edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation

Autor(en): Susanne Wolf
Titel: Neurodegeneration und Neuroprotektion – ein Dialog zwischen Immunsystem und Gehirn auf Zellebene
Gutachter: R. Locius; Robert Nitsch; T. Möller
Erscheinungsdatum: 10.12.2001
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10016368)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10016374)
Fachgebiet(e): Biowissenschaften, Biologie
Schlagwörter (ger): Mikroglia, Th1, Th2, Neuroprotektion, Multiple Sklerose, T Zellen, ZNS, Neurodegeneration
Schlagwörter (eng): microglia, Th1, Th2, neuroprotection, multiple sclerosis, T cells, CNS, neuroinflammation
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät I
Zitationshinweis: Wolf, Susanne: Neurodegeneration und Neuroprotektion – ein Dialog zwischen Immunsystem und Gehirn auf Zellebene; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät I , publiziert am 10.12.2001, urn:nbn:de:kobv:11-10016374
Metadatenexport: Um den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder Bibtex-Format zu speichern, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Endnote   Bibtex  
print on demand: Wenn Sie auf dieses Icon klicken, können Sie ein Druckexemplar dieser Publikation bestellen.
Diese Seite taggen: Diese Icons führen auf so genannte Social-Bookmark-Systeme, auf denen Sie Lesezeichen anlegen, persönliche Tags vergeben und Lesezeichen anderer Nutzer ansehen können.
  • connotea
  • del.icio.us
  • Furl
  • RawSugar

