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4  Arbeitsmethodisches Vorgehen

Die methodische Abwicklung der wissenschaftlichen Untersuchung lässt sich prinzipiell in Untersuchungsetappen gegliedert beschreiben:


Untersuchungsetappen

Analyse des Erkenntnisstandes zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung im Hin­blick auf die Erarbeitung einer theoretischen Ausgangsposition

Konzept in Reflexion des Standpunktes der Verfasserin

Erarbeitung von Untersuchungsmaterialien zur selbstständigen Fachinformations­gewinnung mittels digitaler Medien

Erprobung der methodischen Orientierungshilfen zur selbstständigen Fachinformati­onsgewinnung mittels digitaler Medien

Auswertung der Untersuchungsergebnisse

eventuelle Überarbeitung der Untersuchungsmaterialien und Aufbereitung für die Praxis


Die Etappenbildung ist logisch-hierarchisch angelegt. Theoretische und empirische Untersu­chungsmethoden ergänzen einander und dienen der Realisierung der Zielstellung.


Die 1. Untersuchungsetappe setzt mit der Analyse des Erkenntnisstandes im Hinblick auf die Erarbeitung der theoretischen Ausgangsposition ein.

Im Detail zielt das auf die Reflexion theoretischer Meinungen und Standpunkte wissenschaft­licher Wegbereiter, die Nutzung dieser als Diskussionsgrundlage zu den Ansichten der Ver­fasserin und als Basis für die Entwicklung und Erprobung der Unterrichtsmaterialien.


Inhalt:

Recherche zum Kompetenzbegriff

Analyse des vorliegenden Standes der selbstständigen Fachinformationsgewinnung in der Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin in der Bundesrepublik Deutschland

Analyse digitaler Informationssysteme zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung

Analyse methodischer Orientierungshilfen zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung


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Methoden:

Literatur- und Dokumentenanalyse

Befragung von Fachwissenschaftlern, Vertretern von Berufsverbänden, Mitgliedern von Lehrplankommissionen, Vertretern des ZVG Gartenbau

Auswertung von Diplomarbeiten und Dissertationen

Nutzung eigener Erfahrungen in Folge der Teilnahme

  1. am XVIII. Agrarpädagogischen Kolloquium 1999 in Landshut
  2. am XIX. Agrarpädagogischen Kolloquium in Prag (Veröffentlichung eines Beitrages in den Proceedings)
  3. an den „Study Days“ in Tourla, Finnland

In der 2. Untersuchungsetappe positioniert sich die Verfasserin punktuell zu Ergebnissen der Literaturrecherche und entwickelt ein eigenes Konzept zur selbstständigen Fachinformations­gewinnung mittels digitaler Informationssysteme.


Inhalt:

Auseinandersetzung mit Standpunkten zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung

Entwicklung einer Strategie zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung

Entwicklung konzeptioneller Vorstellungen zur Erstellung methodischer Orientierungs­hilfen für die selbstständige Fachinformationsgewinnung


Methoden:

Nutzung der Ergebnisse der 1. Untersuchungsetappe

weitere Literaturrecherche

Aufbereitung der Erfahrungen aus 20-jähriger pädagogischer Tätigkeit im Berufsschul­dienst


Die 3. Untersuchungsetappe dient der Entwicklung von methodischen Orientierungshilfen, die für die selbstständige Gewinnung von Fachinformationen geeignet sind.

Inhalt:

didaktisch-methodische Aufbereitung von ausgewählten Lerninhalten als Grundlage des pädagogischen Experimentes und Selektion geeigneter Unterrichtsmedien

Konzeptionierung des allgemeinen Vorgehens und der Unterrichtsvorschläge in Form von Handlungsanleitungen


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Methoden:

Literaturrecherche

Analyse des Rahmenlehrplans in der Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin

Untersuchungen von Anwendersoftware

Recherche im Internet

Analyse der eigenen pädagogischen Arbeit


Die 4. Untersuchungsetappe involviert die Vorbereitung und Durchführung pädagogischer Experimente (jeweils mit Vor- und Haupterprobung). Eine gesonderte Erprobungsmethodik untersetzt Rahmenbedingungen und Abwicklung der Erprobung.


Der Überprüfung der theoretischen Ausgangsposition unter praktischen Bedingungen dient:

a)

Vorerprobung

Inhalt:

Erprobung von Unterrichtsmaterial in der theoretischen Berufsausbildung der Klassenstu­fen 1, 2 und 3 im Bildungsgang zum Gärtner/Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau an der Stammschule der Verfasserin, dem Beruflichen Schulzentrum in Freiberg

Umfang der Vorerprobung: 30 Probanden

Prüfung der Methodik; Auswertung auf Eignung und Weiterentwicklung


Methoden:

Beobachtung von Auszubildenden im selbst gehaltenen Unterricht

Hospitation bei Kollegen, die das Experiment im Auftrag der Verfasserin durchführen

schriftliche Befragung von Auszubildenden

mündliche Befragung von Auszubildenden

a)

Haupterprobung

Inhalt:

Realisierung der vorerprobten Handlungsanleitungen in fünf Bundesländern

Definition einheitlicher wissenschaftlich-organisatorischer Rahmenbedingungen an aus­gewählten Schulen der Bundesländer


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Untersuchungsmethoden:

Beobachtung von Auszubildenden im selbst gehaltenen Unterricht

schriftliche Befragung der Auszubildenden, die als Probanden agieren

schriftliche Befragung von Fachlehrern


Die durch die empirische Erhebung gegründeten Daten erfahren in der 5. Untersuchungsetappe eine Auswertung, die mittels gesonderter Auswertungsmethodik erfolgt.


Inhalt:

Beschreibung des grundsätzlichen Instrumentariums zur Datenanalyse und zur graphi­schen Darstellung

allgemeine Interpretation von Teilergebnissen


Methoden:

rechnergestützte Erfassung, Aufbereitung und Auswertung der Daten


Die 6. Untersuchungsetappe ist die Etappe der Evaluierung und eventuellen Optimierung. Defizite in der Anlage der methodischen Orientierungshilfen erfahren einen Ausgleich im Status eines Vorschlages.


Inhalt:

Evaluierung der methodischen Orientierungshilfen zur selbstständigen Fachinformationsgewinnung mittels digitaler Medien

Überarbeitung des Untersuchungsmaterials

Nacherprobung

Ausblick


Methoden:

Positionierung zum Erprobungsergebnis und Fehleranalyse

Analyse der eigenen pädagogischen Arbeit

erneute Untersuchungen von Anwendersoftware

erneute Recherche im Internet

Beobachtung von Auszubildenden im selbst gehaltenen Unterricht

schriftliche Befragung der Auszubildenden, die als Probanden agieren

rechnergestützte Erfassung, Aufbereitung und Auswertung der Daten


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26.04.2004