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Dissertation

Autor(en): Antonia Schütz
Titel: Die hoch- und spätmittelalterlichen Burgen und Adelssitze in der Uckermark, Land Brandenburg – Bestandsaufnahme und vergleichende Untersuchungen vom späten 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts
Gutachter: Eike Gringmuth-Dallmer; Winfried Schich
Erscheinungsdatum: 13.02.2008
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10092476)
Fachgebiet(e): Architektur
Schlagwörter (ger): Mittelalter, Uckermark, Burgen, Adelssitze
Schlagwörter (eng): Middle Ages, Uckermark, nobility residences, castles
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
Zitationshinweis: Schütz, Antonia: Die hoch- und spätmittelalterlichen Burgen und Adelssitze in der Uckermark, Land Brandenburg – Bestandsaufnahme und vergleichende Untersuchungen vom späten 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I , publiziert am 13.02.2008, urn:nbn:de:kobv:11-10092476
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Abstract (ger):
Die Studie beschäftigt sich mit der Entstehung und Entwicklung der Burgen und Herrensitze in der Uckermark vom späten 12. bis zum 15. Jahrhundert. Archäologische Befunde und Funde deuten darauf hin, dass besonders zu Beginn des mittelalterlichen Landesausbaus frühdeutsche Anlagen auf den vorhandenen slawischen Burgen errichtet worden sind. Im Verlauf des 13. und frühen 14. Jahrhunderts kam eine Vielzahl von Neugründungen hinzu. Besonders die landesherrlichen und hochadligen Burgen in Grenzregionen sowie an wichtigen Pässen erfuhren im 14. und 15. Jahrhundert vielfältige Um- und Ausbauten. Im Inland führte dagegen die einsetzende Wüstungsperiode zum Untergang vieler Adelssitze. Sie verfielen oder wurden von neuzeitlichen Schloss- oder Rittergutskomplexen überprägt. Hauptgegenstand der Studie sind die herrschaftlichen Anlagen selbst, als Ruine, integriert in spätere Gebäude oder als archäologisches Bodendenkmal. Erstmalig erfolgte für die Uckermark eine flächendeckende Bestandsaufnahme von archäologisch-bauhistorischer Seite, ergänzt durch historische sowie historisch-geographische Quellen. Dabei wurden ca. 250 Orte ermittelt, für welche die Existenz einer mittelalterlichen Burg oder eines Adelssitzes belegt bzw. zu vermuten ist. Nur wenige sind heute noch anhand ihrer oberirdischen Bausubstanz eindeutig als mittelalterliche Befestigung zu identifizieren. Auf viele verweisen im Gelände lediglich fragmentarische Steinbaureste, Erdwälle, Gräben oder kleine Hügel. Ein Großteil ist aufgrund des vollständigen Verfalls oder der Überprägung durch spätere Gebäude bisher überhaupt nicht lokalisiert. Vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes werden erste typologische Vergleiche der Anlagen hinsichtlich ihrer Lage, Größe, Datierung, ihres Ausbaugrades sowie ihrer historischen Funktion vorgenommen. Untersucht werden außerdem die Beziehung zu den slawischen Burgwällen und die Siedlungskontinuität vom mittelalterlichen Adelssitz zum neuzeitlichen Schloss- oder Rittergutskomplex.
Abstract (eng):
The aim of this study is to examine the formation and development of the castle complexes and nobility residences in the Uckermark from the late 12th to the end of the 15th century. Archaeological finds indicate that especially at the beginning of the medieval eastward expansion they were erected on Slavic strongholds. During the 13th and the early 14th century a lot of new castles and mansions were built. Especially the fortresses in the frontier districts and at important passes were being extended during the 14th and 15th century. In the inland regions the process of desertion led to the abandonment of many of the nobility residences. They began to fall into disrepair and were partially replaced by modern age domain and palace complexes. The main subjects of this study are the medieval buildings in form of ruins, integrated in later buildings and as archaeological site, respectively. This is the first ever complete regional inventory of the medieval castles and nobility residences of the Uckermark. It is mainly based on archaeological and architectural data, and made complete with historical and geographical facts. Almost 250 towns and villages were traced where the existence of a medieval castle or a residence is verified or presumed. Nowadays, only few of the former residences and fortresses can clearly be identified as such on the basis of the remains of above ground buildings and fortifications or by surface features like stone walls, earthworks or moats. Most of them are completely buried under earth, or replaced by manor houses and palace complexes of a later period. Surveying the present state of castle-studies in Brandenburg, the castles and nobility residences where compared with regard to their extent, morphology and ground-plan, internal building chronology and changing of their historical functions. Moreover, the connection with older Slavic strongholds and the continuity from medieval strongholds to modern age castle complexes or manor houses are investigated.
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