edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation

Autor(en): Edda Breitenbach
Titel: Phytosanitäre Qualitätsbeurteilung von gewerblich hergestellten Komposten anhand ihres Pilzspektrums
Gutachter: G. Deml; Helgard I. Nirenberg; Helmut Bochow
Erscheinungsdatum: 17.07.1998
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-1007603)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-1007612)
Fachgebiet(e): Landwirtschaft, Veterinärmedizin
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät
Zitationshinweis: Breitenbach, Edda: Phytosanitäre Qualitätsbeurteilung von gewerblich hergestellten Komposten anhand ihres Pilzspektrums; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät , publiziert am 17.07.1998, urn:nbn:de:kobv:11-1007622
Metadatenexport: Um den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder Bibtex-Format zu speichern, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Endnote   Bibtex  
print on demand: Wenn Sie auf dieses Icon klicken, können Sie ein Druckexemplar dieser Publikation bestellen.
Diese Seite taggen: Diese Icons führen auf so genannte Social-Bookmark-Systeme, auf denen Sie Lesezeichen anlegen, persönliche Tags vergeben und Lesezeichen anderer Nutzer ansehen können.
  • connotea
  • del.icio.us
  • Furl
  • RawSugar

Abstract (ger):
Die vorliegende Forschungsarbeit leistet einen Beitrag zu einem nach phytosanitären und hygienischen Kriterien unbedenklichen Einsatz von Komposterden in Gartenbau und Landwirt-schaft. Das Pilzspektrum von Biomüllkomposten aus zwei verschiedenen Kompostierungsverfahren (offene Mietenrotte bzw. Rottebox) wurde im Verlauf der Rotte erfaßt. Insgesamt 960 Kompostproben, mit einem Trockengewicht von 6,9 g, wurden untersucht. 1187 Isolate konnten bestimmt und 99 Pilzarten aus 43 Gattungen zugeordnet werden. Am Ende der Vorrotte war das Pilzspektrum der Frischkomposte aus beiden Herstellungsverfahren auffallend gering, im Probenmaterial aus der offenen Mietenkompostierung noch deutlicher als im rotteboxbehandelten Material. Im Falle der offenen Mietenkompostierung ging das Artenspektrum der Komposte während der Nachrotte zurück. In dem mittels Rottebox hergestellten Fertigkompost erweiterte sich das Pilzspektrum während der Nachrotte um das Zwei- bis Dreifache. Die Pilzflora der Frisch- und Fertigkomposte umfaßte fast ausschließlich saprophytische und unter phytosanitären Gesichtspunkten unbedenkliche oder antagonistisch wirkende Pilzarten. Nur in einer Charge des rotteboxbehandelten Materials trat das als pathogen bekannte Pythium irregulare auf. Fast 70 % der Gesamtpilzflora setzte sich aus 15 Pilzarten zusammen. Diese dominierende Pilz-flora und ein Isolat von Pythium oligandrum wurde auf ihr antagonistisches Potential gegenüber den vier phytopathogenen Pilzen Pythium ultimum, Gaeumannomyces graminis var. graminis, Rhizoctonia solani und Fusarium oxysporum f. sp. pisi in vitro bei 10 °C und 20 °C untersucht. In unterschiedlichem Umfang waren bei beiden Temperaturen Trichoderma atroviride, Pythium oligandrum, Penicillium expansum, Mucor hiemalis, Mucor circinelloides und Mortierella stylospora signifikant antagonistisch wirksam. Zusätzlich wurden Biotests an Erbsen- und Weizenkeimlingen mit diesen nachweislich antago-nistisch wirkenden Pilzarten, mit Ausnahme von Mucor circinelloides, durchgeführt. Fusarium redolens wurde als zusätzliches Pathogen ausgewählt. Die antagonistische Wirksamkeit der aufgeführten Pilzarten aus Komposterde konnte in vivo bestätigt werden. Daraus läßt sich schließen, daß die Pilzflora von Komposten durch gezielte Rottesteuerung qualitativ und quantitativ beeinflussbar ist. Außerdem kann die Analyse der Pilzflora als Indikator zur Bewertung antiphytopathogener Wirkungen und hygienischer Unbedenklichkeit von Komposterden dienen.
Abstract (eng):
The study is a contribution to the knowledge of the antiphytopathogenic properties of biogenic waste compost used in gardening and agriculture. The fungal species community of commercially composted organic household waste was recorded. The decomposition process of two different composting methods (as an open heap or rotting in a box) was monitored. A total of 960 compost samples with a dry weight of 6,9 g were studied. 1187 isolates repre-senting 99 species out of 43 genera were identified. The fresh and matured composts contained mostly saprophytic and apathogenic fungi or species with antiphytopathogenic properties. In the case of the compost, rotted in a heap, the fungal species community dropped during the maturing process. By contrast to that, the fungal species community of the compost rotted in a box increased twice to threefold during the maturing process. The known pathogen Pythium irregulare could be isolated out of a single sample. 15 fungal species were found to be dominating the community of all investigated compost heaps. Almost 70 % of all isolates belonged to this group. The dominating fungal species and an isolate of Pythium oligandrum were checked by the biotic series method at 10 °C and 20 °C against the following four fungal pathogens: Pythium ultimum, Gaeumannomyces graminis var. graminis, Rhizoctonia solani, and Fusarium oxysporum f. sp. pisi. Significant antagonistic properties at both temperatures were shown to varying degrees by Trichoderma atroviride, Pythium oligandrum, Penicillium expansum, Mucor hiemalis, Mucor circinelloides and Mortierella stylospora. To prove the results, several biotests on seedlings of wheat and pea with these selected species, with the exception of Mucor circinelloides, were also made. Fusarium redolens was chosen as an additional pathogen. The antagonistic properties of the above listed fungal species taken from compost could be confirmed in vivo. It can be concluded that the fungal species community of compost can be influenced in quality and quantity by controlling the rotting process. Besides, the fungal community spectrum can be used as an indicator for the phytosanitary quality and the antiphytopathogenic properties of compost.
Zugriffsstatistik: Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente wurden aus den durch AWStats aggregierten Webserver-Logs erstellt. Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie auf die Startseite. Die Zugriffsstatistik wird nicht standardisiert erfasst und kann maschinelle Zugriffe enthalten.
 
