|
| [Seite 32↓] |
Aus insgesamt 2235 Beobachtungen wurden die Ergebnisse gewonnen. „Missings“ führten dazu, dass die Anzahl der Ergebnisse nicht immer der Zahl der Beobachtungen entsprach.
Das Alter der rekrutierten Probanden erstreckte sich von 20-69 Jahren. Bis zum 29. Lebensjahr sind nur 4 Personen registriert worden, sodass statistisch verwendbare Aussagen zu diesen Altersgruppen nicht möglich waren. Aus dem Grund wurden in den folgenden Bewertungen der Altersdaten die Probanden im Alter von 20 bis 34 Jahren zu einer Gruppe zusammengezogen. Die anderen Altersgruppen umfassten jeweils 5 Jahre.
Es zeigten sich geschlechtsspezifische Unterschiede. Weibliche Probanden waren im Durchschnitt älter und der Anteil der Männer aller Probanden lag bei 75 Prozent
(Tab. 4).
|
Alter und Geschlecht |
|||||
|
Anzahl |
Alters |
Std. |
Minimum |
Maximum |
|
|
(in Prozent) |
durchschnitt |
Abweichung |
|||
|
Männer |
1679 (75,1) |
55,8 |
14,5 |
20 |
69 |
|
Frauen |
556 (24,8) |
57,4 |
14,9 |
27 |
69 |
|
Gesamt |
2235 (100) |
56,4 |
14,6 |
20 |
69 |
Die Unterschiede in der Altersverteilung zwischen Frauen und Männern wurden in den Balkendiagrammen deutlich (Abb. 1, 2).
|
| [Seite 33↓] |
| Abb. 1 : Altersverteilung der Frauen | ||
|
|
| Abb. 2 : Altersverteilung der Männer | ||
|
|
|
| [Seite 34↓] |
Es ist zu erkennen, dass der Hauptanteil der männlichen Studienteilnehmer zwischen dem 55. und 59. Lebensjahr lag. Männliche Probanden mit einem Herzinfarkt beziehungsweise einem plötzlichen Herztod waren in dieser Altersgruppe am häufigsten vertreten. Im späteren Alter sank der Anteil der männlichen Probanden wieder.
Bei den Frauen zeigte sich hingegen ein kontinuierlicher Anstieg des Anteils der Herzinfarktpatientinnen mit dem Alter.
I. Wohndauer
Die Auswertung zeigte, dass in den 2235 Wohnungen der Probanden der Durchschnitt der Wohndauer ca. 18 Jahre betrug (Tab. 5).
Nur 110 Personen lebten weniger als 5 Jahre in ihrer derzeitigen Wohnung. Damit wohnten ca. 95 Prozent aller Probanden seit mindestens 5 Jahren in der aktuellen Wohnung.
|
Wohndauer in Jahren |
|||
|
Mittelwert |
Std. Abweichung |
Minimum |
Maximum |
|
17,6 |
12,7 |
0 |
68 |
II. Schulbildung
Die Aufschlüsselung der Schulbildung nach dem Schulabschluss zeigte, dass die Gruppe mit Volksschul- und Hauptschulabschlüssen fast 40 Prozent ausmachte und damit die größte Gruppe darstellte, gefolgt von der Gruppe mit Mittlerer Reife und Realschulabschluss (Tab. 6).
|
| [Seite 35↓] |
|
Schulabschluss |
||
|
Abschluss |
Anzahl |
in Prozent |
|
1. von der Schule abgegangen, |
43 |
1.9 |
|
ohne Abschluss |
||
|
2. Volksschulabschluss, |
897 |
40.1 |
|
Hauptschulabschluss |
||
|
3. Mittlere Reife, Realschulabschluss, |
767 |
34.3 |
|
Polytechnische Oberschule mit |
||
|
10. Klasse Abschluss |
||
|
4. Fachhochschulabschluss und Abitur |
521 |
23.3 |
|
5. keine Angabe |
7 |
0.3 |
|
Gesamt |
2235 |
100 |
III. Haushaltsnettoeinkommen
Beim Nettoeinkommen hatten eine große Anzahl der Probanden keine Angaben gemacht (15 Prozent). Dieser Fraktion muss man Rechnung tragen, wenn man die Daten der anderen Gruppen in der Diskussion interpretiert (Abb. 3). Die weitaus größte Gruppe bildeten die Haushalte mit einem Einkommen zwischen 1800 DM (920,3 Euro) und 4000 DM (2045,2 Euro).
|
| [Seite 36↓] |
| Abb. 3 Haushaltsnettoeinkommen | ||
|
|
IV. Personenanzahl im Haushalt
Die größte Gruppe bildeten die 2-3 Personenhaushalte. Ca. 69 Prozent der Probanden zählten dazu.
