Schlußbetrachtung

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Die herausgehobene Stellung eines allgemeinen wöchentlichen Ruhetags basiert auf dem traditionellen siebentägigen Wochentakt des christlich-jüdischen Kulturkreises, der erst mit der Kolonialisierung in anderen Erdteilen übernommen wurde. Die regelmäßig wieder-kehrenden Ruhephasen, zu denen generell auch der Samstag gerechnet wird, bieten einen gemeinsamen gesellschaftlichen Lebensrhythmus und eine unerläßliche Strukturierung der Zeit in übersichtliche Einheiten. Einer zeitlichen Enklave wie dem Sonntag kommt damit eine sozialintegrative Wirkung zu, indem sie einheitliche Erfahrungshorizonte und die Koordi-nation gleichzeitiger Aktivitäten als Grundlage sozialer Kontakte und gesellschaftlichem Engagements ermöglicht.916

Entsprechend dieser Erkenntnisse betrachten die Bundesbürger den allgemein freien Arbeitstag nicht nur als Gelegenheit der Entspannung, sondern als Tag der Familie und sozialen Kontakte.917 Als bevorzugte Freizeitbeschäftigungen nennen sie: Fernsehen (61%), Ausschlafen (56%), Spazierengehen (54%), Freunde und Verwandte besuchen (50%), Haus- und Gartenarbeit (40%) und bereits auf dem sechsten von sechzehn Rängen das Lesen (36%).918 77% geben darüber hinaus an, daß der Sonntag für sie ein ganz besonderer Tag ist, auf den sie nicht verzichten möchten.919 Dennoch plädiert nach Umfragewerten des Ifo-Instituts aus dem Jahr 1999 rund die Hälfte der Deutschen für sonntägliche Einkaufs-möglichkeiten, wobei die Zustimmungsquote bei den Männern deutlich höher als bei den Frauen liegt (56% zu 44%) und mit zunehmendem Bildungsgrad signifikant ansteigt.920

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Nachdem die über Jahrhunderte strenge Einhaltung des Bibelgebots über den Sabbat erst durch die Industrialisierung mißachtet und am Ende des 19. Jahrhunderts das sonntägliche Arbeitsverbot durch die erstarkte Arbeiterbewegung wieder Rechtsverbindlichkeit erlangte, steht der allgemeine wöchentliche Ruhetag zu Beginn des neuen Jahrtausends erneut zur Disposition. Die Frage sonntäglicher Einkaufsmöglichkeiten entfacht regelmäßig gesell-schaftliche sowie politische Diskussionen und beschäftigt die Justiz. Erst jüngst, im Juni 2004, entschied das Karlsruher Bundesverfassungsgericht, daß das Verbot der Laden-öffnung an Sonn- und Feiertagen mit dem Grundgesetz, insbesondere Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 139 Weimarer Reichsverfassung, im Einklang steht. Allerdings besagt das nicht einstimmig ergangene Urteil auch, daß zukünftig die Bundesländer in dieser Frage zu landesrechtlichen Neuregelungen zu ermächtigen sind.921 Damit werden regional unterschiedliche gesetzliche Regelungen wie in der Frage der Sonntagsöffnung von Videotheken demnächst auch beim Ladenschluß gelten.

Der Bibliothekssonntag hingegen findet in keinem der sechzehn Sonn- und Feiertagsgesetze der Länder eine ausdrückliche Erwähnung. Aufgrund seines nichtgewerblichen Charakters und des unmittelbar bestehenden Zusammenhangs zwischen dem sonntäglichen Freizeit-bedürfnis und der Bibliotheksnutzung vor Ort verstößt er auch nicht gegen die landes-rechtlichen Erlaubnisvorbehalte. Schwieriger gestaltet sich indes die Antwort auf die Frage, ob die sonntägliche Beschäftigung des Bibliothekspersonals mit dem bundesweit geltenden Arbeitszeitgesetz aus dem Jahre 1994 vereinbar ist. Auch wenn die Sonntagsöffnung von Bibliotheken in der juristischen Fachliteratur keine Erörterung findet, besteht in den Kom-mentierungen zu § 10 Abs. 1 ArbZG insoweit Einigkeit, daß in jedem Fall ehrenamtlich ge-führte kirchliche Bibliotheken ebenso wie wissenschaftliche Präsenzbibliotheken vom grund-sätzlichen Sonntagsarbeitsverbot ausgenommen sind. Eine ausreichende und begründete Definition des Begriffs „wissenschaftliche Präsenzbibliothek“, die eine praxistaugliche Eintei-lung der Bibliotheken mit und ohne zulässige Sonntagsöffnung ermöglichen würde, bleiben sie gleichwohl schuldig. Eine eingehende Auslegung des§ 10 Abs. 1 Nr. 7 ArbZG unter der Berücksichtigung insbesondere historischer, teleologischer und verfassungsrechtlicher As-pekte zwingt derweil zu dem Schluß, daß jede Bibliotheksform unter den Ausnahmetatbe-stand der Vorschrift und damit nicht unter das gesetzliche Beschäftigungsverbot fällt.

