4 Das chinesische Bibliothekswesen im internationalen Umfeld

Knowledge is global - no national boundaries”

4.1 China und zwei wichtige bibliothekarische Einrichtugen: IFLA und OCLC

4.1.1 China und die IFLA, der heutige “World Library and Information Congress”

Am 30. September 1927 wurde auf Initiative der USA, Großbritanniens und 14 anderer Länder, eine internationale Organisation gegründet, die IFLA. China gehörte zu diesen 14 Ländern. Am 50. Geburtstag des Bibliotheksvereins in Edinburgh (Großbritannien), nahm WEI Lihua (Mary Elizabeth Wood, 1861-1931)1 teil und unterschrieb für die chinesische Delegation. WEI Lihuas Student SHENG Zuyong nahm als einziger chinesischer Delegierte an der ersten IFLA Konferenz 1929 in Italien teil. 2 Nach Gründung des neuen China im Jahr 1949 wurden die Kontakte zur IFLA aus verschiedenen Gründen unterbrochen. Im Jahr 1981 trat China in diesen Weltverband wieder ein.3 Danach sandte China jedes Jahr ihre Fachleute zu IFLA Konferenz. Im Jahr 1995 fand die IFLA Konferenz zum ersten Mal in Beijing statt. An der IFLA Tagung Boston 2001 hat eine 110-Personen starke Delegation teilgenommen.

Die chinesischen Kollegen nehmen an wissenschaftlichen Aktivitäten heute verstärkt teil. Von den 170 Artikeln für die 67. IFLA Tagung in Boston kamen nur 3 aus China. Im Juni 2001 wurde WU Jianzhong, der vertretende Direktor der „Shanghai Bibliothek“, als Mitglied des IFLA-Boards aufgenommen, was auf eine aktive Teilnahme hoffen lässt. Zur 69. IFLA Konferenz in Berlin 2004 wurde eine Delegation von 60 Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, die vom chinesischen Bibliotheksverband organisiert und geleitet wurde, nach Berlin geschickt. Weitere [Seite 180↓]Teilnehmer wurden von den jeweiligen Provinzen versandt. Außerdem hat noch eine vier Personen starke Delegation, die vom Auswärtigen Amt nach Deutschland eingeladen wurde, auch an der IFLA Konferenz in Berlin teilgenommen. Es wurden Beiträge von 6 Teilnehmern angenommen.

Die chinesischen Kollegen müssen die Sprachschwierigkeiten überwinden, denn die fünf offiziellen Arbeitssprachen sind Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Russisch. 2001 waren 159 von 170 aufgenommenen Artikeln in Englisch verfasst (über 90%), 6 auf Französisch (4%), 4 auf Spanisch (2%) und ein Artikel auf Deutsch. Die meisten chinesischen Teilnehmer an der 67. IFLA Tagung in Boston konnten allerdings nicht auf Englisch kommunizieren. Aufgrund des Schwierigkeitsgrades der Sprache und hohen daraus resultierenden Kosten ist momentan nicht geplant, Chinesisch als offizielle Sprache in die IFLA aufzunehmen.4 Es besteht aber die Möglichkeit von China aus, chinesische Übersetzer zu entsenden. Wenn China aktiv teilnehmen möchte, müssen sich die Teilnehmer noch sprachlich, fachlich und wissenschaftlich verbessern.

4.1.2 China und OCLC

4.1.2.1 OCLC in China

Bis zum Dezember 2000 gab es im Asien-Pazifik Gebiet 266 Mitglieder beim OCLC. Darunter befinden sich 22 Mitglieder aus China. Bis zum Juli 2001 gab es im Asien-Pazifik Gebiet 1.893 Bibliotheken, die die Produkte oder den Service des OCLC nutzten. 720 Bibliotheken befinden sich auf dem Festland Chinas; 436 in Japan; 310 in Korea; 169 in Taiwan; 139 in Australien; 41 in Neuland; 20 in Hongkong; 15 in Thailand; 14 in Indien; 14 in Malaysia; 9 in Singapur; 3 in Philippinen; 1 in Macao; 1 in Mikronesien und 1 in Pakistan.

Vor dem Jahre 2001 gab es ein einziges Mitglied (Direktor Shirley Leung aus Hongkong) in der Kommission der OCLC aus der Asien-Pazifik Region. Der Exekutivvorsitzenden Herr WANG Xingren, der für die Asien-Pazifik Region zuständig war, erreichte, 2001 zwei Mitgliedschaftswahlen für China und Japan durchzuführen. Nach der Wahl wurden Herr Prof. CHENG Huangwen aus China und [Seite 181↓]Herr Michitaro Urakawa aus Japan Mitglieder (vom Okt. 2001 bis zum Mai 2004) der Kommission der OCLC.5 Dies zeigt, dass erstens, die OCLC viel Wert auf die Beteiligung chinesischer Bibliotheken liegt und zweitens, dass die chinesischen Bibliotheken diese Dienstleistung nützen wollen. Die Mitgliedschaft in der Kommission der OCLC ermöglicht erstens die Verstärkung der Informationskommunikation zwischen OCLC und den Mitgliedsbibliotheken Chinas, zweitens die Erstellung von Vorschlägen an die OCLC, unter der Berücksichtigung des Gesamtziels der OCLC und der eigenen Interessen des Mitgliedes, drittens die Forderung und Verbesserung in China nach globaler Kooperation und gemeinsamer Nutzung der Ressourcen in den Bibliotheken.

1986 machte die OCLC eine Produktspromotion in der Shanghai Bibliothek. Sie wollte die Software CATCD (DOS Version) an Bibliotheken verkaufen. Diese Katalogisierungssoftware war damals nicht so gut wie die von der LC (Library of Congress), sondern noch komplizierter. Die Produkte vom OCLC werden am Anfang wenig genutzt. Aber unter der raschen Entwicklung der OCLC wurden die Produkte auch in den chinesischen Bibliotheken aufgenommen, so wird z.B. bis heute sogar die Katalogisierungssoftware "CatCD for Windows" in manchen Bibliotheken benutzt, darunter auch von der "Abteilung der Katalogisierung der Fremdsprachen" in der Nationalbibliothek in China.6

4.1.2.2 Beispiele der OCLC Mitglieder in China

1.) Die Nationalbibliothek Chinas

Die Nationalbibliothek Chinas (NBC) ist die größte Bibliothek Asiens und gemessen an der Bestandsgröße die fünftgrößte Bibliothek der Welt. Der Gesamtbestand beträgt ca. 21 Millionen. Sie besitzt den größten chinesischen Literaturbestand in der Welt. Die Bibliothek wurde 1909 gegründet und befindet sich in Peking. Täglich besuchen 6000 bis 7000 Leser die Bibliothek, welche über 30 Lesesäle verfügt. Zu [Seite 182↓]ihrem Bestand gehören auch Bücher aus der Song- (960-1279), Yuan- (1260-1368), Ming- (1368-1644), und Qingdynastie (1644-1911). Seltene Werke sind bis zu 700 Jahren alt.

Die wichtigste Bibliothek Chinas ist seit 2002 Mitglied der OCLC. Die NBC wird "do its current cataloging online with OCLC". Sie nimmt am Service Interlibrary Loan (ILL) teil und darf im Moment nur als Ausleiher, nicht als Verleiher fungieren.

