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Dissertation

Autor(en): Roya Nabavi
Titel: Zur Problematik der Spätrezidive von Hodentumoren
Gutachter: K.-P. Dieckmann; L. Weißbach; O. Rick
Erscheinungsdatum: 03.11.2005
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10055567)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10053178)
Fachgebiet(e): Medizin
Schlagwörter (ger): Hodentumor, Risikofaktoren, Prognose, Rezidiv, Spätrezidiv, Definition, Histologie, initiale Marker, Tumorbeladung
Schlagwörter (eng): Germ cell Tumor, Relapse, Late relapse, Definition, Prognosis, Histology, Tumor marker, Risk factors, Tumor burden, Testis cancer
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité
Zitationshinweis: Nabavi, Roya: Zur Problematik der Spätrezidive von Hodentumoren; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité , publiziert am 03.11.2005, urn:nbn:de:kobv:11-10053178
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Abstract (ger):
Welche Ursachen führen bei Keimzelltumoren zu Spätrezidiven? Sind es ungünstige Tumorkonstellationen, Behandlungsfehler oder individuelle Faktoren, die zu Spätrezidiven von Keimzelltumoren (KZT) führen? Ziel der Untersuchung war es, diese Fragen zu beantworten, um Patienten zu identifizieren, für die sich daraus Konsequenzen in der Therapie und Verlaufskontrolle ergeben. Indem wir Spätrezidive nach 4 Jahren auswerteten, wollten wir die besonderen Merkmale dieser Patientengruppe herausarbeiten. Unter 759 erfassten Patienten sahen wir 165 Frührezidive (< 2 Jahre), 92 Rezidive nach 2 Jahren und 73 Spätrezidive mehr als 4 Jahre nach der Initialdiagnose. Unsere statistische Auswertung bezieht sich auf die Spätrezidive mit einer mittleren Beobachtungszeit von 143 Monaten. Die initiale Konstellation der Tumormarker spielt eine bedeutende Rolle. 66% der Patienten hatten sowohl AFP als auch ß-HCG erhöht (gegenüber 47% bei den Frührezidiven und 33% im Gesamtkollektiv). Das gonadal reine Embryonalzellkarzinom (EZK) führt häufiger zu Spätrezidiven als andere Keimzelltumoren. Risikobehaftet sind höhere Stadien, von denen sich unter den Spätrezidiven 85% fanden; initial aber nur 57%. Demgegenüber ist poor-prognosis nach IGCCCG kein Risikofaktor. Mehr als die Hälfte der spätrezidivierten Patienten hatte bereits vorher mindestens ein Rezidiv gehabt. Eine initial von der heutigen Leitlinie abweichende Behandlung war bei 40% der Spätrezidive zu finden. Gründe hierfür waren eine falsche Histologie, die ungenaue Stadienzuordnung oder eine fehlende bzw. inkomplette Residualtumorresektion. Eine günstige Prognose haben die Patienten, bei denen eine Metastasenresektion vorgenommen werden kann. Die Heilungsrate (NED) war bei den operierten Spätrezidiven (70%) deutlich hoher als denjenigen, die zusätzlich chemotherapiert (46%) oder lediglich mit Chemotherapie behandelt worden waren (36%). Als Grund hierfür, ist die Früherkennung und noch vorhandene Operabilität des Befundes anzunehmen. Alle Seminom-Spätrezidive mit initialer Radiatio haben von der Chemotherapie profitiert. Bis auf einen Todesfall in der Chemotherapie wurden alle geheilt. Spätrezidive von KZT sollten als besondere Entität definiert werden. Krankheitsverlauf, Behandlung und Nachsorge weichen von dem üblichen Muster ab. Nur Seminome oder chemonaive Patienten sind zytostatisch zu behandeln. Bei den Nichtseminomen, die bereits initial oder im Frührezidiv eine Chemotherapie erhalten haben, sollte wenn möglich, eine operative Behandlung erwogen werden. Patienten mit initial erhöhten Tumormarkern (AFP + ß-HCG), reinem gonadalem EZK, höheren Krankheitsstadien oder einem Rezidiv innerhalb der ersten 4 Jahre haben eine ungünstige Prognose und erfordern eine jährliche lebenslange spezielle Nachsorge. Die Nachsorge sollte neben der klinischen Untersuchung und AFP-Bestimmung ein Schnittbildverfahren des Thorax und Retroperitoneums beinhalten.
Abstract (eng):
What are the reasons for late relapse of testicular germ cell tumor? Do unfavourable tumor constellations, mismanaged treatment or individual factors; lead to the late relapse of testicular germ cell tumor? The aim of this investigation was to find an answer to this question and to identify the patients, who would benefit from modified treatments and follow-up modalities. By researching the late relapses diagnosed at least 4 years later, we wanted to identify the special characteristics of this group of patients. Among the 759 patients with testis cancer we found 165 early relapses (<2 years), 92 relapses that occurred after 2 years and 73 late relapses were discovered more than 4 years after the initial diagnosis. Our statistical analysis is based on the late relapses with a median time of observation of 143 months. The primary Constellation of Tumor Markers plays a significant role. 66% of the late relapse patients had an increased AFP and ß-HCG at the first presentation of GCT (compared with 47% of early relapsed patients and 33% of all patients). A virginal pure embryonal carcinoma more often leads to late relapse than other GCTs. Higher stages have a higher risk of late relapse. 85% of the patients with a late relapse had higher stages compared to 57% higher stages at initial diagnosis. On the other hand, poor prognosis, as defined by the IGCCCG, is no risk for late relapse. More than half of the patients with a late relapse had already had at least one relapse before. As found in a retrospective analysis, at first presentation 40% of the late relapsed patients were given a treatment differing from the current German guidelines of treatment and diagnosis of testis cancer. The reasons for this were false histology, inaccurate staging or incomplete post chemotherapy RPLND. Patients with the possibility of metastasis surgery have a favorable prognosis. The cure rate for patients with primary surgical resection at late relapse was higher than for all patients undergoing a different treatment. 70% of the patients treated only with surgery achieved an NED state compared to 46% and 36% for those who were additionally treated with chemotherapy respectively only treated with chemotherapy. Early diagnosis and the possibility of surgery have to be held responsible for these results. All of the patients with seminoma and initial radiotherapy benefited from a treatment with chemotherapy at late relapse and were cured. Only one of them died due to chemotherapy. The late relapse of GCT has to be defined as a separate entity. The disease management, treatment and the follow-up differ from the usual pattern. Only patients with a seminoma or without chemotherapy have to be treated with a chemotherapy. All patients with nonseminoma, who had already received chemotherapy initially or at early relapse, should undergo surgery, if possible. Patients with initially increased tumour markers (AFP + ß-HCG), higher stages and a relapse within the first 4 years or with a virginal pure embryonal carcinoma have an unfavorable prognosis and require a special follow-up once a year. The follow-up should include a clinical check, an abdominal and chest-scan as well as an additional an AFP-Test.
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Generiert am 20.12.2014, 13:17:28