edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin

Habilitationsschrift

Autor(en): Eva Schielke
Titel: Akute Enzephalitiden im Erwachsenenalter – klinisches und ätiologisches Spektrum und Langzeitverlauf
Gutachter: B. Wilske; H. Prange; H. W. Pfister
Erscheinungsdatum: 06.11.2001
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10022719)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10022724)
Fachgebiet(e): Medizin
Schlagwörter (ger): Enzephalitis, Langzeitverlauf, Neuropsychologie, Magnetresonanztomographie (MRT)
Schlagwörter (eng): encephalitis, long-term outcome, neuropsychology, magnetic resonance imaging (MRI)
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité
Zitationshinweis: Schielke, Eva: Akute Enzephalitiden im Erwachsenenalter – klinisches und ätiologisches Spektrum und Langzeitverlauf; Habilitationsschrift, Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité , publiziert am 06.11.2001, urn:nbn:de:kobv:11-10022724
Metadatenexport: Um den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder Bibtex-Format zu speichern, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link. Endnote   Bibtex  
print on demand: Wenn Sie auf dieses Icon klicken, können Sie ein Druckexemplar dieser Publikation bestellen.
Diese Seite taggen: Diese Icons führen auf so genannte Social-Bookmark-Systeme, auf denen Sie Lesezeichen anlegen, persönliche Tags vergeben und Lesezeichen anderer Nutzer ansehen können.
  • connotea
  • del.icio.us
  • Furl
  • RawSugar

Abstract (ger):
Akute Enzephalitiden treten überwiegend sporadisch mit klinisch heterogener Manifestation auf und können durch Viren, andere Erreger oder Autoimmunprozesse verursacht sein, häufig bleibt die Ätiologie unklar. Ziel dieser Arbeit war es, Ursache und klinisches Erscheinungsbild einer konsekutiven Gruppe immunkompetenter erwachsener Enzephalitispatienten, deren funktionelles, neuropsychologisches und soziales Outcome im Langzeitverlauf sowie einen möglichen Hirnsubstanzverlust mittels Planimetrie von Magnetresonanztomogrammen zu untersuchen. Die retrospektive Analyse von 111 Patienten erbrachte eine eindeutige ätiologische Zuordnung in nur 28 % der Fälle; am häufigsten waren Varizella-zoster-Virus und Herpes-simplex-Virus-I. An nicht-viralen Erregern sind Mycoplasmen hervorzuheben. Mit der cranialen Magnetresonanztomographie waren bei ca. 50 % parenchymatöse Veränderungen nachweisbar. Die Sensitivität der Elektroenzephalographie betrug über 80 %. Ein Drittel der Patienten mußte intensivmedizinisch behandelt werden. Die Letalität war mit knapp 2 % gering. Die follow-up-Untersuchung von 73 Patienten mit durchschnittlich drei Jahre zurückliegender akuter Enzephalitis ergab bei 86 % der Patienten einen günstigen bis befriedigenden Verlauf mit erhaltener Selbständigkeit. Bei den ungünstig verlaufenden Fällen dominierten kognitive Beeinträchtigungen und pharmakoresistente Epilepsien, hochgradige körperliche Behinderungen persistierten nur bei 4 %. Neuropsychologisch meßbare Defizite persistierten nur bei einer geringen Zahl von Patienten. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ergaben sich Defizite insbesondere für diejenigen Patienten, die während der akuten Enzephalitis viele epileptische Anfälle erlitten hatten. Diese Gruppe von Patienten hatte auch eine signifikant deutlichere Zunahme der planimetrisch bestimmten ventricle-brain-ratio, also einen stärkeren Verlust an Hirnparenchym, als die anderen Patienten. Auch die subjektive Lebensqualität war bei dieser Gruppe von Patienten am stärksten beeinträchtigt. Unabhängig vom Krankheitserreger erscheint somit das Auftreten von Serien oder Status epileptischer Anfälle bei akuten Enzephalitiden ein Prädiktor für einen ungünstigen Verlauf zu sein.
Abstract (eng):
Acute encephalitis occurs mainly sporadically with heterogenous clinical manifestations and can be caused by viruses, other infectious agents or autoimmune disease; often the etiology remains unclear. The aim of this study was to analyze causes and clinical features in a consecutive study population of immunocompetent adults with acute encephalitis and to evaluate their functional, neuropsychological and social long-term outcome as well as a possible loss of brain parenchyma by means of magnetic resonance imaging planimetry. Retrospective analysis of 111 patients demonstrated a definite pathogen in only 28 % of cases, most common were Varicella-zoster virus and Herpes-simplex virus type I. The most important non-viral agent was Mycoplasma. Parenchymal lesions could be identified by cranial magnetic resonance imaging in about 50 %. Electroencephalography had a sensitivity of about 80 %. One third of the patients required intensive care therapy. Mortality was low with less than 2 %. Follow-up examination of 73 patients who had suffered from encephalitis on the average three years before demonstrated a good or satisfiable outcome with preserved independence in 86 %. In cases with unfavourable outcome, cognitive impairment and pharmaco-resistent epilepsy dominated; high-grade physical impairment persisted in only 4 %. Neuropsychologically measurable deficits persisted only in a small number of patients. Compared to a control group, impairment was predominantly found in those patients who had suffered from serial epileptic fits or status epilepticus. This group of patients also had a distinct increase of planimetrically measured ventricle-brain-ratio, i.e. a marked loss of brain parenchyma. Furthermore, self-estimated quality of life was most strongly impaired in those patients. Thus, the occurence of serial epileptic fits or status epilepticus during acute encephalitis seems to predict an unfavourable outcome, independently of the pathogenic agent.
Zugriffsstatistik: Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente wurden aus den durch AWStats aggregierten Webserver-Logs erstellt. Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie auf die Startseite. Die Zugriffsstatistik wird nicht standardisiert erfasst und kann maschinelle Zugriffe enthalten.
 