Die Anwendung von Dienstleistungen des OCLCs wurde von beiden Seiten geschätzt. Die NBC glaubt, dass die gemeinsame Nutzung von Informationen mit anderen Bibliotheken aus aller Welt die Dienstleistung wesentlich verbessern wird. Mit der OCLC wird die Katalogisierung der fremdsprachigen Literaturen in der NBC qualitativ verbessert und effizienter gestaltet. Andererseits werden der OCLC die chinesischen bibliographischen Aufnahmen angeboten. Dadurch kann der umfangreiche Bestand der NBC von allen Bibliotheken besser genutzt werden. Nach Meinung von Herrn Andrew H. Wang, Direktor, OCLC Asien Pazifik Service, ist es für die OCLC auch ein wichtiges Ergebnis, die NBC als Mitglied aufgenommen zu haben. Durch diese Zusammenarbeit wird sowohl OCLC als auch die NBC den Informationsservice Chinas auch in der Welt wesentlich verbessern können.7

2.) Tsinghua Universität in Peking

Tsinghua Universität, gegründet 1911, ist die berühmteste Universität Chinas. Das Netzwerkzentrum der "China Education and Research Network", der sogenannte „Internetarm“(Verteiler) für die chinesischen Universitäten und Hochschulen, befindet sich in der Tsinghua Universität. 1996 öffnete das Tsinghua OCLC Service Zentrum in Peking.8


[Seite 183↓]

Abbildung 19: Die Tsinghua Universität

Quelle: http://www.tsinghua.edu.cn/chn/index.htm , 06.03.04.

3.) Die Shanghai Medical University Library

Die Shanghai Medical University, gegründet 1927, ist eine der wichtigsten Medizinuniversitäten Chinas, unter der direkten Verantwortung des Öffentlichen Gesundheitsministeriums Chinas. Sie wird von 607.000 Besuchern im Jahr genutzt. Sie verfügt über einen Bestand von 333.000 Bänden und mehr als 2800 Zeitschriften. Sie ist die Zentralbibliothek Ostchinas des "National Medical Literature Resource Sharing Network". Im Oktober 1998 ist die Shanghai Medical University Library auch Mitglied der OCLC geworden und ist daher die erste medizinische Bibliothek Chinas, die Mitglied in der OCLC ist. Die Bibliothek ist sehr begeistert, ein Teil vom Informationsnetzwerk der OCLC zu sein. Sie wird den Katalogisierungsservice der OCLC mitbenutzen.9

4.) The Chinese University of Hongkong

Diese Universität ist der erste Nutzer des Hongkong FirstSearch Angebotes vom OCLC geworden. Mit dem elektronischen „Collections Online Service“der OCLC bietet die Universitätsbibliothek ihren Nutzern 193 elektronische Zeitschriften an. Sie katalogisieren ihren Bestand online mit dem "OCLC Cataloging Service".10


[Seite 184↓]

4.2  Fremdsprachige Literatur in chinesischen Bibliotheken

4.2.1 Fremdsprachiger Bestandsaufbau in chinesischen Bibliotheken

4.2.1.1 Tauschprogramme

Die Erwerbung von ausländischer Literatur erfolgt durch Kauf, Tausch oder Geschenk. Das ausländische Schrifttum „wird aufgrund von Tauschbeziehungen mit über 2000 ausländischen Institutionen aus 200 Ländern erworben. So erhält die Nationalbibliothek aufgrund eines Austauschprogramms mit der Library of Congress den gesamten Satz der amerikanischen Regierungsdokumente, der jährlich rund 30.000 Mikrofiches umfasst“.11 Der internationale Publikationenaustausch ist ein wichtiger Teil beim Bestandsaufbau in den chinesischen Bibliotheken. Der Statistik nach unterhält die Nationalbibliothek China einen Schriftentausch mit 999 Bibliotheken und verwandten Einrichtungen in 177 Ländern. Die Bibliothek bekommt dadurch jährlich über 2.000 Zeitschriften und 2.000 Bücher und weitere Medien, wie Zeitungen, Kongressdokumente, CD-ROM usw.

Zwischen 1951-1954 nahm die Nationalbibliothek diese Austauschbeziehung mit einigen sozialistischen Staaten in Ost- und Mitteleuropa auf, darunter die Staatsbibliothek Berlin in der Deutschen Demokratischen Republik, die Nationalbibliotheken in Polen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien. Die Deutsche Bücherei in Leipzig hat drei Hefte vom „Yongle Dadian“ (Yongle Encyclopedie), ein berühmtes klassisches chinesisches Werk, das im Auftrag der Kaiser in der Ming-Dynastie (1368-1644) verfasst wurde, im Jahr 1954 an das neue China zurückgegeben. Die NBC übernahm im Auftrag des „Verlags für Fremdsprachige Publikationen Chinas“ (Zhongguo Waiwen Chubanse) den Schriftentausch mit fremdsprachigen Büchern. Die Bibliothek hat z.B. 17 Titel von Zeitschriften in englischer, russischer, deutscher, japanischer, französischer Sprache und 163 Buchtitel ins Ausland geschickt.

Während der Kulturrevolution (1966-1976) ging dieser Austausch zurück. Vor der Kulturrevolution gab es in China 87 Verlage. Bis 1970 blieben von diesen aufgrund [Seite 185↓]der Kulturrevolution nur 53 Verlage übrig. Zwischen 1966 bis 1970 wurde jährlich weniger als 600 Titel Bücher veröffentlicht. Im Jahr 1950 erschienen in China noch ca. 300 Zeitschriften; 1969 waren es nur noch ca. 20 Zeitschriften. Zwischen 1968 bis 1972 erschienen in China nur 42 Zeitungen, das ist die geringste Zahl in den letzten hundert Jahren in der chinesischen Geschichte.

Erst nach der Kulturrevolution wurden die Austauschprogramme wieder aufgenommen und erlebten eine schnelle Entwicklung. Die wichtigsten Tauschpartner der NBC sind die USA, Japan, Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. 60% aller Tauschpartner befinden sich in diesen Ländern und 80% aller ausgetauschten Publikationen kommen aus diesen Ländern.12

Vor 20 Jahren „hat noch keine der von der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz angeschriebenen Provinzbibliotheken auf den Tauschwunsch bezüglich ihrer bibliothekarischen Fachzeitschriften reagiert“,13 jetzt plant China aber Tauschpartner und diese Kooperation weiter auszubauen. Die NBC hat das Potential für eine Intensivierung des Schriftentausches. Für die Amtsdruckschriften schickt die NBC von jedem chinesischen Buch, das sie selbst erhält, ein Exemplar an die Library of Congress. Im Bestand der NBC waren 2001 über 300.000 Dubletten mit einem Gesamtwert von mehr als 8 Mio. CNY.14 China kann dahingehend von den Tauschprogrammen profitieren, dass, obwohl das Niveau ständig steigt, die Buchpreise in China im Vergleich mit den USA und Europa sehr viel billiger sind. Deshalb findet „der Tausch zumeist auf Stück- oder Titelbasis statt, da eine Berechnung aufgrund des Dollarkurses sich für die Chinesen als zu nachteilhaft [erweisen] würde“.15 Ein Buch mit einem Umfang von 200 Seiten kostet in China 100 CNY, in Europa dagegen vielleicht 50 Euro (ca. 400 CNY). Unter diesem Gesichtspunkt ist die Erwerbung ausländischer Literatur über den Schriftentausch wirtschaftlich effizienter als der Ankauf. Durch den günstigen Preis kann die Staatsbibliothek zu Berlin alle chinesischen Bücher mit „Einband“ erwerben, da für die Einbandarbeiten in China nur ein paar Pfennig mehr an Kosten anfalle. Die [Seite 186↓]Kosten für die Einbandarbeiten der japanischen Sammlungen belaste dagegen den Etat.16

4.2.1.2 Erwerbung und die Wirkung des Beitritts zur WTO

Ein Beispiel: Importierte ausländische Bücher in der Shenzhen Bibliothek.