Sechs Prozent der Befragten gaben eine Haushaltsgröße von vier oder mehr Personen an.
Alleinlebende hatten einen Anteil von 25 Prozent.
V. Familienstand
Die erhobenen Daten zeigten, dass die Ehe mit zusammenlebenden Partnern in diesen Jahrgängen dominierte. Mit 1352 Probanden haben ca. 61 Prozent diesen Familienstand angegeben. Nur 92 der 1444 Verheirateten lebten getrennt. Die Ledigen machten einen Anteil von ca. 13 Prozent aus.
|
| [Seite 37↓] |
Die Lärmbelästigung durch Straßenlärm war am Tag im Durchschnitt höher als in der Nacht (Tab. 7).
|
Die Lärmbelästigung |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Belästigung |
Probandenzahl |
Mittelwert |
Std. Abweichung |
|
Straßenlärm |
2227 |
2,10 |
1,22 |
|
am Tag |
|||
|
Straßenlärm |
2227 |
1,58 |
1,08 |
|
in der Nacht |
|||
Die Punktevergabe auf der Lärmskala von eins (überhaupt nicht gestört) bis fünf (sehr gestört) wurde in den folgenden Diagrammen dargestellt. 32 Prozent der Probanden haben eine Lärmbelästigung am Tag von drei bis fünf angegeben. In der Nacht gab jeder Sechste der Probanden drei bis fünf Punkte an (Abb. 4, 5).
|
| [Seite 38↓] |
| Abb. 4 Lärmbelästigung am Tag | ||
|
|
| Abb. 5 : Lärmbelästigung in der Nacht | ||
|
|
|
| [Seite 39↓] |
In den jüngeren Jahrgängen fanden sich starke Schwankungen bei der mittleren Lärmbelästigung am Tag. Ein Zusammenhang der mittleren Lärmbelästigung mit dem Anstieg des Alters war nicht erkennbar (Abb. 6).
Der Test auf statistische Signifikanz mit Hilfe der Korrelationsanalyse nach Pearson bestätigte den fehlenden Zusammenhang (r p = 0.03; p = 0.21).
In der Nacht war ebenfalls kein Trend der Lärmbelästigung mit steigendem Alter erkennbar (Abb. 7). Das wurde im Test auf statistische Signifikanz bestätigt (r p = 0.0001; p = 0.98).
|
| [Seite 40↓] |
| Abb. 6 : Lärmbelästigung am Tag und Alter | ||
|
|
| Abb. 7 : Lärmbelästigung in der Nacht und Alter | ||
|
|
|
| [Seite 41↓] |
Der Vergleich mit dem Geschlecht zeigte, dass Frauen am Tag stärker durch Lärm belästigt wurden als Männer, aber in der Nacht die Lärmbelästigung bei Männern höher war (Tab. 8).
Tab. 8 : Die Lärmbelästigung in Abhängigkeit vom Geschlecht
|
Die Lärmbelästigung in Abhängigkeit vom Geschlecht |
||||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
||||
|
Geschlecht |
Lärmbelästigung |
Anzahl |
Mittelwert |
Std. Abweichung |
|
Frauen |
am Tag |
551 |
2,15 |
1,25 |
|
in der Nacht |
551 |
1,55 |
1,03 |
|
|
Männer |
am Tag |
1676 |
2,08 |
1,20 |
|
in der Nacht |
1676 |
1,60 |
1,10 |
|
Der Unterschied zwischen den Lärmbelästigungsangaben am Tag war statistisch signifikant. Frauen gaben tagsüber eine stärkere Lärmbelästigung als Männer an
(Wilcoxon-Rangsummentest; p = 0.02).
Für die Nacht konnte allerdings keine statistisch signifikante geschlechtsabhängige Lärmbelästigung festgestellt werden (Wilcoxon-Rangsummentest; p = 0.22).
|
| [Seite 42↓] |
Im Diagramm zeigte sich kein deutlicher Zusammenhang zwischen der Lärmbelästigung am Tag und dem Schulabschluss (Abb. 8).