Trotz dieser generellen Zulässigkeit der Sonntagsöffnung von Bibliotheken sind im Rahmen des Arbeitszeitschutzes weitere gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zunächst sind ausschließlich publikumswirksame Arbeitsvorgänge zugelassen, die direkt dem sonntäg-lichen Freizeitbedürfnis der Besucher entsprechen. Jugendliche und werdende Mütter dürfen an diesem Wochentag nicht beschäftigt werden und der BAT schreibt Zuschläge von 25% vor und, daß mindestens jeder zweite Sonntag beschäftigungsfrei bleiben muß. Eine entscheidende Bedeutung kommt zudem § 15 Abs. 6 S. 1 BAT zu, nach dem die Einführung sonntäglicher Bibliotheksöffnungszeiten grundsätzlich nicht dem Direktionsrecht des Arbeit-gebers unterliegt und damit Änderungskündigungen erfordert. Die Mitbestimmung des Personalrats ist schließlich unerläßlich.

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Inwieweit der Bibliothekssonntag die Zustimmung der Mitarbeiter findet, zeigt die Befragung der Belegschaften der Universitätsbibliothek Bielefeld, der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln sowie der Stadtbibliothek Duisburg. Die Annahme, daß sonntägliche Öffnungszeiten generell bei den Beschäftigten auf Widerstand stoßen, ist nicht zutreffend. Vielmehr ist das Meinungsbild geteilt mit unterschiedlichen Befürwortungsquoten je Einrichtung zwischen 31% und 71%. Während die persönlichen Verhältnisse keinen Einfluß zeigen, ist in den untersuchten Bibliotheken eine klare Korrelation zwischen der Überzeugung in den Sinn der Sonntagsöffnung und dem eigenen Arbeitseinsatz gegeben. Wer sonntägliche Öffnungs-zeiten für sinnvoll erachtet, ist fast ausnahmslos bereit, diese selbst mitzutragen, im Durchschnitt jedoch nicht öfter als einmal im Monat und nicht in den späten Nachmittags- und Abendstunden. Ein großzügiger Freizeitausgleich sowie die Überzeugung, daß der Bibliothekssonntag dem Nachfragebedarf entspricht und die Personalsituation nicht zusätz-lich belastet, wirken sich überdies motivierend aus.

Statt der Zahlung von Zuschlägen ist deshalb bei Einführung sonntäglicher Öffnungszeiten die Gewährung eines großzügigen, zusammenhängenden Freizeitausgleichs in Verbindung mit flexiblen Arbeitzeitkonten zu empfehlen. Durch die Einbeziehung der Gesamtbelegschaft, die Leitungsebene und Kollegen sonntäglich geschlossener Zweigstellen einberechnet, läßt sich für den Einzelnen die Häufigkeit der Sonntagsarbeit in größeren Einrichtungen deutlich verringern. Bei Bibliotheken kleinerer Größe, die weder weitere Mitarbeiter von internen Arbeiten zugunsten des Publikumsverkehrs abziehen oder Gelder für zusätzliche Personalstunden akquirieren können, noch von anderen, werktäglichen Öffnungszeiten absehen möchten, ist statt dessen an eine flexible Handhabung der Sonntagsöffnung zu denken. Eine Beschränkung auf lediglich zwei Nachmittagsstunden, die Wintermonate, Examenszeiten, bestimmte Anlässe922 oder auf einen monatlichen Öffnungsrhythmus sind je nach Institution denkbare Modelle.

Zu kritisieren ist jedoch der Verzicht auf qualifiziertes Fachpersonal und die Reduzierung des sonntäglichen Serviceangebots. Wie verschiedene Erhebungen zeigen,923 nehmen sich die Leser gerade am Wochenende mehr Zeit für ihren Bibliotheksbesuch und damit ausführliche Auskunftsgespräche eher in Anspruch. Auch neue Nutzerschichten, die durch die Sonntags-öffnungszeiten angesprochen werden, bedürfen fachlicher Hilfestellungen. Der Imagegewinn und die Außenwirkung, die mit der Einführung des Bibliothekssonntags zu erzielen sind, laufen durch ein schlechtes Serviceangebot, das hinter den allgemeinen Bibliothekstandards zurückbleibt, Gefahr, sich ins Gegenteil zu verkehren. Schließlich setzt die Bibliothek in Zeiten leerer Haushaltskassen auch an den Unterhaltsträger ein falsches Zeichen, wenn sie ihren Betrieb allein günstigen studentischen Hilfskräften, privaten Wachdiensten oder ehrenamtlichen Kräften anvertraut.

