| edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin |
| Publikationsart: | Buchkapitel / Aufsatz in einem Sammelband |
| Autor(en): | Peter Brockmeier |
| Titel: | Literatur als erfahrene Geschichte. Überlieferung und Erklärung erlebter Gegenwart bei Montaigne, Meslier, Voltaire und Primo Levi |
| Erschienen in: |
Geschichte als Literatur S. 40-55 |
| Herausgeber: | Hartmut Eggert; Ulrich Profitlich; Klaus R. Scherpe |
| Verlag: |
J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung |
| Erscheinungsort: | Stuttgart |
| ISBN: | 3-476-00736-7 |
| Erstveröffentlichung: | 1990 |
| Veröffentlichung auf edoc: | 06.04.2006 |
| Status: |
published peer_reviewed |
| Volltext: | pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10062378) |
| Fachgebiet(e): | Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft |
| Schlagwörter (ger): | Voltaire, Montaigne, Jean Meslier, Primo Levi |
| Einrichtung: | Humboldt-Universität zu Berlin |
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Endnote Bibtex |
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| Abstract (ger): | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Es soll gezeigt werden, wie drei Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten subjektive Erfahrungen geschichtsbewusst reflektiert haben. Montaigne hat die Vorstellung außer Kraft gesetzt, dass geschichtliches Wissen ein für allemal sinnvoll gefügt sei; die inkonsistent erscheinende Komposition seiner Essays soll ihm und dem Leser ein freies Urteil über die Vielfalt menschlichen Handelns und Denkens ermöglichen. Jean Meslier hat der grundsätzlichen Ablehnung aller Autoritäten und der Empörung gegen eine erdrückende politische Situation Ausdruck verliehen; der Gewalttätigkeit zeitgenössischer Volksaufstände entspricht die verbale Aggressivität seiner Anklagen. Voltaire betätigte sich in allen seinen Schriften als Historiograph und als Literat, insofern er seinen Zeitgenossen die Ereignisse, Personen und Ideen aus Vergangenheit und Gegenwart präsentierte, die sie nach seinem Verständnis zur Erkenntnis und zur Lösung ihrer Probleme benötigten. Das Erzählen war für Primo Levi ein lebensnotwendiger Akt: Die Erfahrung des Lagers habe ihn zum Schreiben gebracht; das sei für ihn der Weg gewesen, um der vollständigen Erniedrigung und Demoralisierung zu entgehen; der Text sei später für ihn selbst »ein Schutzwall zwischen der ganz normalen Gegenwart und der grässlichen Vergangenheit in Auschwitz« geworden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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