| Autor(en): |
Astrid Matthey |
Titel: |
Essays in risk |
| Gutachter: |
Dorothea Kübler; Franz Hubert |
| Erscheinungsdatum: |
04.05.2007 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-10077590)
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| Fachgebiet(e): |
Wirtschaft |
| Schlagwörter (ger): |
Nutzen aus Erwartungen, referenzabhängige Präferenzen, Imitation im Experiment, Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten Banken |
| Schlagwörter (eng): |
utility from expectations, reference-dependent preferences, imitation in Experiments, competition between public and private banks |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät |
| Zitationshinweis: |
Matthey, Astrid:
Essays in risk;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät , publiziert am 04.05.2007, urn:nbn:de:kobv:11-10077590
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| Abstract (ger): |
| Die Dissertation besteht aus drei Kapiteln.
Im ersten Kapitel wird unter der Bezeichnung “Adjustment Utility” eine neue Komponente individuellen Nutzens eingeführt. Mit einem Experiment, daß ich mit Studenten durchgeführt habe, zeige ich erst, daß diese Nutzenkomponente existiert. Dann entwickele ich ein Modell, welches aufzeigt, wann und in welcher Weise Adjustment Utility den Gesamtnutzen von Individuen sowie ihr ökonomisch relevantes Entscheidungsverhalten beeinflußt. Daten zu HIV Infektionen und der Verwendung von Kondomen in Deutschland zeigt die Relevanz der Modellergebnisse.
Das zweite Kapitel betrachtet ein weiteres Experiment, welches zeigt, daß Individuen absichtlich imitieren, auch in Situationen, in denen sie durch Imitation nichts lernen können. Das ergänzt die bisherige experimentelle Forschung, die zwar zeigen konnte, daß individuelles Verhalten mit Imitationsmotiven konsistent ist, bei der das beobachtete Verhalten sich jedoch auch mit genuinen Lernmotiven erklären ließ. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse des Experiments, daß bei der Wahl dessen, den die Individuen imitieren, sie die Ergebnisse ihrer Mitspieler über mehrere Runden berücksichtigen, statt nur das Ergebnis der letzten Runde, wie in der Literatur meist angenommen.
Abschließend analysiere ich im dritten Kapitel die Frage, ob staatliche Banken aufgrund der staatlichen Einlagengarantie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber privaten Banken haben. Staatliche Banken unterliegen Einschränkungen ihrer Geschäftsstrategie, die durch ihr Mandat begründet sind, die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Das heißt, daß staatliche Banken nicht öffentlich erklären können, alle Kreditnehmer, welche sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, dem Konkurs zu überlassen. Diese Einschränkung gibt privaten Banken die Möglichkeiten, Kreditnehmer durch Selbstselektion zu separieren, in den Markt einzutreten und sogar im Gleichgewicht Gewinne zu erwirtschaften. |
| Abstract (eng): |
| The dissertation consists of three chapters.
The first chapter considers a novel component of individual utility, which I term “adjustment utility”. In a classroom experiment, I first show that this component of utility exists. I then develop a model to show when and in what way adjustment utility affects overall utility and economic decision making. Data on HIV infections and use of condoms in Germany shows the relevance of the results.
For the second chapter I conducted an experiment, which shows that individuals imitate intentionally, even in settings where they cannot learn anything by doing so. This complements previous experimental research, which could show that individual behavior is consistent with imitation motives, but where behavior could also be explained by learning motives. In addition, the results show that when subjects choose whom to imitate, they consider the results of other players over several periods, rather than only of the last period, as assumed in previous work.
Finally, in the third chapter, I analyze the question whether state-owned banks have a competitive advantage over private banks due to a state guarantee on their deposits. State-owned banks face a restriction of their business strategies, which is due to their mandate of “supporting economic development”. As a consequence, state-owned banks cannot publicly declare to liquidate all borrowers in financial distress. This offers private banks the opportunity to separate borrowers by self-selection, enter the market and make profits in equilibrium.
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