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Dissertation

Autor(en): Helmut Schantl
Titel: Schule als "triadischer Raum" – psychoanalytische Reflexionen zur pädagogischen Arbeit mit „schwierigen“ Kindern
Gutachter: Karl-Ernst Ackermann; Bernd Ahrbeck; Dieter Katzenbach
Erscheinungsdatum: 17.11.2011
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-100214617)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100196671)
Fachgebiet(e): Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Schlagwörter (ger): Trianguläre Bewusstseinsstruktur, innerpsychische Strukturveränderung, psychoanalytisches Verstehen, Interaktionsbeziehung, pädagogische Handlungskompetenz
Schlagwörter (eng): triangular structure of consciousness, inner-psychological structural alteration, psycholoanalytical comprehension, relationship interaction, pedagogical ability to perform
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät IV
Lizenz: Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung (CC BY NC)
Zitationshinweis: Schantl, Helmut: Schule als "triadischer Raum" – psychoanalytische Reflexionen zur pädagogischen Arbeit mit „schwierigen“ Kindern; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät IV , publiziert am 17.11.2011, urn:nbn:de:kobv:11-100196671
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Abstract (ger):
Ausgehend von der These, dass das Verhalten „schwieriger“ Kinder eine Folge kulturell-gesellschaftlicher Entwicklungen ist, die sich nachteilig auf den innerpsychischen Prozess der Triangulierung auswirken und auf die eine von zweckrationalen Organisationsstrukturen, von institutionsspezifischen Kommunikations- und Handlungsformen und von einem veränderten professionellen Selbstverständnis einzelner Lehrer dominierte Schule bislang keine befriedigenden Antworten gegeben hat, wird nach dem Potenzial der Psychoanalyse hinsichtlich der Möglichkeit gefragt, Pädagogen und Pädagoginnen bei der Konstituierung von Schule als ‚triadischer Raum’ im Sinne eines dyadisch geprägten und triadisch strukturierten, die kindliche Entwicklung fördernden psychosozialen Erfahrungsraums zu unterstützen. Am psychoanalytischen Theorem der Triangularität orientiert wendet sich die Erörterung zunächst drei von der Psychoanalyse beeinflussten sozialisationstheoretischen Konzepten unterschiedlicher Provenienz zu. Dieses methodische Vorgehen erweist sich jedoch im Kontext der zentralen Zielsetzung, ein umfassendes pädagogisches Konzept zur Stärkung kindlicher triangulärer psychischer Strukturen zu skizzieren, nur bedingt als hilfreich. Die anschließende Diskussion der Problem- und Fragestellung auf der Folie einer ‚kulturtheoretisch orientierten’ Psychoanalyse, die einem eigenständigen wissenschaftstheoretischen Selbstverständnis und Erkenntnisprozess folgend unbewusste individuelle und überindividuelle, kulturspezifische Subjektivitätsmomente wie auch biologische Determinanten seelischen Erlebens und Verhaltens berücksichtigt, führt zur Formulierung dreier Dimensionen des dialektischen Prinzips der Psychoanalyse, die sich im Bemühen um die Gestaltung triangulär organisierter Verständigungsprozesse als hilfreich erweisen können.
Abstract (eng):
Based on the theory that the behavior of „difficult“ children is a result of a socio-cultural evolution that has adversely affected the inner-psychological process of triangulation and, based on the school of thought of purposive-rational organizational structures and that of institution-specific forms of communication and action, along with the altered professional self-understanding of individual teachers – noneof which have yet to offer any satisfactory answers – the question arises in accordance with the potential of psychoanalysis concerning the possibilities for educators in the constitution of a school as a ‚triadic space’, dyadically characterized and triadically structured to support the constructive psycho-social realm of experience in childhood development. Oriented on the psychoanalytical theorem of triangularity, the analysis initially adresses the varied provenience of three concepts influencing the socializationtheoretically and psychoanalytically. In the context of a central target, this methodic approach proves to be only slightly helpful when outlining a comprehensive pedagogical concept to reinforce childhood triangular psychological structures. The subsequent discussion of the problems addressed on the slides of ‚cultural-theorist-oriented’ psychoanalysis, following an independent epistemological self-understanding and cognitive process, taking unconscious individual and supraindividualculture-specific moments of subjectivity as well as biological determinants of emotional experience and behavior into consideration, leads to the formulation of tree dimensions of the dialectic principle of psychoanalysis that might prove to be helpful when attempting to configure triangularly organized processes of understanding.
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Generiert am 31.10.2014, 18:23:56