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Dissertation

Autor(en): Volker Jastrzembski
Titel: Das Ereignis des Verstehens – Untersuchungen zur Hermeneutik des Alten Testaments im christlich-jüdischen Dialog
Gutachter: Rüdiger Liwak; Matthias Köckert; Peter von der Osten-Sacken
Erscheinungsdatum: 28.01.2008
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-10085505)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10085403)
Fachgebiet(e): Theologie, Christentum
Schlagwörter (ger): Hermeneutik, Altes Testament, Zenger, Rendtorff, Childs, Verstehen, christlich-jüdischer Dialog, Derrida, Gadamer, Exegese, Theologie nach Auschwitz, Kanon, Bibel, Barth, christologische Interpretation, Bund, Bundestheologie, Jeremia 31, Christen und Juden, Interpretation
Schlagwörter (eng): hermeneutics, Old Testament, Zenger, Rendtorff, Childs, understanding, deconstruction, Jewish Christian relation, Derrida, Gadamer, exegesis, post-shoa theology, canon, bible, Barth, christological interpretation, covenant, Jews and Christians, interpretation
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Theologische Fakultät
Zitationshinweis: Jastrzembski, Volker: Das Ereignis des Verstehens – Untersuchungen zur Hermeneutik des Alten Testaments im christlich-jüdischen Dialog; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Theologische Fakultät , publiziert am 28.01.2008, urn:nbn:de:kobv:11-10085403
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Abstract (ger):
Die Untersuchung geht von dem im christlich-jüdischen Dialog erreichten hermeneutischen Konsens aus. In einer theologischen Grundlagenreflexion werden ausgehend von der Erkenntnis, dass die Bibel Israel das gemeinschaftlich geteilte Erbe ist, das Judentum und Christentum verbindet und zugleich der Ausgangspunkt zweier religiöser Überlieferungen ist, die das Erbe auf verschiedene Weise rezipiert haben, vertiefende hermeneutische Kriterien entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Konzeptionen von Brevard S. Childs, Rolf Rendtorff und Erich Zenger, die mit der Fokussierung auf den Kanon und die Christologie, auf die gemeinsame christlich-jüdische Lektüre und die lesetheoretisch begründete Hermeneutik der „kanonischen Dialogizität“ exemplarische Positionen abdecken. Die Untersuchung kommt zu folgenden Ergebnissen: In Anknüpfung an rezeptionstheoretische Überlegungen ist die Hermeneutik des Alten Testaments im christlich-jüdischen Dialog erstens als spezifisch christliche Leseweise zu definieren, die zugleich auf das Gespräch mit der gleichrangigen jüdischen Lesart angewiesen bleibt. Sie ist zweitens als theologische Auslegung zu entwerfen, die auf den Kanon aus Altem und Neuem Testament bezogen ist. Dabei trägt sie der Vielfalt der biblischen Stoffe Rechnung, indem sie von Zengers Konzept der kanonischen Dialogizität ausgeht. Als Beitrag zu einer „Theologie nach Auschwitz“ wird sie drittens keinen neutralen Standort einnehmen können. Viertens wird sie an die christologische Interpretation anschließen und sich dabei von Childs’ Verständnis des christologischen Bezugs als pneumatologisch qualifizierter Ausdehnung leiten lassen. Indem sie schließlich fünftens an das Textdenken Jacques Derridas und dessen Verständnis des Ereignisses anknüpft, das von ihm als messianischer Einbruch verstanden wird, kann sie aus theologischer Perspektive das Verstehen nur als pneumatologisch qualifiziertes Ereignis der Offenbarung Gottes begreifen, das methodisch nicht sicherzustellen ist.
Abstract (eng):
The starting point chosen in this work is the hermeneutic consensus achieved in the Jewish-Christian dialogue. Reflecting upon some of the fundamental aspects of theology, the study develops more in-depth hermeneutic criteria based on the insight that the Bible of Israel is the shared common heritage that both establishes a link between Jews and Christians and is the point of origin of two religious traditions that have interpreted the heritage in different ways. It primarily deals with the conceptions held by Brevard S. Childs, Rolf Rendtorff and Erich Zenger who cover paradigmatic positions, ranging from a focus on the canon and on christology to a common Jewish-Christian reading and to a hermeneutic approach of “canonical dialogism”. The study yields the following results: Firstly, building on considerations embraced by the theory of reception, Old Testament hermeneutics within the Jewish-Christian dialogue have to be defined as a specifically Christian reading that, at the same time, continues to depend on the dialogue with the equal-ranking Jewish reading. Secondly, this hermeneutic approach has to be designed as a theological interpretation that relates to the canon of the Old and New Testament. This involves taking into account the diversity of the biblical material by using Zenger’s concept of canonical dialogism as a starting point. Thirdly, as is makes a contribution to “post-Auschwitz theology”, this reading will not be able to adopt a neutral standpoint. Fourthly, it will expand upon the christological interpretation and, in doing so, it will go by Childs’ concept of the christological relation being an extension conceived in pneumatological terms. Fifthly, by adopting Derrida’s deconstruction and his notion of the “event” as a messianic irruption, this hermeneutic approach can only conceive the act of understanding as an event where God is revealed, an event to be described in pneumatological terms that can not be warranted by any methodological effort.
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Generiert am 02.09.2014, 06:34:24