Abstract (ger):
Die Infiltration von T Zellen in das Zentrale Nervensystem (ZNS) ist ein Charakteristikum neuroinflammatorischer Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose (MS) und ihrem Tiermodell der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE), und führt zur Aktivierung intrinsischer Hirnmakrophagen, den Mikrogliazellen, zu axonaler Schädigung sowie zum Zusammenbruch der Blut-Hirnschranke. Die T Zellen, welche als erste im Gehirn erscheinen, sind vom Subtyp Th1, spezifisch für Bestandteile der Myelinscheide, wie das myelinbasische Protein (MBP), produzieren inflammatorische Zytokine und rekrutieren andere unspezifische T Zellen und Makrophagen. Da sich diese Zellen des Immunsystems gegen körpereigene Bestandteile richten, spricht man von autoreaktiven T Zellen und einer autoimmunen Erkrankung. Im ersten Teil meiner Dissertation habe ich den Einfluss dieser autoreaktiven T Zellen auf den Aktivierungszustand von Mikrogliazellen mit Hilfe muriner Schnittkulturpräparate von Hippocampus und entorhinalem Kortex untersucht, welche den myelinisierten Fasertrakt Tractus perforans mit seinen Ursprungsneuronen und Zielzellen enthielten. Gering aktivierte MBP-spezifische T Zellen induzierten die Expression der Aktivitätsmarker MHC-II und ICAM-1 auf den Mikroglia und die damit verbundene axonale Schädigung (Phagozytose) im gleichen Maße wie hochaktivierte unspezifische T Zellen. Nur Th1 Zellen konnten Mikroglia aktivieren. MBP-spezifische Th2 Zellen hingegen reduzieren die Th1 induzierte Mikrogliaaktivierung (ICAM-1) auf Kontrollniveau. MBP-spezifische Th1 Zellen konnten die Expression von B7 auf Mikrogliazellen modulieren, während die MBP-spezifischen Th2 Zellen diese Eigenschaft nicht besaßen. Durch diese Befunde kann die prominente Rolle von autoreaktiven Th1 Zellen beim Auslösen neuroinflammatorischer Prozesse auf ihre einmalige Fähigkeit, Mikrogliazellen zu aktivieren und deren kostimulatorische Moleküle zu modulieren, zurückgeführt werden. Gleichzeitig bieten die Daten eine mögliche Erklärung für die protektive Rolle von Th2 Zellen bei MS und EAE. Es ist bekannt, dass autoreaktive T Zellen, wie die MBP-spezifischen Th1 Zellen, auch im gesunden Zustand im humanen und murinen T-Zell-Repertoire vorhanden sind. Die physiologische Funktion dieser Zellen ist unklar. Untersuchungen am Nervus opticus sowie im Rückenmark in vivo belegen, dass autoreaktive T Zellen und Makrophagen die Reorganisationsprozesse im ZNS nach traumatischer Schädigung positiv beeinflussen. Diese bei neuroinflammatorischen Erkrankungen so destruktiv wirkenden autoreaktiven T Zellen verhindern nach einem experimentell gesetzten Primärschaden im ZNS das Fortschreiten der Schädigung und es kommt zu einer fast vollständigen Regeneration des Gewebes. Im zweiten Teil meiner Promotionsarbeit habe ich versucht, die Mechanismen, welche hinter dieser Protektion stecken aufzuspüren. Dazu habe ich ebenfalls das in vitro Hirnschnittmodell benutzt. Für diese Fragestellungen wurden Akutschnitte verwendet, die ein Modell für primäre Schädigung im ZNS darstellen. MBP-spezifische Th2 Zellen hatten ein größeres protektives Potential als MBP-spezifische Th1 Zellen. Die nicht ZNS-spezifischen Th1 und Th2 Zellen benötigten ihr Antigen (OVA-Peptid), um signifikant protektiv zu wirken. Durch eine Superstimulation der OVA- und MBP-spezifischen T Zellen wurde eine Neuroprotektion auf gleichem Niveau erreicht. Die Neuroprotektion nach primärer Schädigung von ZNS Gewebe ist somit antigen- und stimulationsabhängig und wird hauptsächlich von Th2 Zellen unterstützt.
Abstract (eng):
The invasion of T cells into the central nervous system (CNS) is a hallmark of neuro inflammatory diseases like multiple sclerosis (MS) and its rodent model, experimental autoimmune encephalomyelitis (EAE), leading to activation of intrinsic macrophages, the microglia, axonal damage and break down of the blood brain barrier. The initial invading T cells are of the Th1 subtype and specific for parts of the myelin sheet like myelin basic protein (MBP). They produce inflammatory cytokines and recruit peripheral non-specific T cells and macrophages. Because these T cells are directed against a self antigen, they are called auto reactive T cells and the phenomenon an autoimmune disease. In the first part of my study I investigated the influence of auto reactive T cells on microglial cells' utilizing an organotypic slice culture system of hippocampus and entorhinal cortex. The slice culture contains a myelinated fibre tract - the tractus perforans - with its original and target neurons. Low activated MBP-specific T cells induced the expression of the activation markers ICAM-1 and MHC-II on microglia as well as microglial phagocytosis in the same manner as highly activated non-specific T cells. Only Th1 cells were able to activate microglia, while Th2 cells reduced the Th1 induced activation (ICAM-1 expression). MBP-specific Th1 cells could modulate the expression of co-stimulatory molecules B7-1 and B7-2, whereas MBP-specific Th2 cells could not. These findings could show why Th1 cells are responsible for EAE induction while Th2 cells can be protective. Auto reactive T cells like MBP-specific T cells have been found in the normal human and murine T cell repertoire. The physiological function of these cells is still unclear. Studies using the models of optic nerve crush or spinal cord crush have shown that macrophages and auto reactive T cells are involved in reorganisation and regeneration after CNS trauma. These auto reactive T cells, which are usually known to be destructive, could prevent CNS tissue from secondary degeneration. In the second part of my study I tried to identify the mechanisms involved in this phenomenon. I also used the organotypic slice culture system. Immediately after preparation causing the primary injury the slices were cultivated with T cells. Th2 cells were found to be more potent to prevent form secondary damage than Th1 cells. The non-CNS specific OVA Th1 and Th2 cells required their antigen to be fully protective. When over stimulated, MBP- and OVA-specific Th1 and Th2 cells proved to be protective to the same extend. Neuroprotection after primary injury depends on the T cell’s state of activation and their antigen specificity. Among the cells examined I found Th2 cells were most effective in preventing CNS tissue from secondary injury.
Zugriffsstatistik: Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente wurden aus den durch AWStats aggregierten Webserver-Logs erstellt. Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie auf die Startseite. Die Zugriffsstatistik wird nicht standardisiert erfasst und kann maschinelle Zugriffe enthalten.
 
