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Publikationsart: Artikel
Autor(en): Olaf L. Müller
Titel: Goethe und die Ordnung der Farbenwelt
Erschienen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bilder und Zeiten (205) 2010
S. 3-3
www.faz.net
ISSN: 0174-4909
Erstveröffentlichung: 04.09.2010
Einreichung: 07.05.2010
Veröffentlichung auf edoc: 06.06.2011
Anmerkung: Dieser elektronische Text wird hier nicht in der Form wiedergegeben, in der er auf Papier erschienen ist. Zwar gibt es keine wesentlichen inhaltlichen Unterschiede zwischen den beiden Erscheinungsformen des Aufsatzes, wohl aber im Layout; insbesondere enthält die elektronische Fassung mehr Illustrationen.
Status: published
not_reviewed
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100187533)
Fachgebiet(e): Künste, Bildende Kunst allgemein ; Naturwissenschaften ; Philosophie ; Physik
Schlagwörter (ger): Farbe, Licht, Sonnenlicht, Lichtstrahl, Heterogenität, Spektrum, Komplementärfarbe, additive Farbmischung, subtraktive Farbmischung, Farbkreise, Isaac NEWTON, Johann Wolfgang GOETHE, Ingo NUSSBAUMER
Schlagwörter (eng): Colour, Color, Light, Sun, Ray, Heterogeneity, Spectrum, Complementary Colour, Subtractive Color Mixing, Additive Color Mixinng, Color Circle, Isaac NEWTON, Johann Wolfgang GOETHE, Ingo NUSSBAUMER
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
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Abstract (ger):
Als Goethe in seiner monumentalen Farbenlehre (1810) versuchte, Newtons Theorie des Lichts und der Farben anzugreifen, setzte er eine Methode ein, die er als Vermannigfachung der Erfahrungen bezeichnete: Er variierte verschiedene Parameter der newtonischen Experimente, um neuen Spielraum für Alternativen zur Theorie Newtons zu gewinnen. Dabei erzielte er durchaus Erfolge. U.a. entdeckte er das Komplement zum newtonischen Spektrum (das aussieht wie dessen Farbnegativ und durch Vertauschung der Rollen von Licht und Finsternis entsteht). Ingo Nussbaumer hat Goethes Methode kongenial fortgeführt. Dabei hat er sechs weitere Farbspektren entdeckt. Sie entstehen, wenn man anstelle des Hell/Dunkel-Kontrasts (in Newtons und Goethes Experimenten) mit Paaren bunter Komplementärfarben arbeitet. Die neuen Farbspektren sehen genauso differenziert aus wie Newtons und Goethes Spektrum; doch anders als diese enthalten sie die unbunten "Farben" Schwarz und Weiss. Die vielfältigen Ordnungsbeziehungen und Symmetrien, die Ingo Nussbaumer in der Farbenwelt der insgesamt acht Spektren ausgemacht hat, verhelfen uns vielleicht zu einem tieferen Verständnis der Prinzipien menschlicher Farbwahrnehmung. Und sie tauchen die überkommenen Prinzipien der additiven und der subtraktiven Farbmischung in neues Licht.
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