Der statistische Test bestätigte das (Kruskal-Wallis-Test; p = 0.91).
| Abb. 8 : Lärmbelästigung am Tag und Schulabschluss | ||
|
|
|
| [Seite 43↓] |
Die Angaben zur Lärmbelästigung während der Nacht zeigten einen Anstieg der Belästigung mit der Schulbildung im Diagramm (Abb. 9).
Dieser Zusammenhang war statistisch signifikant (Kruskal-Wallis-Test; p = 0.004).
| Abb. 9 : Lärmbelästigung in der Nacht und Schulabschluss | ||
|
|
|
| [Seite 44↓] |
In der mittleren Einkommensgruppe stellte sich die höchste Lärmbelästigung am Tag dar. Die Abnahme der Lärmbelästigung in der hohen Einkommensgruppe war statistisch signifikant nachweisbar (Tab. 9).
Tab. 9 : Lärmbelästigung am Tag-Haushaltsnettoeinkommen
|
Lärmbelästigung am Tag-Haushaltsnettoeinkommen |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Haushaltseinkommen |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
|
1. unter 1800 DM |
412 |
2,02 |
1,27 |
|
(920,3 Euro) |
|||
|
2. zwischen 1800 (920,3) |
953 |
2,20 |
1,22 |
|
und 4000 DM |
|||
|
(2045,2 Euro) |
|||
|
3. über 4000 DM |
522 |
1,97 |
1,10 |
|
(2045,2 Euro) |
|||
|
4. keine Angabe |
340 |
2,11 |
1,28 |
(Kruskal-Wallis-Test; p = 0.001)
In der Nacht konnte keine Assoziation zwischen der Lärmbelästigung und dem Haushaltsnettoeinkommen nachgewiesen werden (Tab. 10).
|
|
Tab. 10 : . Lärmbelästigung in der Nacht
|
Lärmbelästigung in der Nacht-Haushaltsnettoeinkommen |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Haushaltsnettoeinkommen |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
|
1. unter 1800 DM |
412 |
1,51 |
1,06 |
|
(920,3 Euro) |
|||
|
2. zwischen 1800 (920,3) |
953 |
1,64 |
1,13 |
|
und 4000 DM |
|||
|
(2045,2 Euro) |
|||
|
3. über 4000 DM |
522 |
1,57 |
1,04 |
|
(2045,2 Euro) |
|||
|
4. keine Angabe |
340 |
1,54 |
1,05 |
(Kruskal-Wallis-Test; p = 0.08)
|
| [Seite 46↓] |
Am Tag und in der Nacht wurde in den 2-3 Personenhaushalten am häufigsten eine hohe Lärmbelästigung angegeben (Tab. 11, 12).
Tab. 11 : Lärmbelästigung am Tag-Personenanzahl im Haushalt
|
Lärmbelästigung am Tag-Personenanzahl im Haushalt |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Gruppe |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
|
1. = allein lebend |
561 |
2,09 |
1,29 |
|
2. = 2 oder 3 |
1531 |
2,11 |
1,20 |
|
Personen |
|||
|
3. = 4 oder mehr |
133 |
1,97 |
1,12 |
|
Personen |
|||
Tab. 12 : Lärmbelästigung in der Nacht-Personenanzahl im Haushalt
|
Lärmbelästigung in der Nacht-Personenanzahl im Haushalt |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Gruppe |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
|
1. = allein lebend |
561 |
1,55 |
1,10 |
|
2. = 2 oder 3 |
1531 |
1,60 |
1,08 |
|
Personen |
|||
|
3. = 4 oder mehr |
133 |
1,54 |
1,06 |
|
Personen |
|||
Die Unterschiede waren nicht statistisch signifikant belegbar.
(Kruskal-Wallis-Test; p Tag = 0.27, p Nacht = 0.19).
|
| [Seite 47↓] |
Die Gruppe der Ledigen wies die geringste Lärmbelästigung am Tag auf (Tab. 13).
