| Autor(en): |
Katrin Heidig |
Titel: |
Untersuchungen zu Milchejektionsstörungen bei erstlaktierenden Kühen |
| Gutachter: |
Otto Kaufmann; Steffi Geidel |
| Erscheinungsdatum: |
30.07.2007 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-10079767)
|
| Fachgebiet(e): |
Landwirtschaft, Veterinärmedizin |
| Schlagwörter (ger): |
Stress, Milchejektion, Milchejektionsstörung, MES, Melken, Einmelken, Oxytocin, Milchrind, Färsen, Haltungsstress, Stressmessung, Kalbung |
| Schlagwörter (eng): |
stress, milk ejection, disturbed milk ejection, MES, milking, first milkings, oxytocin, dairy cow, heifers, environmental stress, measure stress, calving |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät |
| Zitationshinweis: |
Heidig, Katrin:
Untersuchungen zu Milchejektionsstörungen bei erstlaktierenden Kühen;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät , publiziert am 30.07.2007, urn:nbn:de:kobv:11-10079767
|
Metadatenexport:
Um
den gesamten Metadatensatz im Endnote- oder
Bibtex-Format zu speichern,
klicken Sie bitte auf den entsprechenden Link.
|
Endnote
Bibtex
|
print on demand:
Wenn
Sie auf dieses Icon klicken, können Sie
ein Druckexemplar dieser Publikation bestellen.
|
|
Diese Seite taggen:
Diese
Icons führen auf so genannte Social-Bookmark-Systeme, auf denen Sie
Lesezeichen anlegen, persönliche Tags vergeben und Lesezeichen anderer Nutzer
ansehen können.
|
|
| Abstract (ger): |
| Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, das Auftreten von Milchejektionsstörungen in Produktionsherden zu erfassen und deren Ursachen zu finden. Die Fragestellung wurde in fünf methodisch sehr unterschiedlichen Untersuchungsblöcken bearbeitet, die tierindividuelle Aufzeichnungen zu Kalbung und Verlauf des Einmelkens, Verhaltensbeobachtungen im Vorabkalbezeitraum und Messungen psychophysiologischer Parameter (Herzfrequenz, Elektromyogramm, Hautpotential und Hautwiderstand) während eines Tests auf Stressstabilität sowie während des Einmelkens beinhalteten. Es nahmen 9 sächsische Betriebe an der Untersuchung teil. Die Datenerfassung erfolgte über einen Zeitraum von 20 Monaten in den Jahren 2004 / 2005. Es konnten die Daten von 1767 Färsen erfasst werden.
Es wurden eindeutige Zusammenhänge zwischen dem durch suboptimale Haltungsbedingungen verursachten Wirken sozialer Stressoren in der Tiergruppe und dem Auftreten von MES gefunden. Demnach trat MES verstärkt in Betrieben auf, in denen bereits im Vorfeld der Kalbung eine chronische Stresssituation für die Tiere bestand. Hierbei konnten bei gemischten Färsen – Kuh- Gruppen die Anwesenheit der Altkühe und bei reinen Färsengruppen das zu geringe Platzangebot im Laufbereich als Hauptursache gefunden werden. Die Umstände von Abkalbung und Einmelken sind in den untersuchten Betrieben nicht primäre Ursache von MES, können aber verstärkend oder mildernd wirken. So bewirken Umstallungen kurz vor dem Abkalbetermin, eine langer Verbleib des Kalbes an der Kuh, zu kurze Pausen zwischen der Kalbung und der ersten Melkung sowie gesundheitliche Beschwerden im peripartalen Zeitraum ein Ansteigen des MES-Risikos. Betroffen sind hierbei vor allem stresslabile und rangniedrige Tiere sowie Tiere, die unter Testbedingungen bevorzugt introvertierte Verhaltensweisen (ängstlich, demütig) zeigten. Es bestand kein Unterschied hinsichtlich der Stressstabilität der Herden zwischen den Betrieben. Während des Einmelkens unterschieden sich Tiere mit und ohne MES in ihrem Verhalten und den gemessenen Parametern kaum von einander. Tiere mit MES zeigen lediglich eine verstärkte Neigung zu Überreaktionen und eingeschränkter Reaktionsfähigkeit bei den elektrodermalen Parametern, wobei die Differenzen häufig nicht statistisch zu sichern waren.
