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Publikationsart: Bericht
Autor(en): Babu Thaliath
Titel: Modi der Wirklichkeit – Die ontische Struktur der Wirklichkeit und das Problem der zureichenden Kausalität
Verlag: Freiburger Dokumentenserver (FreiDok)
http://www.freidok.uni-freiburg.de/
Erscheinungsort: Freiburg i. Br.
Erstveröffentlichung: 10.09.2007
Veröffentlichung auf edoc: 06.08.2012
Anmerkung: Diese Abhandlung wurde zunächst im Jahr 2008 beim Freiburger Dokumentenserver (FreiDok) veröffentlicht. Url: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4936/
Status: published
not_reviewed
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100203402)
URL der Erstveröffentlichung: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4936/
Fachgebiet(e): Allgemeines, Wissenschaft ; Chemie ; Naturwissenschaften ; Philosophie ; Physik
Schlagwörter (ger): René Descartes, Prinzessin Elisabeth von Böhmen, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Wissenschaftsphilosophie, Leib-Seele-Dualismus, Reduktionismus, Kausalität, Principium Individuationis, Ontologische Differenz, Ontische Struktur, Wirklichkeit und Ursächlichkeit, Ontologische Kausalität, Konstante und zureichende Kausalität, Problem des freien Willens
Schlagwörter (eng): René Descartes, Prinzessin Elisabeth von Böhmen, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Leib-Seele-Problem, Reductionism, Ontic Structure, Reality and Causality, Principium Individuationis, Ontological Causality, Constant and Sufficient Causality, Problem of Free Will
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
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Abstract (ger):
Der Kausalprozeß läßt sich primär als eine temporale Abfolge von Ursache und Wirkung bei Naturphänomenen vorstellen, indem die Ursachen und die sich daraus ergebenden Wirkungen als momentane Ereignisse betrachtet werden. Das Prinzip der Kausalität besagt, daß jede Wirkung eine Ursache hat oder ihr folgt. Nicht nur die Natur- oder Ingenieurwissenschaften, sondern auch die Geisteswissenschaften – insbesondere die Sozialwissenschaften – basieren auf diesem Prinzip. In der folgenden Abhandlung wird der Versuch unternommen, einen sich davon unterscheidenden Modus der Kausalität zu begründen, der aus den ontologischen Prinzipien der materiellen sowie mentalen Zustände (oder Existenzen) abgeleitet wird. Die ontologische Kausalität bezieht sich unmittelbar auf die Existenz jedes Seinsmodus, der sich in eine ontische Gesamtstruktur der Wirklichkeit einordnen läßt. Den Modi der Wirklichkeit – von subatomaren Teilchen bis zu neuronal verursachten mentalen Zuständen und Ereignissen – liegen demnach verschiedene kausale oder ätiologische Strukturen zugrunde. Die ontologische Kausalität definiert die verschiedenen materiellen und mentalen Zustände des Seins oder der Wirklichkeit als verschiedene Domänen der Wirkung, die von elementaren Seinsmodi konstant ontologisch verursacht werden. Beispielsweise wird das Sein oder die Existenz eines Atoms von elementaren Seinsmodi der subatomaren Teilchen (Elektronen, Protonen und Neutronen) konstant verursacht, die unterschiedlichen Strukturen der Ketten von Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff verursachen ontologisch die Existenz einer großen Vielfalt von organischen Verbindungen. In den Naturwissenschaften kann das Prinzip der ontologischen Kausalität in mehreren Formen oder Modi der substanziellen, strukturellen und konstanten Ursächlichkeit festgestellt werden. Abschließend wird demonstriert, wie das Prinzip der ontologischen Kausalität das Rätsel der mentalen Ursächlichkeit, in der die Seele körperliche Willensakte und Affektion verursacht, hinreichend erklären kann. Damit ist ein unmittelbarer Bezug zum Problem des Leib-Seele-Dualismus gegeben, das von René Descartes in den neuzeitlichen philosophischen Diskurs eingeführt wurde. Dieses Problem ist bis heute in Philosophie, Kognitionswissenschaften und Neurobiologie ungelöst, spielt jedoch eine erhebliche Rolle in der aktuellen Debatte um die kausale Reduktion der mentalen Zustände auf Gehirnzustände und -prozesse.
Abstract (eng):
The process of causation is conceived primarily as a temporal succession of cause and effect in natural phenomena, the causes and the resulting effects being considered thereby as momentary events. The principle of causality states, accordingly, that every effect has or follows a cause. This principle forms the basis not only of Natural Sciences and Technologies, but also of various disciplines of Humanities, particularly the Social Sciences. The following treatise is an attempt to postulate a different mode of causation, derived from ontological principles of material as well as mental states (or existences). The ontological causation relates directly to the existence of every mode of being which is integrated in an overall ontic structure of reality. Various causal or etiological structures underlie the modes of reality – from the subatomic particles to the neurologically caused mental states and operations. The ontological causation defines the various material and mental states of being or reality as different domains of effect which are constantly caused by elementary modes of being. For example: the being or existence of an atom is constantly caused by the being of subatomic particles (electron, proton and neutron), or different structures of Carbon-Hydrogen-Oxygen-Chains cause ontologically the existence of a large number of organic compounds. In Natural Sciences the principle of ontological causation can be identified in different forms or modes of substantial, structural and constant causation. In conclusion, this treatise attempts to demonstrate how the principle of ontological causation can sufficiently explain the puzzle of mental causation, in which the mind causes bodily affections and actions. This attempt refers invariably to the problem of mind-body-dualism, which was introduced in the philosophical discourse by René Descartes (1569 – 1650) and which remains until today - as represented in the current debate on the causal reduction of mental states to brain states - an unresolved problem in Philosophy, Cognitive Sciences as well as in Neurobiology.
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Generiert am 21.12.2014, 10:22:38