| edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin |
| Publikationsart: | Buchkapitel / Aufsatz in einem Sammelband |
| Autor(en): | Peter Brockmeier |
| Titel: | Innovation und Destruktion in der Genieästhetik |
| Erschienen in: |
Wissenschaftliches Erzählen im 18. Jahrhundert. Geschichte, Enzyklopädik, Literatur. S. 95-107 |
| Herausgeber: | Veit Elm |
| Verlag: |
Akad.-Verl. |
| Erscheinungsort: | Berlin |
| ISBN: | 978-3-05-004934-2 |
| Erstveröffentlichung: | 18.07.2010 |
| Veröffentlichung auf edoc: | 01.09.2010 |
| Status: |
published peer_reviewed |
| Volltext: | pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100174330) |
| Fachgebiet(e): | Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft |
| Schlagwörter (ger): | Genie, Genieästhetik, Fortschritt, Kunst, Kreativität, Quintilian, Saint-Simon, Tocqueville, Goethe, Hugo |
| Einrichtung: | Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II |
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Endnote Bibtex |
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| Abstract (ger): | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach Quintilian gilt das Konzept der Nachahmung für die Geschichte der Kunst und für die Geschichte der Zivilisation. Seit der Renaissance ist die Vorstellung, dass die Kunst die Kunst hervorbringt, eine Selbstverständlichkeit geworden, und die Entwicklung oder der Fortschritt des künstlerischen Geschmacks wurden mit der fortschreitenden Naturerkenntnis und Naturbeherrschung verbunden. Im 16. Jh. wurde eine weitere Idee Quintilians aktualisiert: der schöpferische Mensch strebt über die Nachahmung seiner Vorbilder hinaus; in den Künsten hält er sich also nicht an die Grenzen des 'guten Geschmacks'. Seit dem 18. Jh. gilt die Abweichung von der Norm als wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Schöpfung, und seit der Encyclopédie Diderots und d'Alemberts wird das Genie, das sich unerschrocken auf neue Wege und Abwege begibt, entscheidend für die Konstituierung neuen Wissens; angesichts der Vervielfältigung der sozialen, technischen und politischen Innovationsprozesse wurde die individuelle Kreativität für Goethe, Saint-Simon, Tocqueville und Hugo zum wichtigsten Faktor historischer Dynamik. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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