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Im Gegensatz zu der Mehrheit der kommunalen Einrichtungen ist im wissenschaftlichen Bereich der Einsatz des hauptamtlichen Stammpersonals am Sonntag unüblich, so daß über 90% der sonntagsgeöffneten Hochschulbibliotheken qualifizierte Fachauskünfte und 50% die Buchausleihe am siebten Wochentag unterlassen. Nach diesem sich zunehmend ver-breitenden Öffnungskonzept beinhalten die Besuchszeiten am Wochenende und in den Abendstunden bis hin zum 24-Stunden-Betrieb nur einen minimalen Service und werden dementsprechend als bloße Ergänzung der werktäglichen „Kernöffnungszeiten“ verstanden. Diese wiederum umfassen das komplette Dienstleistungsspektrum und orientieren sich an den oft behördlich anmutenden Arbeitszeiten des Personals. Und während rund 10% der deutschen Bibliotheken, hauptsächlich die großen akademischen und überregional bedeutsamen Institutionen, ihre bereits großzügigen Öffnungszeiten stetig erweitern, bleiben die Zugangsmöglichkeiten der anderen Einrichtungen, insbesondere der Fachhochschul-bibliotheken und öffentlichen Büchereien, im Durchschnitt weit hinter den Zielvereinbarungen der Kommunal- und Bibliotheksverbände zurück. Speziell die Zugänglichkeit außerhalb der allgemeinen Arbeitszeiten ist zu bemängeln: nur ein knappes Drittel der Bibliotheken öffnet am Wochenende und lediglich 14% an mindestens einem Wochentag nach 19 Uhr. Ganz gegensätzlich gestalten sich die nur kurzen Besuchszeiten der zumeist ehrenamtlich geführten öffentlichen Büchereien in kirchlicher Trägerschaft, die zu 97% am Feierabend oder am Wochenende liegen, mehrheitlich und traditionell nach dem sonntäglichen Kirchgang. Mehr als ein Fünftel der juristischen und medizinischen Fachbereichsbibliotheken gewähren trotz überproportional langer Besuchszeiten unter der Woche ihren Lesern an einem Sonntag Einlaß und erzielen damit unter den hauptamtlich geleiteten Institutionen neben den Staats- und zentralen Fachbibliotheken den höchsten Öffnungsgrad an diesem Wochentag. Insgesamt betrachtet beträgt die durchschnittliche Verbreitungsquote für den Bibliothekssonntag, der mit einem Anteil von 12% unter den zentralen Universitätsbiblio-theken noch relativ häufig zu finden ist, nicht einmal 2%. Das Verhältnis von fünfzig zu rund dreitausend Bibliotheken ist zwar quantitativ als verschwindend geringe Minderheit zu bewerten, jedoch nicht in qualitativer Hinsicht. Denn einerseits erfaßt die Liste der sonntagsgeöffneten Einrichtungen zahlreiche bedeutende Namen und andererseits hat sich ihre Anzahl in den vergangenen zwanzig und speziell in den letzten Jahren mehr als verdreifacht.

Erst 1967 empfing die Universitätsbibliothek Marburg als erste Hochschulbibliothek in der Bundesrepublik Deutschland ihre Leser an einem Sonntag. Zuvor in den 50iger Jahren öffneten bereits die großen DDR-Bibliotheken ebenfalls an diesem Wochentag, gaben ihr Angebot jedoch mit der späteren Verkürzung der Wochenarbeitszeit wieder auf. Bei einer historischen Betrachtung von Bibliotheksöffnungszeiten sind nur sehr wenige wissenschaft-liche Einrichtungen zu nennen, die grundsätzlich als Vorbild für die heutige Zunahme des Bibliothekssonntags im Hochschulbereich in Betracht kommen. Nach eigenem Bekunden richten die Universitätsbibliotheken dementsprechend ihren Blick weniger zurück als ins Ausland, wo gerade in den USA, Großbritannien und den Niederlanden eine beinahe flächendeckende Verbreitung sonntäglicher Öffnungszeiten bei akademischen Bibliotheken auftritt.

Auch die öffentlichen Bibliotheken bleiben nicht unbeeinflußt von der Entwicklung in den europäischen Nachbarstaaten, in denen seit der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts eine kontinuierliche Zunahme sonntags zugänglicher Stadtbibliotheken zu verzeichnen ist. Obwohl die Sonntagsöffnungsquote in den untersuchten Ländern weit höher als in Deutschland liegt, erreicht sie nicht den Standard der USA, in der jede zweite öffentliche Bibliothek sonntägliche Besuchsmöglich-keiten, zumeist am Nachmittag, bietet. Dennoch gilt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika, daß der Sonntag der mit Abstand häufigste Schließungstag ist.