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen (insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
 
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen, fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger über die einzelnen Balken des Diagramms.
Startseite: 3 Zugriffe HTML: 28 Zugriffe PDF: 7 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 19 Zugriffe PDF: 2 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 16 Zugriffe PDF: 7 Zugriffe Startseite: 1 Zugriffe HTML: 27 Zugriffe PDF: 7 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 56 Zugriffe PDF: 15 Zugriffe Startseite: 25 Zugriffe HTML: 39 Zugriffe PDF: 5 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 39 Zugriffe PDF: 10 Zugriffe Startseite: 11 Zugriffe HTML: 29 Zugriffe PDF: 12 Zugriffe HTML: 28 Zugriffe PDF: 9 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 22 Zugriffe PDF: 14 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 24 Zugriffe PDF: 14 Zugriffe Startseite: 9 Zugriffe HTML: 22 Zugriffe PDF: 12 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 24 Zugriffe PDF: 8 Zugriffe Startseite: 6 Zugriffe HTML: 28 Zugriffe PDF: 19 Zugriffe Startseite: 7 Zugriffe HTML: 25 Zugriffe PDF: 15 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 18 Zugriffe PDF: 7 Zugriffe Startseite: 4 Zugriffe HTML: 61 Zugriffe PDF: 21 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 60 Zugriffe PDF: 19 Zugriffe HTML: 61 Zugriffe PDF: 12 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe HTML: 49 Zugriffe PDF: 11 Zugriffe HTML: 22 Zugriffe PDF: 15 Zugriffe Startseite: 5 Zugriffe HTML: 24 Zugriffe PDF: 10 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe HTML: 16 Zugriffe PDF: 15 Zugriffe Startseite: 16 Zugriffe HTML: 26 Zugriffe PDF: 15 Zugriffe Startseite: 3 Zugriffe HTML: 11 Zugriffe PDF: 7 Zugriffe Startseite: 15 Zugriffe HTML: 17 Zugriffe PDF: 26 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe HTML: 18 Zugriffe PDF: 20 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe HTML: 15 Zugriffe PDF: 13 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe HTML: 26 Zugriffe PDF: 14 Zugriffe Startseite: 21 Zugriffe HTML: 23 Zugriffe PDF: 28 Zugriffe Startseite: 20 Zugriffe HTML: 32 Zugriffe PDF: 16 Zugriffe Startseite: 18 Zugriffe HTML: 21 Zugriffe PDF: 30 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe HTML: 17 Zugriffe PDF: 33 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe HTML: 18 Zugriffe PDF: 28 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe HTML: 16 Zugriffe PDF: 20 Zugriffe
Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
Apr
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Jul
14
Monat Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
Apr
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Jul
14
Startseite 3 2 5 1 4 25 3 11   4 2 9 3 6 7 4 4 2   2   5 10 16 3 15 13 17 17 21 20 18 13 13 13
HTML 28 19 16 27 56 39 39 29 28 22 24 22 24 28 25 18 61 60 61 49 22 24 16 26 11 17 18 15 26 23 32 21 17 18 16
PDF 7 2 7 7 15 5 10 12 9 14 14 12 8 19 15 7 21 19 12 11 15 10 15 15 7 26 20 13 14 28 16 30 33 28 20

Gesamtzahl der Zugriffe seit Jul 2011:

  • Startseite – 291 (8.31 pro Monat)
  • HTML – 977 (27.91 pro Monat)
  • PDF – 516 (14.74 pro Monat)
 
 
Generiert am 20.08.2014, 16:44:58