|
Universitätsbibliotheken, Archive und Museen stehen
angesichts der ständig steigenden Zahl der elektronischen
Publikationen vor dem Problem, adäquate
Strategien für deren Erschließung, Zugang und Archivierung
anzubieten. Dabei mangelt es häufig an standardisierten
Lösungen und nutzerorientierten Herangehensweisen. Ein
Konzept, das XML (eXtensible Markup Language) als Basis
für die Schaffung eines Portals nutzt, bildet einen Ausgangspunkt
dafür, elektronische Archive mit multimedialen
Inhalten nutzbringend betreiben zu können. Berücksichtigung finden
dabei insbesondere bibliothekarische, dokumentarische
und rechentechnische Gesichtspunkte.
Die Erfahrungen, die an der Humboldt-Universität im
Bereich des elektronischen Publizierens für textorientierte
Dokumente im Rahmen der Projekte Digitale
Dissertationen (gefördert aus Mitteln des
Hochschulsonderprogramms III) und Dissertationen Online
(gefördert durch die Deutsche
Forschungsgemeinschaft) gemacht
wurden, sollen aufbereitet und auf multimediale Dokumente
angewendet werden.
|
|
Das bestehende, bisher vor allem auf textorientierte Dokumente
ausgerichtete Konzept, das an der
Humboldt-Universität entwickelt wurde,
umfasst eine nachnutzungsfähige Lösung, die von der Autorenbetreuung
über einen automatisierten Workflow bis hin zum Retrieval
der Dokumente reicht.
In Abstimmung mit der Deutschen Bibliothek (DDB) und Projekten,
die sich mit verwandten Themen befassen (z.B.
OPUS)
wird dieses Konzept zurzeit an mehreren
deutschen Hochschulen eingeführt.
Mit dem Projekt <XML-Portal> wird das Ziel
verfolgt, ein standardisiertes Konzept und eine Anwendung zu erarbeiten, mit
deren Hilfe die Aufnahme, Verwaltung und Recherche elektronischer Dokumente
mit multimedialen Inhalten ermöglicht wird. Dabei bilden
die Sammlungen der Humboldt-Universität eine Beispielanwendung,
die übertragbar sein soll. Um dies sicherzustellen,
wird die Humboldt-Universität mit Partnern im In- und
Ausland (z.B. Foto Marburg, CIMI u.a.) zusammenarbeiten.
|