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Dissertation

Autor(en): Ulrike Verch
Titel: Der Bibliothekssonntag – die Wiederbelebung der Sonntagsöffnung von Bibliotheken nach historischen und ausländischen Vorbildern in juristischer Perspektive und empirischer Analyse
Gutachter: Engelbert Plassmann; Konrad Umlauf
Erscheinungsdatum: 19.10.2005
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10055689)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10053417)
xml (urn:nbn:de:kobv:11-10055690)
Fachgebiet(e): Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Schlagwörter (ger): Bibliothekssonntag, Sonntagsbibliothek, Sonntagsoeffnung von Bibliotheken, Feiertagsoeffnung von Bibliotheken, Sonntagsschulbibliotheken, Bibliotheksoeffnungszeiten, Sonntagsruhe
Schlagwörter (eng): Sunday Libraries, Sunday Opening, Sunday School Libraries, Sunday Opening Question, Library Opening Hours, Hours of Operation
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
Zitationshinweis: Verch, Ulrike: Der Bibliothekssonntag – die Wiederbelebung der Sonntagsöffnung von Bibliotheken nach historischen und ausländischen Vorbildern in juristischer Perspektive und empirischer Analyse; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I , publiziert am 19.10.2005, urn:nbn:de:kobv:11-10055690
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Abstract (ger):
Im Gegensatz zu anderen Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie den Theatern, Kinos oder Museen sind deutsche Bibliotheken im Allgemeinen sonntags nicht zugaenglich. Nur ein Prozent der kommunalen oeffentlichen Bibliotheken und vier Prozent der Hochschulbibliotheken oeffnen an diesem Wochentag. So gering diese Anteile jeweils erscheinen, unterliegen sie seit einigen Jahren einer hohen Wachstumsrate, so dass der Bibliothekssonntag im neuen Jahrtausend inzwischen von zahlreichen namhaften Institutionen angeboten wird und im Hochschulbereich nicht mehr als ungewoehnliche Ausnahmeerscheinung anzusehen ist. Auch in den west- und nordeuropaeischen Nachbarlaendern Daenemark, Finnland, Grossbritannien und den Niederlanden ist mit der Liberalisierung des Ladenschlusses in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts ein hoher Anstieg sonntagsgeoeffneter Bibliotheken, insbesondere der Stadtbuechereien, zu verzeichnen. Das Niveau der Vereinigten Staaten von Amerika, in denen jede zweite Public Library und rund Dreiviertel der Hochschulbibliotheken sonntags oeffnet, wird in Europa jedoch nicht erreicht. Gleichwohl folgen auch deutsche Bibliotheksoeffnungszeiten dem auslaendischen Vorbild, mit der Abkehr von den regulaeren Dienstzeiten des Personals einer zunehmenden Flexibilisierung und Ausdifferenzierung im Serviceniveau zu unterfallen. Bereits vor hundert Jahren galt die Kundenorientierung der amerikanischen Gebrauchsbibliothek als wegweisend für die neugegruendeten Lesehallen, die entsprechend den Forderungen der Buecherhallenbewegung ausreichende Oeffnungszeiten für alle Bevoelkerungsschichten anboten, meist in den Abendstunden und am Sonntag. Auch wenn diese Tradition nach dem Ersten Weltkrieg allmaehlich in Vergessenheit geriet, zeigt die vorliegende Untersuchung durch die Analyse von Mitarbeiter- und Kundenbefragungen und eine umfassende Pruefung der Rechtslage auf, dass entsprechende Oeffnungszeiten auch heutzutage moeglich und nachgefragt sind. Gerade Stadtbibliotheken bietet sich die Chance, ihr Dienstleistungsniveau an das anderer kommunaler Freizeiteinrichtungen anzupassen und damit nicht nur zur Belebung des oertlichen Kulturlebens und der Innenstaedte am Sonntag, sondern nach auslaendischem Vorbild auch zur eigenen Profilierung als Freizeiteinrichtung mit hoher Aufenthaltsqualitaet beizutragen.
Abstract (eng):
In contrast to other cultural and recreational facilities like theatres, cinemas or museums, the libraries in Germany are generally closed on Sundays. Only one per cent of the municipal and only four per cent of the university libraries are open on this day of the week. As small as theses percentages may seem, they have increased significantly in the last few years. Now, in the new millennium the Sunday opening is offered by well-established libraries and is no longer unusual in the academic sector. In the wake of generally liberalised opening hours in the 1990''s other northern and western European countries - Denmark, Finland, Great Britain and the Netherlands - there has been a noticeable increase in the number of libraries open on Sundays. The service level of the USA, where every second public library and roughly three quarters of the university libraries are open on Sundays, is not evident in Europe. However, German opening times are following these trends by increasing the flexibility of working hours and differentiating and adapting the delivery of service. A hundred years ago, the customer services currently offered by the American public libraries was generally practised by the new type of German municipal libraries. These so called Lesehallen, responding to the demands of the movement for open book halls (Buecherhallenbewegung), offered sufficient opening hours for all classes of population, especially in the evenings and on Sundays. Even though this tradition gradually fell into oblivion after World War I, this study shows, by the means of analyses of interviews of both employees and customers, and a comprehensive breakdown of the legal aspects, that such opening hours are possible and sought after today. Public Libraries in particular can take advantage of the public interest to align their service levels with other municipal recreational facilities, which will not only enrich the local cultural life and that of the city centres on Sundays, but also, in following international examples, enhance their image as a recreational institution with very high service standards.
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Generiert am 22.05.2013, 20:36:42