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Zu Beginn der Public Library Movement, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, galt der Sonntag angesichts überlanger Arbeitszeiten noch in zahlreichen Bibliotheken als der bestbesuchte Wochentag und war im Bewußtsein der Bevölkerung traditionell durch die Sonntagsöffnung der weitverbreiteten Sunday School Libraries verankert, die in den Jahrzehnten zuvor die öffentlichen Literaturversorgung prägten. Während somit der Bibliothekssonntag in den USA auf wenig Widerstand stieß, entfachte dagegen in Großbritannien die Frage der Sonntagsöffnung öffentlicher Einrichtungen, the Sunday Opening Question, bei verhärteten Fronten hitzige gesellschaftliche und politische Diskussionen. Für Deutschland ist dergleichen nicht überliefert, obwohl auch hierzulande um die Jahrhundertwende unter ausdrücklicher Berufung auf die amerikanischen Verhältnisse und die Grundsätze der Bücherhallenbewegung eine Vielzahl neugegründeter Lesehallen sonntägliche Besuchszeiten einführten. Sie waren jedoch nicht die ersten mit diesem Angebot, denn zuvor öffneten bereits die Bibliotheken der kirchlichen sowie der um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstehenden gewerblichen Sonntagsschulen an diesem Wochentag. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise ist der historische Bibliotheks-sonntag nur noch in Ausnahmefällen nachweisbar. Und wenn eine Einrichtung wie die Stadtbibliothek Bremen bei den Planungen zur Einführung der Sonntagsöffnung auf das Vorbild der benachbarten Niederlande und nicht auf die eigene Tradition der sonntäglichen Öffnungszeiten vor hundert Jahren verweist,924 so zeigt dies, wie wenig die kundenorientierten Sonntags- und Abendöffnungszeiten der Bücherhallenbewegung im bibliothekarischen Bewußtsein verankert sind.

Die mangelnde Kenntnis ehemaliger Öffnungszeiten ist nur ein Indiz für das geringe Inter-esse, das sowohl die Berufsvertreter als auch die Forschung diesem Thema entgegen-bringen. Zwar sind die heutigen Besuchsmöglichkeiten von Bibliotheken nicht wie in den Jahrhunderten vor der Professionalisierung des deutschen Bibliothekswesens als willkürlich und grundsätzlich unzulänglich zu bezeichnen, doch bei der Festlegung neuer Besuchs-zeiten finden in einer Vielzahl von Fällen sachlich fundierte Kriterien für die optimale Gestal-tung von Öffnungszeiten weiterhin keine Anwendung. Nur wenige Einrichtungen führen vor-bereitende Kundenbefragungen durch, setzen Testphasen voraus oder stellen Nutzungs-statistiken für unterschiedliche Tageszeiten und Wochentage auf. Und während beispiels-weise zur Verschlagwortung, der die Bibliotheksbenutzer gemeinhin nur eine geringe Be-achtung schenken, ein reger fachlicher Austausch, zahlreiche Veröffentlichungen und Fort-bildungsveranstaltungen zu finden sind, werden die Öffnungszeiten trotz ihrer großen Wir-kung sowohl für die Besucher als auch die Mitarbeiter als auch für den geldgebenden Un-terhaltsträger nur selten thematisiert. Dabei liegen durchaus wissenschaftliche Unter-suchungen vor, die die allgemeine Bedeutung dieser Dienstleistung unterstreichen. Im Jahr 1979 stellte Waldemar Schuh nach der Auswertung einer Erhebung zum Leistungsspektrum verschiedener Hochschulbibliotheken fest, daß ein enger Zusammenhang zwischen der Be-nutzung und den Öffnungszeiten besteht. Er konnte sehr hohe Korrelationskoeffizienten zwi-schen der Länge der Besuchszeiten einerseits und insbesondere der Benutzungsfrequenz und dem Gesamtumsatz andererseits nachweisen.925 „Dieses Ergebnis ist deshalb so be-deutend, weil wohl kaum ein Bibliothekar das Gewicht dieser Variablen auch nur annähernd so hoch veranschlagt hat.“926 Zwei Männer indes konstatierten diesen Zusammenhang bereits Jahre zuvor und ihre Aussagen erhalten durch Schuhs Untersuchung ein wissenschaftliches Fundament. 1903 schrieb der Charlottenburger Volksbibliothekar Gottlieb Fritz: „Man hat mehrfach sogar die Bewegung als Lesehallenbewegung im engsten Sinne aufgefaßt und sich damit begnügt, Lesehallen mit geringer Öffnungsdauer einzurichten, die wie nicht anders zu erwarten, nur geringe Erfolge aufweisen konnten. Die Erfahrung lehrt, auf eine kurze der Mathematik entlehnte Formel gebracht, daß bei einer Vermehrung der Lesestunden in arithmetischer Progression die Benutzungsziffer nahezu in geometrischer Steigung anwächst.Aber dieser Einsicht verschließt man sich leider nur zu oft und klagt dann, daß das Bedürfnis nach einer Lesehalle nicht vorhanden sei.“927 Und vierzig Jahre später forderte Joseph Caspar Witsch sonntägliche Öffnungsstunden wie vor ihm bereits Karl Benjamin Preusker, Emil Jaeschke und Bona Peiser mit der Behauptung, daß „dieses Verhältnis von Öffnungszeiten und Gesamtwirkung so fest ist, daß man daraus das Gesetz ableiten kann, bei schlechten Arbeitsergebnissen zuerst auf die Öffnungszeiten zu sehen, dort liegt die Ursache für die unbefriedigenden Ergebnisse.“928 Als das bedeutendste bibliothekarische Serviceangebot erweisen sich die Öffnungszeiten auch in jüngster Zeit. Nach der landesweiten Kundenbefragung an nordrhein-westfälischen Hochschulbibliotheken des Jahres 2001, an der sich über 20.000 Freiwillige beteiligten, belegen die Besuchszeiten in der Kategorie der wichtigsten Dienstleistung den ersten Rang noch vor dem Buchbestand und in weitem Abstand zu den elektronischen Angeboten.

