gruppe. Das Alter der Patienten betrug 47,1 ± 12,4 Jahre, der BMI lag im Mittel bei 33,5 ± 3,3.
Es zeigt sich, dass die Alters- und Geschlechtsverteilung zwischen den Gruppen nicht signifikant unterschiedlich ist.
Der Medianwert der Dialysedauer lag in Gruppe 1 bei 1,7 ±
1,8 Jahren (Min. 0,1 Jahre, Max. 11,8 Jahre), in Gruppe 2 bei 1,2 ±
1,2 Jahren (Min. 0,2 Jahre, Max. 5,6 Jahre) und in der dritten Gruppe bei 1,7 ±
2,5 Jahren (Min. 0,4 Jahre, Max. 9,0 Jahre). Die Patienten der Gruppen 1 und 3 wurden signifikant länger dialysiert als die Patienten der Gruppe 2
(p < 0,05 bzw. p < 0,01).
Bei der Auswertung der Zeit zwischen Transplantation und Untersuchungszeitpunkt in den einzelnen BMI-Gruppen fanden sich keine signifikanten Unterschiede. Bei den Patienten der Gruppe 1 war die Transplantation im Median 7,6 ±
5,3 Jahre her (Min. 0,5 Jahre, Max.
27,4 Jahre), bei Gruppe 2 7,7 ±
4,5 Jahre (Min. 1,1 Jahre, Max. 19,6 Jahre) und bei Gruppe 3 8,2 ±
4,1 Jahre (Min. 2,2 Jahre, Max. 19,2 Jahre).
|
| [Seite 46↓] |
In der folgenden Tabelle (Tab. 22) werden die Mittel- und Medianwerte der Lipid- und Apoproteinparameter in den 3 BMI-Gruppen dargestellt.
|
Gruppe 1 (BMI < 25) |
Gruppe 2 (BMI 25 – 30) |
Gruppe 3 (BMI > 30) |
p1 |
p2 |
p3 |
|
|
Cholesterol in mg/dl |
247,4 ± 45,9 |
254 ± 55,2 |
280,2 ± 67,1 |
ns |
0,05 |
ns |
|
HDL in mg/dl |
55,6 ± 18,9 |
51 ± 14,8 |
44,3 ± 14,2 |
ns |
0,05 |
ns |
|
LDL in mg/dl |
164 ± 40,7 |
169,5 ± 44,8 |
189,9 ± 58,2 |
ns |
ns |
ns |
|
Atherogene Risikoratio |
4,9 ± 2 |
5,5 ± 2,5 |
6,8 ± 2,3 |
ns |
0,001 |
0,05 |
|
Triglyzeride in mg/dl |
180 ± 107 (Min. 56; Max. 532) |
201 ± 192 (Min. 76; Max. 1494) |
298 ± 176 (Min. 96; Max. 835) |
ns |
0,01 |
0,01 |
|
VLDL in mg/dl |
24 ± 20 (Min. 3; Max. 116) |
30 ± 34 (Min. 4; Max. 271) |
39 ± 35 (Min. 7; Max. 154) |
ns |
0,01 |
0,01 |
|
Apo B in mg/dl |
130,6 ± 37,2 |
141 ± 51,8 |
175,6 ± 58 |
ns |
0,01 |
0,01 |
|
Apo AI in mg/dl |
158,8 ± 34,3 |
158,9 ± 25,1 |
156,4 ± 23,4 |
ns |
ns |
ns |
|
Apo AII in mg/dl |
36,5 ± 8,2 |
37,9 ± 7,3 |
33,7 ± 11,7 |
ns |
ns |
ns |
|
Lp(a) in mg/dl |
44 ± 46 (Min. 2; Max. 227) |
69 ± 64 (Min. 4; Max. 211) |
19 ± 48 (Min. 6; Max. 162) |
ns |
ns |
ns |
|
| [Seite 47↓] |
Im Gruppenvergleich fällt auf, dass signifikante Unterschiede nur im Vergleich mit der dritten Gruppe bestehen.
Sowohl bei den Kreatinin- als auch bei den Harnstoffwerten der 3 Gruppen fanden sich keine signifikanten Unterschiede.
Harnstoffwerte: Gruppe 1: 9,7 ±
5,5 mmol/l (Min. 2 mmol/l, Max. 28 mmol/l); Gruppe 2: 8,4 ±
4,8 mmol/l (Min. 4,3 mmol/l, Max. 27,7 mmol/l); Gruppe 3: 8,7 ±
7,1 mmol/l
(Min. 3,8 mmol/l, Max. 28,9 mmol/l).
Kreatininwerte: Gruppe 1: 128 ± 108,8 µmol/l (Min. 42 µmol/l, Max. 711 µmol/l); Gruppe 2: 119 ± 48,2 µmol/l (Min. 70 µmol/l, Max. 307 µmol/l); Gruppe 3: 135,5 ± 71 µmol/l (Min. 70 µmol/l, Max. 335 µmol/l).
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