| Autor(en): |
Jin-Ho Phark |
Titel: |
Prävalenz der gingivalen Stippelung bei Kindern |
| Gutachter: |
Bernd-Michael Kleber; Michail Davidoff; Ulrich Schlagenhauf |
| Erscheinungsdatum: |
15.05.2006 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-10063655)
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| Fachgebiet(e): |
Medizin |
| Schlagwörter (ger): |
Kinder, Gingiva, Prävalenz, Stippelung, API, PBI, dmft/DMFT, Replika, orale Verteilung |
| Schlagwörter (eng): |
gingiva, prevalence, stippling, children, API, PBI, dmft/DMFT, replica, oral distribution |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité |
| Zitationshinweis: |
Phark, Jin-Ho:
Prävalenz der gingivalen Stippelung bei Kindern;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité , publiziert am 15.05.2006, urn:nbn:de:kobv:11-10063655
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| Abstract (ger): |
| Bei der Stippelung handelt es sich um eine Oberflächenstruktur des Gingivaepithels, die der Gingiva ein orangenschalenartiges Aussehen verleiht. Ziel dieser Studie war es, die Stippelung der Gingiva von Kindern zu untersuchen und deren Merkmale sowie Prävalenz zu charakterisieren.
Material und Methode: Für diese Querschnittsuntersuchung wurden insgesamt 274 Kinder untersucht (148 Jungen, 126 Mädchen; Durchschnittsalter 4,98 Jahre) und dabei der Zahnbefund, der Mundhygienezustand (API), der Entzündungszustand (PBI) und die ethnische Herkunft aufgenommen. Die Stippelung wurde photographisch und mit Abformung aus niedrig viskösem additionsvernetzenden Silikon dokumentiert. Die davon hergestellten Modelle wurden unter einem Stereomikroskop mit einer Kamera digitalisiert. Das Programm analySIS 3.0 diente zur Bildanalyse.
Ergebnisse: Insgesamt zeigten 187 Kinder (68,2%) Stippelung (Jungen 67,2%, Mädchen 69%). Sie trat ab einem Alter von einem Jahr auf. Geschlecht, ethnische Herkunft, Karieserfahrung, API und PBI hatten keinen Einfluss auf die Häufigkeit.
Sie kam signifikant häufiger im Wechselgebiss vor, ebenso im Oberkiefer und im Frontzahnbereich. Im Seitenvergleich konnte keine symmetrische Verteilung festgestellt werden. Die Tüpfelung kam bis auf eine Ausnahme ausschließlich auf der befestigten Gingiva vor und war dabei bevorzugt interradikulär, danach radikulär und zuletzt im subpapillären Bereich zu finden.
Die Auswertung der Photographien und Replikas ergab eine durchschnittliche Dichte von 2,54 Stippel/mm2 bei einer Höhe von 0,10 mm bzw. einer Breite von 0,09 mm je Vertiefung. Ältere Kinder wiesen eine höhere Dichte der Tüpfelung auf. Alter und Geschlecht keinen Einfluss auf die morphometrischen Daten. Anzahl, Höhe und Breite der Stippelung waren im Oberkiefer und im Frontzahnbereich größer als im Unterkiefer bzw. im Seitenzahnbereich.
Schlussfolgerung: Als alleiniges Kriterium zur Beurteilung des klinischen Entzündungszustandes der Gingiva bei Kindern ist die Stippelung nicht geeignet, da das Fehlen von Stippelung nicht immer mit dem Vorhandensein von gingivaler Entzündung übereinstimmt. Für eine korrekte Diagnose müssen vielmehr weitere Kriterien wie Farbe, Dicke, Festigkeit, Kontur der Gingiva, die Sondierungstiefe und Sondierungsblutung einbezogen werden.
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| Abstract (eng): |
| Background: The aim of this study was to examine the gingival stippling in children and to characterize it. The prevalence of stippling was a special interest. Stippling is a structure of the gingival epithelium, which causes an orange peel like appearance of the gingiva.
Material and methods: In this cross-sectional study 274 children (148 boys and 126 girls; average age 4.98 years) were examined. Oral status, approximal plaque index (API), papillary bleeding index (PBI) and race were noted. Photographs or replicas with a silicone impression material of low viscosity were taken if stippling was found. The replicas were used to make stone casts, which were scanned by a video camera. The obtained pictures were analysed with the software analysis 3.0.
Results: 68.2% of the children showed stippling, in 67.2% of the boys and 69.0% of the girls. It was evident from an age of one year. Sex and race did not show any influence on prevalence. There was also no relation between stippling and caries, oral hygiene or gingival inflammation.
Stippling was more frequent in mixed dentition than in deciduous dentition. The children showed more stippling in the upper jaw and in the anterior region. It was not spread symmetrically. Usually, it was localized to the attached gingiva with the highest frequency in the interradicular area, followed by the radicular area, and subpapillar area. Only one child showed stippling in the free gingiva, too, but this seemed to be an exception from the rule.
The data obtained from photographs and replicas showed a density of 2,54 stipples per mm2, a height of 0.10 mm and a width of 0.09 mm. Older children showed a higher density. Height and width were neither influenced by sex nor by age. But stippling in upper arch and anterior region had a higher density and a larger height and width than in lower arch or posterior region.
Conclusion: Gingival Stippling is not a major criterion in clinical assessment of gingival or periodontal inflammation, because missing stippling does not always coincide with presence of gingival inflammation. For a correct diagnosis more criteria, e.g. colour, contour, thickness, consistency, pocket depth and bleeding on probing, have to be considered, too.
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