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Dissertation

Autor(en): Jakob Hein
Titel: The specific disorder of arithmetical skills – prevalence study in an urban population sample and its clinico-neuropsychological validation ; including a data comparison with a rural population sample study
Gutachter: D. Geary; K.-J. Neumärker; M. von Aster
Erscheinungsdatum: 30.10.2000
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10013554)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10013563)
Fachgebiet(e): Medizin
Schlagwörter (ger): Rechenstörung, Kinder, Prävalenz, MRT, Großstadt, Schulleistungen, diagnostische Kriterien, Rechenfertigkeiten
Schlagwörter (eng): dyscalculia, children, prevalence, MRI, urban, rural, calculation abilities, academic achievement, diagnostic criteria
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité
Zitationshinweis: Hein, Jakob: The specific disorder of arithmetical skills – prevalence study in an urban population sample and its clinico-neuropsychological validation ; including a data comparison with a rural population sample study; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité , publiziert am 30.10.2000, urn:nbn:de:kobv:11-10013563
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Abstract (ger):
Die Rechenstörung ist definiert als Unfähigkeit, trotz normaler Intelligenz und angemessener Beschulung grundlegende Rechenfertigkeiten zu erwerben. Über dieses Störungsbild gibt es nur wenige wissenschaftliche Daten. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, epidemiologische sowie klinische und neuropsychologische Daten zur Rechenstörung zu erheben. In einem ersten Abschnitt wurden 182 zufällig ausgewählte Drittklässler einer Großstadtpopulation mit standardisierten Leistungstests untersucht. Probanden mit einem erheblich schlechteren Ergebnis in Mathematik als in Rechtschreibung wurden als solche mit dem Verdacht auf eine Rechenstörung identifiziert. Wir fanden eine Prävalenz von 6,59 % (n=12). Der zweite Teil der Studie hatte eine umfassende klinisch-neurologische und neuropsychologische Diagnostik zur Überprüfung der Verdachtsdiagnose der Probanden zum Inhalt. Nur fünf der Eltern der zwölf identifizierten Probanden stimmten dieser weiterführenden Diagnostik zu. Von diesen fünf Probanden konnten bei vier umschriebene Störungen der Rechenfertigkeiten diagnostiziert werden. Jedoch nur einer erfüllte die diagnostischen Kriterien der ICD-10 für eine Rechenstörung. Die erhobenen Daten werden verglichen mit denen einer anderen Studie der Arbeitsgruppe mit einer repräsentativen Stichprobe aus einem ländlichen Raum. Zwar finden sich aufgrund zeitlicher Unterschiede und unterschiedlicher zur Anwendung gebrachter Testinstrumente erhebliche Unterschiede in den Ergebnissen der standardisierten Leistungstests, die Prävalenz für Rechenstörungen ist jedoch in beiden Studien gleich. Auf der Grundlage einer Übersicht bisher veröffentlichter Forschungsergebnisse und der erhobenen Daten wird die Diagnose der Rechenstörung diskutiert. Es wird geschlussfolgert, dass sie trotz teilweise unscharfer Definition als medizinische Entität valide ist. Der Vorzug der Verwendung von deskriptiv-qualitativen diagnostischen Kriterien an Stelle von quantitativen Differenzen in standardisierten Leistungstests wird betont, ebenso wie die Erfordernis einer international einheitlichen Terminologie. Die Notwendigkeit weiterer Forschung auf dem Gebiet wird unterstrichen.
Abstract (eng):
The Specific disorder of arithmetical skills is defined as an individual's unability to acquire arithmetical skills in spite of normal intelligence and adequate mathematical education. There is a considerable lack of data on the condition. The present study attempts to collect epidemiological as well as clinical and neuropsychological data. In a first step, randomly chosen 182 third-graders of a city population were screened for a suspected Specific disorder of arithmetical skills, defined by a significantly worse mathematics compared to spelling achievement. We found the prevalence of the condition to be 6.59 % (n=12). In the second step we attempted to validate the suspected Specific disorder of arithmetical skills with a thorough clinico-neurological and neuropsychological test battery. Only five of the parents of the twelve probands agreed to further testing. Of those five, four showed below-average performances in at least one area of mathematical abilities. However, only one proband met the diagnostic criteria for the condition of the ICD-10. The study compares our data with those of another study by our group of a rural population sample. Due to temporal differences and different screening instruments, the screening test results are quite dissimilar, yet the prevalence rate for the condition is equal in both studies. Considering a review of the literature on the field as well as our own data the diagnosis of the Specific disorder of arithmetical skills is discussed. It is concluded that it has validity as a medical condition, but that is currently ill-defined. Diagnostic criteria employing qualitative aspects of the condition rather than quantitative discrepancies in standardized tests are proposed. An universal terminology of the condition is suggested and the need for further research emphasized.
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