edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation

Autor(en): Barbara Beier
Titel: Der nicht natürliche Tod und andere rechtsmedizinische Sachverhalte in den deutschen Volksmärchen unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Gutachter: D. Patzelt; H. Strauch; St. Pollack
Erscheinungsdatum: 02.07.1998
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-1008865)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-1008877)
Fachgebiet(e): Medizin
Schlagwörter (ger): Nicht natürlicher Tod, Deutsche Volksmärchen, Rechtsmedizin, Gebrüder Grimm
Schlagwörter (eng): Non-natural death, German folk tales, Legal medicine, Grimm brothers
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité
Zitationshinweis: Beier, Barbara: Der nicht natürliche Tod und andere rechtsmedizinische Sachverhalte in den deutschen Volksmärchen unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité , publiziert am 02.07.1998, urn:nbn:de:kobv:11-1008882
Metadatenexport: Um den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder Bibtex-Format zu speichern, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Endnote   Bibtex  
print on demand: Wenn Sie auf dieses Icon klicken, können Sie ein Druckexemplar dieser Publikation bestellen.
Diese Seite taggen: Diese Icons führen auf so genannte Social-Bookmark-Systeme, auf denen Sie Lesezeichen anlegen, persönliche Tags vergeben und Lesezeichen anderer Nutzer ansehen können.
  • connotea
  • del.icio.us
  • Furl
  • RawSugar

Abstract (ger):
Die Arbeit befaßt sich mit den Formen des nicht natürlichen Todes und weiteren rechtsmedizinischen Sachverhalten wie Leichenerscheinungen, Scheintod, Identifizierung von Personen und Leichen, Selbstverstümmelungen und Spuren von Tätern und Opfern in den deutschen Volksmärchen. Rechtsmedizinische Zusammenhänge von Ursache und Wirkung werden nach ihrer Gültigkeit im Märchen hinterfragt. Wie werden beispielsweise Gewaltwirkungen auf äußere Erscheinungsbilder betroffener Märchenfiguren, Tötungsgeschehen und Tatwerkzeuge dargestellt? Inwiefern entsprechen Schilderungen der Tatbestände und ihre Bewertung im Märchen auch historischem Rechtsverständnis? Was unterliegt den epischen Gesetzen des Märchens? Für die rechtsmedizinische Fragestellung nach den Verletzungsspuren am Getöteten, dem Tötungsgeschehen und den Tatwerkzeugen sind die Märchen als Quelle des Volkswissens nur begrenzt verwertbar. Zum Beispiel sind keine Wunden, innere Blutungen oder kleinere Verletzungen nach Gewalteinwirkung beschrieben. Es wurden nahezu alle klassischen Todesarten wie Ertrinken, Vergiften, Verbrennen, Verhungern, Erhängen, Erfrieren, Selbsttötung und Tod durch scharfe und stumpfe Gewalt im Märchen vorgefunden und betreffende Textstellen unter Benutzung der "historisch-geographischen Methode" regional verglichen. Zusammenhänge von Ursache und Wirkung konnten jedoch nicht im Sinne einer rechtsmedizinischen Rekonstruktion des zum Tode führenden Geschehens nach heutigen Maßstäben aufgestellt werden. Das Märchen als Volksüberlieferung kennt keinen historisch konkreten Zeitbezug. Mit der zeitlich und regional variierenden Wiedergabe des Erzählstoffes fließen neue Motive und anderes Wissen mit ein. Daraus ergab sich für die Arbeit eine zurückhaltende Aufstellung von Vergleichen des rechtshistorischen Alltags und der geschilderten Märchenwirklichkeit. Der nicht natürliche Tod konnte bei der rechtsmedizinischen Untersuchung nicht unabhängig von seinem Zusammenhang im Märchen betrachtet werden. Er ist im Märchen oft ein Mittel, entsprechend den Moralvorstellungen Gerechtigkeit herzustellen, aber auch die Protagonisten von ihrem positiven Weg abzubringen. Seine sozialisierende Funktion in der Märchengesellschaft kann nicht übersehen werden.
Abstract (eng):
This thesis reports about the types of the non-natural death and further issues of legal medicine in the German folk tales such as the sure signs of dead bodies, appearently dead people, identification of persons and corpses, mutilation of its own and traces of perpetrators and victims. Do forensic correlations between cause and effect appear in the fairy tales? How do fairy tales describe the violent effects to the concerned figures? outward appearance, the killing event and the tools of crime? How does the facts of the cases? description and their valuation in the fairy tales correspond to the historical comprehension of the rights? The folk tales are only of restricted use as a source of general knowledge for the forensic issue of the injury traces on a dead body, of the killing event or of the tools of crime. For example, there are not described any wounds, internal bleedings or smaller injuries after violence. Nearly all classical causes of non-natural death are found in the fairy tales: drowning, freezing to death, hanging, burning to death, poisoning, dying of starvation, suicid and death by sharp and blunt force. There could not be shown any correlations between cause and effect in the sense of a killing event?s forensic reconstruction after today's standards. The folk tales as an oral tradition are not exactly related to a certain historical period. With each new performance a story was influenced by new motivs or knowledge. For that reason the comparison between fairy tales and historical reality of everyday life is very restrained. The non-natural death as a forensic fact can only be interpretated in ist function in the folk tales. By means of the non-natural death the fairy tales? characters are doing justice corresponding to their moral ideas, but positive figures can also be pushed away from their good ways. The non-natural death? socializing function in the fairy tales? society is evident.
Zugriffsstatistik: Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente wurden aus den durch AWStats aggregierten Webserver-Logs erstellt. Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie auf die Startseite. Die Zugriffsstatistik wird nicht standardisiert erfasst und kann maschinelle Zugriffe enthalten.
 
