| edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin |
| Publikationsart: | Buchkapitel / Aufsatz in einem Sammelband |
| Autor(en): | Peter Brockmeier |
| Titel: | Wortgeburten umsonst – Samuel Becketts Versuche, kunstvoll zu schweigen |
| Erschienen in: |
Wortgeburten. Zu Ehren von Karl Maurer. S. 71-79 |
| Herausgeber: | Achim Hölter; Monika Schmitz-Emans |
| Verlag: |
Synchron |
| Erscheinungsort: | Heidelberg |
| ISBN: | 978-3-939381-20-4 |
| Erstveröffentlichung: | 2009 |
| Veröffentlichung auf edoc: | 06.12.2009 |
| Status: |
published peer_reviewed |
| Volltext: | pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100103000) |
| Fachgebiet(e): | Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft |
| Schlagwörter (ger): | Samuel Beckett, Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, Comment c'est, Wie es ist, Also sprach Zarathustra, Genieästhetik |
| Einrichtung: | Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II |
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Endnote Bibtex |
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| Abstract (ger): | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beckett zufolge führt die schöpferische Inspiration "in den geräumigen Anbau geistiger Entfremdung […], in den Schlaf oder in die seltene Offenbarung wachen Wahnsinns"; er setzt damit Sigmunds Freuds Literaturtheorie außer Kraft, der zufolge ein Dichter Ersatzmittel schafft, in denen das Anstößige der normalen Tagträumerei abgeschwächt wird, damit Dichter und Leser diese Phantasien ästhetisch genießen können, ohne sich schämen zu müssen. Beckett zufolge lässt der Künstler sich auf Erfahrungen ein, die nicht entlastend wirken, sondern bedrohlich, unverständlich und für das praktische Leben irrelevant sind. Becketts literarische Rede, sein "Ausdruck" entspringt einem Erkenntnisdrang, der keine Motivation und kein Thema hat und keine Worte findet, die ihn erfassen. Künstlerisch tätig zu sein, bedeutet also zu "scheitern". Becketts kunsttheoretischen Überlegungen liegt zwar die Genieästhetik zugrunde, aber der Vergleich zwischen Becketts Roman "Comment c'est" und Friedrich Nietzsches "Also sprach Zarathustra" soll zeigen, dass der Anspruch aufgegeben worden ist, mit der künstlerischen Tätigkeit einen Sinn zu finden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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