Tabelle 1117: Erworbene ausländische Bücher und Zeitschriften18

Jahrgang

Titel

Hefte

Kosten, CN Yuan, (Euro)

1998

312

312

244.312

(ca. 30.000 Euro)

1999

559

559

345.810

(ca. 43.000 Euro)

2000

587

587

559.676

(ca. 70.000 Euro)

Tabelle 12:Durchschnittliche Preise der erworbenen ausländischen Bücher und Zeitschriften

Jahrgang

1998

1999

2000

Preis in CN Yuan (in Euro)

783 Yuan

(98 Euro)

619 Yuan

(77 Euro)

953 Yuan

(119 Euro)

Der Preis der ausländischen Bücher und Zeitschriften errechnet sich folgendermaßen:

Preis = Original-Preis + aktueller Umrechnungskurs + Steuer + Xishu (wie Gebühr) der Import- und Export Firma.


[Seite 187↓]

Jede Import- und Export Firma wurde eine sogenannte „Xishu“ zugeordnet. Diese unterschied sich von Firma zu Firma. „Gekauft wird ausländische Literatur im Prinzip nur über die China National Publication Import Corportation (CNPIC)19 Beijing. Mit Ausnahme der Academia Sinica und der Akademie für Sozialwissenschaften mussten bisher alle anderen Institutionen bei der CNPIC ihre Bestellungen für ausländische Literaturkäufe aufgeben“.20 Diese Situation hat sich nach fast 20 Jahren nicht geändert. Zur Zeit haben nur ganz wenige staatliche Firmen das Recht ausländische Bücher und Zeitschriften zu importieren, z.B. die „China National Publications Import & Export (Group) Co.“, „China International Publications Trade Co.“ sowie die “Educational Publications Import & Export Co.”. Darunter ist die „China National Publications Import & Export (Group) Co.“ die größte Firma. Die anderen sind kleiner und können neben ihr auf dem Markt kaum bestehen. Dies führt dazu, dass für importierte Literatur ein sehr hoher Preis verlangt wird. Der Service dieser Firma ist nicht gut, da sie keine Konkurrenz hat.

Die Erwerbungsmethode ist seit Jahren einseitig und veraltet, trotz der Entwicklung des Marktes und der Veränderung der allgemeinen Rahmenbedingen: Die „Publications Import- und Export Firma“ schickt den Bibliotheken monatlich ihre Bibliographie zu, mit der die Bibliotheken, ihrem Erwerbungsprinzip und –Schwerpunkt nach, gewünschte Titel auswählen können. Dann überprüft die Bibliothek, ob sie die Titel schon besitzt. Daraufhin drucken sie die Erwerbungsliste aus und senden sie an die Import- und Export Firma. Dieser Geschäftsgang ist viel zu kompliziert und dauert zu lange, bis die neuen Bücher endlich in der Bibliothek erscheinen. Nach der bibliothekarischen Bearbeitung dauert es 1 bis 2 Jahre in chinesischen Bibliotheken, bis ein Buch öffentlich zugänglich zur Verfügung steht. Das ist eine viel zu lange Bearbeitungszeit.

Die chinesische Regierung hat diesen Markt noch nicht geöffnet. Aber wegen des Beitritts zur WTO sollte der Markt zunehmend geöffnet werden. Zur Zeit gibt es in Beijing und in Shanghai einige ausländische Agenturen, die das Importrecht besitzen, z.B. von der „World Bank“ und dem „Wangwen Verlag“ aus Taiwan. Einige berühmte inländische Verlage haben auch das Importsrecht wie der „Wirtschaft Verlag“ (Jingji Chubanshe). Die Anzahl solcher Firmen, Verlagen und Agenturen wird [Seite 188↓]ansteigen und die Erwerbungsmethoden werden vielseitiger. Der Beitritt zu WTO wird auch die Importsstreuern senken. Daher wird auch der Preis sinken können.

4.2.2 Katalogisierung der fremdsprachigen Dokumente

1985 wurden die „Regeln zur Aufnahme fremdsprachiger Dokumente” (xiwen wenxian zhulu tiaolie) vom „Chinesischen Bibliothekenverband“ erlassen. Seitdem werden die fremdsprachigen Dokumente gemäß dieser Regeln katalogisiert. Die ist auch die Basis der rechnergestützten Katalogisierung und des Retrievals.21 Die Katalogisierung ist in chinesischen Bibliotheken nicht einheitlich. Manche Bibliotheken benutzen „CatCD for Windows“ vom OCLC (darunter auch die NBC), während zum Beispiel die Shanghai Bibliothek ihre fremdsprachige Literatur in USMARC katalogisiert.

4.2.3 Die Benutzung der fremdsprachigen Literatur in Öffentlichen- und Universitätsbibliotheken

4.2.3.1 Niedrige Benutzungsrate und die Gründe

China bemüht sich, die fremdsprachigen Bestände aufzubauen, andererseits wird aber fremdsprachige Literatur, im besonderen Zeitschriften, in Öffentlichen- oder Universitätsbibliotheken wenig benutzt.22 Benutzung meint hier die Benutzung in der Bibliothek, weil sie in den chinesischen Bibliotheken normalerweise nicht ausgeliehen werden dürfen. Im Vergleich dazu „befindet sich der größte Teil der ostasiatischen Sammlung in einem relativ guten Erhaltungszustand und steht bisher fast vollständig für eine Ausleihe oder zum Kopieren zur Verfügung“.23 Wie oben gezeigt wurde (siehe Kapitel 3 Öffentlichen Bibliotheken), stehen die fremdsprachigen Zeitschriften nicht in den Ausleihstellen, sondern in den Lesesälen zur Verfügung. Das Problem ist [Seite 189↓]vielschichtig, die Gründe dafür liegen in der Erwerbungspolitik, der Verwaltung, den Lesern und den Bibliothekaren.