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen (insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
 
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen, fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger über die einzelnen Balken des Diagramms.
Startseite: 7 Zugriffe HTML: 63 Zugriffe PDF: 176 Zugriffe Startseite: 6 Zugriffe HTML: 40 Zugriffe PDF: 185 Zugriffe Startseite: 9 Zugriffe HTML: 65 Zugriffe PDF: 101 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 80 Zugriffe PDF: 163 Zugriffe Startseite: 9 Zugriffe HTML: 48 Zugriffe PDF: 180 Zugriffe Startseite: 6 Zugriffe HTML: 44 Zugriffe PDF: 179 Zugriffe Startseite: 11 Zugriffe HTML: 315 Zugriffe PDF: 1039 Zugriffe Startseite: 25 Zugriffe HTML: 46 Zugriffe PDF: 231 Zugriffe Startseite: 8 Zugriffe HTML: 50 Zugriffe PDF: 318 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 56 Zugriffe PDF: 202 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe HTML: 55 Zugriffe PDF: 165 Zugriffe Startseite: 8 Zugriffe HTML: 57 Zugriffe PDF: 158 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 54 Zugriffe PDF: 204 Zugriffe Startseite: 11 Zugriffe HTML: 65 Zugriffe PDF: 197 Zugriffe Startseite: 24 Zugriffe HTML: 66 Zugriffe PDF: 217 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 58 Zugriffe PDF: 192 Zugriffe Startseite: 12 Zugriffe HTML: 39 Zugriffe PDF: 240 Zugriffe Startseite: 9 Zugriffe HTML: 36 Zugriffe PDF: 229 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 54 Zugriffe PDF: 152 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 40 Zugriffe PDF: 165 Zugriffe Startseite: 7 Zugriffe HTML: 48 Zugriffe PDF: 196 Zugriffe Startseite: 7 Zugriffe HTML: 151 Zugriffe PDF: 198 Zugriffe Startseite: 8 Zugriffe HTML: 61 Zugriffe PDF: 246 Zugriffe Startseite: 14 Zugriffe HTML: 36 Zugriffe PDF: 161 Zugriffe Startseite: 7 Zugriffe HTML: 32 Zugriffe PDF: 109 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe HTML: 41 Zugriffe PDF: 138 Zugriffe Startseite: 8 Zugriffe HTML: 53 Zugriffe PDF: 198 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe HTML: 44 Zugriffe PDF: 149 Zugriffe Startseite: 8 Zugriffe HTML: 85 Zugriffe PDF: 209 Zugriffe Startseite: 19 Zugriffe HTML: 53 Zugriffe PDF: 221 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 47 Zugriffe PDF: 181 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe HTML: 53 Zugriffe PDF: 258 Zugriffe Startseite: 22 Zugriffe HTML: 38 Zugriffe PDF: 295 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe HTML: 18 Zugriffe PDF: 174 Zugriffe
Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
Apr
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Monat Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
Apr
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Startseite 7 6 9 5 9 6 11 25 8 4 13 8 5 11 24 5 12 9 4 4 7 7 8 14 7 10 8 10 8 19 2 10 22 10
HTML 63 40 65 80 48 44 315 46 50 56 55 57 54 65 66 58 39 36 54 40 48 151 61 36 32 41 53 44 85 53 47 53 38 18
PDF 176 185 101 163 180 179 1039 231 318 202 165 158 204 197 217 192 240 229 152 165 196 198 246 161 109 138 198 149 209 221 181 258 295 174

Gesamtzahl der Zugriffe seit Jul 2011:

  • Startseite – 327 (9.62 pro Monat)
  • HTML – 2091 (61.5 pro Monat)
  • PDF – 7426 (218.41 pro Monat)
 
 
Generiert am 23.07.2014, 18:11:52