| Autor(en): |
Alexander Gemberg Wiesike |
Titel: |
Wohlverhaltensregeln beim Vertrieb von Wertpapier- und Versicherungsdienstleistungen – unter besonderer Berücksichtigung der USA, Großbritanniens und der Europäischen Union |
| Gutachter: |
Hans-Peter Schwintowski; Stefan Grundmann |
| Erscheinungsdatum: |
23.08.2005 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-10047611)
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| Fachgebiet(e): |
Recht |
| Schlagwörter (ger): |
Wohlverhaltenspflichten, Wertpapierdienstleistungen, Versicherungsvermittler, Europäische Union, USA, Großbritannien |
| Schlagwörter (eng): |
conduct of business rules, investment services, insurance intermediaries, European Union, USA, United Kingdom. |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät |
| Zitationshinweis: |
Gemberg Wiesike, Alexander:
Wohlverhaltensregeln beim Vertrieb von Wertpapier- und Versicherungsdienstleistungen – unter besonderer Berücksichtigung der USA, Großbritanniens und der Europäischen Union;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät , publiziert am 23.08.2005, urn:nbn:de:kobv:11-10047611
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| Abstract (ger): |
| Wohlverhaltenspflichten im Rahmen des Vertriebs von Kapitalanlage- und Versicherungsprodukten dienen dem System- und dem Kundenschutz und sind aus ökonomischer Sicht erforderlich, um den zwischen Finanzdienstleistern und Kunden bestehenden strukturellen Informationsasymmetrien zu begegnen. Da das Finanzdienstleistungsgeschäft von einer zunehmenden Finanzkonglomeration und dem Verschwimmen der althergebrachten Sektorengrenzen geprägt ist, ist eine sektorenübergreifende Regelung der Wohlverhaltenspflichten de lege ferenda zu begrüßen. Dies ist insbesondere auch wettbewerbspolitisch geboten, um die mehr und mehr mit ähnlichen Produkten um die gleichen Kundengruppen werbenden Finanzdienstleister der Versicherungs- und Wertpapierbranche vergleichbaren Vorschriften im Hinblick auf den Umgang mit dem Kunden zu unterwerfen. Der Katalog vertriebsbezogener Wohlverhaltenspflichten ist sowohl den unterschiedlichen Schutzbedürfnissen der Finanzdienstleistungsempfänger als auch dem Grad der Abhängigkeit des Vermittlers vom „Hersteller“ des Finanzprodukts anzupassen. Eine Auftrennung von Finanzdienstleistungen in einen von unterschiedlichen Dienstleistern geleisteten Vermittlungs- und Beratungsteil ist ökonomisch sinnvoll, dürfte aber praktisch aufgrund der Marktgegebenheiten selbst durch massive regulatorische Eingriffe kaum realisierbar sein. Im Hinblick auf die Vollendung des europäischen Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen ist eine Vollharmonisierung gemeinsamer vertriebsbezogener Wohlverhaltensregeln für den Kapitalanlage- und den Versicherungssektor erforderlich. Europaweite Wohlverhaltenspflichten lassen im Zusammenhang mit der Entwicklung der einst getrennten Bank-, Wertpapier- und Versicherungsdienstleistungsunternehmen zu Allfinanzkonzernen eine einheitliche europäische Finanzmarktaufsicht näher rücken.
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| Abstract (eng): |
| Conduct of Business rules governing the provision of investment and insurance services and products protect both the system and the customers of such services. They are essential from an economic point of view in order to counter the structural information asymmetries between financial services providers and their customers. Since the provision of financial services is marked by a growing conglomeration and a dissolution of the sectoral boundaries of old, cross-sector conduct of business rules should be introduced. This is required in particular in order to ensure a level playing field for the financial services providers in both the insurance and the investment sector that increasingly compete with similar products for the same groups of customers. Conduct of business rules have to be adapted according to the diverging needs for protection of the different financial services recipients as well as the degree of dependency of the provider/intermediary from the “producer” of the financial product/service. Economically financial services providing brokerage and those providing advice should be separate, however, practically such a separation is unlikely to change much even with massive regulatory intervention due to the well-established structure of the market. As regards the completion of a European Common Market for Financial Services a complete harmonisation of conduct of business rules in both the investment services and the insurance sector is necessary. In turn, European-wide conduct of business rules in conjunction with the growing financial conglomeration of the formerly separate banking, investment services and insurance sectors call for a common European Financial Services Authority.
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