1.) Erwerbungshindernisse: Manche Mitarbeiter in der Fremdsprachenabteilung besitzen leider nicht ausreichende Fremdsprachenkenntnisse. Bei der Fremdsprachenabteilung gibt es nur wenige Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die eine Fremdsprache als Hauptstudium absolviert haben. Solche Studierende können immer bessere Stellen finden als in der Bibliothek. Bei dem deutschen Lesesaal in der Provinzbibliothek Kanton arbeitet nur ein Bibliothekar, der die deutsche Sprache studierte. Diese Situation wird sich in kurzer Zeit nicht ändern, wenn die chinesische Wirtschaft immer mehr von ausländischen Kapital und Handel abhängig ist. Nach 25 Jahren der Wirtschaftsreform macht China zur viertgrößten Welthandelsnation.24 Sie kennen den Bedarf der Leser nicht. Die Bibliothek kann nicht die richtigen Zeitschriften erwerben (z.B. nicht die richtige Zeitschriften, oder nur in englischer Sprache, aber ein Fachzeitschrift in Dänisch wäre von besserer Qualität). Wegen der mangelnden Sprachkenntnisse und speziellen Fachkenntnisse sind die Bibliothekare leider nicht in der Lage, die Information richtig zu be- und überarbeiten, und den Benutzern einen guten Service anzubieten.

Sprachkenntnisse sind wichtig, besonders für die fremdsprachige Literatur in ausländischen Bibliotheken. Das Problem besteht auch in Deutschland, z.B. in der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Da jedoch „in der Regel keine Mitarbeiter mit japanischen Sprachkenntnissen beschäftigt waren, ferner keine japanologischen bibliographischen Hilfsmittel zur Verfügung standen und die Abfrage der Nachweise viel Zeit in Anspruch nahm, war dieses Verfahren für eine zügige Bereitstellung der Japanliteratur sehr ineffektiv“.25

2.) Verwaltungshindernisse: Aus ökonomischen Gründen gibt es von fremdsprachigen Zeitschriften keine Dubletten. Die Bibliothek hält diesen Bestand daher für sehr wichtig und bietet den Leser keinen freien Zugang. In manchen Öffentlichen Bibliotheken können die Leser noch nicht mit dem Computer in fremdsprachigen Zeitschriften recherchieren, während das bei chinesischen Zeitschriften kein Problem ist. Bei manchen Lesern fehlen aber ausreichende [Seite 190↓]Fremdsprach- und Recherchekenntnisse, was das Verfahren verkompliziert und die Nutzungsrate verringert. Daher ist die fachliche Beratung sehr wichtig. Das bedeutet, dass gerade in der Fremdsprachenabteilung kompetente Arbeitskräfte gebraucht werden, die aber in chinesischen Bibliotheken fehlen.

4.2.3.2 Erhöhung der Nutzungsrate

1.) Verbesserung der Bestandsqualität

In Universitätsbibliotheken wird Fachliteratur nach den Empfehlungen der Professoren und Fachleuten erworben. Die Erwerbungsabteilung muss mit dem Lesesaal zusammenarbeiten, weil im Lesesaal die Benutzungsstatistiken und der Bedarf der Leser ermittelt werden kann. Die Teilnahme an Buchmessen und Zusammenarbeiten mit Verlagen verringert die Abhängigkeit von den bibliographischen Information einer Import & Export Firma. Ein Erfahrungsaustausch mit anderer Hochschulen gleicher oder ähnlicher Fächer ist notwendig.

In der Öffentlichen Bibliotheken werden von den Benutzern meistens englischsprachige Zeitschriften verlangt, Zeitschriften in Russisch, Japanisch, Französisch und Deutsch werden weniger gefragt.26 (In den deutschen Universitätsbibliotheken liegen die Bestellung bei rund 54% englisch- und auch nur 2% französischsprachiger Literatur).27 Thematisch sind besonders gefragt: Sprache und Literatur, aktuelle Nachrichten, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, und Informationen der ausländischen Hochschulen. Das könnte einen Schwerpunkt in der Erwerbungspolitik für die Öffentlichen Bibliotheken darstellen.

Die großen Öffentlichen Bibliotheken haben die Möglichkeiten, fremdsprachigen Zeitschriften als Geschenke oder durch Tausch zu bekommen. Dies ist eine sehr wichtige Bestandsquelle, besonders wenn Bibliotheken finanzielle Schwierigkeiten haben. Die geschenkten und getauschten Zeitschriften sind vor allem von guter [Seite 191↓]Qualität, aktuell, informativ und mit Bezug zum Fach. Sie können auch oft nicht auf dem normalen Markt erworben werden. Bibliotheken sollten deshalb internationale Kontakte knüpfen, um auf diese Weise zusätzliche Literatur zu erweitern. Botschaften sind dafür eine gute Anlaufstelle.

2.) Verbesserung der Verwaltung

Das größte Hindernis bei der Einführung neuer Verfahren liegt weniger auf der technischen Seite als vielmehr bei den Verfahrensregelungen der öffentlichen Verwaltung. Wenn die Bibliothek ausreichende und aktuelle Bestände hat, müßten diese Bestände zugänglich gemacht werden. In manchen chinesischen Bibliotheken hält man die Erhaltung immer noch wichtiger als die Benutzung, besonders wenn fremdsprachige Zeitschriften teuer sind und normalerweise keine Dubletten haben. Diese Einstellung sollte geändert werden. Ein Freihandbestand ist wichtig. Wenn die Leser freien Zugang zu den Zeitschriften hätten, könnten sie diese durchblättern und sich entscheiden, ob sie diese Zeitschrift wirklich brauchen. Die nicht hoch aktuellen Zeitschriften wie z.B. der Zeitschriftenbestand vom letzten Jahrgang sollte auf jeden Fall zugänglich sein. Manche sehr beliebte oder oft benutzte Zeitschriften sollten im Voraus zu bestellen sein.

3). Öffentlicher Zugang: Werbung, um potentielle Benutzer zu gewinnen

Mit dem Bestand einer Bibliothek verhält es sich wie mit dem Produkt einer Firma. Um den Markt zu gewinnen muss man werben, damit andere etwas über die Bestände erfahren können. „Englisch-Corner“ oder „Deutsch-Corner“ könnten Leser anziehen. Auf der Internetseite von Bibliotheken sollte auch über die aktuellen fremdsprachigen Zeitschriften berichtet werden, damit die Leser informiert sind. Die Provinzbibliothek Kanton hat dies vorbildlich gemacht. Sie hat immer die neusten Bücher auf ihrer Homepage vorgestellt. Der Service der Universitätsbibliothek richtet sich nicht nur an Studierenden und Professoren, sondern auch an Firmen und anderen Einrichtungen. In China gibt es immer mehr ausländischen Niederlassungen von deutschen, amerikanischen u.a. Banken bzw. Firmen. Sie sind potentielle Benutzer für die deutsch- und englischsprachigen Zeitschriften der Bibliothek.

4.) Information und Bratung als Angebot

Da die Bibliothek aktuelle und umfangreiche wissenschaftliche oder technologische Zeitschriften besitzt, ist die Bibliothek in der Lage, die aktuelle Entwicklung zu verfolgen. Dann kann die Bibliothek mit Firmen oder entsprechenden Einrichtungen zusammenarbeiten, um bestimmte Themen zu erforschen und zu entwickeln. [Seite 192↓]Dadurch hat die Bibliothek auch die Möglichkeit, ihre finanzielle Situation zu verbessern. Außerdem gehen immer mehr jungen Chinesen ins Ausland, um sich weiterzubilden. Sie müssen informiert sein. Einige private Agenturen wurden in kurzer Zeit eingerichtet, um von diesem großen Markt zu profitieren. Die Studierenden müssen dafür viel bezahlen, aber die Informationen sind nicht immer korrekt. Die fremdsprachigen Zeitschriften enthalten viele Informationen über ausländische Bildungssysteme und Universitäten, die von Bibliothekaren gesammelt und bearbeitet werden können. Solche Beratung kann die Nutzung der Zeitschriften erhöhen.

