edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation

Autor(en): Jens Gerrit Papenburg
Titel: Hörgeräte – Technisierung der Wahrnehmung durch Rock- und Popmusik
Gutachter: Peter Wicke; Veit Erlmann
Erscheinungsdatum: 21.03.2012
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100200584)
Fachgebiet(e): Musik
Schlagwörter (ger): Kulturwissenschaft, Geschichte des (Musik-)Hörens, Geschichte des Nicht-Hörens, auditive Wahrnehmung, Technisierung des Hörens, Bewirtschaftung des Hörens, Hörgerät, Materialität der Wahrnehmung, Materialitäten der Musikkultur, technisierte Organe, Organ gewordene Technik, eskalierte Organe, Körperlichkeit des Hörens, Hörpraxis, Mastering, Veröffentlichung von Musik, technisierter Klang, das Vorgehörte, das Unhörbare, das Ungehörte, Mittler vs. Zwischenglieder, Musikbegriff, Klangkonzept, Rock- und Popmusik als Erkenntnisinstrument, Jukebox, Soundsystem, Single-Schallplatte, Maxisingle, Technologieentwicklung, Rock’n’Roll, Disco, House, Techno, Musikwissenschaft, Medientheorie, Sound Studies, Historische Anthropologie der Sinne, Musikalische Vermittlungstheorie
Schlagwörter (eng): History of listening, history of non-listening, auditory perception, technization of listening, cultivation of listening, listening device, materiality of perception, materialities of music culture, organs and technology, corporality of listening, listening practice, mastering, practices of releasing music, sound and technology, mediator vs. intermediary, concept of music, concept of sound, rock and pop music as instrument of knowledge, juke box, sound system, 7-inch single, 12-inch single, development of technology, rock’n’roll, disco, house, techno, musicology, media theory, cultural studies, sound studies, anthropology of the senses, theories of mediation
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III
Lizenz: Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung - Keine Bearbeitung (CC BY NC ND)
Zitationshinweis: Papenburg, Jens Gerrit: Hörgeräte – Technisierung der Wahrnehmung durch Rock- und Popmusik; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III , publiziert am 21.03.2012, urn:nbn:de:kobv:11-100200584
Metadatenexport: Um den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder Bibtex-Format zu speichern, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Endnote   Bibtex  
print on demand: Wenn Sie auf dieses Icon klicken, können Sie ein Druckexemplar dieser Publikation bestellen.
Diese Seite taggen: Diese Icons führen auf so genannte Social-Bookmark-Systeme, auf denen Sie Lesezeichen anlegen, persönliche Tags vergeben und Lesezeichen anderer Nutzer ansehen können.
  • connotea
  • del.icio.us
  • Furl
  • RawSugar