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen (insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
 
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen, fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger über die einzelnen Balken des Diagramms.
Startseite: 6 Zugriffe HTML: 71 Zugriffe PDF: 8 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 55 Zugriffe PDF: 9 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 70 Zugriffe PDF: 19 Zugriffe Startseite: 1 Zugriffe HTML: 77 Zugriffe PDF: 21 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 87 Zugriffe PDF: 26 Zugriffe HTML: 92 Zugriffe PDF: 26 Zugriffe HTML: 76 Zugriffe PDF: 24 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe HTML: 104 Zugriffe PDF: 20 Zugriffe HTML: 106 Zugriffe PDF: 20 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 113 Zugriffe PDF: 24 Zugriffe Startseite: 8 Zugriffe HTML: 94 Zugriffe PDF: 33 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 35 Zugriffe PDF: 22 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 55 Zugriffe PDF: 19 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 58 Zugriffe PDF: 27 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe HTML: 84 Zugriffe PDF: 24 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 48 Zugriffe PDF: 24 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 83 Zugriffe PDF: 45 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 66 Zugriffe PDF: 43 Zugriffe Startseite: 1 Zugriffe HTML: 61 Zugriffe PDF: 34 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 52 Zugriffe PDF: 45 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 48 Zugriffe PDF: 41 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 50 Zugriffe PDF: 43 Zugriffe Startseite: 1 Zugriffe HTML: 26 Zugriffe PDF: 36 Zugriffe Startseite: 1 Zugriffe HTML: 37 Zugriffe PDF: 35 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 36 Zugriffe PDF: 52 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 65 Zugriffe PDF: 51 Zugriffe HTML: 58 Zugriffe PDF: 43 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 98 Zugriffe PDF: 51 Zugriffe Startseite: 1 Zugriffe HTML: 79 Zugriffe PDF: 59 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 90 Zugriffe PDF: 45 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 77 Zugriffe PDF: 61 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 93 Zugriffe PDF: 44 Zugriffe HTML: 68 Zugriffe PDF: 30 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 71 Zugriffe PDF: 37 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 36 Zugriffe PDF: 28 Zugriffe
Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Jul
14
Aug
14
Monat Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Jul
14
Aug
14
Startseite 6 2 4 1 2     13   3 8 2 2 3 10 3 4 4 1 3 2 4 1 1 5 4   5 1 2 2 4   4 2
HTML 71 55 70 77 87 92 76 104 106 113 94 35 55 58 84 48 83 66 61 52 48 50 26 37 36 65 58 98 79 90 77 93 68 71 36
PDF 8 9 19 21 26 26 24 20 20 24 33 22 19 27 24 24 45 43 34 45 41 43 36 35 52 51 43 51 59 45 61 44 30 37 28

Gesamtzahl der Zugriffe seit Jul 2011:

  • Startseite – 108 (3.09 pro Monat)
  • HTML – 2419 (69.11 pro Monat)
  • PDF – 1169 (33.4 pro Monat)
 
 
Generiert am 18.09.2014, 17:45:03