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen (insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
 
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen, fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger über die einzelnen Balken des Diagramms.
Startseite: 2 ZugriffeHTML: 205 ZugriffePDF: 63 ZugriffeStartseite: 5 ZugriffeHTML: 130 ZugriffePDF: 36 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffeHTML: 139 ZugriffePDF: 42 ZugriffeStartseite: 2 ZugriffeHTML: 85 ZugriffePDF: 35 ZugriffeStartseite: 1 ZugriffeHTML: 118 ZugriffePDF: 35 ZugriffeHTML: 138 ZugriffePDF: 26 ZugriffeHTML: 182 ZugriffePDF: 33 ZugriffeHTML: 140 ZugriffePDF: 32 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffeHTML: 216 ZugriffePDF: 57 ZugriffeStartseite: 1 ZugriffeHTML: 173 ZugriffePDF: 36 ZugriffeStartseite: 1 ZugriffeHTML: 155 ZugriffePDF: 59 ZugriffeStartseite: 1 ZugriffeHTML: 210 ZugriffePDF: 48 ZugriffeStartseite: 2 ZugriffeHTML: 168 ZugriffePDF: 72 ZugriffeStartseite: 1 ZugriffeHTML: 183 ZugriffePDF: 77 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffeHTML: 138 ZugriffePDF: 62 ZugriffeHTML: 127 ZugriffePDF: 52 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffeHTML: 144 ZugriffePDF: 61 ZugriffeStartseite: 4 ZugriffeHTML: 145 ZugriffePDF: 44 ZugriffeHTML: 115 ZugriffePDF: 57 ZugriffeHTML: 133 ZugriffePDF: 66 ZugriffeHTML: 85 ZugriffePDF: 50 Zugriffe
May
11
Jun
11
Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Jan
12
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Apr
13

MonatMay
11
Jun
11
Jul
11
Aug
11
Sep
11
Oct
11
Nov
11
Dec
11
Jan
12
Feb
12
Apr
12
May
12
Jun
12
Jul
12
Aug
12
Sep
12
Oct
12
Nov
12
Dec
12
Jan
13
Apr
13
Startseite25421   4111214 44   
HTML2051301398511813818214021617315521016818313812714414511513385
PDF633642353526333257365948727762526144576650

Gesamtzahl der Zugriffe seit May 2011:

  • Startseite – 36 (1.71 pro Monat)
  • HTML – 3129 (149 pro Monat)
  • PDF – 1043 (49.67 pro Monat)
  •  
 
Generiert am 20.05.2013, 02:56:05