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Dissertation

Autor(en): Ute Fischer-Zujkov
Titel: Die Schwarzerden Nordostdeutschlands – ihre Stellung und Entwicklung im holozänen Landschaftswandel
Gutachter: Bernhard Nitz; R. Schmidt; Wilhelm-Günther Vahrson
Erscheinungsdatum: 12.07.2001
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10038345)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10016244)
xml (urn:nbn:de:kobv:11-10038335)
Fachgebiet(e): Geowissenschaften
Schlagwörter (ger): Schwarzerde, Boden, Kolluvium, Holozäne Landschaftsentwicklung
Schlagwörter (eng): Chernozem, Phaeozem, Soil, Colluvium, Holocene landscape development
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II
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Abstract (ger):
Schwarzerden und deren Kolluvien in der Uckermark als Forschungsobjekt werden als Archive zur Aufklärung der holozänen Landschaftsgeschichte und speziell der Bodengenese genutzt. Mit Hilfe eines speziellen interdisziplinären Methodenansatzes wurden Bodencatenen untersucht und im Hinblick auf ihren paläoökologischen Informationsgehalt interpretiert. Ergebnis sind differenzierte Aussagen zu Zuständen der holozänen Landschaftsentwicklung der Region Uckermark im Hinblick auf anthropogenen Einfluß, hydrologische Verhältnisse, Morphodynamik und Bodengenese sowie deren Ursachen- und Wirkungszusammenhänge. Voraussetzung für die Tschernosemgenese im Boreal und z.T. Atlantikum unter Laubmischwald sind die regionalen natürlichen Besonderheiten - der hohe Kalkgehalt des Substrates und die Klimaverhältnisse mit geringen Jahresniederschlägen. Seit dem Neolithikum bis zum Beginn des Mittelalters ist die Uckermark durch ein Vegetationsmosaik charakterisiert, das durch Offenlandbereiche innerhalb von Misch- und Laubmischwäldern gekennzeichnet ist und durch die ur- und frühgeschichtliche Siedlungsdynamik bestimmt wird. Der Landschaftswasserhaushalt in hydrologisch voneinander relativ unabhängigen Kleinsteinzugsgebieten des Jungmoränengebietes wird mit Beginn des Neolithikums sowohl durch die Siedlungsdynamik als auch den globalen Klimawandel beeinflußt und ist durch einen Wechsel von Trocken- und Feuchtphasen gekennzeichnet. Die Schwarzerdegenese und ihr Erhalt ist Ergebnis des Wandels paläoökologischer Zustände der holozänen Landschaftsgeschichte, die durch unterschiedlichen Verhältnisse der pedogenetischen Prozesse Tschernosemierung und Lessivierung auf der Grundlage des unterschiedlichen Zusammenwirkens der natürlichen und anthropogenen Faktoren bestimmt werden.
Abstract (eng):
Phaeozems and their colluvia in the Uckermark were used as archives for the reconstruction of the holocene landscape history and particularly the pedogenesis. Soil catenas were examined and their palaeoecological information interpreted with the help of a special interdisciplinary combination of methods. Results are differentiated conclusions to stages of the holocene landscape development of the region Uckermark regarding anthropogenic influence, hydrologic conditions, morphodynamics and pedogenesis as well as the relations between them. The genesis of chernozems in the Boreal and partly the Atlantic period under leaves mixed woodland was caused by the special regional environmental conditions - the high content of carbonates in the substrate and the climate conditions with low yearly precipitation. Since the neolithic period up to the beginning of the Middle Ages the Uckermark is characterized by a vegetation mosaic consisting of leaves mixed woodlands and open land areas. The vegetation mosaic is determined by pre- and earlyhistorical settlement dynamics. With the beginning of the neolithic period the landscape water regime in mostly hydrologically independent small catchment areas in the young morain area is influenced by both, the settlement dynamics and the global climatic change. The water regime is characterized by an alternation of dry and humid phases. The genesis of chernozems and its conservation in form of phaeozems is the result of the change of palaeoecological stages of the holocene landscape history. The different conditions of palaeoenvironment, caused by various kinds of interaction between the natural and anthropogenic factors, determined the differences of the relation between the pedogenetic processes, the genesis of chernozems and their lessivation.
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Generiert am 21.11.2009, 10:00:09