II Zielsetzung

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Bis heute hat sich in der Bronchoskopie keine Methode durchgesetzt, mit der eine objektivierbare mehrdimensionale Vermessung und Darstellung von zentralen Atemwegsstenosen möglich ist und die als Grundlage für eine einheitliche Evaluierung von Stenosen der zentralen Atemwege dienen kann. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollte ein Verfahren entwickelt und auf klinische Durchführbarkeit getestet werden, welches die Vorteile der bisherigen Ansätze zur quantitativen Vermessung in der Bronchoskopie und Endoskopie kombiniert und verbessert.

Als Anforderungen an das neue Verfahren wurden folgende Ziele formuliert:

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  1. Die Methode soll mit herkömmlichem – analogem oder digitalem – Bronchoskopiegerät durchgeführt werden können.
  2. Die Methode soll eine quantitative Querschnittsflächenbestimmung möglich machen. Dafür muss zum einen die sphärische Verzerrung der bronchoskopischen Weitwinkellinse ausgeglichen und zum anderen die Entfernung zwischen der Bronchoskopspitze und der zu vermessenden Querschnittsfläche definiert werden.
  3. Die Methode soll eine Längs- und damit eine Volumenmessung in den zentralen Atemwegen möglich machen.
  4. Die Methode soll zusätzlich eine dreidimensionale Darstellung der untersuchten Atemwegsabschnitte ermöglichen, damit auch komplexere Konfigurationen erfasst werden können.
  5. Die Methode soll klinisch leicht anwendbar sein. Dafür soll sie sowohl online, das heißt während der normalen bronchoskopischen Untersuchung, als auch nachträglich noch möglich sein, ohne dass ein großer zusätzlicher Zeitaufwand notwendig ist.

Das neue Verfahren sollte zuerst sowohl anhand von Kunststoffmodellen als auch an Präparaten aus Schweineluftröhren auf seine technische Genauigkeit hin evaluiert werden. Anschließend sollte die Durchführbarkeit in einer klinischen Studie getestet und die erhobenen Ergebnisse beurteilt werden.


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25.04.2006