Weniger eindeutig fällt bei der Sekundäranalyse dieser Erhebung die Antwort auf die Frage aus, ob die Sonntagsöffnung dem Nachfragebedarf entspricht. Grundsätzlich erhält der Sonn-tag geringere Zustimmungswerte der Besucher als eine Verlängerung der Öffnungszeiten unter der Woche. Bei einer durchschnittlichen Befürwortung von 10% für den Bibliotheks-sonntag treten starke Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen von 1% bis 43% zutage. Während nach diesen Ergebnissen sonntägliche Öffnungszeiten nicht für Fachhoch-schulbibliotheken und Institutionen technischer oder naturwissenschaftlicher Fachaus-richtung zu empfehlen sind, bekunden gerade Studierende höheren Semesters, insbeson-dere der Fächer Jura und Medizin, als auch Berufstätige, Auswärtige und intensive Bibliotheksnutzer ein spezielles Interesse.

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Obgleich aus der Kunden- und Passantenbefragung der Stadtbibliothek Bremen von 2001 ebenfalls kein eindeutiger Bedarf sonntäglicher Öffnungszeiten zu erkennen ist, zeigen die Erfahrungen sonntagsgeöffneter Kommunalibliotheken aus dem In- und Ausland, daß dieser Öffnungstag, insbesondere während der frühen Nachmittagsstunden, von den Lesern sehr gut angenommen wird und oftmals die höchsten Wochenumsätze erzielt. Übereinstimmende Erkenntnisse liegen darüber hinaus in den Punkten vor, daß die Sonntagskunden dem Bi-bliotheksbesuch einen hohen Stellenwert beimessen, häufiger in Begleitung kommen und länger im Haus verweilen als unter der Woche. Der Bibliothekssonntag spricht neben neuen Nutzern spezielle Zielgruppen an, die bei den kommunalen Einrichtungen Familien, berufs-tätige Männer und Studierende, die einen ruhigen Lernort suchen, umfassen. Damit ist zu-gleich der soziale Aspekt der Sonntagsöffnung genannt, den Bona Peiser bereits 1896 unter-strich, indem sie darauf hinwies, daß nicht jeder ein gemütliches Zuhause sein eigen nennt, in dem er sich in Ruhe seiner Sonntagslektüre hingeben kann.929 Die allgemeine Zugänglich-keit der Bibliothek muß für alle nicht nur in finanzieller und örtlicher, sondern auch in zeit-licher Hinsicht gewährleistet sein. Bei wieder ansteigenden Arbeitszeiten, langen Arbeitswe-gen und wachsendem Konkurrenzdruck zunehmender Freizeitmöglichkeiten kann der größte Teil der Bevölkerung am Sonntag am ehesten über seine knappen Zeitressourcen verfügen.930