Abstract (ger):
Die Geräte, durch die Musik im Zeitalter der technischen (Re-)Produktion gehört wird, haben sich immer wieder gewandelt. Solche Geräte müssen überhört werden. Nur so kann Musik gehört werden. Trotzdem – so die These der Arbeit – organisieren diese Geräte das Hören und sind Agenturen einer Bewirtschaftung und Technisierung der Wahrnehmung. In der Arbeit wird anhand von zwei Fallstudien aus der Geschichte der Rock- und Popmusik gezeigt, wie solche Geräte sowohl den Hörer als auch die gehörte Musik formieren. Durch Hörtechnologien bilden sich neue Hörpraktiken heraus und die Körperlichkeit des Hörers wird neu bestimmt. Die Anpassung von Klanggeschehen an spezifische Hörtechnologien wird im Mastering – dem letzten Schritt der technischen Musikproduktion – untersuchbar. Die Geräte, durch die Musik gehört wird, sind also weder schlichte Wiedergabetechnologien noch bloße elektrotechnische Artefakte. Vielmehr sind sie Gefüge aus Klanglichkeit, Körperlichkeit und Technologie. Diese werden in der Arbeit als Hörgeräte auf den Begriff gebracht. Die Hörgeräte der Rock- und Popmusik zielen – wie ihre medizintechnischen Verwandten – auf die Materialität der Wahrnehmung. Im Gegensatz zu diesen funktionieren sie jedoch nicht als Prothesen, die an einer gattungsweit postulierten Norm ausgerichtet sind. Statt Normen bergen sie Exzesse – an Serialität und Wiederholung – sowie Eskalationen – von Lautstärke und von hohen und tiefen Frequenzen. Die Arbeit ist in drei Kapiteln gegliedert. Im ersten Kapitel wird die These der Arbeit in Bezug auf theoretische Diskurse der Musik-, Kultur- und Medienwissenschaft verortet und eine begriffliche Systematik entwickelt. Kapitel zwei und drei sind Fallstudien gewidmet. In der ersten wird das Jukeboxhören der Rock’n’Roll-Kultur der 1950er Jahre untersucht, in der zweiten das Soundsystemhören der Disco- und Clubkultur der 1970er bis 1990er Jahre. Die im ersten Kapitel entwickelte begriffliche Systematik macht die Fallstudien vergleichbar.
Abstract (eng):
The devices by which music is listened to in the age of technological (re-)production have changed over and over again. These devices must be imperceptible to the ear. Only then can music be heard. Nonetheless – this is the claim of the thesis – these devices organize hearing and are agents of a cultivation and technization of perception. Based on two case studies from the history of rock and pop music, this thesis reveals how such devices constitute not only the listener but also the music which is listened to. Through listening technologies new listening practices emerge and the corporality of the listener is newly defined. The adaptation of sound to specific listening technologies can be analysed during the mastering process, the last step in technological music production. The devices by which music is listened to are thus neither simple technologies of reproduction nor mere electrotechnical artefacts. Rather, they are assemblages of sound, corporality, and technology. In this thesis these assemblages are called “Hörgeräte” (listening devices). The listening devices of rock and pop music target – like medical-technical “Hörgeräte” (hearing aids) – the materiality of perception. Contrary to medical technologies, however, listening devices do not function as prostheses, which are calibrated according to medical industry standards. Instead, they contain excesses – of seriality and repetition – and escalations – of amplitude and high and low frequencies. The thesis is arranged in three chapters. In the first chapter I situate the main argument of the thesis within discourses of musicology, media and cultural studies, and develop my own terminology. Chapters two and three deal with case studies. In chapter two I investigate jukebox listening in 1950s rock’n’roll culture, whilst in chapter three I explore sound system listening in disco and club culture from the 1970s to the 1990s. The terminology developed in chapter one enables a comparison of the case studies.
Zugriffsstatistik: Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente wurden aus den durch AWStats aggregierten Webserver-Logs erstellt. Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie auf die Startseite. Die Zugriffsstatistik wird nicht standardisiert erfasst und kann maschinelle Zugriffe enthalten.
 
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen (insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
 
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen, fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger über die einzelnen Balken des Diagramms.
PDF: 32 Zugriffe PDF: 32 Zugriffe Startseite: 28 Zugriffe PDF: 57 Zugriffe Startseite: 26 Zugriffe PDF: 44 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe PDF: 60 Zugriffe PDF: 38 Zugriffe PDF: 83 Zugriffe PDF: 83 Zugriffe PDF: 57 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe PDF: 221 Zugriffe Startseite: 21 Zugriffe PDF: 292 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe PDF: 90 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe PDF: 76 Zugriffe Startseite: 9 Zugriffe PDF: 95 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe PDF: 193 Zugriffe Startseite: 12 Zugriffe PDF: 140 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe PDF: 86 Zugriffe Startseite: 15 Zugriffe PDF: 74 Zugriffe Startseite: 19 Zugriffe PDF: 72 Zugriffe Startseite: 24 Zugriffe PDF: 94 Zugriffe Startseite: 22 Zugriffe PDF: 103 Zugriffe Startseite: 21 Zugriffe PDF: 116 Zugriffe Startseite: 19 Zugriffe PDF: 127 Zugriffe Startseite: 21 Zugriffe PDF: 145 Zugriffe Startseite: 22 Zugriffe PDF: 149 Zugriffe Startseite: 21 Zugriffe PDF: 169 Zugriffe Startseite: 17 Zugriffe PDF: 139 Zugriffe Startseite: 13 Zugriffe PDF: 153 Zugriffe Startseite: 2 Zugriffe PDF: 137 Zugriffe Startseite: 10 Zugriffe PDF: 122 Zugriffe Startseite: 12 Zugriffe
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
Apr
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Jul
14
Aug
14
Sep
14
Oct
14
Monat Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Feb
13
Mar
13
Apr
13
May
13
Jun
13
Jul
13
Aug
13
Sep
13
Oct
13
Nov
13
Dec
13
Jan
14
Feb
14
Mar
14
Apr
14
May
14
Jun
14
Jul
14
Aug
14
Sep
14
Oct
14
Startseite     28 26 17         17 21 17 10 9 10 12 17 15 19 24 22 21 19 21 22 21 17 13 2 10 12
PDF 32 32 57 44 60 38 83 83 57 221 292 90 76 95 193 140 86 74 72 94 103 116 127 145 149 169 139 153 137 122  

Gesamtzahl der Zugriffe seit Apr 2012:

  • Startseite – 422 (14.55 pro Monat)
  • PDF – 3279 (105.77 pro Monat)
 
 
Generiert am 01.11.2014, 05:03:13