Nützel, Gerda Ursula: Die Kontextualität der Theologinnenarbeit - dargestellt am Beispiel der Entwicklung in den lutherischen Kirchen Bayerns, Mecklenburgs und Brasiliens
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Interviewleitfaden: Pfarrerinnen in Bayern
Kapitel 3. C. Die Reflexion der ekklesiologischen, konfessionellen und
ökumenischen Aspekte der Theologinnenarbeit
- Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Pfarramt, was halten Sie
für schwierig?
- Welche Vorschläge haben Sie für eine Veränderung
des Pfarramtes?
- Mit welchen Begriffen sprechen Sie über Ihre Arbeit, z.B.
Amt, Dienst, Arbeit? Was verbinden Sie mit diesen Begriffen?
- Wie beurteilen Sie das Verhältnis zwischen Pfarrerin bzw.
Pfarrer, Gemeinde sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen? Was halten Sie
für die spezifischen Aufgaben eines Pfarrers, bzw. einer Pfarrerin?
- Meinen Sie, die Existenz von ordinierten Pfarrerinnen hat die
hierarchische Struktur der Kirche verändert?
- Es gibt auf Seiten der Frauen zwei Optionen zur Veränderung
der bestehenden kirchlichen Strukturen:
Die Frauen müssen sich Raum
innerhalb der existierenden Strukturen erkämpfen und diesen
einnehmen.
Die Frauen müssen sich außerhalb der jetzigen
offiziellen Strukturen organisieren.
Welche Position halten Sie für
richtig und warum?
- Welche ökumenischen Erfahrungen haben Sie, auf
örtlicher, überrgionaler, nationaler, internationaler Ebene? Mit
welchen Kirchen oder Institutionen? Welche Rolle spielt zum Beispiel der
Weltgebetstag der Frauen in Ihrer Arbeit? Welche Bedeutung hat dieser
ökumenische Bereich für Sie?
- Was ist spezifisch lutherisch für Sie?
- Zwei Prioritäten der Ökumenischen Dekade der Frauen
sind diese:
Die Kirchen befähigen, sich von Rassismus, Sexismus und
Klassenherrschaft zu befreien und die diskriminierende Praxis gegenüber
Frauen aufzugeben.
Der Zusammenschluß von Frauen in Bezug auf
Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung fördern.
Haben
Sie Ideen, Vorschläge oder Erfahrungen, wie dies realisiert werden
könnte?
- Welche Erfahrungen haben Sie mit den Kirchen sowie Christinnen
und Christen in der DDR gemacht? Welche Ansätze und Erfahrungen aus den 40
Jahren Existenz der evangelischen Kirchen in der DDR sind für Sie wichtig
und sollten bei einer gemeinsamen kirchlichen Neugestaltung in Deutschland
berücksichtigt werden, zum Beispiel Religionsunterricht außerhalb
des Schulsystems, freiwillige Mitgliederbeiträge statt Kirchensteuer,
stärkere Trennung zwischen Kirche und Staat, Pfarrgehälter eher im
unteren Bereich der gesellschaftlichen Lohnskala?
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- Welche Aufgaben sehen Sie auf die Kirchen zukommen im Blick auf
den Wiedervereinigungsprozeß?
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