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Publikationsart: Artikel
Autor(en): Olaf L. Müller
Titel: Eine faire Lösung des Klimaproblems
Erschienen in: Information Philosophie 39 (2) 2011
S. 91-98
www.information-philosophie.de
ISSN: 1434-5250
Erstveröffentlichung: 31.05.2011
Einreichung: 23.03.2011
Veröffentlichung auf edoc: 24.07.2012
Anmerkung: Mit Ausnahme des Links am Ende stimmt diese elektronische Fassung exakt mit der auf Papier veröffentlichten Fassung überein.
Status: published
not_reviewed
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100203370)
Fachgebiet(e): Handel, Kommunikation, Verkehr ; Philosophie ; Wirtschaft
Schlagwörter (ger): Klima, Erderwärmung, Kyoto-Vertrag, Globalisierung, Kohlendioxid, CO2, Zertifikate, Markt, Auktion, Ökonomie, Ökologie, Prinzip der vorsorglichen Behutsamkeit, Gerechtigkeit, Fairness, angewandte Ethik, Ethik, Moral, Praktische Philosophie, Politische Philosophie, Muhamad YUNUS, Angela MERKEL
Schlagwörter (eng): Climate, Global Warming, Kyoto-Protocol, Globalisation, Carbon Dioxide, CO2, CO2-certificates, Market, Auction, Economy, Ecology, Precautionary, Principle, Justice, Fairness, Applied Ethics, Ethics, Practical Philosophy, Political Philosophy, Muhamad YUNUS, Angela MERKEL
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
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Abstract (ger):
Zwar wissen wir nicht objektiv und wertfrei, wieviel CO2 wir der Atmosphäre noch aufbürden dürfen, bevor es zur Katastrophe kommt. Doch für behutsame, vorsorgliche Leute steht fest, dass das Klimaproblem die Menschheit bedroht. (In dieser Aussage vermengen sich unentwirrbar deskriptive und evaluative Komponenten – was uns im Lichte der neueren Metaethik nicht zu wundern braucht). Wie müsste eine faire Lösung des Klimaproblems aussehen? Wie sollten wir Pflichten und finanzielle Lasten der nötigen CO2-Reduktionen verteilen, wenn es dabei gerecht zugehen soll? In meiner Antwort auf diese ethischen Fragen stütze ich mich auf einen Grundsatz, den Angela Merkel formuliert hat: Jeder Mensch hat das Recht, genauso viel CO2-Emissionen zu verursachen wie jeder andere. In einem ersten Schritt soll die Steigerung der weltweiten CO2-Emissionen angehalten werden. Um das auf gerechte Weise zu bewerkstelligen, werden in feiner Stückelung Rechte zum CO2-Ausstoß (die sog. Mikro-Zertifikate) ausgegeben, und zwar zunächst für genau so viel CO2, wie die Menschheit zur Zeit insgesamt pro Jahr in die Luft bläst. Wer CO2 emittieren will, gleichgültig wo, wie und wozu, darf das nur gegen Entwertung einer entsprechenden Anzahl an Mikro-Zertifikaten, sonst macht er sich strafbar. Die Mikro-Zertifikate werden auf einer weltweiten Börse gehandelt; ihr Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Das Geld, das durch die Versteigerung der Mikro-Zertifikate zusammenkommt, wird in regelmäßigen Abständen und ohne Abzüge an jeden einzelnen Menschen ausgezahlt. Das ist einfach, fair und transparent. In einem zweiten Schritt sind die weltweiten CO2-Emissionen drastisch zu verringern, und zwar sieben Jahre lang um jeweils 10%.
Abstract (eng):
Perhaps we do not know objectively how much CO2 we can still blow up into the atmosphere without producing catastrophe. If you are a cautious person, however, you will agree that the human race is threatened by climatic change. (In this claim, descriptive and evaluative components are entangled – which shouldn't be surprising in light of recent metaethics). What would be a fair solution to the problem of climate change? My answer to these ethical questions is based on a principle formulated by Angela Merkel: Every person has the right to cause the same amount of CO2 emissions as anyone else. In a first step, the increase in worldwide CO2 emissions should be halted. To achieve this in a just way, the rights allowing CO2 emissions are issued in small portions (the so-called micro-certificates). The amount of CO2 that may be emitted according to these certificates will equal the amount currently emitted per year. Whoever wishes to emit CO2, regardless of where, when and for what, may do so only after cancelling a corresponding number of micro-certificates, otherwise he or she is subject to criminal prosecution. The micro-certificates are traded on a stock exchange; their price is determined by supply and demand. The money collected in the auctions of micro-certificates must be disbursed to every single person – at regular intervals, and without deductions. This is easy, fair, and transparent. In a second step, the worldwide CO2 emissions have to be reduced drastically: After a respite of seven years (in which producers and consumers can prepare for the required adjustments) the seven years of drought in CO2 politics begin: Every year the micro-certificates issued are cut by 10 percent.
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Generiert am 18.12.2014, 08:13:16