Tab. 13 : Lärmbelästigung am Tag-Familienstand
|
Lärmbelästigung am Tag-Familienstand |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Familienstand |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
|
1. Verheiratet |
1447 |
2,13 |
1,2 |
|
2. Ledig |
280 |
1,91 |
1,19 |
|
3. Geschieden |
339 |
2,07 |
1,23 |
|
4. Verwitwet |
159 |
2,23 |
1,34 |
(Kruskal-Wallis-Test; p = 0.02)
Nachts war kein Zusammenhang zwischen der Lärmbelästigung und dem Familienstand zu erkennen, der statistisch signifikant war (Tab. 14).
Tab. 14 : Lärmbelästigung in der Nacht-Familienstand
|
Lärmbelästigung in der Nacht-Familienstand |
|||
|
(Punktzahl von 1-5 auf der Lärmskala ) |
|||
|
Familienstand |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
|
1. Verheiratet |
1447 |
1,61 |
1,10 |
|
2. Ledig |
280 |
1,46 |
0,95 |
|
3. Geschieden |
339 |
1,58 |
1,09 |
|
4. Verwitwet |
159 |
1,58 |
1,16 |
(Kruskal-Wallis-Test; p = 0.34)
|
| [Seite 48↓] |
Eingeflossen sind die Antworten zur Lärmempfindlichkeit, wenn mindestens 80 Prozent der Fragen vom jeweiligen Probanden beantwortet wurden. Damit fielen 14 Probanden von 2235 aus der Wertung. Drei Fragen wurden besonders häufig nicht beantwortet (Tab. 15):
Frage 4: Im Kino stört mich Flüstern und Rascheln von Bonbonpapier.
Frage 6: Wenn es an meinem Arbeitsplatz laut ist, dann versuche ich Tür und Fenster zu schließen oder anderswo weiterzuarbeiten.
Frage 15: In der Bibliothek macht es mir nichts aus, wenn sich Leute unterhalten, solange dies leise geschieht.
Tab. 15 : Häufigkeit der fehlenden Angaben
|
Häufigkeit der fehlenden Angaben |
||
|
Frage |
Anzahl |
in Prozent |
|
Nr.4 |
212 |
9.5 |
|
Nr.6 |
162 |
7.3 |
|
Nr.15 |
301 |
13.6 |
Die Ergebnisse des gesamten Fragebogens wurden in der nächsten Tabelle zusammengefasst (Tab. 16).
Tab. 16 : Lärmempfindlichkeit aller Probanden
|
Lärmempfindlichkeit aller Probanden |
|||
|
(0-105 Punkte nach dem Weinsteinsummenscore) |
|||
|
Probandenzahl |
Mittelwert |
Median |
Std. Abweichung |
|
2221 |
60.41 |
62 |
14.57 |
|
| [Seite 49↓] |
Im Diagramm wurde die Verteilung der Angaben zur Lärmempfindlichkeit deutlich
(Abb. 10).
| Abb. 10 : Lärmempfindlichkeit | ||
|
|
Es lag nach dem Diagramm eine Annäherung an die Normalverteilung vor.
|
| [Seite 50↓] |
Zwischen dem ansteigendem Alter und der Lärmempfindlichkeit zeigte sich ein positiver statistisch signifikanter Zusammenhang (Lineare Regression; p = 0.005). Doch die Assoziation war sehr gering, wie im Diagramm ersichtlich wurde (Abb. 11).
| Abb. 11 : Lärmempfindlichkeit und Alter | ||
|
|
Tab. 17 : . Lärmempfindlichkeit - Geschlecht
|
Lärmempfindlichkeit - Geschlecht |
|||
|
Anzahl |
Mittelwert |
Std.- Abweichung |
|
|
Frauen |
551 |
61,5 |
14,9 |
|
Männer |
1670 |
60,1 |
14,5 |
|
| [Seite 51↓] |
Beim Vergleich der Frauen und Männer in Hinsicht zur Lärmempfindlichkeit stellte sich deskriptiv eine durchschnittlich höhere Lärmempfindlichkeit bei den Frauen dar (Tab. 17).
Es gab aber keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Lärmempfindlichkeit zwischen Männern und Frauen (t-Test; p = 0.42). Bei beiden Geschlechtern zeigte sich eine Annäherung an die Normalverteilung.
Der Vergleich der Lärmempfindlichkeit mit dem Schulabschluss ergab einen signifikanten Anstieg der Lärmempfindlichkeit mit dem Schulabschluss
(Einfaktorielle Varianzanalyse; p = 0.001).