4.3 chinesischsprachige Literatur in ausländischen Bibliotheken

4.3.1 Die Katalogisierung der chinesischen Literatur in ausländischen Bibliotheken

4.3.1.1 Die bibliographischen Informationen

Die NBC ist zuständige für die Erstellung der chinesischen Nationalbibliographie. Sie versucht über die Zentralkatalogisierung einen vollständigen Katalog, der in China erschienenen Publikationen zu erstellen. Monatlich veröffentlicht sie eine neue Nationalbibliographie in gedruckter Form (Verzeichnis der Neuaufnahmen). Bislang gibt es noch keine online verfügbare Version. Vergleich zu Deutschland: „Grundgedanke der Neukonzeption ist, dass der gesetzliche Auftrag, alle deutschen und deutschsprachigen Veröffentlichungen bibliografisch zu verzeichnen, über die allgemein und kostenfrei zugängliche Datenbank erfüllt wird“. Und „Die Deutsche Bibliothek bietet den Zugang zu HTML- bzw. PDF-Versionen der Deutschen Nationalbibliografie an. Die Reihen A, B, C, H, M, und T sowie der Neuerscheinungsdienst sind als HTML-Dateien erhältlich, die Reihen M und T zusätzlich als PDF-Dateien, da sie nicht mehr in Heftform erscheinen“.28

Bibliographische Online-Datenbanken für chinesische Publikationen existieren dagegen in den USA. RLIN und OCLC erfassen einen Großteil der in China neu erschienenen Titel. Sie sind aber nicht vollständig. Die Datensätze dieser [Seite 193↓]Datenbanken basieren auf den von nordamerikanischen Bibliotheken erworbenen und katalogisierten Titeln. Die Kluft zwischen der Gesamtzahl der Publikationen und der Zahl der erfassten Titel wird sich in den USA zunehmend vergrößern.

Zwischen 1980 und 1989 erschienen in China 453.323 Bücher. RLIN enthält für diesen Zeitraum 120.421 Einträge (was 21% der erschienen Bücher entspricht). Im Zeitraum 1990 bis zum April 1994 betrug die prozentuale Erfassung nur noch 8% (RLIN Datenbank 42.360 Einträge, Neuerscheinungen in China: 401.987 Titel).29

In der Vergangenheit lag der thematische Schwerpunkt bei der Erwerbung in den amerikanischen Ostasienbibliotheken im Sozial- (Politik, Jura, Wirtschaft) bzw. Geisteswissenschaftlichen Bereich (z.B. Linguistik, Kunst, Anthropologie, Musik) - eher selten wurden Titel aus den Bereichen Naturwissenschaft/Technik erworben. Inzwischen ist auch die naturwissenschaftliche Forschung in China auf einem sehr hohen Niveau und wird in stärkerem Maß für amerikanische Bibliotheken relevant. Es gibt mittlerweile zahlreiche Publikationen, die von guter Qualität sind. Als Beispiele seien die Wissenschafts- und Forschungsbereiche Supraleiter, Kernenergie, Krebsforschung und Immonulogie, Biomedizin und Landwirtschaft genannt. Wegen der zunehmenden Öffnung des chinesischen Markts werden Titel aus dem Bereich der Wirtschaftsinformation sowie zu den gesetzlichen Regelungen auch in Amerika in stärkerem Maß nachgefragt. Allerdings ist es oft schwierig für amerikanische Bibliotheken, diese Titel zu ermitteln, da nur eingeschränkt bibliographische Nachweise verfügbar sind.

4.3.1.2 Das Wade Giles Chinesische Lautschrift System seit 1859 und Hanyu Pinyin seit 1958

Chinesischsprachige Literatur wird in ausländischen auch in deutschen Bibliotheken nicht durch chinesische Bildzeichen, sondern durch romanisierte Lautschrift erfasst. „Das deutsche Bibliothekssystem verzeichnet traditionell die Literatur aller Sprachen ausschließlich in lateinischer Transkription“.30 Das heißt, dass die chinesische Literatur entweder mit der "Wade-Lautschrift" oder der "Hanyu Pinyin" katalogisiert wurde. Das Wade-Lautschrift System entstand im Jahr 1859. In diesem Jahr wurde [Seite 194↓]das Buch "Peking Silbe" von dem Engländer Thomas Wade veröffentlicht. Es war der Anfang des "Wade-Lautschrift-System"s. Auf dieser Basis wurde das "Chinesisch-Englisch Wörterbuch" von Professor Herbert Allen Giles von der Cambrige University veröffentlicht. So entstand das "Wade Giles Lautschrift System".31 Seit hundert Jahren wurde dieses Lautschrift-System in der englischen Welt als die autoritativste Romanization der chinesischen Sprache angesehen, mit dessen Hilfe die chinesische Literatur katalogisiert wurde.

1958 veröffentlichte die chinesische Regierung ein neues Romanizationsprojekt die sogenannte "Hanyu Pinyin". Die Katalogisierung der chinesischen Bücher wurde ab 1974 auf die offizielle Transliteration Hanyu Pinyin umgestellt. Dieser Prozess hat sich inzwischen in fast allen großen Bibliotheken vollzogen.

4.3.1.3 Die Umstellung vom Wade Giles System zu Hanyu Pinyin in ausländischen Bibliotheken

Die Einführung der Hanyu Pinyin war ein wichtiges Ereignis für die ausländische Welt. Die Nationalbibliothek im Vereinigten Königreich Großbritannien stellte beispielgebend das "Wade Giles"-System erfolgreich auf "Hanyu Pinyin" im Bereich ihrer Katalogisierung um. Die meisten europäischen Bibliotheken32 und amerikanischen administrativen Einrichtungen folgten diesem Vorbild.

Die Pioniere bei der Umstellung sind OCLC und RLIN. Wenn OCLC sein Ziel durch starke Verbreitung und durch das „shared cataloguing“ erreichen möchte, muss es diese Umstellung durchsetzen. In den 80er Jahren hat OCLC jedes Jahr bibliographische Bibliothekare vom Festland in die USA eingeladen, um die chinesischsprachigen Literatur zu katalogisieren. Sie verwendeten die „Hanyu Pinyin“. Im September 1997 hat RLIN finanzielle Unterstützung von „The Herry Luce Foundation“ bekommen, mit dem Ziel, alle chinesischsprachige Literatur in der RLIN auf „Hanyu Pinyin“ umzustellen. Der Prozess wurde bis zum Mai 2003 [Seite 195↓]abgeschlossen. Von der LC werden diese Maßnahmen unterstützt, obgleich die Umstellung nicht einfach ist.