Aus Sicht der Bibliotheksmitarbeiter spricht diese Argumentation gleichwohl gegen einen sonntäglichen Arbeitseinsatz. Auch sie verlangen nach einem festen Ruhetag, möglichst eingebettet in ein zusammenhängendes Wochenende, an dem sie sich der Familie, Freunden, Freizeitinteressen und gesellschaftlichen Verpflichtungen widmen können. Darüber hinaus führen sie vereinzelt religiöse Begründungen an und daß regelmäßige Sonn-tagsarbeit zu mehr Streß und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten führt. Dies sind indes keine bibliotheksspezifischen Argumente.931 Auch andere Arbeitnehmer, darunter große Berufsgruppen und Angestellte verwandter Kulturinstitutionen, sind gezwungen, sonntags zu arbeiten. Zudem läßt sich die persönliche Belastung des einzelnen bei entsprechenden Organisationsmodellen, die nicht mehr als eine monatliche oder vorzugsweise nur eine quartalsmäßige Einsatzfrequenz vorsehen, auf ein erträgliches Maß reduzieren.932

Weiter wird von den Gegnern des Bibliothekssonntags vorgetragen, daß die Öffnungszeiten an den Werktagen ausreichen bzw. daß eine Verlängerung an diesen Tagen sinnvoller sei, daß die sonntägliche Benutzung zu gering ausfalle,933 und daß schließlich keine neuen Nutzerschichten hinzugewonnen, sondern die Benutzung lediglich verlagert werde. In Einzelfällen mögen diese Aussagen zutreffen, eignen sich jedoch nicht als Pauschal-argumente, da sie durch zahlreiche Gegenbeispiele aus der Praxis wie etwa dem unerwartet hohen Besucherzuspruch in Dresden oder dem großen Erfolg der Sonntagsöffnung an der Kantonsbibliothek Baselland zu widerlegen sind. Es steht jedoch jeder Einrichtung frei, die jeweilige Nachfrage im individuellen Einzelfall durch entsprechende Erhebungen der Besucherwünsche zu überprüfen. Diese Untersuchungen mögen dann auch den Vorwurf entkräften, daß die Zugänglichkeit der Bibliothek am Sonntag nur eine Prestigeöffnungszeit sei und ausschließlich Werbezwecken diene.934 Wenn die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a.M. auf ihrer Eingangsinternetseite mit der rot hervorgehobenem Aussage: „Jetzt auch am Sonntag“ wirbt oder die Universitätsbibliothek Konstanz sich durch ihre 24-Stunden-Öffnung inklusive Pizza- und Taxiservice einer hohen Resonanz in der öffentlichen Wahrnehmung erfreut, so sind dies nicht nur legitime, sondern zugleich erfolgreiche Werbe-mittel, um eine erhöhte Ausnutzung der eigenen Bestände und Dienstleistungen zu erzielen und sich eine bessere Ausgangssituation in der Konkurrenz der Hochschulen zu erwerben. Zudem können alle Bibliotheken, von denen viele oftmals noch ein verstaubtes Behörden-image nachgesagt wird, von der öffentlichen Aufmerksamkeit und vom Ansehen einzelner Häuser als moderne, service-orientierte Dienstleistungseinrichtungen profitieren.

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Auch der Einwand, daß Wochenendausleihen einen Ersatz für die Sonntagsöffnung bieten, ist nicht stichhaltig. Wer die Wochenendausleihe von Präsenzbeständen nutzen möchte, muß in der Regel zeitlich so flexibel sein, daß er sowohl am Freitagnachmittag als auch am Montagvormittag seine Hochschulbibliothek aufsuchen kann. Der Hinweis auf die zunehmende Anzahl von digitalen Texten im Internet und Datenbanken entspricht zwar der Realität, stellt aber kein Gegenargument zur Sonntagsöffnung dar, sondern vielmehr eine Bestätigung ihrer Notwendigkeit. Eine Vielzahl der anspruchsvollen elektronischen Angebote, die aufgrund ihrer Mehrwerte an Verlinkung, vielfältiger Recherchemöglichkeiten und Multimediainhalten dem konventionellen Medienbestand verstärkt Konkurrenz leisten, müssen die Bibliotheken kommerziell gegen teure Lizenzen erwerben und dürfen sie in der Regel nur für die Nutzung in den Bibliotheksräumen freigeben. Und selbst die frei zugänglichen Internetangebote sprechen gerade für sonntägliche Öffnungszeiten, da Bibliotheken zu den wenigen staatlichen Einrichtungen zählen, die der allgemeinen Öffent-lichkeit kostenlose oder günstige Computerarbeitsplätze zur Verfügung stellen.

