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Dissertation

Autor(en): Detlef Georgia Schulze
Titel: Geschlechternormen-inkonforme Körperinszenierungen - Demokratisierung, De-Konstruktion oder Reproduktion des sexistischen Geschlechterverhältnisse?
Gutachter: Christina von Braun; Frieder Otto Wolf
Erscheinungsdatum: 13.12.2005
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10069730)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10067225)
Fachgebiet(e): Soziale Probleme, Sozialarbeit
Schlagwörter (ger): postmoderner materialistischer Feminismus, Arbeitsteilung in queer / transgender Haushalten, Judith Butler, Monique Wittig, Louis Althusser, Karl Marx
Schlagwörter (eng): postmodern materialist feminism, labour division in households of queer / transgender people, Judith Butler, Monique Wittig, Louis Althusser, Karl Marx
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III
Zitationshinweis: Schulze, Detlef Georgia: Geschlechternormen-inkonforme Körperinszenierungen - Demokratisierung, De-Konstruktion oder Reproduktion des sexistischen Geschlechterverhältnisse?; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III , publiziert am 13.12.2005, urn:nbn:de:kobv:11-10067225
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Abstract (ger):
Die vorliegende Studie zum Thema „geschlechternormen–inkonforme Körperinszenierungen“ ist die theoretisch fundierte, empirische Überprüfung der These von Judith Butler, daß eine mögliche Verbindung zwischen queer Praxen und der Subversion der herrschenden Geschlechterordnung bestehe. Die Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Körperpraxen und anderen Praxen, insbesondere Arbeit und politischer Praxis. Der Begriff „geschlechternormen-inkonforme Körperinszenierungen“ bezieht sich auf drei Praktiken bzw. drei Arten des Verhaltens von Personen in Bezug auf deren eigenen Körper: Er bezieht sich erstens auf Transsexuelle, die ihren Körper mit medizinischen Mitteln haben verändern lassen; zweitens auf transgender Personen, die zeitweise oder permanent cross dressing praktizieren ohne physische Veränderungen an ihrem Körper vorgenommen zu haben; und drittens auf drag kings und drag queens, die auf der Bühne ein anderes Geschlecht als im Alltag darstellen. Alle Personen inszenieren eine geschlechternormen-inkonforme Geschlechtlichkeit, d. h. eine Geschlechtlichkeit, die nach hegemonialen Kriterien nicht mit dem ‚wahren’ oder ‚ursprünglichen’ Geschlecht dieser Person übereinstimmt. Die Methode des empirischen Teils der Studie besteht aus der Datengewinnung durch das „Problemzentrierte Interview“ nach Witzel und der Datenanalyse durch die „Qualitative Inhaltsanalyse“ nach Mayring. Die Studie geht davon, daß die Überwindung der Herrschaft das Verschwinden der sozialen Gruppen (hier: Männer und Frauen), zwischen denen eine Herrschaftsbeziehung besteht, einschließt, denn diese Gruppen sind die Produkte der Praktizierung von Herrschaft. Die Studie zeigt, daß im interviewten sample – statt einer Subversion von Herrschaft – eine kontinuierliche Reproduktion von Geschlechtern und Geschlechterhierarchien stattfindet. Die .pdf-Datei mit der vollständigen Arbeit enthält Zusammenfassungen in englischer, französischer, kastilischer und deutscher Sprache, die länger als das vorliegende abstract sind.
Abstract (eng):
The present study dealing with the topic ‘geschlechternormen-inkonforme Körperinszenierungen’ (approximately: body styling / body formation which is contrary to the hegemonic gender rules) is a theoretically based, empirical scrutiny of Judith Butler’s thesis, that there exists a possible connection between queer practices and the subversion of existing gender hierarchy. The thesis explores the relationship between body practices and other practices, especially labour and political practice. The term ‘geschlechternormen-inkonforme Körperinszenierungen’ refers to three practices or three different ways of a person’s behaviour towards his or her own body: it refers firstly to transsexuals, who changed their body physically; secondly it refers to transgender people, who occasionally or permanently do cross dressing in everyday life without having changed their bodies physically; and thirdly on drag kings and drag queens who show a different sex on stage than in everyday life. All people stage a ‘geschlechternormen-inkonforme Geschlechtlichkeit’, that means a gender that doesn’t coincides with their “true” or “natural” sex due to hegemonic criteria. The method of the empirical part of the study consists of obtaining data through the ‘Problemzentriertes Interview’ (problem-focussed interview) invented by Witzel, and the analysis of the data through the ‘Qualitative Inhaltsanalyse’ (qualitative content analysis) invented by Mayring. The study assumes that the deconstruction of domination includes the disappearance of the social groups (in the case at issue: men and women), between whom exists a relation of domination, because that groups are products of the practices of domination. The study shows, that – far from this – there happens within the interviewed sample a permanent reproduction of genders and gender hierarchies. The .pdf-file of the entire thesis consists summaries in English, French, Castilian, and German language longer than the present abstract.
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Generiert am 25.07.2014, 19:37:33