| edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin |
| Publikationsart: | Buchkapitel / Aufsatz in einem Sammelband |
| Autor(en): | Olaf L. Müller |
| Titel: | Jenseits – eine metaphysische Provokation für Naturalisten |
| Erschienen in: |
Naturalismus : Positionen, Perspektiven, Probleme S. 137-154 |
| Herausgeber: | Thomas Sukopp; Gerhard Vollmer |
| Verlag: |
Mohr Siebeck http://www.mohr.de/de/philosophie/fachgebiete/alle-buecher/buch/naturalismus-positionen-perspektiven-probleme.html |
| Erscheinungsort: | Tübingen |
| ISBN: | 978-3-16-149380-5 |
| Erstveröffentlichung: | 01.09.2007 |
| Einreichung: | 29.05.2006 |
| Veröffentlichung auf edoc: | 05.09.2011 |
| Anmerkung: | Dieser elektronische Text wird hier nicht in der Form wiedergeben, in der er auf Papier erschienen ist. Obwohl er sich in Layout und Rechtschreibung von der Druckfassung unterscheidet, hat sich am Gedankengang des Aufsatzes nichts geändert. |
| Status: |
published not_reviewed |
| Volltext: | pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100192331) |
| Fachgebiet(e): | Philosophie ; Psychologie ; Religion, Religionsphilosophie |
| Schlagwörter (ger): | Naturalismus, Externalismus, Seele, mentales Leben, Jenseits, Metapher, semantische Stabilität, Gehirn im Tank, Skeptizismus, Metaphysik, Alfred Jules AYER, Rudolf CARNAP, Peter GEACH, Hilary PUTNAM |
| Schlagwörter (eng): | naturalism, externalism, mind, soul, mental life, hereafter, metaphor, semantic stability, brain in the vat, skepticism, scepticism, metaphysics, Alfred Jules AYER, Rudolf CARNAP, Peter GEACH, Hilary PUTNAM |
| Einrichtung: | Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I |
| Verlagsinformation: | Naturalismus innerhalb der Erkenntnistheorie ist heftig umstritten. In diesem transatlantischen Projekt haben Befürworter und Kritiker Gelegenheit zur argumentativen Auseinandersetzung. Jeder Aufsatz wird kommentiert; anschließend hat der Erstautor Gelegenheit zu einer Erwiderung. Diese Grundidee wird selten umgesetzt, erweist sich aber als gewinnbringend, da der Leser so doch erfährt, was ein Autor "wirklich" gemeint hat. Im Einzelnen geht es darum, was Naturalismus in der Erkenntnistheorie im Allgemeinen (Thomas Sukopp) und "Biologischer Naturalismus" im Besonderen ist (so der Titel von John R. Searle) und worin "Gehalt und Attraktivität des ,Naturalismus'" (Hilary Putnam) bestehen. Dirk Koppelberg argumentiert dafür, dass eine naturalistische Erkenntnistheorie zugleich normativen Herausforderungen gerecht werden kann. Hilary Kornblith verteidigt die Sicht, Wissen sei ein natürliches Phänomen, und Martin Mahner bestreitet aus naturalistischer Perspektive, dass man gleichzeitig ontologischer, methodologischer und erkenntnistheoretischer Naturalist sein könne. Olaf L. Müller provoziert durch die metaphysische These, Fragen nach einem Jenseits seien auch aus naturalistischer Sicht nicht überflüssig. Carsten Köllmann argumentiert, durch Naturalisierung ließe sich die Ökonomisierung der Wissenschaftstheorie voranbringen. |
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Endnote Bibtex |
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| Abstract (ger): | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verstehen wir die Rede vom seelischen Leben außerhalb der Natur? Gewisse Fassungen des Naturalismus bestreiten das. Diese Formen von Naturalismus möchte ich widerlegen. Sie scheitern, weil sie mit dem mentalen Vokabular der Gehirne im Tank nicht zurandekommen. Denn anders als das semantisch instabile Vokabular der Naturwissenschaft muss das mentale Vokabular der Gehirne im Tank nicht uminterpretiert werden, wenn es von der Tanksprache in unsere Sprache übertragen werden soll. Eingetankte Ausdrücke wie "ich denke", "ich bin der Ansicht" usw. sind semantisch stabil. Durch diesen Kontrast ergibt sich ein neues Verständnis der Rede von einem mentalen Leben im Jenseits. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Abstract (eng): | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Can we make sense of a mental life that is not based on natural events? Certain versions of naturalism deny such questions; I shall try to prove that these versions of naturalism cannot be right. They fail because they cannot account for the mental vocabulary from the language of brains in the vat. Envatted expressions such as "I think", "I believe", etc., do not have to be reinterpreted when we translate them to our language; they are semantically stable. By contrast, physical expressions from the vat language are semantically instable; due to Putnam's externalism they cannot be transported to our language without change. This contrast opens the way to a new understanding of what a mental life without natural basis might be. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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