In Deutschland blieb der Ostasienkatalog ein Sonderkatalog, da die Erschließung ostasiatischer Literatur ohne die Originalschrift nicht zu erreichen war. Sie haben aber stets versucht, durch eine strikte Einhaltung der deutschen Katalogisierungsregeln, mit dem allgemeinen Bibliothekssystem kompatibel zu bleiben.33 Aus Kapazitätsgründen gibt es aber leider keine systematische Erschließung.

4.3.1.4 Library of Congress stellt ihre Katalogisierung 1998 auf „Hanyu Pinyin“ um

Die LC jedoch, die für die Katalogisierung der gesamten USA zuständig ist, zögerte mit der Umstellung, obgleich sie Ende der 70er Jahre überlegte, das „Wade Giles“-System auf Hanyu Pinyin umzustellen, um dem Trend zu folgen. Im Rahmen der damaligen aufkommenden elektronischen Katalogisierung in den Bibliotheken wäre das ein zukunftsweisender Schritt gewesen, der allerdings letztlich an der Ablehnung der meisten Ostasien Bibliotheken in Nordamerika scheiterte. Die Gründe dafür waren einerseits der Mangel an finanziellen Mitteln, die notwendig sind, um ein Katalogisierungssystem abzuändern und andererseits das Personal. Das Wade Giles System war den meisten Bibliothekaren an der Ostasienabteilung bekannt, denn sie kamen vor 1949 entweder aus Kernland China, Hongkong oder Taiwan.

Diese Situation entsprach dem Fall in Deutschland mit den Katalogisierungsregeln RAK. „Schon 1980 war damit zu befürchten, dass der verpasste Anschluss an OCLC dazu führen wird, dass wir die Verbindung zu internationalen Entwicklung verlieren. Sicher gab es gesamtdeutsche Gründe für die Weiterentwicklung von RAK, und auch der Aufbau von regionalen Bibliotheksrechenzentren hatte in einer föderativen Bundesrepublik etwas für sich, aber der entscheidende Punkt, dass Wissenschaft international betrieben werden muss, blieb sicher zu stark unberücksichtigt“.34 Das Austauschen der bibliographischen Daten zwischen China und den USA existiert nicht nur auf Konsortial Ebene (CALIS: China Academic Libraries and Information System von der Peking Universitätsbibliothek), sondern auch auf der staatlichen [Seite 196↓]Ebene (von der NBC) und der regionalen Ebene (Shenlian and Ch’ang-Hua in Shanghai, CNMARC and USMARC).35

Diesen internationalen Austausch gibt es nicht nur in den USA und China, sondern auch zwischen China und Deutschland. Auch die Staatsbibliothek zu Berlin hat Datenbanken aus China. Sie haben eine voll funktionsfähige Datenbank aufgebaut, „deren umfangreicherer Teil mit ca. 100.000 chinesischen Titeln bereits über die Homepage der Staatsbibliothek online zugänglich ist. Dieses System wird heute mit Anpassungen u.a. in Oxford (Bodleian Library) sowohl für einen Union Catalogue ‚Japanisch’ als auch für eine im Aufbau befindliche chinesische Entsprechung verwandt. Der Import der Datensätze der Chinesischen Nationalbibliothek als Fremdleistung in die Ostasiendatenbank läuft reibungslos“, während der japanische und der koreanische Teil sich erst im Aufbau befinden.36 Dieser Betrieb existiert auch in einigen Unternehmen. „Diese Datenbank wird über einen Server der Staatsbibliothek angeboten. Hersteller der Datenbank und der Volltexte ist die "Tsinghua Tongfang Optical Disc Co., Ltd." (TTOD) in Beijing, V.R. China.37 Für die von China hergestellten bibliographischen Daten wurde selbstverständlich Hanyu Pinyin verwendet.

Im Januar 1998 hat sich die LC endlich entschlossen, das "Hanyu Pinyin"-System bei der Katalogisierung einzuführen und diese Umstellung innerhalb von 2-3 Jahren abzuschließen.38

Dieser Entschluss basierte auf einer Umfrage, die Ende 1997 in den Ostasienbibliotheken in Nordamerika gemacht wurde. Dieser Umfrage nach sind fast alle Ostasienbibliotheken mit der Umstellung einverstanden gewesen, auf der Basis [Seite 197↓]von "Hanyu Pinyin" zu katalogisieren. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass die meisten Bibliothekare, die in den USA studiert haben, nach 1949 vom Festland China kamen. Für sie ist "Hanyu Pinyin" selbstverständlich.

Außerdem gibt es noch fünf Gründe, die die LC berücksichtigen musste:

Das zeigen die Beispiele der beiden Universitätsbibliotheken in Kalifornien und Pittsburgh, wo bis zum Juni 2001 noch immer "Wade Giles" verwendet wurde. Aber wir sind der Überzeugung, das "Hanyu Pinyin" in naher Zukunft flächendeckend verwendet werden wird, schreibt L. Zhu und R. Wang.39

4.3.2 Chinesischsprachige Literatur in der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek

4.3.2.1 Altchina in Deutschland und chinesische Sammlungen in der Bayerischen Staatsbibliothek

Im Zeitalter der Aufklärung übte China als vermeintlich idealer Staat eine unglaubliche Faszination auf Europa aus. Im folgenden Jahrhundert galten die Erwerbung in Asien ganz überwiegend chinesischen Büchern. 1830 schiffte sich der Gymnasialprofessor a.D. Neumann nach Kanton und kaufte dort die bekanntesten [Seite 198↓]klassischen chinesischen Großpublikationen ein, die bis heute zum Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek gehören.40 Die Bibliothek hat nach dem Zweiten Weltkrieg hundert Ming-Titel, die von frühen Missionaren stammten, gekauft. Daher ist bis heute „immer noch die 1.650 Titel umfassende Sammlung alter chinesischer Bücher“41 der Bibliothek am bekanntesten. Die Bibliothek konnte oder wollte sie sehr lange nicht erschliessen, weil es „noch lange keine institutionalisierte deutsche Sinologie“ gab.42

Die Bayerische Staatsbibliothek hat langsam auch die japanische Sammlung, derzeit (2001) 38.000 Titel in ca. 100.000 Bänden, darunter auch altjapanische Bücher43 mit 1.010 Titeln in 3.800 Bänden zusammengetragen. Rund 200 davon sind in Japan gedruckte chinesische Bücher. Ein großer Teil ist schon im 17. Jahrhundert erschienen, also in der später Ming- bzw. frühen Qing-Periode. Diese Werke sind heute in China oft nicht mehr nachweisbar.

