Nützel, Gerda Ursula: Die Kontextualität der Theologinnenarbeit - dargestellt am Beispiel der Entwicklung in den lutherischen Kirchen Bayerns, Mecklenburgs und Brasiliens

1

Danksagung

Die Beschäftigung mit der Theologinnengeschichte in den lutherischen Kirchen Bayerns, Mecklenburgs und Brasiliens begleitete mich einige Jahre auf meinem Lebensweg vom Ersten Kirchlichen Examen bei der Evangelisch - Lutherischen Landeskirche in Bayern 1987 bis zu meiner Ordination in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg 1996 und der eigenen Praxis als Pfarrerin im Nordosten Berlins.

Allen Menschen, die mich auf dem Weg bis zur Fertigstellung dieser Arbeit unterstützt haben, möchte ich herzlich danken.

Ein besonderer Dank gilt

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt schließlich jenen Menschen aus meinem privaten Lebenskontext, die mich in den Ängsten und Freuden, Zweifeln und Hoffnungen auf dem Weg durch diese Jahre ermutigt und nicht nur bei der Kommunikation mit dem Computer sowie bei den Korrekturarbeiten tatkräftig unterstützt haben. Hier seien besonders genannt: Rolf Engelbart, Jörg Fingerle, Petra Galle, Daniel Gasterstädt, Elisabeth Lange, Karl Eugen Müller, Corinna Raupach, Ina Schiffhauer, Christa Stache, Silvia Wagner und Till Wilsdorf.

Ich widme diese Arbeit meinem Patenkind Loay Grigota Mattar-Suarez, einem Grenzgänger zwischen der Berliner, der palästinensischen und der bolivianischen Welt.


2

“Theologische Aufnahmeprüfung 1929“<1>


Nicht so objektiv und kühl,
Nein, es wird ihm etwas schwül,
Blickt das Kirchenregiment
Auf das Weiberelement,
Das jetzt auch bei uns in Bayern
Will die Kirche mit erneuern.
Schwer macht ihm zu schaffen nun,
Plagt ihn sehr, läßt ihn nicht ruhn,
Bringt ihm Sorg und bittre Not
Dieses Damenangebot.
Doch fast niemand so recht, wohin,
Weiß mit solcher Theologin.
Kann sie zwar hebräisch lesen,
Nicht kann sie Kalchreuth verwesen.
Und zur rechten Pfarrersart
Hilft ihr nicht einmal ein “Barth“.
Solche Pfarrersweiblichkeiten
Muß man unbedingt vermeiden!
Hätten doch derlei Tendenzen
Undenkbare Konsequenzen!
Wenn die Landeskirche trüge
Völlig feminine Züge!
Wenn als vierten Kreisdekan
Stellte eine Frau man an!
Wenn im neuen Dienstgebäude,
Das entsteht zu aller Freude,
Kriegte ein Büro am End
Gar ein Weib als Referent!
Weiß man nicht, daß manche Stadt
Präsentationsrecht hat?
Wie, wenn`s käme gar einmal
Da zu einer “Damenwahl“? (..)
Da, in unsern höchsten Nöten

3

Müssen wir vor euch hintreten
Vielgeliebte Kandidaten,
Ihr müßt helfen, ihr müßt raten!
(...)
Könnt ihr euch jetzt nicht entschließen,
Die als Bräute zu erkiesen,
Für die wir trotz schönster Gaben
Keinerlei Verwendung haben?
Da wär`ihnen, uns und euch
Rasch geholfen allsogleich!
Macht ein End dem Weiberspuk,
Denkt an den “Gesamteindruck“...
(...)
Mancher kann`s von euch ertragen
Einst in seines Amtes Plagen,
Wenn auch in theologicis
Sie die bess‘re Hälfte is.
Gar nicht ist nach unserm Sinn
Die studierte Pfarrerin,
Doch die Pfarrfrau, fromm und lieblich,
Klug und fein und landesüblich,
Ob gelehrt, ob ungelehrt,
Haben stets wir hoch verehrt!
Drum so schickt uns bald, wir warten,
Euere Verlobungskarten,
Drauf die Namen prangen fein:
Dorn, Ultsch, Rösch und Hassenstein.“


[Titelseite] [Danksagung] [A-1] [A-2] [B-1] [B-2] [B-3] [B-4] [B-5] [C-1] [C-2] [C-3] [C-4] [C-5] [D-1] [D-2] [D-3] [D-4] [D-5] [E-1] [E-2] [E-3] [E-4] [F-1] [F-2] [F-3] [F-4] [F-5] [F-6] [F-7] [F-8] [G-1] [G-2] [G-3] [Abkürzungsverzeichnis] [Bibliographie] [Selbständigkeitserklärung]

© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.

DiML DTD Version 2.0
Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML - Version erstellt am:
Wed Jul 5 17:32:57 2000