2 Fragestellung und Zielsetzung

↓33

Zielsetzung dieser Arbeit war der Nachweis eines kompletten lokalen RAS in menschlicher Haut sowie die Gewinnung erster Erkenntnisse über mögliche Veränderungen im Expressionsmuster des RAS bei ausgewählten Dermatosen.

↓34

Zu einem kompletten, lokalen RAS gehören die zur Ang II Synthese notwendigen Faktoren - also das Vorläuferprotein Angiotensinogen sowie die Enzyme Renin und ACE – sowie die Rezeptoren für Ang II, das sind im wesentlichen die Subtypen AT1 und AT2. Diese RAS Komponenten sollten auf mRNA- und Protein-Ebene nachgewiesen werden. In einem ausgewählten Zelltyp, den Keratinozyten, sollte darüber hinaus der direkte Nachweis von Ang II als ultimativer Beweis für die Fähigkeit kutanen Gewebes zur Ang II Synthese erbracht werden.

Die Expression aller genannten RAS Komponenten auf mRNA-Ebene wurde in Primärkulturen verschiedener Zelltypen (Keratinozyten, Melanozyten, dermalen Fibroblasten und dermalen mikrovaskulären Endothelzellen) mittels RT-PCR untersucht. Auf Gewebe-Biopsien wurde an dieser Stelle bewusst verzichtet, da diese Gefäße enthalten würden und von Gefäßendothelien bekannt ist, dass sie alle Komponenten des RAS enthalten. Damit wäre keine spezifische Aussage über die Verhältnisse in der Haut mehr möglich.

Zusätzlich sollte die Expression von Angiotensinogen, Renin und ACE sowie der Angiotensin-Rezeptoren auf Protein-Ebene immunhistochemisch mittels APAAP-Färbungen untersucht werden.

↓35

Abschließend sollte das so ermittelte Expressionsmuster der RAS-Komponenten in gesunder Haut mit dem in pathologisch veränderter Haut verglichen werden, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, ob das RAS unter pathophysiologischen Bedingungen möglicherweise Änderungen unterliegt. Wegen des erwiesenen Einflusses von Ang II auf Zellproliferation und –differenzierung wurden drei Dermatosen ausgewählt, zu deren Charakteristika unter anderem eine gestörte Keratinozytenproliferation gehört.

Folgende Erkrankungen wurden ausgewählt:

  1. Hyperkeratotische Erkrankung
    •Psoriasis vulgaris
  2. Tumorerkrankungen
    Basaliom (semi-maligne)
    Spinaliom (maligne)


© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
DiML DTD Version 4.0Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML-Version erstellt am:
20.09.2006