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Publikationsart: Bericht
Autor(en): Babu Thaliath
Titel: Domänen des Subjekts
Verlag: Freiburger Dokumentenserver (FreiDok)
http://www.freidok.uni-freiburg.de/
Erscheinungsort: Freiburg i. Br.
Erstveröffentlichung: 20.10.2006
Veröffentlichung auf edoc: 07.08.2012
Anmerkung: Folgende Abhandlung ist eine Überarbeitung eines Vortrags (mit dem Titel: „Domains of Mind. Reflections on the early correspondence between Princess Elisabeth of Bohemia and René Descartes on Mind-Body-Dualism“), den ich am 27. April 2006 am National Institute of Advanced Studies, Indian Institute of Science in Bangalore gehalten habe. Sie basiert u.a. auf meiner Dissertation sowie einer früheren Untersuchung, verfaßt und veröffentlicht im Rahmen meiner Promotion an der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Diese Abhandlung wurde zunächst im Jahr 2006 beim Freidok (Freiburger Dokumentenserver) veröffentlicht. URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2660/
Status: published
not_reviewed
Volltext: pdf (urn:nbn:de:kobv:11-100203514)
URL der Erstveröffentlichung: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2660/
Fachgebiet(e): Allgemeines, Wissenschaft ; Naturwissenschaften ; Philosophie
Schlagwörter (ger): Prinzessin Elisabeth von Böhmen, René Descartes, Immanuel Kant, Transzendentale Ästhetik, Neuzeit, Leib-Seele-Dualismus, Epistemologie, Vor-logische Subjektivität, Ästhetisch-synthetischer Nexus, Vision, Hörvermögen, Virtualität und Realität, Perspektivität des Sehens, Molyneux Frage, Condillac
Schlagwörter (eng): Princess Elisabeth of Bohemia, René Descartes, Immanuel Kant, Transcendental Aesthetic, New Age, Mind-Body-Dualism, Epistemology, Pre-logical Subjectivity, Aesthetic-Synthetic Nexus, Vision, Audition, Virtuality and Reality, Molyneux’s Question, Condillac
Einrichtung: Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
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Abstract (ger):
Bereits der erste Briefwechsel zwischen Prinzessin Elisabeth von Böhmen und René Descartes eröffnete den Diskurs über den Leib-Seele-Dualismus, der in der Geschichte der modernen Epistemologie als Problematik bisher unaufgelöst geblieben ist. In ihrem Brief an Descartes vom 6. Mai 1643 stellt Prinzessin Elisabeth einige Fragen nach der Natur des Verhältnisses zwischen Seele und Körper - insbesondere aber die Grundfrage, wie die Seele eines Menschen, die nach Descartes eine bloß denkende und als solche unausgedehnte Substanz ist, im ausgedehnten Körper wirken bzw. ihn zu Willensakten veranlassen kann. Sie argumentiert, daß der Seele, die den Körper bewegt und durch ihn affiziert wird, Materialität und Ausdehnung zugeschrieben werden soll. In der folgenden Abhandlung wird der Versuch unternommen, diesen historischen Diskurs erneut zu untersuchen, indem in erster Linie zwischen der cartesischen Vorstellung einer Differenzierung zwischen dem ausgedehnten Leib und der immateriellen Seele und der polemischen Auffassung der Prinzessin eine kontextuale Differenz aufgewiesen wird. Sie bezieht sich im allgemeinen auf eine grundlegende Differenzierung zwischen dem Ursprung und der Domäne einer vor-logischen und rein ästhetischen Subjektivität. In bezug auf unsere körperlichen Willensakte und Empfindungen scheint sich die cartesische Grundvorstellung vom unausgedehnten "res cogitans" allein auf den Ursprung einer ästhetischen Subjektivität zu beschränken. Im Kontrast dazu hat die Domäne der Willensakte eine leibliche Ausdehnung, und die Domänen der Empfindungen erweisen sich darüber hinaus als leiblich und außerleiblich ausgedehnt. Die Untersuchung zielt prinzipiell darauf ab, den ontischen Status einer derartigen leiblichen und außerleiblichen Ausdehnung der ästhetischen bzw. sinnlichen Domänen des Subjekts zu erörtern und dabei den epistemologischen Modus der Verbindung zwischen diesen subjektiven Domänen der Empfindung und den empfundenen physikalischen Gegenständen - von der kantischen Epistemologie ausgehend - als einen ästhetisch-synthetischen Nexus zu bestimmen.
Abstract (eng):
Already the first correspondence between Princess Elisabeth of Bohemia and René Descartes in 1643 inaugurated the discourse of the mind-body-distinction, which until today remains as one of the unresolved problems in modern epistemology. In her letter dated 6th May 1643, Princess Elisabeth raises a number of questions about the nature of the relation between the mind and the body, especially on the question of how the soul of man, being only a thinking substance, can determine his bodily spirits to perform voluntary actions. She argues that matter and extension should be attributed to the mind, which moves the body and is moved by it. The proposed work is an attempt to re-examine this discourse by initially emphasizing a contextual difference between the Cartesian notion, namely the distinction between the extended body and an immaterial soul, and the polemic of the Princess against it. This contextual difference refers primarily to a more fundamental distinction between the origin and the domain of a pre-logical and purely aesthetical subjectivity. With reference to our bodily volition and sensation, the Cartesian notion of "res cogitans" appears to have rooted in the origin of an aesthetical subjectivity alone. In contrast to it, the domain of our volition has invariably a bodily extension, and the domains of our sensations are, furthermore, extended bodily as well as spatially. The main objectives of this work are to discuss the ontic status of such bodily and spatially extended domains of our aesthetical subjectivity and to identify the epistemological mode of their unity with the objective, i.e. physical phenomena - also with reference to Kant's epistemology - as an aesthetic-synthetic nexus.
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Generiert am 26.11.2014, 07:33:49