Die Personen, welche keine Angaben machten, wiesen eine geringe Lärmempfindlichkeit auf.
Im Diagramm wurde die Beziehung zwischen der Lärmempfindlichkeit und dem Schulabschluss deutlich. Die Probanden, die keine Angaben machten (n = 5), wurden im Diagramm nicht berücksichtigt (Abb. 12).
|
| [Seite 52↓] |
| Abb. 12 : Lärmempfindlichkeit und Schulabschluss | ||
|
|
|
| [Seite 53↓] |
Es war eine Steigerung der Lärmempfindlichkeit mit dem Nettoeinkommen zu erkennen
(Einfaktorielle Varianzanalyse; p = 0.001).
Im Diagramm wurde der Anstieg bei steigendem Einkommen deutlich (Abb. 13). Die letzte Säule stellt die Gruppe der Probanden dar, die keine Angaben machte.
| Abb. 13 : Lärmempfindlichkeit und Haushaltsnettoeinkommen | ||
|
|
|
| [Seite 54↓] |
Die Gruppe mit 2-3 Personen im Haushalt wies die höchste Lärmempfindlichkeit auf. Bei weniger und mehr Personen im Haushalt war sie geringer (Tab. 18).
Tab. 18 : Lärmempfindlichkeit - Personenanzahl im Haushalt
|
Lärmempfindlichkeit - Personenanzahl im Haushalt |
|||||
|
Gruppe |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
Minimum |
Maximum |
|
1. = 1 Person |
558 |
59,0 |
15,6 |
12 |
102,0 |
|
2. = 2 oder 3 |
1528 |
61,1 |
14,2 |
12 |
105,0 |
|
Personen |
|||||
|
3. = 4 oder mehr |
133 |
57,9 |
14,7 |
21 |
95,6 |
|
Personen |
|||||
(Einfaktorielle Varianzanalyse; p = 0.008).
Der Ehestand hatte die größte Lärmempfindlichkeit zu verzeichnen (Tab. 19).
Tab. 19 : Lärmempfindlichkeit - Familienstand
|
Lärmempfindlichkeit - Familienstand |
|||||
|
Familienstand |
Anzahl |
Mittelwert |
Std.Abweichung |
Minimum |
Maximum |
|
1. Verheiratet |
1444 |
61,0 |
14,1 |
12 |
105 |
|
2. Ledig |
279 |
60,5 |
14,5 |
12 |
101 |
|
3. Geschieden |
338 |
59,5 |
15,6 |
17,7 |
102 |
|
4. Verwitwet |
158 |
57,0 |
16,2 |
20 |
92 |
(Einfaktorielle Varianzanalyse; p = 0.006).
|
| [Seite 55↓] |
Die Lärmempfindlichkeit stieg mit zunehmender Lärmbelästigung (Abb. 14, 15).
| Abb. 14 : Lärmempfindlichkeit und Lärmbelästigung am Tag | ||
|
|
| Abb. 15 : Lärmempfindlichkeit und Lärmbelästigung in der Nacht | ||
|
|
|
| [Seite 56↓] |
Inwieweit die grafische Tendenz der positiven Korrelation der Lärmempfindlichkeit und der Lärmbelästigung auch statistisch dargestellt werden konnte, wird im Folgenden vorgestellt.
Betrachtete man beide Größen als intervallskaliert, dass heißt wurde die Lärmbelästigung stetig von eins bis fünf und die Lärmempfindlichkeit stetig von null bis einhundertfünf bewertet, so konnte die Korrelationsanalyse nach Pearson angewendet werden (Tab. 20).
Tab. 20 : Korrelation Lärmempfindlichkeit-Lärmbelästigung
|
Korrelation Lärmempfindlichkeit-Lärmbelästigung |
|||
|
Lärmbelästigung |
Anzahl |
Pearson’scher |
Prob> |R| unter |
|
n = |
Korrelationskoeffizient |
HO p = |
|
|
r p = | |||
|
am Tag |
1833 |
0.23 |
0.0001 |
|
in der Nacht |
1833 |
0.19 |
0.0001 |
Es zeigte sich, dass sowohl am Tag als auch in der Nacht eine Korrelation zwischen der Lärmempfindlichkeit und der Lärmbelästigung vorhanden war, aber die Korrelationskoeffizienten klein sind.
|
| [Seite 57↓] |
Nach diesem Ansatz lauteten die Regressionsgeraden wie folgt:
Die Lärmbelästigung zeigte sowohl am Tag als auch in der Nacht einen signifikanten Einfluss auf die Lärmempfindlichkeit.
