| Autor(en): |
Matthias Josef Hucke |
Titel: |
Der Schutz der Menschenrechte im Lichte von Guantánamo – die Behandlung der Gefangenen und die Begründung von Menschenrechten |
| Gutachter: |
Ingolf Pernice; Christian Tomuschat |
| Erscheinungsdatum: |
13.02.2008 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-10087628)
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| Fachgebiet(e): |
Recht |
| Schlagwörter (ger): |
Terrorismus, Islam, Guantanamo, Völkerrecht, 11. September 2001, Folter, Menschenrechte, Universalität, Begründung, Identität, Al Qaida, Taliban, Relativismus |
| Schlagwörter (eng): |
Islam, Guantanamo, international law, September 11, 2001, al Qaeda, Taliban, torture, human rights, universality, relativism, terrorism, identity, justification |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät |
| Zitationshinweis: |
Hucke, Matthias Josef:
Der Schutz der Menschenrechte im Lichte von Guantánamo – die Behandlung der Gefangenen und die Begründung von Menschenrechten;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät , publiziert am 13.02.2008, urn:nbn:de:kobv:11-10087628
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| Abstract (ger): |
| Guantánamo ist zum Symbol des Aufeinandertreffens verschiedener Wertesysteme geworden, bei dem die Frage nach den Rechten des Menschen im Mittelpunkt steht.
In der Dissertation werden die komplexen Probleme dargestellt, mit denen das Völkerrecht durch die Herausforderungen des internationalen Terrorismus und speziell des Gefangenenlagers auf Kuba konfrontiert wird. Darüber hinaus wird die Frage untersucht, welche Rechte des Menschen fern der diplomatisch verhandelten internationalen Kodifikationen tatsächlich in den verschiedenen Kulturen der Welt anerkannt und gelebt werden. Zwar legen der Wortlaut und die Verbreitung der Menschenrechtsverträge die Vermutung nahe, dass in den Kulturen der Welt ein Konsens über die Rechte des Menschen zumindest im Kern existiert. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass es verschiedene Menschenbilder - etwa freiheitlich-individualistische, kommunalistische und theozentrische - gibt, die zum Teil diametral zueinander stehen. Ein interkultureller Vergleich offenbart, dass häufig das jeweils andere Wertesystem abgewehrt und auch „die universellen Menschenrechte“ als westlich determinierte Werte mit Distanz betrachtet werden.
Welche Begründungen für Menschenrechte in den Kulturen existent sind, welche Aufschlüsse die bisherigen Begründungsmodelle geben und inwieweit daraus ein Kern an Rechten dem Menschen überkulturell als angeboren begründet werden können, sind wichtige Fragen, die in dieser Dissertation behandelt werden. Es werden neue Ansätze untersucht, welche die Begründungsdefizite bisheriger Modelle womöglich auflösen und den rechtlichen Diskurs damit aktualisieren können.
Denn kontroverse Menschenrechtslagen, wie die in Guantánamo, sind in Zukunft nur vermeidbar, wenn sich auf der Basis eines fortgeführten interkulturellen Dialoges eine gemeinsame Identität entwickelt und dadurch eine Gewalt zwischen den Kulturen verringert wird, die durch die Differenzen ihrer Werte entsteht.
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| Abstract (eng): |
| Guantánamo has become a symbol for the clash of differing value systems. With widespread international concern and criticism of the treatment of the detainees - Islamic terror suspects - as grave violations of universal human rights.
The dissertation illustrates the complex problems confronting international law by the aspects of international terrorism and especially the prison camp on Cuba.
Furthermore, it examines the question, which rights beyond the international codifications are actually accepted within the cultures. The wording of the international human rights treaties and their dissemination assume a consensus on basic human rights. However differing and sometimes opposing cultural and religious conceptions exist. Some communities attach importance to a liberal and individual understanding, whilst others on the involvement and obligation of the individual into the community. Making it difficult to define and implement core human rights treaties, which can be applied universally regardless of cultural and religious beliefs.
Therefore, the examination goes further than an analysis by means of international law. It discusses the question, which justifications of human rights are existing within the cultures, what the contents of the present paradigms of justification - to which also the international human rights refer - are, and how an inherence of a core of human rights can be derived beyond cultural relativity. Rights that would consider equal conditions of human interaction, and examine the correlation of identity, structural violence and the state of need of the human being.
The actualization of the justification of human rights is vital in the legal discourse to assimilate the conceptions about the rights of man. Controversial human rights situations like Guantánamo can only be resolved and avoided in the future, with continued intercultural dialogue, understanding of a common human identity, and celebration instead of condemnation of the inherent richness of differing cultural and religious values.
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