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Dissertation

Autor(en): Susanne Schmall
Titel: Das Ökotourismusprogramm der Organización de Pueblos Indígenas de Pastaza (OPIP) im Amazonastiefland Ecuadors – Ansätze selbstbestimmter Entwicklung einer indigenen Basisorganisation
Gutachter: Ludwig Ellenberg; Manfred Nitsch; Uwe-Jens Nagel
Erscheinungsdatum: 23.04.1999
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10010997)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10011001)
Fachgebiet(e): Geografie, Reisen
Schlagwörter (ger): Ökotourismus, indigene Organisationen, Amazonien, nachhaltige Entwicklung
Schlagwörter (eng): Ecotourism, indigenous organisations, Amazon rainforest, sustainable development
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II
Zitationshinweis: Schmall, Susanne: Das Ökotourismusprogramm der Organización de Pueblos Indígenas de Pastaza (OPIP) im Amazonastiefland Ecuadors – Ansätze selbstbestimmter Entwicklung einer indigenen Basisorganisation; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II , publiziert am 23.04.1999, urn:nbn:de:kobv:11-10011012
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Abstract (ger):
Die Organización de Pueblos Indígenas de Pastaza (OPIP) wurde 1979 zur Verteidigung der Landrechte der indigenen Völker der Quichuas, Shiwiars und Záparos der Provinz Pastaza im Amazonastiefland von Ecuador gegründet. Anhand der Einzelfallstudie über die OPIP und des Ökotourismusprogramms der OPIP (ÖTP) wird untersucht, ob es einer indigenen Basisorganisation gelingt, selbstbestimmte Entwicklung bei Wahrung der natürlichen Ressourcen in ihrem Territorium durchzusetzen. Aufbau und Entwicklung des ÖTP in zwei Comunidades und zwei Asociaciones wurden durch seine Anbindung an die OPIP behindert, da sich politische und sachliche Kriterien bei der Planung sowie politische und programmspezifische Aufgaben der Beteiligten vermischten. Da das ÖTP sich noch um regelmäßige Einkommen und wirtschaftliche Rentabilität bemüht, sind Maßnahmen zum Ressourcenschutz sowie die dafür notwendige partizipative Planung mit den Comunidades und Asociaciones vernachlässigt worden. Die vorliegende Arbeit kommt zu dem Schluß, daß einkommenschaffende Projekte nicht erfolgreich von indigenen Basisorganisationen als Träger durchgeführt werden können und sie von ihren eigentlichen politischen und entwicklungsstrategischen Aufgaben ablenken. Es gelingt den Organisationen auf diese Weise weder, sich selbst zu finanzieren, noch den Schutz der natürlichen Ressourcen in ihrem Territorium durchzusetzen. Anstatt als Träger von Projekten aufzutreten, sollten sie direkte Kooperationen zwischen Comunidades und Entwicklungsorganisationen vermitteln und deren Erfahrungen zur Formulierung von ökonomischen und ökologischen Leitlinien nutzen. Entwicklungsorganisationen sollten die indigenen Basis-organisationen dementsprechend mit Institutionenförderung, Organisations- und politischer Beratung unterstützen.
Abstract (eng):
The Organisation of Indigenous People of Pastaza (OPIP) was founded in 1979 to defend the land rights of the indigenous people Quichua, Shiwiar and Záparo in the province of Pastaza in Ecuador?s Amazonian rainforest. The present case study of the OPIP and its Ecotourism Program answers the question, whether an indigenous grass-roots organisation has the capability to implement self-determined development by conserving the natural resources in its territory. The organisational and institutional reliance of the Program on the OPIP hindered the development process of the Program in four communities. The OPIP interfered with political criteria in the Program and gave some project staff additional political tasks to their program-related functions. With the quest for economic resource management and the essential participatory project planning with the communities has been neglected. The author concludes, that income generating projects can not be succesfully implemented by indigenous organisations as the implementation bodies, and that they divert those organisations from their genuine political and strategic development tasks. The organisations neither achieve auto-financing, nor the conservation of natural resources in their territories. Instead of implementing such projects, indigenous organisations should facilitate the direct cooperation between communities and development organisations, and should use their experiences to formulate economic and ecological strategic goals and steps to achieve them. Development organisiations should support indigenous organisations through institutional strengthening as well as organisational and political assistance.
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Generiert am 20.05.2013, 05:52:08