| Publikationsart: |
Bericht |
| Autor(en): |
Babu Thaliath |
| Titel: |
Die Strukturelle Intuition |
| Erstveröffentlichung: |
25.02.2012 |
| Veröffentlichung auf edoc: |
19.07.2012 |
| Anmerkung: |
Diese Abhandlung ist ein Vorabdruck; sie entstand im Rahmen meiner jetzigen postdoctoral Forschung in Berlin und in Cambridge. |
| Status: |
unpublished not_reviewed |
| Volltext: |
pdf
(urn:nbn:de:kobv:11-100203337)
|
| Fachgebiet(e): |
Allgemeines, Wissenschaft ;
Astronomie ;
Philosophie |
| Schlagwörter (ger): |
Cognitio Intuitiva, Duns Scotus, Transzendentale Ästhetik, Immanuel Kant, Ästhetische Synthese, Geometrische Kognition, Apriorität und Apodiktizität |
| Schlagwörter (eng): |
Structural Intuition, Martin Kemp, Celestial Mechanics, Strucutre of Forces, Gravity, Philosophia Naturalis, Mechanical Philosophy, Newtonian Mechanics, Optics, Dynamic Structures, Cricket |
| Einrichtung: |
Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I |
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| Abstract (ger): |
| Die Vorstellung von „struktureller Intuition“ wurde vom Kunsthistoriker Martin Kemp im aktuellen wissenschaftsphilosophischen und kunsthistorischen Diskurs eingeführt. Kemp sieht die strukturelle Intuition im Prinzip als einen Modus ästhetischer Wahrnehmung, genauer, als Modus der Visualisierung, und bezieht ihn hauptsächlich auf die statischen Strukturen in der Natur, in der Architektonik sowie in der Bildhauerei. Die vorliegende Abhandlung untersucht diese Grundvorstellung im philosophisch-historischen Rahmen. Die Methode der strukturellen Intuition wird dabei in erster Linie als ein tradiertes epistemologisches Instrumentarium zu betrachten versucht; zudem wird sie historisch auf die spätscholastische Lehre des Cognitio Intuitiva von Duns Scotus und auf die neuzeitliche Lehre der Transzendentalen Ästhetik von Immanuel Kant zurückgeführt. Eine derartige Genese basiert auch auf dem Grundprinzip der strukturellen Intuition, dass sie die epistemologische Zweiteilung zwischen dem subjektiven Erkennen und seiner objektiven Anwendung aufhebt und stattdessen das vor-begriffliche und rein intuitive Erkennen mit einem erkenntnistheoretischen Handeln vereinigt. Die epistemologische Korrelation zwischen der Apriorität und Apodiktizität der strukturellen Intuition, dargestellt in vielen wissenschaftlichen bzw. mechanischen und optischen Intuitionen sowie in alltäglichen Handlungen, lässt sich kaum auf die Domäne eines transzendentalen Subjekts beschränken, sondern eher in einer ontologisch bedingten Resonanz zwischen inneren intuitiven und äußeren phänomenalen Strukturen bestimmen. |
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