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| Autor(en): | Urmila Goel | Titel: | Migration im Europa der Regionen – Überlegungen zu ungleichen Machtverhältnissen und ihren Konsequenzen |
| Erscheinungsdatum: | 01.02.2012 |
| Erschienen in: |
Kritische Migrationsforschung? – Da kann ja jeder kommen. (netzwerkmira) S. 165-187 |
| Herausgeber: | Netzwerk MiRA |
| Volltext: | pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100201336) |
| Fachgebiet(e): | Geschichte Europas ; Politik |
| Schlagwörter (ger): | Migration, EU, Europa, Rassismus, Postkolonialismus, Identität Normativität, Transnationalismus |
| Schlagwörter (eng): | Transnationalism, Migration, Racism, Postcolonialism, Identity Normativity, Europe |
| Einrichtung: | Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III, Institut für Sozialwissenschaften |
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| Abstract (ger): | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Urmila Goel stellt in ihrem Artikel theoretische Überlegungen zu ungleichen und interdependenten Machtverhältnissen an, welche sie auf die Europaregionen und ihren Umgang mit Migration anwendet und daran anschließend alternative Denkansätze rund um Migration erarbeitet. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen ist die Feststellung, dass durch die Überschreitung von Grenzen in die und innerhalb der nationalstaatlich organisierten EU Konflikte auftreten. Migration erscheint als ein Problem für die EUNationalstaaten, welches es zu regulieren bzw. zu verhindern gilt. Mit Blick auf die aktuellen Debatten über Migration stellt sie allerdings heraus, dass nicht Migration an sich, sondern die Migration von bestimmten Personen als Problem angesehen wird. In der Analyse des nach ökonomischen Kosten-Nutzen folgenden ‚Bereicherungsdiskurses’ und des ‚Integrationsdiskurses’ verweist Urmila Goel auf die diesen zugrunde liegenden Konstruktion der abweichenden Anderen, über welche sich die zur Norm erklärten Dominanzgesellschaft erst hervorbringt. Die Differenzierung zwischen uns und den Anderen erfolgt dabei entlang strukturell verankerter rassistischer, (hetero)sexistischer und klassistischer Vorstellungen sowie jene über normgerechte Körperlichkeit. In den Migrationsdebatten wird diese Differenzierung in vermeintlich eindeutig Zugehörige und Nicht-Zugehörige permanent (re)produziert und somit die ungleichen Machtverhältnisse, auf welchen die gesamte (post)koloniale Weltordnung basiert,stabilisiert. Diese so hergestellte Norm und das Andere ist allerdings nicht eindeutig und stabil, welches auf die Interdependenz verschiedener Machtverhältnisse hindeutet. Diese veranschaulicht Urmila Goel an Beispielen der Verwobenheit von Gender und natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit, wie sie z. B. in der Kopftuchdebatte auftreten. Sie beendet ihren Artikel, indem sie anhand von drei Beispielen von Grenzüberschreitungen die damit verbundenen Machtungleichheiten, Interdependenzen und Ambivalenzen aufzeigt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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