| Autor(en): |
Antje Gentsch |
Titel: |
The sense of agency – neural and cognitive correlates of the self in action |
| Gutachter: |
Norbert Kathmann; Simone Schütz-Bosbach; Thomas Goschke |
| Erscheinungsdatum: |
05.09.2012 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-100203995)
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| Fachgebiet(e): |
Psychologie |
| Schlagwörter (ger): |
EEG, Urheberschaft, Zwangsstörung, sensorische Attenuierung |
| Schlagwörter (eng): |
EEG, sense of agency, obsessive-compulsive disorder, sensory attenuation |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II |
| Lizenz: |

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| Zitationshinweis: |
Gentsch, Antje:
The sense of agency – neural and cognitive correlates of the self in action;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II , publiziert am 05.09.2012, urn:nbn:de:kobv:11-100203995
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| Abstract (ger): |
| Das Gefühl die eigenen Handlungen selbst zu verursachen und deren Konsequenzen zu
kontrollieren, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Selbstwahrnehmung und wird als Erleben
von Urheberschaft oder Autorenschaft bezeichnet. Die zugrunde liegenden neurokognitiven
Mechanismen sind bislang nur unzureichend verstanden. In zwei Experimenten zur
Handlungswahrnehmung wurde bei gesunden Probanden mittels Elektroenzephalogramm (EEG)
die Hirnaktivität auf visuelles Handlungsfeedback erfasst. Reduzierte neuronale Aktivität
(sensorische Attenuierung) auf selbst versus extern generiertes Feedback wurde als implizites Maß
für das Erleben von Urheberschaft verwendet. Die Ergebnisse zeigten, dass das Ausmaß der
neuronalen Attenuierung stärker von der Präsenz einer Handlung sowie vorausgehenden
Hinweisreizen abhing, als von präzisen Vorhersagen durch spezifische Kontingenzregeln. Die
explizite Beurteilung der eigenen Urheberschaft dagegen beruhte primär auf hoher Kontingenz
von Handlung und Feedback, während externe Hinweisreize nur in Kontexten herangezogen
wurden, in denen Kontingenzinformationen nicht ausreichten. Eine dritte EEG Studie untersuchte
Patienten mit Zwangsstörung, welche durch abweichendes Erleben der Vollendung und
Urheberschaft für Handlungsergebnisse gekennzeichnet ist. Die Ergebnisse zeigten eine fehlende
neuronale Attenuierung selbst generierter Handlungskonsequenzen bei Zwangspatienten.
Verkörperte Signale wurden dabei weniger stark genutzt für Vorhersagen des
Handlungsfeedbacks. Zusammenfassend trägt die vorliegende Arbeit zur Validierung der
sensorischen Attenuierung als implizites Maß des Erlebens von Urheberschaft bei. Die Ergebnisse
zeigen, dass das Erleben von Urheberschaft auf einer Integration multipler verkörperter und
externer, kontextueller Hinweisreize beruht. Dieser Integrationsmechanismus scheint bei
Zwangspatienten gestört zu sein und führt möglicherweise zu dem mangelnden Gefühl von
Handlungsabschluss und Urheberschaft. |
| Abstract (eng): |
| The experience of causing and controlling ones own actions and their consequences is a major aspect of our self-awareness, which has been termed sense of agency or experience of authorship. The underlying neural and cognitive mechanisms are still not well understood. In two consecutive experiments on action awareness, the electroencephalogram (EEG) of healthy participants was recorded to measure brain activity related to the perception of visual feedback. Reduced neuronal activity (sensory attenuation) in response to self- versus externally generated feedback was taken as an implicit measure for the sense of agency. The results showed that the amount of sensory attenuation was primarily determined by the mere presence of an action and external cues independent of highly precise predictions based on specific contingency rules. Explicit judgments of agency, in contrast, were mainly determined by high degrees of contingency between action and feedback, and external cues had an influence only in ambiguous contexts where contingency information was not reliable enough. A third EEG study investigated patients suffering from obsessive-compulsive disorder (OCD). OCD is characterized by lacking a sense of completion and agency for action outcomes. The results of this study revealed that OCD patients fail to suppress the consequences of their own action. Embodied signals were used less by patients for making specific predictions of the action feedback. In conclusion, the present work offers validation of sensory attenuation as an implicit measure of non-conceptual agency experience, and provides evidence that the sense of agency is based on an optimal integration of multiple embodied and external, contextual cues. Moreover, the present research reveals for the first time, to our knowledge - reduced gating of extracorporeal sensory action consequences in patients suffering from OCD, which may explain aberrant feelings of action completion and agency in these patients. |
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