4.3.2.2 Sinologie und Japanologie in der Staatsbibliothek zu Berlin

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Einrichtungen für Sinologie und Japanologie sowie entsprechende wissenschaftliche Institutionen in Deutschland eingerichtet. Dadurch kam es zu einem systematischen Aufbau ostasiatischer Buchsammlungen in der damals „Königlichen“ Bibliothek. Der Schwerpunkt der Sammeltätigkeit lag aber weiterhin beim chinesischen Buch. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs wuchs die Sammlung der inzwischen Preußischen Staatsbibliothek auf ca. 100.000 Bände, die überwiegend chinesische Bücher waren. Japanische Publikationen machten nur 10% des Gesamtbestandes aus.44 Bis heute (November 2001) gibt es in der Staatsbibliothek 750.000 Bände chinesischer und [Seite 199↓]250.000 japanischer Literatur. Sie haben laufend 1.000 Zeitschriften aus China und darunter 100 für das Fach Bibliothekswissenschaft.45

Die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz bietet für die bei ihr registrierten Benutzer in Deutschland freien Zugriff auf Volltexte von 1.970 chinesischen wissenschaftlichen Zeitschriften der Jahrgänge 1994 bis 2003. Die Daten werden auf dem Server der Staatsbibliothek laufend aktualisiert.. Hersteller der Datenbank bzw. der darin enthaltenen Volltexte ist die "Tsinghua Tongfang Optical Disc Co., Ltd." (TTOD) in Beijing, V.R. China. Die Staatsbibliothek zu Berlin konnte beim chinesischen Hersteller erreichen, dass zahlreiche deutsche Universitäten mit dem Fach Sinologie für die Dauer eines Jahres freien Zugriff auf die Datenbank erhalten. Der Zugriff ist nach Angabe der IP-Nummer als eingetragener Nutzer auch vom Arbeitsplatz aus recherchierbar

Online verfügbar sind Volltexte aus folgenden Fachgebieten:

Serie F: Literatur, Philosophie und Geschichte (442 Zeitschriftentitel mit 500.000 Volltexten)

Serie G: Wirtschaft, Politik, Recht (899 Zeitschriftentitel mit 1,4 Mio. Volltexten)

Serie H: Sozialwissenschaften (975 Zeitschriftentitel mit 500.000 Volltexten)

Die Serie F steht zunächst für die Dauer eines Jahres für registrierte Benutzer online zur Verfügung. Die Serien G und H können für drei Monate online zum Testen angeboten werden. Die Datenbank und die Volltexte sind in chinesischer Sprache und teils mit englischen Zusammenfassungen versehen. Es ist notwendig, einen "front-end-processor", der die Eingabe chinesischer Zeichen [GB kodiert] ermöglicht, zu verwenden; Microsoft IME für Chinesisch wird empfohlen. Zum Lesen der Dokumente wird ein eigener "reader" benötigt, der zum download auf der Homepage angeboten wird. Die Zeitschriftentitel sind im chinesischen Katalog der Ostasienabteilung nachgewiesen und mit der Datenbank und der ZDB verlinkt.


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4.4  Zusammenfassung

Die Bibliothek, als kulturelle Einrichtung, dient auch als wichtiger Partner für das internationale Kennenlernen der Kultur und den geistigen Austausch. Die fremdsprachige Literaturversorgung in der Bibliothek ist immer eine der wichtigsten Quellen für die Wissenschaft und Forschung. Auch aus diesem Grunde wird die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek Berlin von der DFG gefördert. Nicht erst das Internet hat Bibliotheken dazu veranlasst, sich um internationale Zusammenarbeit zu bemühen. Besonders auf dem Gebiet der Katalogisierung wurde schon lange vor der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung an Konzepten und Normen gearbeitet, die den grenzüberschreitenden Datenaustausch erleichtern sollen. Gegenwärtig wird unter dem weltweiten Dach der IFLA verstärkt nach Wegen gesucht, zu einem internationalen Katalogregelwerk zu gelangen.46

Solches Umfeld für das Bibliothekswesen ist bedeutsam. Bei der Digitalisierung kann China mit vielen Ländern zusammenarbeiten, da es einerseits viele technologische Probleme nicht allein lösen kann und andererseits andere Länder, wie z.B. Singapur, die USA, Kanada oder Großbritannien gleichzeitig ähnliche Projekte durchführen. Das gilt besonders dann, wenn sie auch zahlreiche chinesischsprachige Sammlungen besitzen. Es gibt 6 Mio. chinesische Materialien in den amerikanischen Bibliotheken, plus zahlreiche spezielle Fachbücher, wie z.B. die Tauschmaterialien der Behörden auf beiden Seiten. Die Asienabteilung der Library of Kongress „has placed emphasis on the integration of digital content and services into its collections, public services and programs“.47China hat auch seit Jahrzehnte spezielle Austauschprogramme von Antiquarien mit Harvard-Yenching, LC, Columbia und Chicago. Seit einigen Jahren sind auch die Digitalen Bibliotheken im internationalen Umfelde sehr aktiv, z.B. die Kooperation mit den USA: „The Chinese Stone Rubbings Project; The Chinese Rare Books Project; The Tuhnuang Manuscript Project at the British Library (and National Library of China); The China GIS Project between Harvard and Fudan; The Pacific Rim Digital Library Project at the University of [Seite 201↓]Califomia- San Diego; The Sun Yat-sun Project at Zhongshan University; The History of Chinese Science Project at Tsing Hua University”.48

Zwischen China und Deutschland gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten oder Notwendigkeiten zur Zusammenarbeit, z.B. bei der Digitalisierung Alter Drucke. Mit der Zunahme von Direktdigitalisierungen, meist durch Scannen, kommt es bei vielen Drucken zu Beschädigungen von Heftungen, Bindungen, Einbandrücken und Gelenken.49 Dadurch besteht die Gefahr, dass mit der Beschädigung des Einbandes wichtige Informationen über die Provenienz verloren gehen oder kodikologische Erkenntnisse erschwert werden.50 Gerade unter dem Aspekt der dauerhaften Kulturgutsicherung, wo digitale Kopien und Sicherheitsverfilmungen als Ersatz und Reproduktionsvorlagen für unersetzbare Originale dienen sollen, ist eine möglichst detail- und farbgetreue Wiedergabe unabdingbare Voraussetzung. In Deutschland werden gerade solche Projekte begonnen, um die sicherste Methode der dauerhaften Erhaltung von Kulturgut für nachfolgende Generationen heruauszufinden. Die entsprechende Technik wurde teiwleise schon entwickelt. „Durch die Verwendung von einseitigem Streifenlicht wurden z.B. Strukturen und Prägungen von Einbänden sehr gut erkennbar. Solche Wirkungen sind nur mit einem Kamerasystem erzielbar“, und „durch eine Auswertung feinster Farbschattierungen zwischen verschiedenen Textstellen, die unmittelbar am Bildschirm erfolgen kann, ist leichter ein Zeitbezug herstellbar, was für die wissenschaftliche Arbeit von unschätzbarem Wert ist“.51


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Das chinesische Bibliothekswesen ist von einer sehr langen abgeschlossenen Politik geprägt. Wie bei Wirtschaft und Politik sollte in China auch dieser Bereich mehr geöffnet werden. Man sollte aber nicht glauben, dass nur chinesische Bibliotheken von ausländischen Bibliotheken lernen können. Ein Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer ist immer auf Gegenseitigkeit angelegt.

Das zunehmende Interesse ausländischer Firmen an China einerseits, sowie das Exportbestreben Chinas selbst erfordern eine verbesserte Information über Entwicklungen, Ereignisse und Strukturen im Ausland. Diesem Bedarf haben auch Bibliotheken mit ihren Angeboten Rechnung zu tragen. So versorgt beispielsweise die EU seit mehreren Jahren eine Reihe von Bibliotheken in allen ihren Mitgliedsstaaten mit den wichtigsten Publikationen zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen.


