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3  Wissenschaftliche Fragestellung und Arbeitshypothesen

Die Verfasserin recherchiert pädagogisch-didaktische Handlungsansätze zum Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht der Berufsschule und stellt sich hypothetisch, für die Ausbildung im Bildungsgang zum Gärtner/zur Gärtnerin, den folgenden wissenschaftlichen Fragestellun­gen:

1.

Welche wissenschaftlichen Arbeitsmittel sind zur selbstständigen Fachinformationsge­winnung in der Berufsausbildung geeignet?

Hypothese:

Spezielle Handlungsanleitungen sind zur Entwicklung von Methodenkompetenz und selbst­ständiger Fachinformationsgewinnung geeignet.

2.

Wie kann das Niveau selbstständiger Fachinformationsgewinnung mittels digitaler Me­dien in der dreijährigen Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin graduiert und vari­iert werden?

Hypothese:

Auszubildende des 1. Ausbildungsjahres (Grundstufe) erschließen selbstständig Fachinforma­tionen in Nutzung einer „Handlungsanleitung zum Umgang mit Datenbank-CD-ROM“.

Auszubildende des 2. Ausbildungsjahres (Fachstufe I) erschließen selbstständig Fachinforma­tionen in Nutzung einer „Handlungsanleitung zum Umgang mit einer Katalog-CD-ROM“.

Auszubildende des 3. Ausbildungsjahres (Fachstufe II) erschließen selbstständig Fachinfor­mationen in Nutzung einer „Handlungsanleitung zum Umgang mit dem Internet“, bei Vorga­be eines speziellen Adresseintrages.


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3.

Wie kann die Handlungsanleitung generell aufgebaut werden, um den Ansprüchen der Verinnerlichung durch den Lernenden und des Transfers auf adäquate Prozesse zu genü­gen?

Hypothese:

Die Auszubildenden orientieren sich in der neuen Informationsquelle über eine Handlungsan­leitung, die im allgemeinen Teil eine Schrittfolge zur Interiorisation und Algorithmisierung und im zweiten Teil eine Anwendungs- und Kontrollsituation anbietet.

4.

Wie kann die Handlungsanleitung zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung mittels digitaler Medien differenzierte Zugangsvoraussetzungen und individuelle Vorkenntnisse im Umgang mit Computern relativieren?

Hypothese:

Die Handlungsanleitung ist für Auszubildende differenzierter Zugangsvoraussetzungen zur Berufsausbildung lesbar, die Schrittfolge ist für alle gleichermaßen verständlich. Über- und Unterforderungen sind vom Fachlehrer durch ein geeignetes Unterrichtsregime relativierbar.

Die Anwendungs- und Kontrollsituation ist auch bei differenzierten Zugangsvoraussetzungen zur Berufsausbildung und bei divergierenden Einzelleistungen im Klassenverband vom Ein­zelnen weitestgehend selbstständig und innerhalb des Zeitlimits realisierbar. Über- und Unter­forderungen sind vom Fachlehrer so präventierbar, dass die Motivation für eine kontinuierli­che Fachinformationsgewinnung über die vorgestellte Informationsquelle angeregt wird.


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26.04.2004