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Dissertation

Autor(en): Lin-Po Li
Titel: Verstehen durch Vergleichen – eine transkulturelle Studie des Freiheitsbegriffs bei Zhuang Zhou und bei Ernst Cassirer
Gutachter: Jens Heise; Michael Lackner
Erscheinungsdatum: 05.08.2011
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100191294)
Fachgebiet(e): Philosophie
Schlagwörter (ger): Freiheit, Zhuangzi, Ernst Cassirer, interkulturell, transkulturell, Kulturphilosophie
Schlagwörter (eng): freedom, Zhuangzi, Ernst Cassirer, intercultural, transcultural, cultural philosophy
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
Lizenz: Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung - Keine Bearbeitung (CC BY NC ND)
Zitationshinweis: Li, Lin-Po: Verstehen durch Vergleichen – eine transkulturelle Studie des Freiheitsbegriffs bei Zhuang Zhou und bei Ernst Cassirer; Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I , publiziert am 05.08.2011, urn:nbn:de:kobv:11-100191294
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Abstract (ger):
Diese Studie möchte am Beispiel der Freiheit bei Zhuang Zhou und Ernst Cassirer zur Verständigung zwischen der chinesischen und der abendländischen Kultur beitragen. Ihre Vorstellungen vom Subjekt bezeichne ich jeweils als „das unbestimmte Ich“ und „das zu bestimmende Ich“. Während Zhuang Zhou die Entfaltung jener Unbestimmtheit angesichts ihrer Kehrseite als Eingrenzung offen lässt, erkennt Cassirer das Sich-selbst-Entfalten als Sich-selbst-Bestimmen und definiert die Natur des Menschen als Wirken, besonders kraft des symbolischen Denkens. So entwickelt der Letztere aus dem Bestimmen im positiven Sinne die Freiheit als Selbstbefreiung, während der Erstere aus demselben im negativen Sinne die Freiheit als Befreiung von Selbst gestaltet. Lassen sich die beiden Ansichten miteinander vereinbaren, so kann das Ich sich bei der Selbstbefreiung zugleich von seinem entfremdeten Selbst befreien. Auf dieser Kompatibilität der beiden kulturellen Perspektiven beschreibe ich die Freiheit als „die Möglichkeit zur Verwirklichung der Möglichkeiten“. Mit dieser Studie setze ich mir ein Ziel, ein Verfahren zum interkulturellen Dialog anhand des Schrifttums zu gestalten, und zwar derart, die Äußerungen in den ausgewählten Schriften verschiedener Kulturen miteinander so zu verflechten, als ob die Autoren ihre Thesen zu dem gleichen Thema ausgetauscht hätten. Für einen offenen und vorurteilsfreieren Vergleich gehe ich von keiner bestimmten Definition der Freiheit aus und konzipiere dabei eine Methode zur rekonstruierenden Interpretation, die ich als „Hauptthemen Nachspüren“ nenne. Für mich ist das Verstehen ein Prozess, sich für das Andere, das Unbekannte zu öffnen. Im Sinne dieser Offenheit bitte ich die Leser darum, meine Beschreibung der Freiheit als „die Möglichkeit zur Verwirklichung der Möglichkeiten“ nicht als eine strenge Definition zu verstehen, sondern als eine Anregung zur Erweiterung dieses Begriffs.
Abstract (eng):
This study describes the freedom written by Zhuang Zhou and by Ernst Cassirer in order to contribute to understanding between the Chinese and Western culture. Their conceptions of the subject I characterize respectively as “the undefined Ego” and “the Ego to be defined”. Zhuang Zhou leaves the development of this indefiniteness open because the definiteness of ego connotes his limitation. Cassirer on the other side recognizes the self-development as self-defining and defines the nature of man as work, especially by means of the symbolic thought. Therefore, the latter views the defining in the positive sense and develops the freedom as self-liberation, while the former views the same in the negative sense and forms the freedom as liberation from self. If the two views could be reconciled, the ego will can liberate himself from his estranged self during his self-liberation. On the basis of compatibility of the both cultural perspectives, I describe the freedom as “the possibility to realize the possibilities”. With this study I set myself a goal to develop a procedure for the intercultural dialogue based on the literature, i.e. the utterances in the selected writings of different cultures should be interwoven with each other as if the authors have exchanged their theses on the same theme. To draw a comparison open-mindedly and free of prejudice I do not take a certain definition of freedom as the starting point, conceive a method of reconstructing interpretation, which is called by me “tracing the main-themes”. For me is the understanding a process of opening into the others, the unknown. In the sense of this openness I ask to read my description of freedom as “the possibility to realize the possibilities” not as a strict definition, but as an inspiration to broaden this concept.
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Generiert am 15.09.2014, 06:15:54