Die größte Hürde, die sonntägliche Öffnungszeiten in der Bibliothekspraxis überwinden müssen, sind zu hohe Kosten sowie eine schlechte Personalsituation. Diese schwerwie-genden Einwände zielen indes weniger gegen die Sonntagsöffnung an sich, als vielmehr gegen die Einführung zusätzlicher Besuchszeiten und lassen sich grundsätzlich gegen alle personal- und kostenintensiven Neuerungen anführen. Lösungsmöglichkeiten bieten sich nicht nur im Sponsoring, in der Akquisition zusätzlicher Gelder oder in Einsparungen an anderer Stelle, sondern auch in einer größeren organisatorischen Umstrukturierung, die unter Bezugnahme auf die eigenen Zielsetzungen und Leitbilder, den Mut erfordern, neue Prioritäten bezüglich der Verteilung der Öffnungsstunden zu setzen. Die berechtigte Angst vor einer siebentägigen Arbeitswoche läßt sich ferner durch eine gute und verläßliche Per-sonalführung sowie in Vertrauen auf die gesetzlichen und tariflichen Arbeitzeitschutzvor-schriften nehmen.935

Auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wendet sich nicht generell gegen sonntägliche Bibliotheksöffnungszeiten. In der Informationsbroschüre der Arbeitsgruppe Archive, Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen ist zu lesen: „Wir sprechen uns für großzügige Öffnungszeiten bei entsprechender Ausstattung mit Fachpersonal […] aus, d.h. für kundenfreundliche Bibliotheken, die sich an den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher und der Beschäftigten orientieren. Dabei muß der tatsächliche Bedarf an Sonn- und Feiertagen erhoben und in Einklang mit den Bedürfnissen der Beschäftigten gebracht werden.“936 Damit sieht ebenfalls die größte Arbeitnehmervertretung keinen inhaltlichen Widerspruch in dem Begriff „Bibliothekssonntag“ und schließt sich der Forderung von Umlauf nach einer grundlegenden quantitativen sowie qualitativen Analyse von Bibliotheks-öffnungszeiten937 nicht nur im Interesse der Kunden und Wissenschaft, sondern ebenfalls in Rücksicht auf die Mitarbeiterbelange an.

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Eine Diskussion über Öffnungszeiten ist nicht losgelöst vom Selbstbild der Bibliotheken zu führen, das zu Beginn des neuen Jahrtausends maßgeblich durch die technischen Veränderungen und den gesellschaftlichen Wandel des anbrechenden Informationszeitalters bestimmt wird. Im Internet ist es bereits heute möglich, rund um die Uhr Waren und Bücher zu kaufen, zu ersteigern und anzubieten. Auch die Bibliotheken haben sich bereits dieser Automatisierung angeschlossen, indem die Leser unabhängig von festen Angebotszeiten beispielsweise ihre Bücher nachts im Online-Katalog von Zuhause verlängern oder über das Portal Subito 938 eine elektronische Fernleihe aufgeben, die sie innerhalb von 24 Stunden per Email erhalten. Diese Reduzierung von Wartezeiten und Beschleunigung der Bibliotheks-dienstleistungen, die sich ebenso in anderen Servicebereichen, insbesondere der Informa-tionsanbieter, widerspiegeln, prägen einerseits eine hohe Erwartungshaltung der Kunden, die ständig und zu jeder Zeit über aktuelle Informationen verfügen möchten, und schaffen andererseits hohe Herausforderungen, aber auch Chancen und ein neues Selbstbewußtsein für die Bibliotheken. Sie verstehen sich nicht mehr als bloße Verleihanstalten für Printmedien und moralische Erbauungsstätten, sondern als moderne, leistungsstarke Informations- und Medienzentren, die zugleich kulturellen Weiterbildungs- und Forschungsansprüchen genügen. Zugriffsmöglichkeiten im weitestgehend zeitlichen Rahmen, wie sie die Leser aus dem Internet gewohnt sind und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen, werden auch vom Medienangebot der Bibliothek erwartet. Beim heutigen Stand der technischen Möglichkeiten und urheberrechtlichen Restriktionen, die keine frei zugänglichen Volltexte im großem Umfang ermöglichen und somit weiterhin die persönliche Anwesenheit vor Ort in der Bibliothek erfordern, sind diese Ansprüche nur durch die Gewährung ausreichender Öffnungszeiten zu befriedigen. Zukünftig könnte indes der Ausbau virtueller Dienstleistungen zu einer Reduzierung des am Sonntag eingesetzten Personals führen, wenn persönliche Fachfragen ebenso klug und schnell über eine digitale Fernschaltung beantwortet werden. Ein institutsübergreifender Online-Auskunftsdienst, der rund um die Uhr besetzt ist, ähnlich dem Question-Point-Verbund,939 könnte entsprechende Informationskompetenz auch an den Wochenend- und Abendstunden gewährleisten.

