Stephan, Jens-Armin : Gibt es eine erhöhte Asthma-Mortalität Deutschlands im internationalen Vergleich ?

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Kapitel 2. Material und Methoden

Sämtliche in dieser Arbeit aufgeführten Mortalitätsdaten, sowohl jene der Asthmamortalität als auch jene der Mortalität an chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen wurden von den jeweiligen nationalen statistischen Ämtern erhoben. Die Daten basieren auf Totenscheindiagnosen. Die Totenscheindiagnosen werden von Angestellten der nationalen statistischen Ämtern einem ICD-Code zugeordnet. Die Mortalitätsstatistiken werden sortiert nach ICD-Codes veröffentlicht beziehungsweise der WHO weitergegeben. Die WHO gibt jährlich das „World statistics Annual“ heraus, in dem die Sterblichkeit aller Erkrankungen im internationalen Vergleich aufgeführt sind. Da in den WHO-Veröffentlichungen die ICD-Codes 490-493 zusammengefaßt werden, sind deren Angaben nur bedingt zu verwerten. Die weiteren in dieser Arbeit aufgeführten Daten stammen ebenfalls entweder direkt von den nationalen statistischen Ämtern, wurden durch die OECD (OECD 1997) erhoben oder sind aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen entnommen.

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Epidemiologie des Asthma bronchiale in Deutschland. Als Vergleichsnationen wurden hauptsächlich Länder gewählt, zu deren Asthmaepidemiologie möglichst viel Datenmaterial zur Verfügung steht. Dazu gehören insbesondere Neuseeland, die USA, England/Wales, Frankreich, die Niederlande und begrenzt Australien, Schweden, Dänemark und Norwegen. Zum Zweck des epidemiologischen Gesamtüberblicks wurden bezüglich der Mortalität und ihrer Einflußfaktoren auch andere Länder erwähnt.

Weiterhin wurden in den jeweiligen Kapiteln bei Bedarf zusätzliche Informationen zur Gewinnung des jeweiligen Materials und potentielle Fehlerquellen aufgeführt, da sich dies der Übersicht halber als günstiger im Zusammenhang mit den Ergebnissen erwies. Hinweise zu Material und Methoden der retrospektiven Zusammenstellung der Todesfälle der Asthma-Poliklinik sind ebenfalls gemeinsam mit den Ergebnissen aufgeführt.

Aus Gründen der Abgeschlossenheit wurde direkt im Anschluß an verschiedene Kapitel eine Interpretation aufgeführt, da einzelne Themen sehr komplex sind und sie ansonsten in der abschließenden Diskussion nicht ausreichend berücksichtigt worden wären.


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Da bei der Überprüfung von direkten Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Einflußfaktoren und der Asthmamortalität bei den untersuchten Populationen häufig keine Übereinstimmung bezüglich wichtiger Variablen wie Alter, Region und Schichtzugehörigkeit vorlag, wurde hier vorwiegend deskriptiv argumentiert.

Soweit es dennoch möglich war eine Vergleichbarkeit verschiedener Datenmengen herzustellen, wurde zur besseren Beurteilung ein Korrelationskoeffizient gebildet. Dabei wurde der Spearmansche-Rang-Korrelationskoeffizient gewählt, da hinsichtlich der hier zur Berechnung vorliegenden Datenmengen nicht davon ausgegangen werden konnte, dass es sich um normalverteilte Grundgesamtheiten handelte.

Der Spearmansche Rang Korrelationskoeffizient rs errechnet sich aus

wobei n die Anzahl der Wertpaare und D die Rangdifferenz des einzelnen Wertepaares ist. Fallen zwei oder mehrere Werte auf denselben Rangplatz, werden mittlere Ränge zugeordnet. Die Varianz ergibt sich aus rs2.


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Mon Sep 30 15:15:39 2002