HUB am Breitband-Wissenschaftsnetz

Zur CeBIT'96 wurden die ersten Strecken des Breitband-Wissenschaftsnetzes (B-WiN) in Betrieb genommen. Der DFN-Verein errichtet dieses Netz auf Basis der ATM-Technologie zunächst mit 34 Mbit/s-, in Kürze auch mit 155 Mbit/s-Anschlüssen. Die Nutzung des B-WiN ist in einer ersten Stufe allerdings noch nicht direkt über Schnittstellen der ATM-Switches möglich, es wird gegenwärtig ausschließlich der IP-Dienst über die B-WiN-Router angeboten. Ausgehend von der Anfangskonfiguration mit ca. 40 teilnehmenden Einrichtungen wird sich das B-WiN schnell erweitern.

Durch wissenschaftliche Einrichtungen Berlins wird seit Anfang April ein B-WiN-Gemeinschaftsanschluß (34 Mbit/s) genutzt, der an der Freien Universität installiert ist. Über Glasfaserverbindungen des Berliner Landesnetzes und Technik des BRTB (Berlin Regional Testbed - s. RZ-Mitteilungen Nr. 11) sind zur Zeit folgende Einrichtungen in der glücklichen Lage, mit hoher Geschwindigkeit untereinander zu kommunizieren und den B-WiN-Gemeinschaftsanschluß zu nutzen: die Berliner Universitäten, das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik, das Hahn-Meitner-Institut und die Technische Fachhochschule. Der Anschluß der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft und weiterer Einrichtungen steht unmittelbar bevor. Der Humboldt-Universität steht zur Zeit ein Kapazitätsanteil von 4 Mbit/s des Gemeinschaftsanschlusses zur Verfügung.

Durch neu hinzukommende Teilnehmer wird es in der zweiten Hälfte dieses Jahres erforderlich und finanziell möglich, die Kapazität des Gemeinschaftsanschlusses auf 155 Mbit/s zu erweitern. Alle Teilnehmer werden mit B-WiN-Technik ausgestattet bzw. an B-WiN-Technik anderer Teilnehmer angeschlossen. Da beim 155-Mbit/s-Gemeinschaftsanschluß die Kosten relativ zur Bandbreite niedriger liegen, kann der Kapazitätsanteil auch unserer Universität so vergrößert werden, daß dann Anwendungen mit höherem Bandbreitenbedarf zu anderen Partnern im B-WiN möglich werden.

Der Datenverkehr zwischen den Berliner B-WiN-Teilnehmern belastet die Verbindungen zum B-WiN nicht. Für diesen Zweck werden über die B-WiN-Technik zusätzliche virtuelle Verbindungen mit einer Bandbreite von ca. 40-60 Mbit/s auf den zentralen Netzabschnitten eingerichtet.

Günther Kroß