Noch jedoch bedarf der sonntägliche Bibliotheksbesucher, der z.B. von auswärts gezielt auf der Suche nach spezieller Literatur für seine Dissertation anreist, des persönlichen Beratungsgesprächs, während der Jurastudent, der sich intensiv für sein Examen vorbereitet und mit eigenen Gesetzestexten in die Bibliothek kommt, nur einen ruhigen Arbeitsplatz sucht. Der Assistenzarzt wiederum, der auch sonntags seine Laborergebnisse auswertet, muß auf die Schnelle ein bestimmtes Problem in einer Volltext-Datenbank nachschlagen. Und der berufstätige Vater freut sich, zusammen mit seinen Kindern den verregneten Sonntagnachmittag in Ruhe in der Bibliothek verbringen zu können. Gerade Stadtbiblio-theken bietet sich am Sonntag die Chance, das Dienstleistungsniveau an das anderer kommunaler Freizeiteinrichtungen anzupassen und damit nicht nur zur Belebung des örtlichen Kulturlebens und der Innenstädte am Sonntag, sondern vor allem zur eigenen Profilierung beizutragen. Die gleichzeitige Entzerrung der samstäglichen Stoßzeiten ist dabei nur ein positiver Nebeneffekt. Die Tatsache, daß die Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden an einem Sonntag im Januar 2003 über 4.300 Besucher, darunter viele Rentner und Kinder, zählte, und daß die Zentralbücherei in Manchester an einem einzigen Sonntag im Jahr 1891 über 5.885 Personen Einlaß gewährte, läßt das enorme Entwicklungspotential des Bibliothekssonntags erkennen. Dabei ist angesichts der aktuellen Entwicklung im Hochschulbereich die Zukunftsperspektive auf das öffentliche Bibliothekswesen gerichtet. Wenn die zentralen Einrichtungen in Bremen und Berlin ihre Ankündigungen verwirklichen und als erste Großstadtbibliotheken sonntägliche Öffnungs-zeiten anbieten, würden sie nicht nur dem internationalen Trend folgen, sondern auch an die vergessene Tradition der Bücherhallenbewegung anknüpfen.


Fußnoten und Endnoten

916  Vgl. Rinderspacher (2000), S. 23f und S. 144.

917  Vgl. Schupp (2001), S. 2.

918  Mit 16% nimmt der Museumsbesuch den letzten Platz ein; Noelle-Neumann (2002), S. 52.

919  Noelle-Neumann (2002), S. 56.

920  Rinderspacher (2000), S. 84f.

921 

BVerfG vom 9.6.2004, 1 BvR 636/02. Vgl. http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20040609

_1bvr063602.html.

922  Beispielsweise Beteiligung an verkaufsoffenen Sonntagen oder Stadtfesten.

923  Vgl. Kap. 5 B 1.

924  „Sonntags zum Schmökern in die Bib“ in „taz Bremen“ vom 11.7.2002.

925  Ein ebenfalls enger Zusammenhang bestand in Bezug auf die Zufriedenheit mit den Öffnungszeiten und dem Anteil der Studierenden, die bereits im 1. Semester die Bibliothek benutzten; Schuh (1979), S. 14ff.

926  Schuh (1979), S.517.

927  Fritz (1903). - In: Reyer, Eduard: Fortschritte der Volkstümlichen Bibliotheken, S. 11.

928  Witsch (1942), S. 219.

929  Bericht über die Verwaltung der Ersten Öffentlichen Lesehalle zu Berlin im Jahre 1895 (1896), S. 7.

930  Vgl. Hennessy (1985), S. 25f.

931  An dieser Stelle ist bewußt auf eine grundsätzliche Erörterung der Sonntagsarbeit und der -ruhe an sich verzichtet worden, die das Thema dieser Arbeit verfehlen und ihren Rahmen sprengen würde.

932  Als Vorbild ist die Personalplanung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a.M. zu nennen.

933  Beispielsweise da die Studierenden über das Wochenende heimfahren.

934  Vgl. Bibliotheken – Sonntags nie…. (2002), S. 7.

935  Nicht zu entkräften ist schließlich die Aussage, daß die Bibliotheken sonntags schlechter mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Dem Leid des Einen steht jedoch die Freude des Autofahrers über die guten Parkmöglichkeiten an diesem Wochentag gegenüber.

936  Vgl. http://www.verdi.de/0x0ac80f2b_0x00fea732.

937  Umlauf (1990), S. 10.

938  Ein elektronischer Dokumentenlieferdienst der Bibliotheken; vgl. „http://www.subito-doc.de“.

939  Vgl. „http://www.questionpoint.org“ und „http://www.sub.uni-goettingen.de/0_fragen.html“ und siehe auch die virtuelle Bibliotheksauskunft Großbritanniens Ask a Librarian (UK's electronic reference library), „http://www.ask-a-librarian.org.uk“.



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