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Dissertation

Autor(en): Marie-Louise Geiseler
Titel: Zeit-Raum-Natur-Erfahrung im Werk von Richard Long
Gutachter: Horst Bredekamp; Michael Diers
Erscheinungsdatum: 21.12.2004
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10035073)
Fachgebiet(e): Philosophie
Schlagwörter (ger): Land Art, Landschaftsgestaltung, Landschaftsgarten, Fotografie, Concept Art
Schlagwörter (eng): Land Art, Landscape Art, Landscape Garden, Photography, Concept Art
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III
Zitationshinweis: Geiseler, Marie-Louise: Zeit-Raum-Natur-Erfahrung im Werk von Richard Long; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III , publiziert am 21.12.2004, urn:nbn:de:kobv:11-10035073
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Abstract (ger):
Meine Dissertation stellt den 1945 geborenen britischen Künstler Richard Long nicht nur in den Kontext der Land Art, der Minimal und der Concept Art, sondern zeigt dar-über hinaus Parallelen zur Tradition der englischen Landschaftsgärten und der Land-schaftsmalerei des 18. Jahrhunderts auf. Im Anschluß an eine detaillierte Kategorisie-rung und Analyse der von ihm verwendeten Medien (Photographien, Skulpturen, Kar-tenarbeiten, Textarbeiten) und Materialien (Stein, Holz, Erde/Schlamm, Wasser, Wind) steht Longs Auseinandersetzung mit rahmenden Blicken, mit der Bewegung durch die Natur, mit dem Aufsuchen geschichtsträchtiger Orte und mit Landschaftsphysiognomie, mit der Erfahrung von Raum, Zeit und Natur im Mittelpunkt. Zu Longs Leitgedanken gehört das Moment der Transformation. Long wandelt Natur in Kunst; er stellt Naturmaterialien dahingehend neu zusammen, daß sie durch Anordnung zum Kunstwerk werden. Er thematisiert die Umwandlung von Dingen und von Aggregatzuständen sowie den Wandel der Zeit (Jahreswechsel, aber auch den Tem-powechsel der eigenen Bewegung). Darüber hinaus ist seine eigene Körperbewegung wesentliche Voraussetzung für die skulpturalen Arbeiten, seine Bewegung wird zum Werk. Die Wechselwirkung von persönlichem Empfinden und Natur prägt Longs Werk. Natürliche Gegebenheiten veranlassen ihn zur Erschaffung von Skulpturen oder er ex-pliziert seine Sinneswahrnehmungen auf Wanderungen in Wort-Bildern.
Abstract (eng):
In my PhD.-thesis, the oeuvre of the British artist Richard Long (born 1945) is dealt with in the context of Land Art, Minimal Art and Concept Art. Additionally, the tradition of eighteenth-century landscape gardens and landscape painting is discovered as another important influence on his artistic work. After giving a detailed analysis of Long’s artistic media (photography, sculpture, maps, textworks, film) and materials (stone, wood, turf, mud, water, wind), the study concentrates on the artist’s working methods based on his personal experience of space, time and nature. Moving through nature or visiting historic sites, Long not only discovers framed vistas in his surround-ings, but also gets involved with nature’s "physiognomy". Transformation is Long’s main topic: he changes nature into art, his arrangements transforming natural materials into works of art. These visualize the transformation of things or physical states as well as the change of time (e. g. the change of speed of his own movement or astronomical events such as the turn of the year). Generally, the movement of Long’s own body is turned into sculpture when he expresses either the characteristics of certain places or his perceptions during his walks by sculpture or textworks.
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