Es konnte keine genetische Veranlagung zur Ausbildung einer MES nachgewiesen werden. Die errechnete Heritabilität lag bei h² = 0,009.
MES ist somit als ein betriebsspezifisches Problem zu bezeichnen, das in den hier untersuchten Betrieben vor allem haltungsbedingte Ursachen hat.
|
| Abstract (eng): |
| The present study was designed to describe the occurrence and determine the causes of disturbed milk ejection (= MES = Milchejektionsstörung) in production herds. The question was treated in an examination with five parts with difficult methods: record individually courses of calving and the first milkings, observe the behaviour in the last weeks before the calving, measure psychophysiological parameters (heartrate, elektromyogram, skin conduction and electrical skin resistance) during a test of stress sensitivity and during the first milkings and an genetic analysis. Nine saxonian herds were involved. The data record was for 20 months in the years 2004 / 2005 and cover 1767 heifers.
We found clear connections between social strains, they work in the groups of animals and was caused through suboptimal environment, and the occurrence of MES. We found more MES in herds, where animals had a chronical stress situation in the last weeks bevor the calving. The most important stressors are the presence of multiparous cows in mixed groups with cows and heifers and the lack of room for motion in the box when heifers are alone.
The circumstances of calving and the first milkings are not the primary causes of MES in this study, but they can influence this problem. So we found an increase of risk for MES, when
1. the time between the transport of animals in the calving box and the calving was too short,
2. the calf stayed with the cow,
3. the time between the calving and the first milking was too short
4. the animal has health problems in the time around the calving.
The animals with the highest risk for MES have low stress resistance are unstable for stress, have a low range in the herd and showed an introverted behaviour (timid, humble) in the test. There was no difference in the stress sensitivity between the herds.
During the first milkings we found just little differents at behaviour and at measured parameters between animals with and without MES. Animals with MES showed a small disposition to overreactions or to restrict the ability of reaction in elektrodermal parameters, but the differences are often not significant.
We couldn´t found genetic causes of MES. The heritability was h² = 0,009.
In conclusion, MES is an herd specific problem. In the herds that were examine, the important causes of MES are suboptimale environment and management of the groups of animals.
|
Zugriffsstatistik:
Die Daten für die Zugriffsstatistik der einzelnen Dokumente
wurden aus den durch AWStats aggregierten Webserver-Logs erstellt.
Sie beziehen sich auf den monatlichen Zugriff auf den Volltext sowie
auf die Startseite. Die Zugriffsstatistik wird nicht standardisiert erfasst und kann maschinelle Zugriffe enthalten.
Bei Formatversionen eines Dokuments, die aus mehreren Dateien bestehen
(insbesondere HTML), wird jeweils der monatlich höchste Zugriffswert
auf eine der Dateien (Kapitel) des Dokuments angezeigt.
Um die detaillierten Zugriffszahlen zu sehen,
fahren Sie bitte mit dem Mauszeiger
über die einzelnen Balken des Diagramms.
|
  |   |   |   |   |   |  |  |  |  |   |   |   |  |  |  |  |   |   | Jun 11 | Jul 11 | Aug 11 | Sep 11 | Oct 11 | Nov 11 | Dec 11 | Feb 12 | Apr 12 | May 12 | Jun 12 | Jul 12 | Aug 12 | Sep 12 | Oct 12 | Nov 12 | Dec 12 | Jan 13 | Apr 13 |
| Monat | Jun 11 | Jul 11 | Aug 11 | Sep 11 | Oct 11 | Nov 11 | Dec 11 | Feb 12 | Apr 12 | May 12 | Jun 12 | Jul 12 | Aug 12 | Sep 12 | Oct 12 | Nov 12 | Dec 12 | Jan 13 | Apr 13 | | Startseite | 4 | 2 | 1 | 5 | 2 | 2 | | | | | 4 | 5 | 4 | | | | | 4 | 2 | | PDF | 7 | 2 | 10 | 4 | 7 | 14 | 15 | 9 | 16 | 13 | 15 | 20 | 11 | 9 | 13 | 27 | 13 | 31 | 27 |
Gesamtzahl der Zugriffe seit Jun 2011: - Startseite – 35 (1.84 pro Monat)
- PDF – 263 (13.84 pro Monat)
|