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Dissertation

Autor(en): Benjamin Scheibehenne
Titel: The effect of having too much choice
Gutachter: Elke van der Meer; Gerd Gigerenzer; Peter M. Todd
Erscheinungsdatum: 26.02.2008
Volltext: html (urn:nbn:de:kobv:11-100109868)
pdf (urn:nbn:de:kobv:11-10087813)
Fachgebiet(e): Psychologie
Schlagwörter (ger): Meta Analyse, Konsumentenverhalten, Motivation, Entscheiden, Kognitive Modelle
Schlagwörter (eng): Consumer Behavior, Meta Analysis, Motivation, Decision Making, Cognitive Models
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II
Zitationshinweis: Scheibehenne, Benjamin: The effect of having too much choice; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II , publiziert am 26.02.2008, urn:nbn:de:kobv:11-10087813
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Abstract (ger):
Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit dem so genannten „Effekt zu großer Auswahl“. Der Effekt besagt, dass ein Überangebot von Auswahlalternativen negative Konsequenzen hat, in dem es beispielsweise die Motivation verringert, überhaupt eine Entscheidung zu treffen oder in dem es die subjektive Zufriedenheit mit der letztlich gewählten Alternative verringert. Die theoretischen Erklärung es Effektes sind jedoch bisher nur unzureichend präzisiert. Der Effekt steht im Widerspruch zu Axiomen der klassischen rationalen Entscheidungstheorie. Ein sicherer Nachweis des Effektes hätte daher Konsequenzen für die Theorienbildung in der Psychologie. Außerdem hätte der Effekt praktische Relevanz in angewandten Bereichen wie zum Beispiel im Konsumgütermarketing oder in der Politik. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst der Versuch unternommen, bereits publizierte Studien zu replizieren, in denen große Effektstärken gefunden wurden. In einer Serie von insgesamt drei Replikationen mit insgesamt 850 Versuchsteilnehmern ließ sich jedoch der Effekt zu großer Auswahl nicht replizieren. Der Effekt scheint demnach weniger generalisierbar als bisher angenommen und sein Auftreten hängt vermutlich von spezifischen Randbedingungen ab. Die Arbeit widmet sich im weiteren der Frage wann, wieso und unter welchen Randbedingungen ein Effekt zu großer Auswahl zu erwarten ist. Dabei eine Reihe potenzieller Randbedingungen theoretisch begründet und in sechs weiteren Experimententen mit insgesamt 595 Teilnehmern getestet. Im Ergebnis können die meisten der getesteten Randbedingungen als Erklärung für das Auftreten des Effektes ausgeschlossen werden. Eine sich daran anschließende Meta-Analyse zeigt jedoch, dass der Unterschied zwischen Studien die einen Effekt nachweisen und solchen, in denen kein Effekt auftritt, vermutlich nicht allein durch Zufallsprozesse erklärbar ist. Demnach ist eine Suche nach weiteren Randbedingungen in zukünftiger Forschung gerechtfertigt.teste diese in sechs weiteren Experimententen mit insgesamt 595 Teilnehmern. Basierend auf den Ergebnissen dieser Experimente können die meisten der getesteten Randbedingungen als Erklärung für das Auftreten des Effektes ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse einer sich daran anschließenden Meta-Analyse veröffentlichter und unveröffentlichter Daten zeigt jedoch, dass der Unterschied zwischen Studien die einen Effekt nachweisen und solchen, in denen kein Effekt auftritt, vermutlich nicht allein durch Zufallsprozesse erklärbar ist. Demnach ist eine Suche nach weiteren Randbedingungen in zukünftiger Forschung gerechtfertigt.
Abstract (eng):
This dissertation explores the so-called too-much-choice effect, according to which an overabundance of options eventually leads to negative consequences, such as a diminished motivation to choose any of them or a decreased satisfaction with the finally chosen alternative. While strong instances of this effect have been found in a small number of studies in the past, its theoretical underpinnings are still unspecific. Because the effect challenges basic axioms of rational choice theory and it also has important implications for applied fields such as marketing and public policy making, it is important to get a better understanding of the mechanisms that lead to the effect. As a starting point to test these mechanisms, an experimental paradigm is needed in which the effect reliably occurs. Therefore, I first strived to replicate previous experiments that reported large effect sizes. Yet in a series of three replications in the field and in the lab with a total of 850 participants, I did not find an effect of too much choice, suggesting that the effect is less robust than previously thought and that it depends on certain boundary conditions instead. To find out which specific conditions are necessary to reliably elicit it, I subsequently examined several boundary conditions in a series of six laboratory experiments. Based on the results of these experiments with a total of 595 participants, most of the tested boundary conditions could be ruled out as explanations of why and when the effect of too much choice occurs. The results of a meta-analysis of published and unpublished data including my own suggest that the effect of too much choice is smaller than previously thought and that the differences between the studies that found the effect and those that did not cannot be explained by mere chance. As a consequence, a further search for moderator variables in future research seems justified.
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