| Autor(en): |
Jesus Martin Cardoso |
Titel: |
Der platonische Nietzsche |
| Gutachter: |
Volker Gerhardt; Christop Rapp |
| Erscheinungsdatum: |
04.06.2012 |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-100202993)
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| Fachgebiet(e): |
Philosophie |
| Schlagwörter (ger): |
Platon, umgedrehter Platonismus, Nietzsche, Platonischer Eros, Platonsiche Liebe, Platonischer Staat, Apollinisch, Dionysisch, Amor fati, Platons Erkenntnistheorie, Physiologie der Liebe, Kristallisation, Ästhetisierung der Erkenntnis, Epistemologiesierung der Ästhetik, Platonischer Nietzsche |
| Schlagwörter (eng): |
Inverted Platonism, Nietzsche, Plato, Plato’s Eros, Plato’s love, Platonic Eros, Plato’s Republic, Amor fati, Apollonian, Dionysian, Plato’s cognitive theory, Physiology of love, Crystallization, Aestheticition of cognition, Epistemologition of aesthetics, Platonish Nietzsche |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I |
| Lizenz: |

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| Zitationshinweis: |
Martin Cardoso, Jesus:
Der platonische Nietzsche;
Dissertation,
Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I , publiziert am 04.06.2012, urn:nbn:de:kobv:11-100202993
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| Abstract (ger): |
| Mit der Behauptung, dass seine eigene Philosophie als »umgedrehter Platonismus« verstanden werden soll, stellt Nietzsche seine Beziehung zum platonischen System dar. Dieses Forschungsprojekt sucht nach einer neuen Variation dieser Darstellung, um die philosophischen Analogien beider Autoren aufzuspüren.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit einer Erläuterung des Begriffes „umgedrehter Platonismus“, womit die Differenz zwischen diesen beiden Systemen definiert wird. Diese Diskrepanz ist spürbar in vier verschiedene Bereichen: metaphysisch, axiologisch, gnoseologisch und ästhetisch.
Das zweite Kapitel behandelt die Rolle des Apollinischen und des Dionysischen in der nietzscheschen Theorie. Die beiden Konzepte werden mit dem des platonischen Eros verglichen, da diese es dem Menschen ermöglichen, die sinnliche Welt zu verlassen und eine Ur-Realität kennenzulernen.
Das dritte Kapitel analysiert die Verurteilung der Kunst in Platon’s „Staat“. Der griechische Philosoph strebt die wahre Kenntnis an und verbindet seine ästhetischen Überlegungen mit der Idee der Wahrheit. Nietzsche bearbeitet diese Verbindung zwischen Ästhetik und Erkenntnistheorie unter dem Begriff »amor fati«.
Das vierte Kapitel ist der Physiologie der Liebe gewidmet. Nietzsche verwandelt der Erkenntnisprozess in eine leidenschaftliche Liebe. Die Erkenntnis nimmt die Form einer Passion an und kristallisiert sich allmählich und nach einem langen Prozess mit Höhen und Tiefen in »amor fati«. »Amor fati« schafft eine Ästhetisierung der Erkenntnis und Epistemologiesierung der Ästhetik.
Somit liegt Nietzsches Erkenntnistheorie parallel zu jener Platons.
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| Abstract (eng): |
| By claiming that his philosophy should be understood as “inverted Platonism” Nietzsche defined his relationship to the Platonic system. This research project aims to articulate a new understanding of this relationship by analyzing philosophical similarities between the two authors'' respective philosophies.
The first chapter is dedicated to the explanation of the term “inverted Platonism” and articulates the differences between Plato''s and Nietzsche''s systems. These discrepancies are manifested in four main areas: the metaphysical, the axiological, the gnosiological and the aesthetic.
The second chapter deals with the roles of the Apollonian and the Dionysian in Nietzschean theory. Both concepts are compared with the Platonic Eros, as they invite man to abandon the sensual world and instead to commune with the very origin of reality.
The third chapter analyzes Plato´s denunciation of art in “The Republic”. The Greek philosopher seeks true knowledge and connects his aesthetic concerns with the idea of Truth. Nietzsche refers to the cynosure between aesthetics and cognitive theory as “amor fati”.
The fourth chapter is dedicated to the physiology of love. Nietzsche transforms the cognitive process into a passionate love. Cognition assumes the shape of passion, slowly crystallizing over time, with many twists and turns, into “amor fati”. “Amor fati” aestheticizes cognition and epistemologizes aesthetics.
Therefore Nietzsche''s cognitive theory is actually equivalent to that of Plato.
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