6 Schlußfolgerung

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Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, daß sich die beiden deutschen Kohorten Potsdam und Heidelberg bei vielen der reproduktiven Faktoren erheblich unterscheiden. Dies gilt vor allem für die hauptsächlich sozial- und gesellschaftlich beeinflußten Faktoren wie dem Abstand zwischen Menarche und erster Geburt, dem Alter bei der ersten Geburt, dem Anteil der Nullipara und dem Anteil der Frauen, die ihr erstes Kind mit über 30 bekommen haben. Bei vorwiegend biologisch determinierten Faktoren wie dem Alter bei Menarche sind die Unterschiede dagegen sehr gering.

Dasselbe gilt, obwohl auch sie zu den vorwiegend sozial und gesellschaftlich beeinflußten Faktoren gezählt werden, überraschenderweise auch für die meisten Faktoren zur Einnahme von Pille und HRT.

Neben der Notwendigkeit, für Nicht-Ernährungsfaktoren, die einen Einfluß auf die Entstehung chronischer Erkrankungen haben, wozu in der EPIC-Studie auch die reproduktiven Faktoren gehören, zu kontrollieren, müssen bei späteren Analysen im Rahmen der EPIC-Studie auch die in dieser Arbeit dargestellten Unterschiede in den Verteilungen der reproduktiven Faktoren zwischen Potsdam und Heidelberg berücksichtigt werden. Dabei muß jeweils geprüft werden, ob die Analyse für beide Kohorten gemeinsam durchgeführt werden kann, oder ob andere Methoden notwendig sind.

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Außer den reproduktiven Faktoren muß auch berücksichtigt werden, daß die Variable „Ausbildung“, wie die Ergebnisse dieser Arbeit nahelegen, offenbar nicht in beiden Kohorten dasselbe abbildet.


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25.05.2005