Fußnoten und Endnoten

1 Mehr über Miss Mary Elisabeth Wood siehe: Lin, Sharon Chien a.a.O.: 5.

2 Cheng, Huanwen. „Der Geist der „Weihua“—Rede bei der 80. Geburtstagsfeier des „Weihua“. Bibliotheksbau 6 (2001): 101-102.

3 nachdem das "Ein China Prinzip" von der IFLA anerkannt wurde.

4 Lu, Zibo. „ Der Bericht über die Teilnahm der 67. IFLA in Boston“. Jiangsu Bibliotheksjournal 6 (2001): 51-53.

5 „Die Entwicklung der chinesischen Bibliotheken in dem neuen Jahrhundert: Interview mit Cheng, Huangwen, Direktor der Zhongshan Universitätsbibliothek“. Journal of Academic Libraries 6 (2001): 2-5 und 13.

6 Ji, Lu'eng. „ Der dreijährige Plan der OCLC und Nachdenken“. Library Journal 4 (2001):32-33.

7 

“The National Library of China is now an OCLC member”. Siehe:

http://www.oclc.org/oclc/new/n237/worldwide/o1worldwide.htm. 22.08 02.

8 “Delegation from China visits OCLC”. s.o.

9 “Shanghai Medical University Library joins OCLC”. s.o.

10 s.o.

11 Lux, Claudia. a.a.O.: 21.

12 Stand: September 2001.

13 Lux, Claudia. a.a.O.: 80.

14 Duan, Jiebin. „Rückblick und Aussicht des internationalen Austauschs für Bücher und Publikationen. Library Tribune, 8 (2002).Vol. 22 No. 4S. 20-23.

15 Lux, Claudia. a.a.O.: 79-80.

16 Erfahren bei der Besichtigung des Magazins in der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Hause 2, die von Herrn Dr. Rainer Krempien, dem Chef der Abteilung, 2003 geführt wurde. Vgl.: Krempien: 19.

17 Qi, Hongyan. „Der Einfluss für die ausländische Literatur wegen des Beitritts zur WTO“. Henan Library Journal 9 (2001): 36-37.

18 Wegen der stetig steigenden Preis und den mangelnden Erwerbungsmitteln der Bibliotheken kaufen die meisten chinesischen Bibliotheken keine Dubletten ausländischer Literatur.

19 Die heutige China National Publications Import & Export (Group) Co.

20 Lux, Claudia. a.a.O.: 20.

21 Wu, Lijie/Zhou, Yue. „Die Zukunft der rechnergestützten Katalogisierung fremdsprachiger Dokumente in China“. Library Journal 1 (2001): 34-35.

22 Zeng, Shanxiang. “Exploration to the importment of the usage of foreign language books and periodicals”. Library Tribune 4 (2003) Vol.23 No.2: 136-138.

23 Krempien, a.a.O.: 19.

24 Erling, Johnny. „China: Sozialer Fortschritt vor Wirtschaftswachstum“. Berliner Morgenpost 06.03.04. S. 6.

25 Krempien, a.a.O.: 18.

26 Englisch ist in China die erste Fremdsprache. Es wird in einigen Grundschule und den meisten Mittelschule unterrichtet. Auch in den Universitäten und Hochschulen, nur mit wenigen Ausnahmen. Z.B. die deutsche Sprache wird als erste Fremdsprache in der Tongji Universität in Shanghai, an der Bundeskanzler Schröder Ende 2002 seinen Ehrendoktortitel erhielt, vermitteltet.

27 Ewert/Umstätter, a.a.O.: 112.

28 Ansorge, Kathrin. „Deutsche Nationalbibliografie 2004“. Bibliotheksdienst 37. Jg. (2003), H. 12: 1547-1550.

29 Bis Ende 2001 wurden 2,9 Mrd. Exemplare verschiedenartiger Zeitschriften und 6,3 Mrd. Bücher herausgegeben. „China 2002“, a.a.O.: 185.

30 Krempien, a.a.O.: 16.

31 Studewell, William/Wang, Rui/H. Wu. „A Tale of Two Decades: Controversy over the Transliteration Schemes of Chinese in American Catalging Practice“. Cataloging and Classification Quarterly 4 (1996): 43-46.

32 Darunter auch die Staatsbibliothek zu Berlin. Aber nicht die Zweigbibliothek für Asien- und Afrikawissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin, die immer noch die Wade Giles System benutzt.

33 Mehr dazu siehe: Krempien, a.a.O.: 16.

34 Umstätter. „Der Einfluss von XML auf AACR und RAK“: 2.

35 

Siehe: Cheng, James K.M. (Librarian, Harvard-Yenching Library Harvard University). “Role of Libraries in International Development: Opportunities of Cooperation between American and Chinese Libraries in the 21th Century”.

http://www.worldling.org/us_china_conf2001/Paper/paper_Chneg.htm. 22.08.02.

36 Krempien, a.a.O.: 17.

37 Siehe: Matthias Kaun (Email: kaun@sbb.spk-berlin.de), von der Mailingliste inetbib@ub.uni-dortmund.de am 26.06.2004. Subject: „Zugriff auf 1.970 chinesische Zeitschriften inkl. Volltexte“.

38 „Library of Congress Intends to Convert to Pinyin System for Romanization of Chinese“. Information Today.15 (1) 1998: 23-26.

39 Zhu, Ling/Wang, Rui. „Schwierige Umstellung der Katalogisierung durch Hanyu Pinyin in den Nordamerikanischen Bibliotheken“. Library Journal 9 (2001): 62-63.

40 Dufey, Alfons. „Die Japan-Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek und ihre Vision für das 21. Jahrhundert“. In: Symposium, a.a.O.: 23.

41 s.o.

42 s.o.

43 Die vor 1900 veröffentlicht wurden. s.o.

44 Krempien, a.a.O.: 15.

45 Information von Frau Renate Schmidt der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek Berlin am 28.08.02.

46 „Projekt ‚Umsteig auf internationale Formate und Regelwerke (MARC21, AACR2)“. Bibliotheksdienst 37. Jg. (2003), H. 12: 1555.

47  http://www.loc.gov/rr/asian/collections.html#Chinese, 19.03.04.

48 James K. M. Cheng. Role of Libraries in International Development: Opportunities of Cooperation between American and Chinese Libraries in the 21st Century http://www.worldlinq.org/us_china_conf2001/Paper/paper_Cheng.htm, 22.08.02.

49 B. Keimer: Mikroverfilmung von Büchern als bestandserhaltende Maßnahme, Berlin 1997 (DBI-Materialien 154).

50 Stäcker, Thomas. „Schonendes Verfahren zur Reproduktion alter Drucke – der ‚Wolfenbütteler Buchspiegel’“. Bibliotheksdienst 38. Jg. (2004), H. 1: 76-77.

51 Heist, Andrea. „Vom Farbdigitalisat zum Farbsicherheitsfilm – Neue Wege in der in Kulturgutsicherung“: Bericht vom Pilotprojekt und Kolloquium in Weimar“. Bibliotheksdienst 38. Jg. (2004), H. 1 : 71-75.



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