In den Diagrammen 16 und 17 wurden die jeweiligen Regressionsgeraden dargestellt.
|
| [Seite 58↓] |
| Abb. 16 : Lärmempfindlichkeit und Lärmbelästigung am Tag | ||
|
|
| Abb. 17 : Lärmempfindlichkeit und Lärmbelästigung in der Nacht | ||
|
|
|
| [Seite 59↓] |
Die Kovarianzanalyse stellte die Grundlage der mehrfaktoriellen Auswertung dar.
Das Geschlecht, das Alter und die erhobenen soziodemografischen Faktoren sind jeweils auf ihren Einfluss auf die Lärmbelästigung beziehungsweise auf die Lärmempfindlichkeit bei gleichzeitiger Existenz der anderen Faktoren geprüft worden.
Alle untersuchten Faktoren wurden in der Tabelle aufgeführt (Tab. 21).
Tab. 21 : Kovarianzanalyse-Lärmbelästigung am Tag
|
Kovarianzanalyse-Lärmbelästigung am Tag |
|
|
unabhängige Faktoren |
p-Wert |
|
Lärmempfindlichkeit |
0.0001 |
|
Alter |
0.5533 |
|
Geschlecht |
0.0020 |
|
Schulabschluss |
0.8921 |
|
Haushaltsnettoeinkommen |
0.0033 |
|
Personenanzahl im Haushalt |
0.3470 |
|
Familienstand |
0.0213 |
Bei der Betrachtung der Lärmbelästigung am Tag unter dem Einfluss der erhobenen Variablen hatten neben der Lärmempfindlichkeit nur das Geschlecht, das Haushaltsnettoeinkommen und der Familienstand einen signifikanten Einfluss. Es wurden 19 Prozent der Variationen der Lärmbelästigung am Tag durch die im Modell untersuchten Faktoren erklärt.
|
| [Seite 60↓] |
Alle untersuchten Faktoren wurden in der Tabelle aufgeführt (Tab. 22).
Tab. 22 : Kovarianzanalyse-Lärmbelästigung in der Nacht
|
Kovarianzanalyse-Lärmbelästigung in der Nacht |
|
|
unabhängige Faktoren |
p-Wert |
|
Lärmempfindlichkeit |
0.0001 |
|
Alter |
0.0483 |
|
Geschlecht |
0.4255 |
|
Schulabschluss |
0.0253 |
|
Haushaltsnettoeinkommen |
0.1718 |
|
Personenanzahl im Haushalt |
0.6143 |
|
Familienstand |
0.2225 |
Bei der Betrachtung der Lärmbelästigung in der Nacht unter dem Einfluss der erhobenen Variablen hatten neben der Lärmempfindlichkeit nur das Alter und der Schulabschluss einen signifikanten Einfluss. Es wurden 18 Prozent der Variationen der Lärmbelästigung in der Nacht durch die im Modell untersuchten Faktoren erklärt.
|
| [Seite 61↓] |
Alle untersuchten Faktoren wurden in der Tabelle aufgeführt (Tab. 23).
Tab. 23 : Kovarianzanalyse-Lärmempfindlichkeit
|
Kovarianzanalyse-Lärmempfindlichkeit |
|
|
unabhängige Faktoren |
p-Wert |
|
Lärmbelästigung am Tag |
0.0001 |
|
Lärmbelästigung in der Nacht |
0.0001 |
|
Alter |
0.0500 |
|
Geschlecht |
0.0389 |
|
Schulabschluss |
0.0001 |
|
Haushaltsnettoeinkommen |
0.0006 |
|
Personenanzahl im Haushalt |
0.0013 |
|
Familienstand |
0.0104 |
Bei der Betrachtung der Lärmempfindlichkeit unter dem Einfluss der erhobenen Variablen hatten alle Faktoren einen signifikanten Einfluss. Es wurden 17 Prozent der Variationen der Lärmempfindlichkeit durch die im Modell untersuchten Faktoren erklärt.
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